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John Rawls: Gerechtigkeit und Stabilität in pluralistischen Gesellschaften

Title: John Rawls: Gerechtigkeit und Stabilität in pluralistischen Gesellschaften

Term Paper , 2004 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Martin Stephan Hagen (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Was bedeutet Pluralismus für die politische Theorie? Was sind Gerechtigkeitskonzeptionen wert, wenn doch keinerlei Hoffnung darauf besteht, dass sie je übergreifende Anerkennung finden könnten? Wie ist politische Stabilität möglich, wenn die Bürger eines Staates ganz unterschiedlichen Lehren anhängen?

Diese Frage nach Gerechtigkeit und Stabilität in pluralistischen Gesellschaften behandelt diese Hausarbeit. Dafür wird zunächst Rawls’ Theorie der Gerechtigkeit in Grundzügen vorgestellt. Danach geht die Arbeit auf das Pluralismus-Problem ein, zeigt auf, wie Rawls es mittels der Idee eines „übergreifenden Konsens“ zu lösen versucht, und wann er politische Machtausübung für legitim hält. Zum Schluss wird Rawls’ Antwort auf das Faktum des Pluralismus kritisch hinterfragt.

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Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Gerechtigkeit und Stabilität in pluralistischen Gesellschaften

1. John Rawls’ Theorie der Gerechtigkeit

1.1. Grundlegendes

1.2. Der Urzustand

1.3. Die Gerechtigkeitsgrundsätze

2. Pluralismus und Stabilität bei John Rawls

2.1. Der vernünftige Pluralismus

2.1.1. Das Faktum des Pluralismus und das Faktum der Unterdrückung

2.1.2. Vernünftige Lehren und die Bürden des Urteilens

2.2. Stabilität angesichts des Pluralismus

2.2.1. Die Methode der Vermeidung

2.2.1. Der übergreifende Konsens

2.3. Legitimität von Entscheidungen

III. Schluss

IV. Literaturangabe

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht, wie in modernen, pluralistischen Gesellschaften trotz unterschiedlicher und teils unvereinbarer Weltanschauungen eine dauerhafte politische Stabilität und Gerechtigkeit erreicht werden kann. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie John Rawls’ Gerechtigkeitskonzeption weiterentwickelt werden muss, um unter realen Bedingungen eine breite Anerkennung zu finden.

  • Grundlagen der Gerechtigkeitstheorie nach John Rawls
  • Analyse des Pluralismus-Problems in modernen Demokratien
  • Die Rolle des "übergreifenden Konsenses" zur Gewährleistung politischer Stabilität
  • Kriterien für die Legitimität politischer Entscheidungen

Auszug aus dem Buch

2.1.1. Das Faktum des Pluralismus und das Faktum der Unterdrückung

Mit der Neufassung seiner Gerechtigkeitskonzeption in „Political Liberalism“ trägt Rawls dem „Faktum des Pluralismus“ Rechnung, der Erkenntnis, dass die „Existenz einer Vielfalt umfassender religiöser, philosophischer und moralischer Überzeugungen [...] ein strukturelles Merkmal der öffentlichen Kultur von Demokratien“ ist. Der Pluralismus verschiedener Lehren ist ein unweigerliches „Ergebnis des menschlichen Vernunftgebrauchs in einer freiheitlichen Gesellschaft“, und es ist nicht zu erwarten dass sich daran etwas ändern wird.

Das Faktum der Unterdrückung besagt, dass es angesichts des Pluralismus nur eine Möglichkeit gibt, ein gesellschaftsweites Einverständnis in religiösen, philosophischen und moralischen Fragen zu erreichen: Durch staatliche Repression und gewaltsame Unterdrückung der verschiedenen Überzeugungen. Diese Lösung ist jedoch weder wünschenswert (geschweige denn für eine Vertragspartei im Urzustand zustimmungsfähig), noch auf lange Sicht effektiv – denn die Erfahrung zeige, so Rawls, dass auf Unterdrückung basierende Stabilität nicht von Dauer sein kann.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Pluralismus innerhalb der modernen politischen Theorie ein und skizziert das Ziel der Arbeit, Rawls' Theorie auf Stabilität in pluralistischen Staaten zu prüfen.

II. Gerechtigkeit und Stabilität in pluralistischen Gesellschaften: Dieses Hauptkapitel erläutert zunächst die theoretischen Grundlagen der Gerechtigkeit als Fairness und analysiert anschließend die Herausforderungen, die der Pluralismus für die politische Stabilität darstellt.

1. John Rawls’ Theorie der Gerechtigkeit: Dieses Kapitel stellt die zentralen Konzepte wie den Urzustand und den Schleier des Nichtwissens vor, um Rawls' Verständnis einer gerechten Grundstruktur der Gesellschaft zu erklären.

1.1. Grundlegendes: Hier werden die Kernprinzipien von Rawls' politischer Gerechtigkeitskonzeption und deren Beschränkung auf die Grundstruktur der Gesellschaft dargelegt.

1.2. Der Urzustand: Dieses Kapitel behandelt den hypothetischen Gesellschaftsvertrag und den Schleier des Nichtwissens als Mittel zur fairen Entscheidungsfindung.

1.3. Die Gerechtigkeitsgrundsätze: Das Kapitel definiert die beiden zentralen Gerechtigkeitsgrundsätze, einschließlich der Vorrangregeln und des Unterschiedsprinzips.

2. Pluralismus und Stabilität bei John Rawls: Dieses Kapitel wendet sich Rawls' späteren Arbeiten zu und untersucht, wie eine liberale Ordnung trotz unterschiedlicher Weltanschauungen bestehen kann.

2.1. Der vernünftige Pluralismus: Hier wird das Spannungsfeld zwischen der Vielfalt an Überzeugungen und der Notwendigkeit einer stabilen demokratischen Ordnung analysiert.

2.1.1. Das Faktum des Pluralismus und das Faktum der Unterdrückung: Dieses Kapitel erörtert, warum staatliche Repression keine dauerhafte Lösung für den Pluralismus bietet.

2.1.2. Vernünftige Lehren und die Bürden des Urteilens: Es wird erklärt, warum auch vernünftige Menschen zu unterschiedlichen moralischen und politischen Urteilen gelangen.

2.2. Stabilität angesichts des Pluralismus: Dieses Kapitel beschreibt die Notwendigkeit, eine Basis für das freiwillige Einverständnis der Bürger zu schaffen.

2.2.1. Die Methode der Vermeidung: Hier wird dargelegt, wie strittige metaphysische Fragen ausgeklammert werden können, um einen Konsens zu ermöglichen.

2.2.1. Der übergreifende Konsens: Dieses Kapitel erläutert das Konzept des übergreifenden Konsenses als Basis für die Stabilität in einer demokratischen Gesellschaft.

2.3. Legitimität von Entscheidungen: Hier wird das liberale Legitimitätsprinzip vorgestellt, das den Fokus von inhaltlicher Richtigkeit auf die gerechte Verfahrensweise verschiebt.

III. Schluss: Das Fazit kritisiert die Exklusivität von Rawls' Modell und hinterfragt die Konsensfähigkeit im Kontext des politischen Liberalismus.

IV. Literaturangabe: Dieses Verzeichnis führt sämtliche verwendete Monographien, Aufsätze und Zeitschriftenartikel auf.

Schlüsselwörter

John Rawls, politische Philosophie, Gerechtigkeit, Pluralismus, Stabilität, Urzustand, Schleier des Nichtwissens, übergreifender Konsens, politischer Liberalismus, gesellschaftlicher Konsens, Legitimität, Gerechtigkeit als Fairness, liberale Demokratie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der politischen Philosophie von John Rawls und untersucht, wie eine stabile, gerechte Ordnung in Gesellschaften möglich ist, die durch eine Vielzahl unterschiedlicher Weltanschauungen geprägt sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Gerechtigkeitstheorie, die Herausforderungen des Pluralismus, die Bedingungen für gesellschaftliche Stabilität und die Legitimität staatlicher Machtausübung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu zeigen, wie eine liberale und pluralistische Gesellschaft trotz der Divergenz umfassender Lehren dauerhaft stabil bleiben kann, indem man sich auf politische Werte statt auf weltanschauliche Überzeugungen stützt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven und analytischen Auseinandersetzung mit der politischen Theorie von John Rawls, unter Einbeziehung von Fachliteratur zur Interpretation seines Werkes.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der ursprünglichen Gerechtigkeitstheorie, die Analyse des Pluralismusproblems bei Rawls und die Diskussion über Lösungsansätze wie den übergreifenden Konsens und die Methode der Vermeidung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind John Rawls, Gerechtigkeit, Pluralismus, Stabilität, übergreifender Konsens, politischer Liberalismus und Legitimität.

Wie unterscheidet Rawls zwischen der Theorie des Urzustands und dem späteren politischen Liberalismus?

Während im Urzustand ein hypothetisches Einverständnis hinter dem Schleier des Nichtwissens gesucht wird, konzentriert sich der politische Liberalismus darauf, wie reale Bürger unter realen Bedingungen einen Konsens über eine politische Gerechtigkeitskonzeption erreichen können.

Was versteht man unter dem Begriff "Bürden des Urteilens"?

Die Bürden des Urteilens bezeichnen die Faktoren, die dazu führen, dass vernünftige Menschen bei gleichen Informationen oder identischen Ausgangslagen zu unterschiedlichen Schlussfolgerungen gelangen, was die Unvermeidbarkeit des Pluralismus erklärt.

Können auch unvernünftige Weltanschauungen Teil des übergreifenden Konsenses sein?

Nein, der übergreifende Konsens ist laut Rawls auf "vernünftige" umfassende Lehren beschränkt, die die Grundlagen einer demokratischen Gesellschaft nicht in Frage stellen.

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Details

Title
John Rawls: Gerechtigkeit und Stabilität in pluralistischen Gesellschaften
College
LMU Munich  (Geschwister-Scholl-Institut (GSI))
Course
Übung Politische Theorie
Grade
1,3
Author
Martin Stephan Hagen (Author)
Publication Year
2004
Pages
16
Catalog Number
V27272
ISBN (eBook)
9783638293631
Language
German
Tags
John Rawls Gerechtigkeit Stabilität Gesellschaften Politische Theorie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Stephan Hagen (Author), 2004, John Rawls: Gerechtigkeit und Stabilität in pluralistischen Gesellschaften, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27272
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