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"Passagen und Stationen" von Kaspar von Greyerz. Eine kritische Analyse

Titel: "Passagen und Stationen" von Kaspar von Greyerz. Eine kritische Analyse

Rezension / Literaturbericht , 2013 , 15 Seiten , Note: 1.7

Autor:in: Luca Brandt (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Bei dieser Arbeit handelt es sich um eine ausführliche Analyse des Buches "Passagen und Stationen. Lebensstufen zwischen Mittelalter und Moderne." des renommierten Frühneuzeit-Forschers Kaspar von Greyerz. Es werden der Inhalt des Buches, die zentralen Thesen und entscheidenden Erkenntnisse vorgestellt. Diese werden in einem weiteren Schritt kritisch beleuchtet und in den aktuellen Forschungsstand eingeordnet. Neben Primärquellen und Sekundärliteratur werden auch wichtige Rezensionen des Buches beachtet und in die Analyse eingebunden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Ziel und Thema, Quellen

Aufbau und Inhalt, Quellenarbeit und andere Aspekte

Kritik und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die Monographie „Passagen und Stationen. Lebensstufen zwischen Mittelalter und Moderne“ von Kaspar von Greyerz. Das Hauptziel der Untersuchung besteht darin, den historiographischen Ansatz, die methodische Vorgehensweise bei der Quellenarbeit sowie den inhaltlichen Aufbau der Studie kritisch zu beleuchten und den wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn des Werkes einzuordnen.

  • Anwendung des Modells der „rites de passage“ auf das frühneuzeitliche Alltagsleben
  • Rolle und methodischer Umgang mit Selbstzeugnissen als historische Quellen
  • Wahrnehmung von Lebensstufen und Übergangsriten in der Frühen Neuzeit
  • Interdisziplinäre Verknüpfung von Mikro- und Makrogeschichte
  • Diskurs über anthropologische Historiographie und Liminalität

Auszug aus dem Buch

Aufbau und Inhalt, Quellenarbeit und andere Aspekte

Im Folgenden wird der Aufbau der Studie sowie die allgemeine Vorgehensweise des Autors skizziert. Anschließend werden wir den Inhalt zusammenfassen und insbesondere einige bedeutendere Aspekte genauer untersuchen sowie die Quellenarbeit des Autors exemplarisch beschreiben.

Nach einem kurzen Vorwort des Verfassers, in welchem er darauf hinweist, dass „dieses Buch […] aus [seiner] langjährigen Beschäftigung mit Selbstzeugnissen des 15. bis 19. Jahrhunderts“ hervorgehe, schließt sich eine längere Einführung an, die mit immerhin 38 Seiten ungefähr ein Sechstel des Fließtextes ausmacht. Sie gliedert sich in vier Unterkapitel, namentlich in „Lebensstufen in der Vormoderne“, „Ehe, Familie, Haus“, „Demographische Rahmenbedingungen“ und „Quellen“.

Diese Einführung leistet vor allen Dingen die bereits oben angesprochenen normativen und sozialen Grundlagen zu erläutern, die für das Verständnis der eigentlichen Studie sowie der verwendeten Selbstzeugnisse hilfreich, wenn nicht sogar notwendig, sind. Diese Vorgehensweise unterstreicht wiederum den synthetischen Charakter der Arbeit, die durch die breite Anlage nicht nur für Spezialisten auf diesem Gebiete verständlich ist, sondern sich auch Laien der Selbstzeugnisforschung erschließt. Darüber hinaus findet sich unter „Quellen“ eine erfreuend ehrliche und präzise Offenlegung der verwendeten Primärquellen sowie Angaben über den Umgang mit Sekundärliteratur.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in das Werk von Kaspar von Greyerz ein, stellt den Autor vor und legt die methodische Zielsetzung der vorliegenden Analyse fest.

Ziel und Thema, Quellen: Dieses Kapitel erläutert die Auswahl der Primärquellen des Autors, diskutiert die Problematik des Umgangs mit Selbstzeugnissen und umreißt den zentralen wissenschaftlichen Anspruch der Monographie.

Aufbau und Inhalt, Quellenarbeit und andere Aspekte: Hier wird die Gliederung des Buches skizziert und analysiert, wie der Autor das Modell der Übergangsriten auf Themen wie Geburt, Heirat und Tod anwendet sowie die Rolle der Bildquellen integriert.

Kritik und Fazit: Das abschließende Kapitel bewertet die methodische Stringenz und die Innovationskraft der Studie, diskutiert Schwächen in der Begriffsanwendung und zieht ein Fazit über den Gesamtwert des Werkes.

Schlüsselwörter

Selbstzeugnisforschung, Frühe Neuzeit, Lebensstufen, Rites de passage, Liminalität, Übergangsriten, Kulturgeschichte, Sozialgeschichte, Quellenarbeit, Mikrogeschichte, Makrogeschichte, Historische Anthropologie, Alltagskultur, Kaspar von Greyerz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der analysierten Monographie grundsätzlich?

Die Arbeit von Kaspar von Greyerz untersucht die Wahrnehmung und Bedeutung von Lebensstufen in der Frühen Neuzeit sowie die damit verbundenen Übergangsriten zwischen den verschiedenen Stufen des menschlichen Lebens.

Was sind die zentralen Themenfelder des Buches?

Das Buch behandelt soziale und normative Grundlagen des Alltags, die Rolle der Familie, Ehe und Haus, sowie spezifische Phasen wie Geburt, Kindheit, Gesellenzeit, Studium, Alter und Tod.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Anwendung des Modells der „rites de passage“ (Übergangsriten) von Arnold van Gennep und Victor Turner auf die Strukturen des frühneuzeitlichen Alltags, um eine Synthese der modernen Selbstzeugnisforschung zu erstellen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Von Greyerz kombiniert eine breit angelegte Auswertung edierter Selbstzeugnisse mit einer stark hermeneutischen Interpretation, die den Kontext der Einzelquellen betont und diese durch Bildquellen sowie sozialhistorische Abrisse ergänzt.

Was wird im Hauptteil des Buches behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich entlang der Lebensstufen und untersucht unter anderem die Bedeutung von Ritualen und liminalen Zuständen für Individuen in Übergangsphasen wie der Gesellen- oder Studienzeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist maßgeblich durch Begriffe wie „Selbstzeugnisforschung“, „Liminalität“, „Frühe Neuzeit“ und „historische Anthropologie“ geprägt.

Wie bewertet der Rezensent den Einsatz von Zitaten im Buch?

Der Rezensent sieht den Einsatz langer Zitate zwiespältig: Einerseits ermöglicht dies einen tieferen Einblick in die Quellen, andererseits kann es den Lesefluss für den Leser erschweren.

Welche Kritik übt der Rezensent an der Verwendung der zentralen Begriffe?

Es wird bemängelt, dass Begriffe wie „rites de passage“ und „Liminalität“ zwar zentral für das Werk sind, aber nicht in allen Kapiteln konsequent oder zielführend angewandt werden.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
"Passagen und Stationen" von Kaspar von Greyerz. Eine kritische Analyse
Hochschule
Universität Bielefeld
Note
1.7
Autor
Luca Brandt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
15
Katalognummer
V273127
ISBN (eBook)
9783656648017
ISBN (Buch)
9783656648000
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kaspar von Greyerz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Luca Brandt (Autor:in), 2013, "Passagen und Stationen" von Kaspar von Greyerz. Eine kritische Analyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273127
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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