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Funktionelle Lebensmittel und ihre gesundheitlichen Effekte

Title: Funktionelle Lebensmittel und ihre gesundheitlichen Effekte

Diploma Thesis , 2004 , 101 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Nina Kitter (Author)

Health - Nutritional Science
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Summary Excerpt Details

„Nahrung soll eure Medizin und Medizin eure Nahrung sein“ (Milner 1999). So forderte der griechische Philosoph und Naturgelehrte Hippokrates vor rund 2500 Jahren. Auch wenn er nicht der Erfinder von so genannten funktionellen Lebensmitteln ist, zeigt dies, dass die Idee von Nahrungsmitteln mit gesundheitlichem Nutzen nicht erst in den letzten Jahrzehnten entstanden ist. Im 19. Jahrhundert war die Philosophie „Lebensmittel als Medizin“ durch die moderne Arzneimitteltherapie in Vergessenheit geraten, indessen gewann im Laufe des 20. Jahrhunderts die wichtige Rolle der Ernährung als Prävention gegen Krankheiten wieder an Bedeutung (Hasler 2002, Palou et al. 2003). Gesundheitsbezogene Effekte von bestimmten Lebensmittelinhaltsstoffen wurden weiter untersucht und rückten wieder in den Blickpunkt der Forschung. Um diese positiven Eigenschaften von Lebensmittelinhaltsstoffen zu nutzen und der breiten Masse zugänglich zu machen, wurden so genannte funktionelle Lebensmittel entwickelt. Vielverzehrte Lebensmittel wurden durch Zusätze wie Vitamine oder probiotische Mikroorganismen sowie durch Neuzüchtung von beispielsweise hypoallergenem Reis mit einem zusätzlichen gesundheitlichen Nutzen versehen.

Lebensmittel mit einem positiven Effekt auf die Gesundheit liegen im Trend und wachsen zu einer immer größer werdenden Produktschiene heran (Wolters et al. 2001). Zudem ist das Bewusstsein für funktionelle Lebensmittel in der Gesellschaft gestiegen. Das Umsatzvolumen von funktionellen Lebensmitteln liegt in Deutsch- land bei ca. 715 Millionen Euro und einem Marktanteil von 5-10% des Lebensmit- telmarktes (Wolters et al. 2001). Experten prognostizieren bis zum Jahr 2010 ei- nen Anstieg des Produktangebots im Bereich der funktionellen Lebensmittel auf 20% (Kiefer et al. 2002). Probiotische Lebensmittel wurden 1996 als erste funk- tionelle Lebensmittel auf dem deutschen Lebensmittelmarkt eingeführt und wiesen 1999 bereits einen Marktanteil von 14% bei Joghurt- und Milchgetränken auf. Im Laufe der Zeit kamen weitere funktionelle Lebensmittel wie Prebiotika oder Le- bensmittel mit sekundären Pflanzenstoffen, Vitaminen, ω-3-Fettsäuren oder Bal- laststoffen auf den Markt (Wolters et al. 2001).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsbestimmung und Abgrenzung von funktionellen Lebensmitteln

2.1 Begriffsbestimmung

2.2 Rechtliche Einordnung von funktionellen Lebensmitteln

2.2.1 Rechtliche Einordnung in Deutschland und in der EU

2.2.2 Rechtliche Einordnung in Japan und den USA

2.3 Abgrenzung der funktionellen Lebensmittel von herkömmlichen Lebensmitteln

2.4 Abgrenzung der funktionellen Lebensmittel von Arzneimitteln

2.5 Abgrenzung der funktionellen Lebensmittel von Nahrungsergänzungsmitteln

2.6 Abgrenzung der funktionellen Lebensmittel von Novel Food

2.7 Diskussion

3 Funktionelle Lebensmittel, ihre Inhaltsstoffe und ihre Effekte auf den Gesundheitszustand

3.1 Probiotische funktionelle Lebensmittel

3.1.1 Inhaltsstoffe

3.1.2 Effekte der Probiotika

3.1.2.1 Einfluss auf das Immunsystem

3.1.2.2 Wirkung auf die Blutlipide

3.1.3 Diskussion

3.2 Prebiotische funktionelle Lebensmittel

3.2.1 Inhaltsstoffe

3.2.1.1 Fructooligosaccharide

3.2.1.2 Inulin

3.2.1.3 Oligofructose

3.2.2 Effekte der Prebiotika

3.2.2.1 Einfluss auf die Besiedlung der Darmflora

3.2.2.2 Einfluss auf die Bioverfügbarkeit von Calcium

3.2.2.3 Wirkung auf Blutlipide

3.2.2.4 Antikanzerogene Wirkung

3.2.3 Diskussion

3.3 Funktionelle Lebensmittel mit sekundären Pflanzenstoffen

3.3.1 Inhaltsstoffe

3.3.2 Phytosterine

3.3.3 Effekte der sekundären Pflanzenstoffe

3.3.4 Einfluss auf den Cholesterinspiegel

3.3.5 Diskussion

4 Schlussbetrachtung

5 Zusammenfassung

6 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Diplomarbeit ist es, einen fundierten Überblick über den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand zu funktionellen Lebensmitteln zu geben, wobei insbesondere deren Inhaltsstoffe und gesundheitliche Wirkungsweisen im Fokus stehen.

  • Rechtliche Rahmenbedingungen für funktionelle Lebensmittel in Deutschland und international
  • Abgrenzung von funktionellen Lebensmitteln zu Arzneimitteln, Nahrungsergänzungsmitteln und Novel Food
  • Analyse der gesundheitlichen Effekte von Probiotika, insbesondere auf das Immunsystem und den Lipidstoffwechsel
  • Untersuchung der Wirkung von Prebiotika auf die Darmflora, die Mineralstoffabsorption und das Krebswachstum
  • Bewertung des Einflusses sekundärer Pflanzenstoffe, vor allem Phytosterine, auf den Cholesterinspiegel

Auszug aus dem Buch

3.1.2.1 Einfluss auf das Immunsystem

Das Immunsystem bietet seinem Wirt Schutz vor Infektionen und Krankheiten, die durch Viren und fremde MO aus der Umgebung auftreten können (Meydani und Ha 2000). Der GIT mit einer ausgeglichenen Mikroflora ist das wichtigste Immunorgan des Körpers, da er 60% der Gesamtkonzentration an Immunglobulinen produziert (Bourlioux et al. 2003, Ouwehand et al. 2002). Diese immunologische Barriere kann durch Krankheiten oder Antibiotika geschwächt werden, so dass aus der Nahrung oder dem Darm stammenden pathogenen Keimen ein leichter Zugang zum Wirt ermöglicht wird (Calder und Kew 2002, Isolauri et al. 2001). Die Unterstützung des Immunsystems lässt sich anhand immunologischer Parameter, wie beispielsweise die Produktion von Cytokinen (Interleukin-2) und Immunglobulin A (IgA), die Phagocytoseaktivität, die T-Zellen-Funktion oder die Aktivität der natürlichen Killerzellen bewerten (Arunachalam et al. 2000, Meydani und Ha 2000).

Die Ernährung spielt eine entscheidende Rolle in der Entwicklung des Immunsystems. Die möglichen Mechanismen von Probiotika basieren auf der Gründung einer nicht-immunologischen Schutzbarriere des Darms, welche die ansteigende intestinale Permeabilität und die Veränderung der intestinalen Mikroflora beinhaltet. Ein anderer Mechanismus ist die Verbesserung der immunologischen intestinalen Barriere durch IgA und die Reduzierung der intestinalen inflammatorischen Antwort, womit ein stabilisierenden Effekt auf den Darm verbunden ist (Isolauri et al. 2001).

Im folgenden Abschnitt wird anhand von Studien die Unterstützung des Immunsystems durch Probiotika dargestellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung von Lebensmitteln als Mittel zur Gesundheitsprävention und gibt einen Ausblick auf die aktuelle Marktsituation sowie die Zielsetzung dieser Arbeit.

2 Begriffsbestimmung und Abgrenzung von funktionellen Lebensmitteln: Hier wird der Terminus funktionelle Lebensmittel definiert, mit verschiedenen nationalen Ansätzen verglichen und von anderen Produktgruppen wie Arzneimitteln abgegrenzt.

3 Funktionelle Lebensmittel, ihre Inhaltsstoffe und ihre Effekte auf den Gesundheitszustand: Dieses Kapitel detailliert die Wirkmechanismen von Probiotika, Prebiotika und sekundären Pflanzenstoffen anhand zahlreicher wissenschaftlicher Studien.

4 Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen, weist auf den noch bestehenden Forschungsbedarf hin und bewertet das Potenzial von funktionellen Lebensmitteln für die zukünftige Gesundheitsprävention.

5 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bietet eine prägnante Übersicht über die in der Arbeit behandelten Themenbereiche und deren wesentliche Erkenntnisse.

6 Literaturverzeichnis: Das Literaturverzeichnis listet alle in der Arbeit verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Studien auf.

Schlüsselwörter

Funktionelle Lebensmittel, Probiotika, Prebiotika, sekundäre Pflanzenstoffe, Immunsystem, Cholesterin, Darmflora, Calciumabsorption, Gesundheitsprävention, Ernährung, Stoffwechsel, Inulin, Oligofructose, Phytosterine, Lebensmittelrecht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet einen umfassenden Überblick über den aktuellen Wissensstand zu funktionellen Lebensmitteln, deren Inhaltsstoffe und deren Wirkung auf die menschliche Gesundheit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit fokussiert sich auf drei Hauptbereiche: probiotische Lebensmittel, prebiotische Lebensmittel sowie Produkte, die mit sekundären Pflanzenstoffen angereichert sind.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die wissenschaftliche Evidenz für gesundheitsfördernde Effekte funktioneller Lebensmittel zu bewerten und die Abgrenzung zu Arzneimitteln und anderen Produkten rechtlich und inhaltlich zu klären.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse, die zahlreiche internationale Studien (doppel-blind, placebokontrolliert) auswertet und vergleicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Wirkungen spezifischer Inhaltsstoffe (z.B. Lactobacillen, Bifidobakterien, Inulin, Phytosterine) auf das Immunsystem, die Darmflora, den Lipidstoffwechsel und die Mineralstoffaufnahme.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Funktionelle Lebensmittel, Probiotika, Prebiotika, Cholesterin, Immunsystem und Prävention.

Gibt es eine wissenschaftlich gesicherte Wirkung bei Krebserkrankungen?

Die Ergebnisse aus Tierversuchen zeigen zwar eine verminderte Tumorentwicklung oder Mortalität bei der Zufuhr von Prebiotika, jedoch ist ein direkter experimenteller Nachweis für eine solche Wirkung beim Menschen bisher nicht erbracht.

Wie wirkt sich die Dosierung der Prebiotika auf die Darmflora aus?

Studien deuten darauf hin, dass bereits tägliche Aufnahmen von ca. 5-6 g Prebiotika ausreichen können, um die Bifidobakterienanzahl im Darm positiv zu beeinflussen, wobei die ideale Dosis oft bei etwa 10 g/d liegt.

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Details

Title
Funktionelle Lebensmittel und ihre gesundheitlichen Effekte
College
Justus-Liebig-University Giessen  (Institut für Ernährungswissenschaft)
Course
Ernährung des Menschen
Grade
2,0
Author
Nina Kitter (Author)
Publication Year
2004
Pages
101
Catalog Number
V27271
ISBN (eBook)
9783638293624
Language
German
Tags
Funktionelle Lebensmittel Berücksichtigung Effekte Ernährung Menschen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nina Kitter (Author), 2004, Funktionelle Lebensmittel und ihre gesundheitlichen Effekte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27271
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