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Sexueller Missbrauch von Kindern

Fakten und Daten. Täter. Ursachen

Titel: Sexueller Missbrauch von Kindern

Hausarbeit , 2012 , 20 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Yelena Sibayeva (Autor:in)

Pädagogik - Pädagogische Psychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Über den sexuellen Missbrauch von Kindern wird heute in Medien viel berichtet. Das ist ein hochsensibles Thema. Für manche bleibt es immer noch ein Tabuthema. Die anderen meinen davon nicht betroffen zu sein und haben daher kein Bedürfnis, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Mich persönlich lässt der sexuelle Kindesmissbrauch nicht gleichgültig. Es ist unglaublich, welches Trauma dem Kind zugefügt wird. Oft können die Missbrauchsopfer jahrelang ihr Schweigen nicht brechen und die traumatischen Erlebnisse nicht verarbeiten. Immer wieder wenn ich die Berichte von Betroffenen lese, frage ich mich: Warum? Warum passiert so was? Was bewegt den Täter dazu? Gibt es Erklärungen? In der vorliegenden Arbeit setze ich mich mit diesen und angrenzenden Fragestellungen auseinander.
Es ist anzumerken, dass die Altersgrenze bei 14 Jahren liegt, wenn man von sexuellem Missbrauch von Kindern redet (vgl. Polizeiliche Kriminalstatistik 2011, S. 66).
Die Arbeit ist folgendermaßen aufgebaut. In dem nächsten Kapitel wird der Begriff sexueller Missbrauch von Kindern definiert. Es wird der Frage nachgegangen: Was ist unter sexuellem Missbrauch von Kindern zu verstehen? Nach einer umfassenden Definition werden verschiedene Formen erläutert, in denen sexueller Missbrauch vorkommen kann. Im Anschluss daran werden Fakten und Daten dargestellt, um ein Bild über die Häufigkeit des sexuellen Missbrauchs in Deutschland sowie das Opfer-Täter-Verhältnis zu verschaffen.
Im dritten Kapitel wird es geklärt, wer die Täter sind. Es wird besonders Wert auf die Fragestellungen gelegt: Gibt es Tätertypen? Welches Alter sind sie und welchen Bezug haben sie zu dem Kind? Welche Strategien nutzen sie, um sexuelle Handlungen an Kindern zu begehen? Dabei wird erwähnt, dass auch Frauen sexuelle Gewalt gegenüber Kindern ausüben, jedoch deutlich seltener. Aus diesem Grund wird in der Arbeit zur Vereinfachung „Täter“ nur in der männlichen Form verwendet.
Das darauffolgende Kapitel widmet sich den Fragen: Woran liegt es, dass es zu sexuellem Missbrauch kommt? Wie kommen Täter zu sexuellem Missbrauchsverhalten? Was macht eine „normale“ Bezugsperson eines Kindes zum „Täter“, zum „Misshandler“. Es wird untersucht, was einen Menschen zu dieser Tat zwingt. Es ist mir ein Anliegen, ein Verständnis für die Ursachen des Missbrauchs zu bekommen. Dafür werden Erklärungsansätze vorgestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sexueller Missbrauch von Kindern

2.1 Definition. Formen des sexuellen Kindesmissbrauchs

2.2 Fakten und Daten

3. Die Täter beim sexuellen Kindesmissbrauch

3.1 Strategien der Täter

4. Ursachen des sexuellen Kindesmissbrauchs

4.1 Der feministisch-gesellschaftliche Erklärungsansatz

4.2 Der familientheoretische Erklärungsansatz

4.3 Finkelhors Modell der vier Vorbedingungen

5. Täterprävention beim sexuellen Missbrauch von Kindern

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der Problematik des sexuellen Kindesmissbrauchs auseinander, wobei der Fokus auf der Definition des Begriffs, der Analyse der Täterstrukturen und den verschiedenen wissenschaftlichen Erklärungsansätzen für dieses Phänomen liegt. Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die Ursachen der Gewalt auszuprägen und Möglichkeiten der Prävention aufzuzeigen.

  • Phänomenologie und Definition des sexuellen Kindesmissbrauchs
  • Statistische Datenlage und Täter-Opfer-Verhältnisse
  • Psychologische und soziologische Klassifizierung von Tätern
  • Ursachenmodelle (feministisch, familientheoretisch, Finkelhor)
  • Ansätze und Projekte der Täterprävention

Auszug aus dem Buch

3.1 Strategien der Täter

Sexuelle Übergriffe gegen Kinder passieren nicht zufällig, sie werden von den Tätern geplant und vorbereitet. Die Täter suchen sich ihre Opfer genau aus. Das sind häufig Kinder, die leicht zu beeinflussen sind, die sich unsicher und einsam fühlen und zuhause wenig Aufmerksamkeit bekommen. Zu diesen Kindern wird eine emotionale, vertrauensvolle und immer intensiver werdende Beziehung aufgebaut. Nach und nach gewinnt der Täter das Vertrauen des Kindes, indem er dem Kind besondere Aufmerksamkeit zukommen lässt oder Geschenke macht. Auf dieser Grundlage wird dann ein Abhängigkeitsverhältnis geschaffen. Die anfänglich harmlose freundschaftliche Beziehung wird dann langsam und für das Kind unmerklich in eine sexuelle Beziehung verwandelt. Aus spielerischen Handlungen werden Schritt für Schritt massive sexuelle Übergriffe, die das Kind möglicherweise erst realisiert, wenn es bereits in das Geschehen verstickt ist (vgl. Koch & Kruck, 2000, S. 13f.).

Vom Täter kann es gezielt ausgenutzt werden, dass das Kind ihn kennt oder sogar liebt. Er kann dem Kind einreden, es habe sich das selber gewünscht, sei mitverantwortlich für die Geschehnisse und die Folgen ihrer Aufdeckung und dürfe sich niemandem offenbaren. Der Täter kann vielfältige Abhängigkeiten schaffen und das Opfer zum Schweigen bringen. Das Kind wird zur Geheimhaltung gezwungen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das sensible Thema des sexuellen Kindesmissbrauchs ein und legt die Motivation sowie den Aufbau der Arbeit dar.

2. Sexueller Missbrauch von Kindern: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Missbrauchs, beschreibt verschiedene Erscheinungsformen und bietet einen Überblick über aktuelle statistische Daten.

3. Die Täter beim sexuellen Kindesmissbrauch: Hier werden Tätertypen klassifiziert und die psychologischen Hintergründe der Täterschaft sowie spezifische Vorgehensweisen beleuchtet.

4. Ursachen des sexuellen Kindesmissbrauchs: Es werden zentrale wissenschaftliche Erklärungsansätze, darunter der feministische und der familientheoretische Ansatz sowie das Modell von Finkelhor, kritisch diskutiert.

5. Täterprävention beim sexuellen Missbrauch von Kindern: Das Kapitel widmet sich der Bedeutung präventiver Arbeit und stellt ein konkretes Therapieprojekt für potenzielle Täter vor.

6. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, gesellschaftliche Verantwortung zur Unterstützung der Opfer und zur Prävention wahrzunehmen.

Schlüsselwörter

Sexueller Kindesmissbrauch, Täterstrategien, Prävention, Dunkelfeld, Finkelhor, patriarchale Strukturen, Familiendynamik, Täterprävention, Opferschutz, Pädophilie, sexueller Übergriff, Machtmissbrauch, Kindeswohl, Traumatisierung, Hellfeld

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit behandelt die komplexen Hintergründe und Ursachen von sexuellem Kindesmissbrauch, analysiert Täterstrukturen und stellt Präventionsansätze vor.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Neben der Definition und den Ausprägungen von Missbrauch bilden Tätertypologien, soziologische sowie psychologische Ursachenmodelle und primärpräventive Maßnahmen die Schwerpunkte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die Dynamiken hinter sexuellem Missbrauch zu gewinnen, um die Notwendigkeit von Prävention und Intervention aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methodik liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf Basis polizeilicher Kriminalstatistiken und sozialwissenschaftlicher Dunkelfeldstudien diverse theoretische Erklärungsmodelle analysiert.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsbestimmung, die Analyse von Tätertypen und deren Strategien sowie die Darstellung und kritische Würdigung verschiedener Ursachenmodelle.

Durch welche Schlagworte lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Missbrauchsprävention, Tätertypiologie, gesellschaftliche Machtstrukturen und Dunkelfeldanalyse geprägt.

Was besagt Finkelhors Modell der vier Vorbedingungen?

Das Modell postuliert, dass für einen sexuellen Missbrauch vier Faktoren – Motivation, interne Hemmungsüberwindung, externe Hemmungsüberwindung und die Überwindung des Widerstands – erfüllt sein müssen.

Welche Rolle spielt das Projekt "Kein Täter werden"?

Das Projekt an der Berliner Charité dient der Primärprävention, indem es Männern mit pädophiler Neigung, die noch keine Straftaten begangen haben, ein therapeutisches Angebot zur Verhaltenskontrolle bietet.

Wie unterscheidet sich der feministische vom familientheoretischen Erklärungsansatz?

Der feministische Ansatz fokussiert auf gesellschaftliche Machtstrukturen und Patriarchat, während der familientheoretische Ansatz Missbrauch innerhalb von dysfunktionalen Familienkonstellationen betrachtet.

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Details

Titel
Sexueller Missbrauch von Kindern
Untertitel
Fakten und Daten. Täter. Ursachen
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Erziehungswissenschaft und Psychologie)
Veranstaltung
Beraten und Intervenieren bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung
Note
1,0
Autor
Yelena Sibayeva (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
20
Katalognummer
V272824
ISBN (eBook)
9783656650997
ISBN (Buch)
9783656650966
Sprache
Deutsch
Schlagworte
sexueller missbrauch kindern fakten daten täter ursachen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Yelena Sibayeva (Autor:in), 2012, Sexueller Missbrauch von Kindern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/272824
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Leseprobe aus  20  Seiten
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