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Der Zusammenhang zwischen Bildung und Fertilität

Anhand der Lebenslaufanalyse von Hochschulabsolventinnen

Title: Der Zusammenhang zwischen Bildung und Fertilität

Term Paper (Advanced seminar) , 2013 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Fabian Raddatz (Author)

Sociology - Relationships and Family
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Eine Ursachenanalyse lässt die Geburtenrate als multikausales Interdependenzgefüge erkennen, welches zahlreichen Teilkomponenten zugrunde liegt. Diese haben einen direkten oder indirekten Einfluss auf die Geburtenentwicklung.
Das Hauptaugenmerk dieser Arbeit wird dabei auf eine Teilkomponente des Geburtenrückgangs gelegt. Die negative Korrelation zwischen dem steigenden Bildungspotential der Frauen, die zunehmende weibliche Erwerbsbeteiligung und der geringen Fertilitätsrate, gilt als empirisch belegt. Die Komponenten Bildungs- und Erwerbsbeteiligung sind von einer starken Interdependenz gekennzeichnet und sollen im Folgenden immer im Zusammenhang betrachtet werden.
Es ist zu klären, warum gerade Frauen mit formal hoher Bildung eine derart niedrige Geburtenrate zeigen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die historische Geburtenentwicklung in Deutschland

2.1 Unterschiede in der Geburtenentwicklung zwischen Ost- und Westdeutschland

2.2 Einflussfaktoren der Geburtenentwicklung

2.3 Fertilitätsdaten von Akademikerinnen

3. Die Lebenslauftheorie nach Kohli

3.1 Die Disparitäten zwischen dem weiblichen und männlichen Lebenslaufmodell

4. Die Fertilitätsentscheidungen von Akademikerinnen betrachtet durch die Lebenslaufperspektive

5. Der strukturell bedingte Vereinbarkeitskonflikt zwischen Beruf und Familie

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen für die negative Korrelation zwischen dem hohen Bildungsniveau von Frauen und deren Fertilitätsrate. Im Fokus steht dabei die Analyse der Lebensläufe von Hochschulabsolventinnen, um die strukturellen und biografieorientierten Faktoren zu identifizieren, die zu einem bewussten Aufschub oder Verzicht auf Elternschaft führen.

  • Demografischer Wandel und Geburtenentwicklung in Deutschland
  • Einfluss von Bildung und Erwerbsbeteiligung auf die Fertilität
  • Anwendung der Lebenslauftheorie nach Kohli auf hochqualifizierte Frauen
  • Strukturelle Vereinbarkeitsprobleme von Beruf und Familie
  • Vergleich der Rollenmodelle und Auswirkungen staatlicher Familienpolitik

Auszug aus dem Buch

3. Die Lebenslauftheorie nach Kohli

Wie bereits erwähnt, liegt dem Trend zu wenigen Geburten bei Akademikerinnen, eine starke Multikausalität vor. Der Zusammenhang zwischen Familiengründung, Erwerbstätigkeit beziehungsweise Bildung, ist durch eine starke Interdependenz gekennzeichnet. Für eine ganzheitliche Betrachtung der Fertilitätsentscheidungen von Akademikerinnen eignet sich das von Martin Kohli entwickelte, theoretische Modell der Lebenslaufbetrachtung. Durch den Einbezug mehrerer zeitlicher und auf das Individuum bezogener Dimensionen ermöglicht es die für eine Fertilitätsentscheidung wichtigen Komponenten in ihrer Gesamtheit als zusammenhängender Mehrebenenprozess zu betrachten. Dadurch vereinfacht sich die Ursachenanalyse der geringen Geburtenrate bei Hochschulabsolventinnen erheblich. Wichtige Teilkomponenten wie Arbeit, Familie und gesellschaftliche Gegebenheiten werden als Zusammenspiel betrachtet und können auf ihre Wirkung bezüglich der Geburtsentscheidung untersucht werden (Brandt 2012: 5). Lebensläufe lassen sich als Sequenzen von Handlungspassagen auffassen, die sich in eine chronologische Abfolge setzen lassen. Veränderungen im Lebenslauf werden immer in Abhängigkeit zu vorigen Ereignissen gesetzt. Die Vergangenheit biografischen Handelns und lebensgeschichtlicher Ereignisse müssen bei Lebenslaufentscheidungen immer berücksichtigt werden. Genauso hat das Handeln in der Gegenwart immer Auswirkung auf den weiteren Verlauf. Somit befindet sich das Individuum in einem stetigen Handlungskontext.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den demografischen Wandel in Deutschland und führt in die zentrale Forschungsfrage ein, warum insbesondere hochgebildete Frauen eine niedrige Fertilitätsrate aufweisen.

2. Die historische Geburtenentwicklung in Deutschland: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung der Geburtenraten nach und beleuchtet Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland sowie die zentralen Einflussfaktoren auf das generative Verhalten.

3. Die Lebenslauftheorie nach Kohli: Hier wird das theoretische Modell von Martin Kohli vorgestellt, welches als analytisches Werkzeug dient, um individuelle Lebensentscheidungen in einem institutionellen und gesellschaftlichen Kontext zu begreifen.

4. Die Fertilitätsentscheidungen von Akademikerinnen betrachtet durch die Lebenslaufperspektive: Dieser Abschnitt analysiert spezifisch die Zielkonflikte von hochqualifizierten Frauen, bei denen hohe Investitionen in die Karriere und das Humankapital mit dem Kinderwunsch konkurrieren.

5. Der strukturell bedingte Vereinbarkeitskonflikt zwischen Beruf und Familie: Das Kapitel untersucht die strukturellen Rahmenbedingungen in Deutschland, die eine Vereinbarkeit erschweren und institutionelle Defizite in der Familienpolitik aufzeigen.

6. Fazit: Das Fazit führt die Analyseergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit eines multifaktoralen Maßnahmenpakets zur Verbesserung der Vereinbarkeit, um den Fertilitätsrückgang bei Akademikerinnen abzumildern.

Schlüsselwörter

Demografischer Wandel, Geburtenrate, Akademikerinnen, Lebenslaufanalyse, Kohli, Fertilität, Vereinbarkeit, Erwerbsbeteiligung, Familienpolitik, Bildungsniveau, Kinderlosigkeit, Humankapital, Geschlechterrollen, Arbeitsmarkt, Geburtenentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem demografischen Wandel in Deutschland und untersucht im Speziellen die Gründe für die negative Korrelation zwischen einem hohen Bildungsabschluss von Frauen und deren Geburtenrate.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder sind die historische Entwicklung des Geburtenverhaltens, die soziologische Lebenslauftheorie, die Erwerbsbiografien von hochqualifizierten Frauen sowie die strukturellen Hürden bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Ursachen für die niedrige Fertilität bei Akademikerinnen durch die Lebenslaufperspektive zu erklären und aufzuzeigen, welche strukturellen Faktoren diesen Trend beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse sowie der Auswertung empirischer Daten (z. B. vom Statistischen Bundesamt) basiert, um ein multikausales Erklärungsmodell zu entwickeln.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung der Geburtenentwicklung, die theoretische Fundierung mittels Kohlis Lebenslauftheorie und die spezifische Analyse von Entscheidungsstrukturen bei Hochschulabsolventinnen unter Berücksichtigung arbeitsmarktpolitischer Bedingungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Fertilität, Lebenslaufanalyse, Vereinbarkeit, Bildungsniveau, Erwerbsbeteiligung und Familienpolitik charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Geburtenentwicklung in Ost- und Westdeutschland laut der Arbeit?

Die Arbeit weist auf historische Unterschiede hin, etwa durch die DDR-Familienpolitik, die eine stärkere Erwerbsintegration von Frauen ermöglichte, während in Westdeutschland lange Zeit traditionelle Rollenmuster dominierten.

Warum haben hochqualifizierte Frauen laut der Analyse ein höheres Risiko für Kinderlosigkeit?

Dies wird auf hohe Opportunitätskosten im Berufsleben, die Notwendigkeit der Karriere-Kontinuität und eine unzureichende staatliche Infrastruktur zur Kinderbetreuung zurückgeführt, die eine Doppelbelastung oft unmöglich macht.

Welche Rolle spielt die Lebenslauftheorie nach Kohli in der Argumentation?

Kohlis Theorie ermöglicht es, die Geburt eines Kindes nicht als isoliertes Ereignis, sondern als Teil eines komplexen, institutionell geprägten Mehrebenenprozesses zu betrachten, der sowohl durch individuelle Entscheidungen als auch durch gesellschaftliche Erwartungen geformt wird.

Welche Lösungsansätze werden für den Vereinbarkeitskonflikt diskutiert?

Die Arbeit plädiert für den Ausbau qualitativer und quantitativer Kinderbetreuung sowie ein ganzheitliches, politisches Maßnahmenpaket, das über bloße finanzielle Anreize hinausgeht und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie nachhaltig stärkt.

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Details

Title
Der Zusammenhang zwischen Bildung und Fertilität
Subtitle
Anhand der Lebenslaufanalyse von Hochschulabsolventinnen
College
Technical University of Braunschweig  (Sozialwissenschaften)
Course
Demografie, soziale Mobilität und sozial (-politisch)e Ungleichheit: Alters- und Infrastruktur moderner Gesellschaften
Grade
1,3
Author
Fabian Raddatz (Author)
Publication Year
2013
Pages
18
Catalog Number
V273024
ISBN (eBook)
9783656654216
ISBN (Book)
9783656654193
Language
German
Tags
Fertilität Bildung Geburtenrückgang Demografie Hochqualifizierte Geburten Beruf Familie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Fabian Raddatz (Author), 2013, Der Zusammenhang zwischen Bildung und Fertilität, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273024
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