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Das Sprechen der Bilder. Über einen neuen postmodernen filmischen Realismus in der US-Fernsehserie "Breaking Bad"

Título: Das Sprechen der Bilder. Über einen neuen postmodernen filmischen Realismus in der US-Fernsehserie "Breaking Bad"

Trabajo Universitario , 2014 , 46 Páginas

Autor:in: Johann Brodersen (Autor)

Filmología
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Die Theorie der Postmoderne in den Geistes- und Kulturwissenschaften ist ambivalent zu
betrachten. Bereits der Name etabliert die Idee der Postmoderne als Status mit einer
Vergangenheit. Als einen Punkt in der Geschichte, der bei weiterem Voranschreiten immer
mehr Ideen, Erzeugnisse, Fehler und auch Bewährtes in sich aufnimmt. Ein wachsendes
Organ, in dem vieles seinen Platz finden muss. Nebeneinander, aufeinander, umeinander. Die
Postmoderne ist so etwas wie der Inhalt eines Staubsaugers, der die Vergangenheit aufgesogen
hat. Unsortiert, von manchen abgelehnt und doch nicht wegzudenken. Sie ist die
„Grundvokabel der Gegenwart und der Fokus unserer Zeit“ (vgl. Welsch, S.1). Ein
Paradigma, welches die Potenz besitzt, alles in sich einzuschließen und somit oft unkonkret zu
sein scheint, gleichzeitig aber die einzige Möglichkeit darstellt, Theorien unterschiedlichster
Provenienz und verschiedene Erzeugnisse der Kultur nebeneinander zu stellen und in neue
Kontexte zu bringen.
Dieses möchte sich die vorliegende Arbeit zu Nutze machen, um am Beispiel der USFernsehserie
Breaking Bad (AMC, 2008-2013) die Idee eines postmodernen filmischen
Realismus, anhand von Interviews, Essays, Filmstills, Zeitungsartikeln, Video-Essays und
Fach- sowie fachfremder Literatur, aus medienästhetischer und gesellschaftstheoretischer
Perspektive vorzustellen. Ausgangspunkt für die Untersuchung der Serie bietet die von
Christine Lang und Christoph Dreher verfasste Essaysammlung Breaking Down Breaking Bad
(Wilhelm Fink, 2013) in der zunächst ein Disparität von Realismus und Postmodernismus
skizziert wird: "Breaking Bad lebt davon, dass verschiedene Genres virtuos gegeneinandergesetzt
werden: Crime-Drama gegen Komödie, psychologischer Realismus gegen postmoderne
Comic-Ästhetik, handwerkliche Perfektion gegen Trash." (Lang/Dreher 2013, S. 39). Ein allgemeiner Kern der diversifizierten postmodernen Theorie beschreibt die besprochenen
Werke als künstlich und auf das eigene Medium verweisend, sie zwingen dazu, den Film als
Film zu betrachten und lassen den Zuschauer aus der Illusion treten und die Oberfläche
betrachten (vgl. Eder 2002, S. 1). Sie gelten als ästhetisch hochstilisiert, artifiziell und
klischeeüberladen. [...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Eine Revolution

2.1 Die Autorenserie

2.2 Das Bild in Breaking Bad

3 Hinwendung zur Oberfläche

3.1 Postmoderne kulturtheoretisch

3.2 Pop Art

3.3 Postmoderner Film

4 Postmodernität am Beispiel von Breaking Bad

4.1 Intertextualität

4.2 Ästhetisierung und Spektakularität

4.3 Antikonventionalität und destruktive Erzählverfahren

4.4 Selbstreferenzialität

4.5 Mit Unschuld, ohne Ironie

5 Die Konstruktion eines postmodernen filmischen Realismus

5.1 Realismus im Film - Neorealismus & Breaking Bad

5.2 Realismus des Films

5.3 Simulation & Hyperrealismus

5.4 Postmoderner filmischer Realismus

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die US-Fernsehserie Breaking Bad als ein Paradebeispiel für einen neuen postmodernen filmischen Realismus. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, inwiefern die Serie trotz ihrer postmodernen Ästhetik und Konstruiertheit einen hohen Realitätseindruck erzeugen kann und welche Rolle dabei die medienästhetische Gestaltung spielt.

  • Analyse der Serie Breaking Bad im Kontext der Qualitätsserien-Revolution.
  • Untersuchung postmoderner Merkmale wie Intertextualität und Selbstreferenzialität.
  • Gegenüberstellung von postmodernen Inszenierungstechniken und klassischem Realismus (Neorealismus).
  • Erörterung der Bedeutung von Bildkomposition, Farbgestaltung und Montagetechniken für die Narration.

Auszug aus dem Buch

4.1 Intertextualität

Intertextualität, wie sie bereits durch die Aussage Vince Gilligans - die Entwicklung von Walter White sei die von Mr.Chips (Charles Chipping aus Goodbye Mr. Chips von Sam Wood, 1939) zu Scarface (vgl. Lang/Dreher 2013, S.9) - angedeutet wird, gilt als das Kernstück postmodernen Erzählens. Dabei wird mit konventionellen Elementen früherer Film- und Kulturproduktionen gearbeitet, es ist „ein Kino der Zitate“ (Ebd., S.12). Auch wenn es bereits in der frühen Filmgeschichte Rückgriffe auf bestimmte Traditionen, Muster und Bilder gab, lassen sich bei dem postmodernen Film einige besondere Inhalte und Intensionen beobachten, warum dies geschieht. Es geht um die Frage, was, wie und vor allem wie viel zitiert wird. Die Originalität entwickelt sich dabei aus einer Neu-Kombination und Variation der zitierten Elemente, Jürgen Felix spricht von „Transformation, Dekonstruktion und Permutation.“ Diese Genese des Neuen aus Altem, ist vor allem durch die Quantität der Kulturproduktionen ermöglicht, auf die zeitgenössische Filmemacher, somit auch Vince Gilligan, zurückgreifen können.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Ambivalenz der Postmoderne und Vorstellung der These, dass Breaking Bad einen postmodernen filmischen Realismus verkörpert.

2 Eine Revolution: Historische Einordnung von Breaking Bad in die Entwicklung des hochwertigen Fernsehens (Quality-TV) und Bedeutung der Autorenserie.

3 Hinwendung zur Oberfläche: Theoretische Fundierung des postmodernen Diskurses durch Exkurse zu Kulturtheorie, Pop Art und postmodernem Film.

4 Postmodernität am Beispiel von Breaking Bad: Konkrete Anwendung der identifizierten postmodernen Merkmale (Intertextualität, Spektakularität etc.) auf die filmischen Mittel der Serie.

5 Die Konstruktion eines postmodernen filmischen Realismus: Synthese von Realismus-Konzepten (Neorealismus) und postmodernen Strategien zu einem neuen hyperrealistischen Stil.

6 Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Erkenntnisse und Einordnung der Serie als Beispiel für technische Perfektion und neue narrative Möglichkeiten.

Schlüsselwörter

Postmoderne, Breaking Bad, Autorenserie, Filmtheorie, Intertextualität, Realismus, Neorealismus, Ästhetisierung, Spektakularität, Selbstreferenzialität, Hyperrealismus, Pop Art, Inszenierung, Narration, Medienästhetik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?

Die Arbeit analysiert die US-Fernsehserie Breaking Bad unter dem theoretischen Blickwinkel der Postmoderne und untersucht, wie die Serie filmästhetische Mittel nutzt, um einen spezifischen Realitätseindruck zu erzeugen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder sind die Theorie des postmodernen Films, der Vergleich mit dem italienischen Neorealismus und die medienästhetische Analyse von Breaking Bad hinsichtlich Stil und Erzählweise.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt danach, ob und wie die Serie Breaking Bad durch die Kombination postmoderner Elemente und realistischer Erzählweisen einen "postmodernen filmischen Realismus" konstruiert.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Es wird eine medienästhetische und gesellschaftstheoretische Perspektive eingenommen, wobei Interviews, Essays, Filmstills und Fachliteratur zur Filmanalyse herangezogen werden.

Was bildet den inhaltlichen Schwerpunkt des Hauptteils?

Im Hauptteil werden vier zentrale Merkmale postmodernen Films nach Jens Eder (Intertextualität, Spektakularität, Selbstreferenzialität und Antikonventionalität) detailliert auf die Serie angewendet.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Besonders prägend sind die Begriffe "Postmoderne", "Intertextualität", "Clipästhetik" sowie der Vergleich mit dem "Neorealismus".

Inwiefern beeinflusst der "Western" die Ästhetik von Breaking Bad?

Laut Vince Gilligan fungiert der Western als konkreter Bezugspunkt, was sich besonders in der Inszenierung der Wüstenlandschaft von Albuquerque als gesetzlosem Raum und der Darstellung von Konfrontationen in der Totalen zeigt.

Warum wird Breaking Bad als eine Form des "Pastiche" statt einer "Parodie" bezeichnet?

Die Serie verwendet klassische Genre-Versatzstücke oft ernsthaft und funktional zur Erzählvorantreibung, anstatt sie durch Ironie oder Satire distanziert zu belächeln.

Welche Rolle spielt die "Clipästhetik" in der Serie?

Die Clipästhetik, beeinflusst durch Werbung und Musikvideos, dient dazu, Affekte und Stimmungen zu erzeugen und komplexere oder repetitive Abläufe (wie den Drogen-Herstellungsprozess) visuell dynamisch darzustellen.

Final del extracto de 46 páginas  - subir

Detalles

Título
Das Sprechen der Bilder. Über einen neuen postmodernen filmischen Realismus in der US-Fernsehserie "Breaking Bad"
Universidad
Leuphana Universität Lüneburg
Autor
Johann Brodersen (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
46
No. de catálogo
V272851
ISBN (Ebook)
9783656650980
ISBN (Libro)
9783656650973
Idioma
Alemán
Etiqueta
sprechen bilder über realismus us-fernsehserie breaking
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Johann Brodersen (Autor), 2014, Das Sprechen der Bilder. Über einen neuen postmodernen filmischen Realismus in der US-Fernsehserie "Breaking Bad", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/272851
Leer eBook
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