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Schülerpartizipation am Bewertungsprozess im Schulsport

Bewertungsbögen als Möglichkeit der Schülerpartizipation am Bewertungsprozess im Schulsport einer 7. Klasse am Beispiel Jumpstyle

Titre: Schülerpartizipation am Bewertungsprozess im Schulsport

Epreuve d'examen , 2013 , 31 Pages , Note: 1,5

Autor:in: Daniel Petersen (Auteur)

Didactique - Sport, Pédagogie du sport
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Résumé Extrait Résumé des informations

Im Unterrichtsfach Sport sehen sich die Lehrkräfte mit einem permanenten Dilemma konfrontiert. So müssen sie nicht nur ihrem Auftrag zur Motivierung der Schülerinnen und Schüler zu lebenslangem und außerschulischem Sporttreiben gerecht werden, sondern gleichermaßen deren Leistung bewerten. Basis dieser Leistungsbewertung sind in der Regel fremdbestimmte Kriterien, die für die Lernenden oftmals unverständlich und wenig nachvollziehbar oder gar unbekannt sind. Die Befragung der Lerngruppe, die ich eigenverantwortlich unterrichte, bestätigte diesen Eindruck und offenbart gleichermaßen den Wunsch der Schüler, aktiver in den Bewertungsprozess eingebunden zu werden.
Vor dem Hintergrund der genannten Problematik besteht das geplante Vorhaben der schriftlichen Arbeit darin, die Schüler am Bewertungsprozess zu beteiligen und dabei zu untersuchen, ob sie in der Lage sind, sich gegenseitig kriterienorientiert realistisch einzuschätzen. Ferner soll die Methode ihre auf Funktionalität und Praktikabilität hin überprüft werden. Ziel des Vorhabens kann bzw. darf es jedoch nicht sein, letztendlich auch die Benotung an die Schüler abzugeben.
Die Untersuchung der oben genannten Fragestellungen bietet für mich die Möglichkeit, meine Beurteilungskompetenz nach transparenten Maßstäben (Kompetenzbereich 3.1.3) zu entwickeln und die Fähigkeit der Schüler zur Fremdbeurteilung (Kompetenzbereich 3.1.5) zu fördern. Die Arbeit ist daher dem Kompetenzbereich 3 zuzuordnen.
Die Trendsportart Jumpstyle eignet sich für das geplante Vorhaben, da die Lernenden in Kleingruppen eigene Choreographien entwickeln können, die in abschließenden Präsentationen von den jeweils zuschauenden Schülern kriteriengeleitet bewertet werden sollen. Im Sinne des erweiterten Bildungsauftrags steht hier weniger die Einzelleistung, als vielmehr der soziale Aspekt einer gemeinsam erarbeiteten und präsentierten Gruppenleistung im Vordergrund.
Nach der Erläuterung theoretischer Grundlagen zur Schülerpartizipation am Bewertungsprozess, zur Arbeit mit Bewertungsbögen und zur Sportart Jumpstyle folgen die Angaben zur Lerngruppe. Im Anschluss daran werden Konsequenzen für die Praxis abgeleitet und die daraus resultierende Konzeption der Bewertungsbögen und der Bewertungsphase dargestellt. In einem weiteren Schritt werden Durchführung und Ergebnisse reflektiert und die Fragebögen (vorher/nachher) analysiert.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Arten der Leistungsbewertung

2.2 Schülerpartizipation am Bewertungsprozess

2.3 Kriteriengeleitete Fremdbewertung – der Bewertungsbogen

2.4 Jumpstyle – Ein Trend, der die Jugend bewegt

3 Angaben zur Lerngruppe

4 Planung

4.1 Konsequenzen für die praktische Umsetzung

4.1.1 Konzeption der Bewertungsbögen

4.1.2 Planung der Bewertungsphase

5 Durchführung und Reflexion

5.1 Analyse der Bewertungsphase

5.2 Auswertung der Bewertungsbögen

6 Auswertung der Fragebögen

7 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Potenzial von Bewertungsbögen als Instrument zur aktiven Schülerpartizipation im Schulsport. Dabei soll geklärt werden, ob Schüler in der Lage sind, Gruppenleistungen im Bereich Jumpstyle kriterienorientiert und realistisch einzuschätzen, um so die Transparenz des Bewertungsprozesses zu erhöhen und ihre Beurteilungskompetenz zu fördern.

  • Schülerpartizipation im Sportunterricht
  • Entwicklung und Einsatz von kriteriengeleiteten Bewertungsbögen
  • Die Trendsportart Jumpstyle als Unterrichtsgegenstand
  • Reflexion der Fremdbewertungskompetenz
  • Analyse der Transparenzwirkung bei Schülern

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Konzeption der Bewertungsbögen

Den spezifischen Gegebenheiten (s. 2.2 u. 3) angemessen, ist der Bewertungsbogen übersichtlich in Tabellenform und mit knappen Anweisungen und Indikatoren gestaltet (s. 8.4). Die zu bewertenden Kriterien (Anfangs- und Endpose, Formationen, Schritte/Moves, Synchronität, Taktgefühl) wurden gemeinsam am praktischen Beispiel (Video der deutschen Meisterschaft) in der ersten Doppelstunde erarbeitet und detailliert erläutert. So wurden die Schüler bereits in der Vorbereitungsphase an der Erarbeitung der Bewertungsgrundlage beteiligt und eine klare Transparenz bezüglich der Präsentationsanforderungen geschaffen (s. 2.2).

Dem Alter und der kognitiven Leistungsfähigkeit der Schüler angemessen ist die Kriterienanzahl auf fünf wesentliche Aspekte begrenzt, die in der Findungsphase auch von den Schülern selbst als entscheidend erachtet worden sind. Dabei ist jedoch darauf geachtet worden, dass der Hauptteil der Kriterien recht klar (zählbar) zu beobachten ist. So ist gewährleistet, dass sich jeder Schüler einer Gruppe bei der Beobachtung auf ein Kriterium konzentrieren kann und die Aufgabe für die Lerngruppe leistbar ist (s. 2.2 u. 3). Da zwei der sechs Gruppen nur aus vier Mitgliedern bestehen, muss in diesen Teams je ein Schüler zwei Kriterien bearbeiten. Hier bieten sich die Aspekte Anfangs- & Endpose und Formationen an, da sich diese zeitlich unabhängig voneinander beobachten lassen.

Die Einschätzung der beobachteten Kriterien ist jeweils an bestimmte Indikatoren gebunden, die ebenfalls zu Beginn der Unterrichtseinheit geklärt, jedoch von mir vorgegeben worden sind, um Klarheit und angemessene Abstufungen zu gewährleisten. Sie bestehen aus knappen vorvormulierten Aussagen, die den Ausprägungsgrad der Kriterien einschätzbar und damit leichter bewertbar machen (s. 2.2 u. 2.3). Die letztendliche Bewertung der einzelnen Kriterien wird in einer selbsterklärenden Skalierung durch Ankreuzen vorgenommen (s. 8.4). Dabei wird bewusst auf die Verwendung einer Notenskala verzichtet, um rechtlich einwandfrei zu agieren und dem Verfahren aus Schülersicht einen weniger ernsten Charakter zu verleihen (s. 2.2). Außerdem wird die Bewertungsmöglichkeit der Kriterien auf drei Ausprägungsgrade in Form von Smileys reduziert, da eine komplexere Skalierung die im Umgang mit Bewertungsbögen noch ungeübten Schüler überfordern würde.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert das Dilemma der Leistungsbewertung im Sportunterricht und stellt das Ziel vor, Schüler durch Bewertungsbögen aktiver und transparenter am Prozess zu beteiligen.

2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erörtert die wissenschaftlichen Voraussetzungen der Leistungsbewertung, die Möglichkeiten der Schülerpartizipation und die didaktische Einordnung von Jumpstyle als Trendsport.

3 Angaben zur Lerngruppe: Hier wird die Klasse 7b charakterisiert, wobei deren soziale Struktur, Vorerfahrungen und die Erwartungen an den Unterricht im Kontext des Projekts beschrieben werden.

4 Planung: Das Kapitel leitet aus der Theorie und Lerngruppenanalyse konkrete Maßnahmen für die Konzeption der Bögen und die Durchführung der Bewertungsphase ab.

5 Durchführung und Reflexion: Hier erfolgt eine kritische Analyse des tatsächlichen Unterrichtsverlaufs, inklusive der Probleme bei der Bewertung und der Rolle der Schüler.

6 Auswertung der Fragebögen: Die Auswertung der anonymen Befragungen gibt Aufschluss über die empfundene Transparenz und das Wohlbefinden der Schüler während des Bewertungsprozesses.

7 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet die Funktionalität der Methode und gibt Empfehlungen für zukünftige Unterrichtsvorhaben.

Schlüsselwörter

Schülerpartizipation, Leistungsbewertung, Sportunterricht, Jumpstyle, Bewertungsbogen, Fremdbewertung, Kompetenzentwicklung, Transparenz, Lerngruppe, Schulsport, Gruppenleistung, kriteriengeleitet, Feedback, Unterrichtsreflexion, Bewegungssehen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie Bewertungsbögen im Sportunterricht eingesetzt werden können, um Schüler aktiv und kriterienorientiert in den Bewertungsprozess einzubeziehen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind die Schülerpartizipation, die kriteriengeleitete Leistungsbewertung im Sport, die Trendsportart Jumpstyle und die Förderung der Fremdbeurteilungskompetenz.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, den Bewertungsprozess transparenter zu gestalten und zu untersuchen, ob Schüler in der Lage sind, sich gegenseitig realistisch und nachvollziehbar zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine praxisorientierte Untersuchung, bei der die Methode des kriteriengeleiteten Bewertens in einer 7. Klasse erprobt und mittels Fragebögen sowie Lehrer-Schüler-Vergleichen evaluiert wurde.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen, die Planung der Unterrichtseinheit, die tatsächliche Durchführung, die Analyse der Ergebnisse und die Auswertung der Schülerbefragungen detailliert dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Schülerpartizipation, Leistungsbewertung, Sportunterricht, Jumpstyle, Transparenz und Fremdbewertung.

Warum wurde Jumpstyle als Sportart für das Vorhaben gewählt?

Jumpstyle eignet sich besonders gut, da es den Schülern durch Internet und Medien bekannt ist und in Kleingruppen die Entwicklung gemeinsamer Choreografien fördert, was den sozialen Aspekt in den Vordergrund rückt.

Welche Schwierigkeiten ergaben sich bei der Bewertung der Kriterien?

Während zählbare Kriterien gut funktionierten, stellten subjektive Aspekte wie Taktgefühl und Synchronität die Schüler vor Herausforderungen, da diese ein geübtes Auge und mehr Erfahrung erfordern.

Wie bewerteten die Schüler ihre Beteiligung am Bewertungsprozess?

Die Befragungen zeigten eine deutlich positive Tendenz; die Schüler empfanden das Verfahren als verständlicher und äußerten einen stärkeren Wunsch nach zukünftiger Beteiligung.

Welches Fazit zieht der Autor zur praktischen Anwendbarkeit?

Der Autor empfiehlt die Methode als funktional, weist jedoch darauf hin, dass sie von einem guten Klassenklima abhängt und der hohe Vorbereitungsaufwand für Lehrkräfte in der Praxis kritisch zu betrachten ist.

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Résumé des informations

Titre
Schülerpartizipation am Bewertungsprozess im Schulsport
Sous-titre
Bewertungsbögen als Möglichkeit der Schülerpartizipation am Bewertungsprozess im Schulsport einer 7. Klasse am Beispiel Jumpstyle
Cours
Referendariat Niedersachsen
Note
1,5
Auteur
Daniel Petersen (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
31
N° de catalogue
V272913
ISBN (ebook)
9783656728313
ISBN (Livre)
9783656728269
Langue
allemand
mots-clé
Pädagogik Schule Schulsport Schülerpartizipation Partizipation Teilhabe Schüler Bewertung Benotung Jumpstyle Jump Style Bewertungsprozess Bewertungsbogen Bewertungsbögen Referendariat empirisch Gymnasium Examensarbeit Beurteilung Lehrer Unterricht Kompetenz Trendsport
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Daniel Petersen (Auteur), 2013, Schülerpartizipation am Bewertungsprozess im Schulsport, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/272913
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Extrait de  31  pages
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