Eine Darstellung medialer Skandalisierung des Ausstellungskonzeptes "Mythos RAF" der Kunst-Werke Berlin - KW Institute for Contemporary Art im Sommer 2003


Hausarbeit (Hauptseminar), 2013
31 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Erinnerung an die RAF in Form des Mythos
2.1 Entstehung und Sinn mythischer Tradierung
2.2 Der Mythos als Form der Erinnerung im kollektiven Gedächtnis
2.3 Die Mythen der RAF und ihre mediale Repräsentation

3. Prozesse medialer Skandalisierung S.14
3.1 Vom Missstand zum Skandal
3.2 Nachrichtenfaktoren und mediales Framing
3.2.1 Der Nachrichtenfaktor und „Kontinuität“
3.2.2 Der Nachrichtenfaktor „Eindeutigkeit“
3.2.3 Die Etablierung eines Publikumsframes
3.3 Zyklische Darstellung medialer Skandale
3.3.1 Latenzphase
3.3.2 Aufschwungphase
3.3.3 Etablierungs- und Abschwungphas
3.3.4 Rehabilitationsphase

4. Fazit

5. Exkurs:

Otto Schily: Verteidiger der RAF und Verteidiger der inneren Sicherheit nach 9/11

Literatur- und Quellenverzeichnis

Anhang: Antiplagiatserklärung

1. Einleitung

"Especially those works on the RAF which are influenced by pop cultural aesthetics have been widely criticized for being historically incorrect, superficial and apolitical, and were thus suspected of supporting the 'RAF myth'. However, it can be argued that the pop cultural approach is an adequate way to consider the image of the RAF as a myth of daily life, because it focuses not so much of the meaning but rather on the representations."[1]

Anfang 2003 legte Klaus Biesenbach, der damalige Kurator des Ausstellungshauses Kunst-Werke Berlin - KW Institute for Contemporary Art[2], dem Hauptstadtkulturfond ein erstes grobes Konzept für eine Ausstellung zum Thema RAF vor. Die Finanzierung der Ausstellung, für die der Titel "MythosRAF" angedacht war, sollte aus Bundesmitteln erfolgen. Gezeigt werden sollten vordergründig keine Historie des bundesdeutschen Terrors der 1970er Jahre, die sich an Faktizität orientiert, sondern Kunstwerke, die sich als Spiegelbild der Geschichte mit dem Thema RAF auseinandersetzen; Eine umfangreiche Berichterstattung, die sich mit einem Ereignis im Allgemeinen und Katastrophen im Besonderen befasst, kulminiert in der Wahrnehmung der Rezipienten zu einem medial vermittelten Gesamtbild, das ihnen letztendlich als Erkennungsmerkmal dient. Beim Rückblick auf die Geschichte sind die medial vermittelten Bilder eines Ereignisses so zahlreich, dass notgedrungen ein Bild geschaffen werden muss, um das Ereignis als Gesamtkonzept einordnen zu können. Diese medienwirksamen Bilder sind jedoch oft bereits so verfremdet, dass sie abgelöst vom eigentlichen Ereignis ihre eigene Entität bilden und im Extremfall lediglich einen emotionalen Kitsch repräsentieren – so Biesenbach.[3] So zum Beispiel der Songtitel der Sängerin Enya, der die „offizielle Pathos-Erkennungsmusik des 11. September“[4] wurde. Genau diese Verfremdung von Faktizität hin zum Klischee stellt einen Teil der Pop-Art dar, dem sie sich häufig in parodierender Weise bedient. Dies geschah auch im Bezug auf die Mystifizierung der RAF, indem die Pop-Art Künstler die Mythen, die über die RAF im Laufe der Zeit entstanden waren, in ihren Werken (häufig) parodierend zuspitzten. Die KW hatten es sich zur Aufgabe gemacht, derart entstandene „Pop-Kunstwerke“ auszustellen, die Geschichte hinter den Exponaten durch Expertenvorträge zu entwirren, um somit zur Entmystifizierung der RAF beizutragen.

Obwohl es sich zunächst um ein grobes Konzept handelte, entfachte sich in kurzer Zeit eine mediale Debatte, die sich rasch zum Medienskandal ausweitete. In knapp 7oo Artikeln[5] setzten sich Vertreter verschiedener Printmedien mit der Frage auseinander, welchen Zweck die geplante Ausstellung beinhalte und inwieweit deren Konzept moralisch tragbar sei. Ausgelöst wurde die mediale Skandalisierung der KW respektive Herrn Biesenbachs durch einen Artikel vom 22.07.2003, der in der Bild erschienen war. Den Ausstellern wurde eine affirmative Haltung zum Begriff „Mythos“ vorgeworfen, deren Sinn eine „Legendenbildung und Glorifizierung der RAF“[6] darstelle. Die Schlagworte „historically incorrect”, “superficial”, “apolitical” waren bald nicht mehr nur eine Form negativer Kritik, die der Pop-Art als solches anhaftete, sondern sie wurde auf das gesamte Ausstellungskonzept der KW übertragen.[7]

Die Reaktionen der KW waren zusammengefasst der Rückzug des Konzepts zur Überarbeitung und der Verzicht auf einen Großteil der Fördermittel, um sich der politischen Einflussnahme zu entziehen. Letztendlich eröffnete die Ausstellung im Sommer 2005 mit teils neuem Konzept unter dem Namen “Zur Vorstellung des Terrors - Die RAF-Ausstellung”[8]. Der Hauptunterschied zum ursprünglichen Konzept bestand darin, dass es sich nun um eine reine Kunstausstellung handelte, die jeglicher Erklärung durch Experten - und somit jeglicher Historiografie - entbehrte. Gleichwohl die Kritik auch beim endgültigen Konzept größtenteils negativ war, wurde es paradoxerweise positiver aufgenommen als das ursprüngliche, zudem blieb ein weiterer Medienskandal aus. Gerade die Befürchtung, es könnte dem ersten Ausstellungskonzept an Historiografie mangeln war zwei Jahre zuvor jedoch einer der Hauptkritikpunkte gewesen.[9] Während sich die Ausstellung „Zur Vorstellung des Terrors“ letztendlich also ausschließlich mit der Wirkungsgeschichte der RAF befasste, war das eigentliche Konzept durchaus historiografisch angelegt.

Aus einer historiografischen Perspektive beleuchtet die derzeit noch laufende Ausstellung „RAF - Terror im Südwesten“ im Haus der Geschichte in Stuttgart das Thema RAF, wobei auch diese Ausstellung teilweise kritisiert wurde, sie gebe „sich doch der Faszination der Gewalt hin“[10]. Im Gegensatz zur Ausstellung im Jahr 2005 erhielt sie bis dato jedoch überwiegend positive Kritik und wird als Ausstellung dargestellt, von der es heißt, ‚es ist gut, dass es diese Ausstellung gibt’.[11] Ein weiteres Beispiel bildet die Kunstausstellung „Fingerabdrücke - Freiheit jetzt!“ die ab dem 06.04.2001 vier Wochen lang in der Berliner Kulturbrauerei gezeigt wurde.[12] Trotz des offen kommunizierten Ziels der Kuratoren, sich mit der Ausstellung der Inhaftierung der ehemaligen RAF-Mitglieder entgegenstellen zu wollen, blieb die mediale Resonanz fast völlig aus.

Es ist demnach offensichtlich, dass das erste Ausstellungskonzept der KW, dessen Name und die dadurch scheinbare „Glorifizierung der RAF“[13] nicht die alleinigen Faktoren gewesen sein konnten, die den ihnen nachfolgenden Medienskandal auslösten. Dennoch bestand anscheinend Anlass sich über die Ausstellung zu empören, begleitet von einem entsprechend öffentlichem Interesse.

In den folgenden Kapiteln werden daher Hypothesen herausgearbeitet, wie ein Medienskandal im Allgemeinen entsteht und welche Faktoren im Speziellen den Medienskandal um die KW begünstigten. Vorab soll jedoch der Begriff „Geschichtsmythos“[14] als Form der Erinnerungskultur näher erläutert werden. Geschuldet ist diese nähere Begriffserläuterung dem besseren Verständnis der medial geführten Debatte. Denn wenn der Begriff „MythosRAF“ wie bereits erwähnt, nicht der alleinige Faktor war, der den Skandal auslöste, war es doch sein begrifflich ambiger Charakter, der einen wesentlichen Punkt im Kontext der medialen Debatte bildete. Was zum anderen (vor allem) in Form des „RAF goes Pop“ erinnert wird, „ist […] davon abhängig, welche Begriffe, Symbole, Bilder, narrative Ordnungsschemata, Kontinuitätsvorstellungen etc. dafür zur Verfügung stehen“ bzw. standen.[15] Eben diese spezifischen Bilder, Symbole etc. sind es, auf Grund derer die Mythen der RAF entstanden sind, welcher sich die Pop Art bediente.

2. Die Erinnerung an die RAF in Form des Mythos

2.1 Entstehung und Sinn mythischer Tradierung

Ist von Mythos die Rede, entsteht spontan das Gefühl, die Begriffsbedeutung zu kennen – dass also ein Kommunikationskonsens zu Grunde liegt. Was unter einem Mythos bei näherer Betrachtung tatsächlich zu verstehen ist, wird allerdings auf verschiedene Weise ausgelegt. Dies gilt nicht nur für den alltäglichen Sprachgebrauch (in den Medien), sondern auch für den wissenschaftlichen Diskurs. Denn

„[g]erade die Vielfalt theoretischer Beschreibungsversuche verschiedenster disziplinärer und wissenschaftsgeschichtlicher Provenienz zeugt zwar von [einem] definitorischem Problembewusstsein, vermittelt aber gerade durch die offensichtliche Multiperspektivität auf den Untersuchungsgegenstand und die daraus resultierende Heterogenität der Definitionsansprüche und -motivationen nicht den Eindruck, als sei die Festlegung auf einen dieser Ansätze die Bedingung einer seriösen Beschäftigung mit den Mythen.“[16]

So auch im Streit um das (erste) Ausstellungskonzept der KW, in dem der Begriff Mythos mit der Absicht gleichgesetzt wurde, eine „Verklärung [und Verherrlichung] von Personen, Sachen, Ereignissen oder Ideen zu einem Faszinosum von bildhaftem Symbolcharakter“ zu erzeugen.[17]

Im wesentlichen Sinne ist der Mythos eine selektive Vergegenwärtigung vergangener Ereignisse, die auf Grund ihrer faktischen Fülle nicht vollständig wiedergegeben werden können. Demnach ist er zum Teil tatsächlich verklärend, da Fakten ausgespart bleiben. Gleichzeitig ist er aber sinnstiftend, da er durch eine gewisse Komplexitätsreduktion eine sinnstiftende Ordnung bietet, an der sich eine Kultur orientieren kann.[18] Diese Reduktion spiegelt sich häufig in einer Dichotomie wieder, wobei sich diese im Fall des „Mythos Terrorismus“ häufig in den Polen „gut“ und „böse“, "Freiheitskämpfer" und "Gewalttäter" zeigt.[19] Der Mythos basiert somit grundsätzlich auf wahren Begebenheiten, wobei vor allem für die Historie respektive den Historiker es wichtig ist festzuhalten, dass der Mythos eine Form der Erzählung ist, die die Geschichte interpretiert, jedoch nicht belegt.[20]

Die Tatsache, dass sich der Mythos nicht der Faktizität „unterordnet“, sondern „nur“ eine Interpretationsform darstellt, hat zudem zur Folge, dass er bei seiner Retradierung selbst einem Wandel unterliegt. Zur Beschreibung dieses Umstands greift Barthes auf die Theorie Saussures zurück und charakterisiert den Mythos als semiotisches System zweiter Ordnung:

„[I]m primären denotativen System verbinden sich das Bedeutende und das Bedeutete zum Zeichen, ‚das die assoziative Gesamtheit der ersten beiden Termini’, also der Sinn ist. Der Mythos verwendet nun das Zeichen des primären Systems als Bedeutendes des sekundären. Dabei wird die Objektsprache […] mit konnotativem Inhalt gefüllt.“[21]

Verdeutlichen lässt sich dies in Bezug auf den Mythos RAF beispielsweise an Hand der bekannten Fotos von Andreas Baader und Gudrun Ensslin während des Brandstifter-Prozesses 1968 in Frankfurt. In diesem Fall bildet die Gerichtsverhandlung das primäre denotative System, in dem der Fotograf (als Bedeutender) ein Foto von den Bedeuteten (Baader und Ensslin) schießt. Dieses Bild wird zum Zeichen, das die Situation beschreibt, also deren Sinn darstellt. Das sekundäre System wird im Folgenden durch den nachträglichen Betrachter repräsentiert, der das Gesehene abhängig von seinem sozialen und historischen Kontext in dem er sich befindet mit Konnotationen belegt. Die nachträgliche Interpretation des Bildes ist jedoch nicht entscheidend für die Bildung des (in diesem Fall) „Bonnie & Clyde-Mythos“. Entscheidend ist, ob der Betrachter die subjektiv gebildete konnotative Zuschreibung als eine solche anerkennt oder die geschichtliche Faktizität durch Naturhaftigkeit ersetzt.[22]

Da die oben beschriebene Konnotation abhängig vom Betrachter und dessen gegenwärtigen Betrachtungskontext ist, „ist der Mythos - anders als er es suggeriert - gesellschafts- und geschichtsabhängig.“[23]

Übertragen auf die mediale Debatte um das erste Ausstellungskonzept der KW muss also der historische Kontext (im zeitgeschichtlich engeren Sinne) in Betracht gezogen werden, in dem die Debatte stattfand.[24] Bei genauerer Betrachtung handelt es sich bei den Vorwürfen, die sinngemäß die Überschrift „Glorifizierung der RAF durch die KW“ tragen ebenfalls um einen Mythos. Diese sich in der medialen Debatte verfestigte Behauptung, die KW seien an der Glorifizierung der RAF interessiert, geht laut Baur auf die Vorstellung zurück, „dass eine Ausstellung quasi automatisch ihre Objekte ehre oder gar glorifiziere“[25] und bildet demnach einen Mythos, der nicht auf Faktizität, sondern auf eine - überspitzt formuliert - Form archetypischer Zuschreibung zurückgeht. Konkret wird diese Gleichsetzung von Aussteller und Ausstellungsthema im Falle der KW bereits zu Beginn der medialen Debatte von der Bild-Zeitung vorgenommen, die den Begriff „Terror-Ausstellung“[26] etabliert.

2.2 Der Mythos als Form der Erinnerung im kollektiven Gedächtnis

Abgesehen davon wie Mythen entstehen, wird häufig das Kriterium herangezogen, sie gründen sich auf mündlicher oder schriftlicher und somit auf eine Form narrativer Überlieferung. Laut Wodianka ist der Mythos aber nicht ein „Ding an sich“ sondern mehr ein „Modus des Erinnerns, der sich an verschiedene Narrationsformen und Erzählgegenstände anheften kann.“[27], sie also als Fundament benötigt, auf denen er fußt. Dies wird m. E. besonders dann deutlich, wenn seine Entstehung nachvollziehbar ist und sich auf ein konkretes Objekt - wie das Foto von Baader und Ensslin - bezieht. Im Gegensatz zu einer „alten“ Erzählung, die bereits als Mythos tradiert wird und deren Faktizität nicht mehr nachvollziehbar ist, besteht hierbei die Möglichkeit der Gegenüberstellung der primären und sekundären semiotischen Systeme. In diesem Fall wird deutlich, dass es einen Unterschied bildet, was der tatsächliche Kontext war, in dem das Bild aufgenommnen wurde, also was außerhalb der Bildgrenzen geschah und wie das Bild nachträglich konnotiert und in das (kollektive) Gedächtnis aufgenommen wurde.

[...]


[1] Charis Goer, Black Box RAF: Mythos, Pop und Poltitik bei Leander Scholz und Christopher Roth, in: Dietmar Rieger und Stephanie Wodianka (Hrsg.), Mythosaktualisierungen. Tradierungs- und Generierungspotentiale einer alten Erscheinungsform, Berlin 2006, S. 211.

[2] im weiteren Verlauf "KW" genannt.

[3] vgl. Klaus Biesenbach, Engel der Geschichte oder den Schrecken anderer betrachten oder Bilder in den Zeiten des Terrors, in: Klaus Biesenbach (Hrsg.) Zur Vorstellung des Terrors - die RAF-Ausstellung. Band. 2, Göttingen 2005, S. 11-15.

[4] Ebd. S. 12.

[5] vgl. Charis Goer, Black Box RAF:, S. 212.

[6] Mainhardt Graf Nayhauß, Warum zahlt Berlin 100.000 Euro für Skandal-Ausstellung über RAF?, in: Bild-Zeitung vom 22.07.2003.

[7] Heinz-Peter Preußer, Warum Mythos Terrorismus? Versuch einer Begriffserklärung, in: Heinz-Peter Preußer u. Matteo Galli (Hrsg.), Mythos Terrorismus. Vom Deutschen Herbst zum 11. September, Heidelberg 2006, S. 70ff.

[8] im weiteren Verlauf „Zur Vorstellung des Terrors“ genannt.

[9] vgl. Bernd Zywietz, Die pornographische RAF. Von der Angemessenheit der Terrorismusdarstellung im Kinofilm Der Baader Meinhof Komplex, in: Franz-Josef Deiters, et al., (Hrsg.), Terror und Form - Terror and Form, Band 4, Freiburg/Berlin/Wien 2011, S. 125., vgl. Gerd Koenen, Black Box RAF, in: Zeitgeschichte-online, Thema: Die RAF als Kunst-Werk, Februar 2005, S.1. (Zuletzt abgerufen am 15.11.2013 unter: http://www.zeitgeschichte-online.de/sites/default/files/documents/raf_koenen.pdf)

[10] Andreas Platthaus, RAF-Ausstellung in Stuttgart. Die Trümmer des Terrors, in: FAZ-Feuilleton, 02.07.2013.

(Zuletzt abgerufen am 15.11.2013 unter: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/raf-ausstellung-in-stuttgart-die-truemmer-des-terrors-12268576-b2.html)

[11] vgl. o. A., RAF-Ausstellung in Stuttgart: Die Rote-Armee-Dokumentation, in Spiegel Online Kultur, 14.06.2013. (Zuletzt abgerufen am 05.11.2013 unter: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/die-raf-im-suedwesten-haus-der-geschichte-stuttgart-a-905758.html)

vgl. o. A. RAF-Ausstellung in Stuttgart. Die Trümmer des Terrors, in FAZ Feuilleton, 02.07.2013.

[12] vgl. http://de.indymedia.org/2001/03/78.shtml (Zuletzt abgerufen am 05.11.2013)

[13] vgl. Anm. 5.

[14] vgl. Dietmar Rieger, Geschichte und Geschichtsmythos: Einige Überlegungen am Beispiel der Jungfrau von Orléans, in: Rieger/Wodianka (Hrsrg.), Mythosaktualisierungen.

[15] Wolfgang Hasberg, Erinnerungs- oder Geschichtskultur?. Überlegungen zu zwei (un-) vereinbaren Konzeptionen zum Umgang mit Gedächtnis und Geschichte, in: Olaf Hartung (Hrsg.), Museum und Geschichtskultur. Ästhetik – Politik – Wissenschaft, (erschienen in der Reihe: Jürgen Jensen (Hrsg.), Sonderveröffentlichungen der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte, Band. 52), Bielefeld 2006, S. 38.

[16] Stepahnie Wodianka, Zur Einleitung: „Was ist ein Mythos? – Mögliche Antworten auf eine vielleicht falsch gestellte Frage, in: Stephanie Wodianka/ Dietmar Rieger (Hrsg.), Mythosaktualisierungen. Tradierungs- und Generierungspotentiale einer alten Erinnerungsform, (erschienen in der Reihe: Astrid Erll/ Ansgar Nünning (Hrsg.) Media and Cultural Memory/ Medien und kulturelle Erinnerung, Band 4,) Berlin/New York 2006, S. 1.

[17] Art. „Mythos“, Brockhaus – die Enzyklopädie, Bd. 15, Leipzig/Mannheim 1996, S. 309

[18] Diese mystifizierten „Erinnerungsfiguren“ waren es auch, die der zweiten Generation der RAF eine Orientierung boten. Sie verwiesen den Einzelnen als Teil einer Gruppe auf Personen und deren Taten in der Vergangenheit. Im Prinzip galt der „deutsche Herbst“ nicht dem Umsturz der Ordnung, sondern der Befreiung der „RAF-Symbolfiguren“.

[19] Preußer, Warum Mythos Terrorismus?, S. 69ff.

[20] vgl. Cordia Baumann, Mythos RAF. Literarische und filmische Mythentradierung von Bölls „Katharina Blum“ bis zum „Baader Meinhof Komplex“, Paderborn 2012, S. 31f.

[21] Ebd. S. 33f.

[22] Roland Barthes, Mythen des Alltags, Frankfurt 2006, S. 101-108.

[23] Cordia Baumann, Mythos RAF, S. 34.

[24] siehe Kapitel 3.2.1

[25] Joachim Baur, Geschichtsschreibung im Feuilleton. Anmerkungen zur Debatte um „Mythos RAF“, in: Klaus Biesenbach (Hrsg.) Zur Vorstellung des Terrors - die RAF-Ausstellung. Band. 2, Göttingen 2005, S. 242.

[26] o.A. Politiker wollen Terror-Ausstellung stoppen, in Bild-Zeitung, 23.07.2003.

[27] Wodianka, Was ist ein Mythos?, S.2.

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten

Details

Titel
Eine Darstellung medialer Skandalisierung des Ausstellungskonzeptes "Mythos RAF" der Kunst-Werke Berlin - KW Institute for Contemporary Art im Sommer 2003
Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen  (Institut für Zeitgeschichte)
Veranstaltung
Die RAF: Demokratischer Rechtsstaat und terroristische Herausforderung in interdisziplinärer Perspektive“
Note
1,0
Autor
Jahr
2013
Seiten
31
Katalognummer
V272914
ISBN (eBook)
9783656646600
ISBN (Buch)
9783656646594
Dateigröße
514 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
eine, darstellung, skandalisierung, ausstellungskonzeptes, mythos, kunst-werke, berlin, institute, contemporary, sommer
Arbeit zitieren
Thomas De Filippi (Autor), 2013, Eine Darstellung medialer Skandalisierung des Ausstellungskonzeptes "Mythos RAF" der Kunst-Werke Berlin - KW Institute for Contemporary Art im Sommer 2003, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/272914

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