Dieser Businessplan zur Neugründung einer Apotheke soll nicht nur einem möglichen Existenzgründer Einblicke in die Planung eines Konzepts, beispielsweise für Kreditverhandlungen geben, sondern darüber hinaus als Möglichkeit gesehen werden, das Unterfangen objektiv zu beleuchten. Ein Businessplan sollte als Produkt gesehen werden und demzufolge wie ein Produkt angeboten, vermarktet und verkauft werden. Mit diesem Produkt hat der Existenzgründer die Gelegenheit, sein Marketing, seinen Vertrieb und seine Werbung zu testen, was vielfältige Aufschlüsse – zum Beispiel über die Marktakzeptanz – geben kann.
Der Plan bietet dem Unternehmer die beste Möglichkeit, sich und das geplante Vorhaben zu präsentieren. Der Existenzgründer sollte sich bewusst sein, dass er mit dem Businessplan die eigene und die unternehmerische Seriösität, sein praktisches und theoretisches Wissen sowie seine persönliche Informations- und Kommunikationsfähigkeit einem kompetenten Publikum unter Beweis stellt.
Inhaltsverzeichnis
Beispielbusinessplan zu Gründung einer Apotheke
Summary
Persönliche Angaben
Angaben zur Qualifikation und Berufserfahrung
Rechtliche Voraussetzungen / Rechtsform und Firma
Organisation
Mitarbeiter
Standortwahl
Geschäftslage
Lageplan und Grundriss der Räumlichkeiten
Mietvertrag
Potentialanalyse
Kapitalbedarfsplan
Finanzierung
Kapitaldienst (Zins- und Tilgungsbelastung)
Rentabilitätsplan
Privatentnahmen
Marketingkonzept
Geplante Anfangswerbung
Chancen und Risiken
Resümee
Beilagen
Anlagen
Anlage 1: Wichtige Änderungen durch das GMG (Auswahl)
Anlage 2: Aufstellung erforderlicher Unterlagen und Analysen für ein Kreditgespräch
Anlage 3: Das „All-Risk-Gesamtpaket“
Anlage 4: Schema zur Berechnung der Einkommenssteuer
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Erstellung eines praxisnahen Businessplans für die Neugründung beziehungsweise Übernahme einer Apotheke, um potenziellen Existenzgründern als Orientierungshilfe für Finanzierungsgespräche und strategische Planung zu dienen.
- Strukturelle Anforderungen an einen Businessplan für Apotheken
- Methoden zur Standort- und Potentialanalyse
- Finanzierungsmodelle und Kapitalbedarfsplanung
- Marketingstrategien für das Gesundheitswesen
- Risikomanagement und Chancenbewertung im Apothekenmarkt
Auszug aus dem Buch
Standortwahl
Als Standort des neuen Unternehmens ist das Ärztezentrum Musterstedt gewählt worden. Die umsatzorientierten Standortfaktoren, die zu dieser Wahl führten, waren:
Geschäftslage
Lageplan und Grundriss der Räumlichkeiten
Mietvertrag
Die zum Kauf angebotene Apotheke liegt in einem Gebäudekomplex zwischen zwei Ortsteilen. Der Komplex besteht aus einer Tennishalle, einem italienisches Restaurant, zwei Bäcker, einem Blumenladen, einem Fotoshop, einem Aldimarkt, einem Extramarkt und einem Ärztehaus. Auf dem Gelände stehen ca. 240 kostenfreie Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Die Apotheke befindet sich im Ärztehaus, in der acht Arztpraxen untergebracht sind (siehe Potentialanalyse). Die Lieferanten sind in unmittelbarer Nähe des Betriebes in einer Großstadt angesiedelt. Hier soll an die langjährigen positiven Geschäftsbeziehungen des Vorgängers angeknüpft werden. Durch die näher gelegene Großstadt zu der eine gute Busverbindung besteht, wird das Einzuggebiet vergrößert. In einem Umkreis von 10 Kilometern befinden sich drei Altenheime und ein Diakonischer Pflegedienst, zu denen intensive Geschäftskontakte geknüpft werden Die Apotheke ist am Rande einer Großstadt mit umliegenden Wohn- und Villenvierteln angesiedelt, so dass eine auf Individualität und Exklusivität wertlegende Kundengruppe mit entsprechender Kaufkraft in ausreichender Größe vorhanden ist. Darüber hinaus ist in naher Zukunft die Entstehung neuer Wohnsiedlungen geplant. Diese werden mit der entsprechenden Infrastruktur, u.a. in Form von Zentren mit Arztpraxen, Büroflächen und Ladenlokalen ausgestattet.
Zusammenfassung der Kapitel
Beispielbusinessplan zu Gründung einer Apotheke: Einführung in die Notwendigkeit und den Zweck eines Businessplans als professionelles Produkt für den Existenzgründer.
Summary: Komprimierte Darstellung des Vorhabens zur Übernahme der „Elfen – Apotheke“ inklusive Beratungsangeboten und finanzieller Eckdaten.
Persönliche Angaben: Übersicht der relevanten Kontaktdaten des Apothekers Kevin Pharm.
Angaben zur Qualifikation und Berufserfahrung: Werdegang des Gründers von der Ausbildung bis zur berufsbegleitenden Weiterbildung zum Fachapotheker.
Rechtliche Voraussetzungen / Rechtsform und Firma: Erläuterung der gewählten Rechtsform der Einzelunternehmung sowie der Namensgebung.
Organisation: Beschreibung der Übernahmekonditionen und der zukünftigen Einbindung des ehemaligen Inhabers.
Mitarbeiter: Auflistung der Personalstruktur und der anfallenden jährlichen Personalkosten.
Standortwahl: Analyse der strategischen Vorzüge des gewählten Standortes im Ärztezentrum.
Kapitalbedarfsplan: Detaillierte tabellarische Auflistung aller Investitionskosten für die Übernahme.
Finanzierung: Aufstellung des Finanzierungskonzepts unter Nutzung von ERP-Eigenkapital und Unternehmenskrediten.
Kapitaldienst (Zins- und Tilgungsbelastung): Erläuterung der Rückzahlungsmodalitäten für die aufgenommenen Annuitätendarlehen.
Rentabilitätsplan: Einschätzung der Wirtschaftlichkeit bei einem kalkulierten Umsatz von 1,4 Millionen Euro.
Privatentnahmen: Aufstellung der monatlichen und jährlichen Lebenshaltungskosten des Gründers.
Marketingkonzept: Strategische Ausrichtung als Gesundheitszentrum durch Kooperationen und gezielte Marketingaktionen.
Geplante Anfangswerbung: Auflistung der geplanten Werbemaßnahmen unter Einhaltung des Heilmittelwerbegesetzes.
Chancen und Risiken: Analyse der Marktsituation im Hinblick auf Gesundheitspolitik, Internetapotheken und demographische Entwicklungen.
Resümee: Abschließende Bewertung der Erfolgsaussichten der Apothekenübernahme.
Schlüsselwörter
Apothekenübernahme, Existenzgründung, Businessplan, Finanzierung, Marketingkonzept, Standortanalyse, Apothekenbetriebsordnung, Rentabilität, Gesundheitszentrum, Pharmazeutische Betreuung, Kapitalbedarfsplan, Risikomanagement, Unternehmenskredit, Apothekenmarkt, Kundenbindung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit liefert einen konkreten Beispiel-Businessplan für die Übernahme einer bestehenden Apotheke („Elfen-Apotheke“), um den Prozess der Existenzgründung transparent zu machen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der betriebswirtschaftlichen Planung, Finanzierung, Standortanalyse, Marketingstrategie und dem Risikomanagement im Apothekenwesen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, Gründern eine praktische Vorlage und Orientierungshilfe zu bieten, um sowohl inhaltlich als auch finanziell überzeugend in Kreditgespräche mit Banken gehen zu können.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Kombination aus Branchenanalysen, betriebswirtschaftlichen Kennzahlen, standortbezogenen Bedarfsanalysen und der Anwendung aktueller gesetzlicher Rahmenbedingungen für Apotheken.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Ausarbeitung aller relevanten Businessplan-Bestandteile, angefangen bei den persönlichen Qualifikationen bis hin zu komplexen Rentabilitäts- und Liquiditätsplänen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
Wesentliche Begriffe sind Apothekenübernahme, Existenzgründung, Businessplan, Rentabilität, Pharmazeutische Betreuung und Standortanalyse.
Wie wird das Umsatzpotential der Apotheke berechnet?
Die Berechnung erfolgt sowohl über eine Zurechnung der Umsätze der praktizierenden Ärzte im Einzugsgebiet als auch über eine statistische Methode basierend auf dem Pro-Kopf-Verbrauch der Einwohner.
Welche Bedeutung haben die Anlagen für das Kreditgespräch?
Die Anlagen bieten eine strukturierte Aufstellung der erforderlichen Dokumente, wie Bilanzen, Steuerbescheide und Analysen, die für eine fundierte Bankprüfung zwingend erforderlich sind.
Wie geht der Autor mit dem Risiko der Gesundheitspolitik um?
Das Risiko wird durch eine Kooperation mit Großhändlern, eine breite pharmazeutische Betreuung und eine geplante Filialisierung adressiert, um Synergieeffekte zu nutzen und Kosten zu senken.
- Citation du texte
- Heiko Warschau (Auteur), 2006, Beispielbusinessplan zur Neugründung einer Apotheke, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273087