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Adverse Selektion und Moral Hazard in dynamischen Principal-Agent-Modellen

Titel: Adverse Selektion und Moral Hazard in dynamischen Principal-Agent-Modellen

Masterarbeit , 2014 , 71 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Steffen Schwope (Autor:in)

BWL - Controlling
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Vertragstheorie stellt einen wichtigen Bestandteil der betriebswirtschaftlichen Forschung dar und liefert gleichzeitig Erkenntnisse für reale Vertragsbeziehungen. Im Fokus stehen dabei Prinzipale und Agenten. Die zu erfassende Problematik zwischen den beiden Parteien entsteht durch ein Ungleichgewicht an Informationen. Es wird daher von imperfekten Informationen gesprochen.
Es gibt in der Principal-Agent-Literatur zwei bedeutende Beispiele für imperfekte Informationen: Moral Hazard und Adverse Selektion. Ein Großteil der Literatur betrachtet diese zwei Anreizprobleme klassischerweise isoliert. Verträge in der realen Welt werden jedoch nur selten unter Berücksichtigung eines Anreizproblems gestaltet. Der Grund dafür ist, dass diese beiden Formen von Informationsasymmetrie in der Vertragsumwelt oftmals gemeinsam auftreten.
Ein Ziel dieser Arbeit ist es daher festzustellen, welche Auswirkungen von imperfekten Informationen ausgehen, wenn sie zusammen betrachtet werden. Dabei wird Moral Hazard als Standardproblem aufgefasst. Was für Veränderungen sich ergeben, wenn Hidden Action um Adverse Selektion erweitert wird, ist Gegenstand der Untersuchung. Adverse Selektion wird dabei zweiseitig behandelt. Es wird eine Aufteilung in Hidden Characteristics und Hidden Information vorgenommen.
Ein zusätzliches Anliegen dieser Arbeit ist die Dynamik von Principal-Agent-Modellen. Jene Modelle werden oft statisch und lediglich eine Periode betrachtend dargestellt. Die Welt ist jedoch dynamisch und statische Verträge könnten ineffizient sein.5 Es ergibt sich die Notwendigkeit einer mehrperiodigen Modellierung.
Ein weiteres Ziel besteht deshalb darin, festzustellen, welche Bedeutung einer dynamischen Perspektive bei der Analyse von Principal-Agent-Modellen zukommt. Die vorliegende Arbeit untersucht somit dynamische Agentenmodelle mit Moral Hazard, Adverser Selektion und Hidden Information (Adverse Selektion im weiteren Sinn). Obwohl diese Eingrenzung bereits viele Modelle ausschließt, werden der Übersicht wegen einige weitere Kriterien eingeführt.

Die Beziehung zwischen Prinzipal und Agent findet viele Anwendungsgebiete. Der Fokus hier wird auf die Vergütung eines Managers (Agent) und das Verhältnis zwischen ihm und dem Unternehmen (Prinzipal), in dem der Manager beschäftigt ist, gelegt. Zudem liegt eine bilaterale Beziehung vor. In jedem hier betrachteten Modell ist es die Aufgabe eines Prinzipals genau einen Agenten unter Vertrag zu nehmen.

Leseprobe


1 Einleitung

2 Principal-Agent-Theorie

2.1 Grundlagen

2.2 Moral Hazard

2.3 Adverse Selektion

2.4 Hidden Information

3 Dynamische Modelle der Principal-Agent-Theorie

3.1 Notwendigkeit

3.2 Modelle mit Moral Hazard

3.3 Modelle mit Moral Hazard und Adverser Selektion

3.3.1 Ansatz nach Cvitanic, Wan und Yang

3.3.1.1 Annahmen

3.3.1.2 Das Modell

3.3.1.3 Beurteilung

3.3.2 Ansatz nach Cvitanic und Zhang

3.3.2.1 Annahmen

3.3.2.2 Das Modell

3.3.2.3 Beurteilung

3.4 Modelle mit Moral Hazard und Hidden Information

3.4.1 Ansatz nach Garrett und Pavan

3.4.1.1 Annahmen

3.4.1.2 Das Modell

3.4.1.3 Beurteilung

3.4.2 Ansatz nach He, Wei und Yu

3.4.2.1 Annahmen

3.4.2.2 Das Modell

3.4.2.3 Beurteilung

3.5 Modelle mit Moral Hazard, Adverser Selektion und Hidden Information

3.5.1 Ansatz nach Gershkov und Perry

3.5.1.1 Annahmen

3.5.1.2 Das Modell

3.5.1.3 Beurteilung

3.5.2 Ansatz nach Halac, Kartik und Liu

3.5.2.1 Annahmen

3.5.2.2 Das Modell

3.5.2.3 Beurteilung

3.6 Vergleich der Modelle

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen imperfekter Informationen in dynamischen Principal-Agent-Modellen. Das primäre Ziel besteht darin, die theoretischen Konsequenzen einer kombinierten Betrachtung von Moral Hazard, Adverser Selektion und Hidden Information über mehrere Zeitperioden hinweg zu analysieren und die Bedeutung einer dynamischen Perspektive gegenüber statischen Einperioden-Modellen aufzuzeigen.

  • Grundlagen und Definitionen der Principal-Agent-Theorie
  • Dynamische Modellierung von Anreizstrukturen
  • Vergleich verschiedener Lösungsansätze unter imperfekten Informationen
  • Analyse des Einflusses von Screening- und Shutdown-Verträgen
  • Bewertung von Zeitstetigkeit und Risikoaversion in Modellen

Auszug aus dem Buch

3.3.1.2 Das Modell

Der Fortführungsnutzen ist der zukünftig erwartete Nutzen des Agenten. Diese Variable tritt mit zweifacher Bedeutung auf: Es gibt den Fortführungsnutzen des guten Agenten und den Fortführungsnutzen des schlechten Agenten. Somit begleiten zwei wichtige Zustandsvariablen dieses Modell.

Zunächst wird ein Benchmark Fall betrachtet, weshalb Adverse Selektion vorerst ausgeblendet ist. Der Typ θi des Agenten ist dem Prinzipal somit bekannt. Der Fortführungswert des Agenten beträgt: Wit = δEt {∫ e^(-δ (m - t)) [θi uA(sim) - c(aim)] dm}, i = g,b.

Dabei ist δ der Zins, mit dem der Agent und der Prinzipal ihren Nutzen beziehungsweise ihren Gewinn diskontieren. Die Variable m stellt einen weiteren Zeitpunkt dar, mit m ≥ t. Relevant in diesem Modell sind die mögliche Menge V und die zuverlässige Menge Q, wobei sich ausschließlich in diesen Bereichen Lösungen des optimalen Vertrages befinden. Die Menge V enthält die Auszahlungspaare (Wg,Wb) des guten und des schlechten Agenten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung legt den Fokus auf die Problematik imperfekter Informationen in der Vertragstheorie und begründet die Notwendigkeit, Moral Hazard und Adverse Selektion in einem dynamischen, mehrperiodigen Kontext zu betrachten.

2 Principal-Agent-Theorie: Dieses Kapitel vermittelt die theoretischen Grundlagen und definiert die zentralen Anreizprobleme Moral Hazard, Adverse Selektion sowie Hidden Information innerhalb von Vertragsbeziehungen.

3 Dynamische Modelle der Principal-Agent-Theorie: Das Kernkapitel der Arbeit analysiert und vergleicht sechs spezifische dynamische Modelle, die unterschiedliche Kombinationen der Anreizprobleme behandeln, und diskutiert deren mathematische Ansätze sowie Ergebnisse.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, hebt die Wichtigkeit der dynamischen Betrachtung für realitätsnahe Vertragsszenarien hervor und reflektiert die Stärken und Schwächen der untersuchten Modellansätze.

Schlüsselwörter

Principal-Agent-Theorie, Moral Hazard, Adverse Selektion, Hidden Information, Dynamische Modelle, Vertragstheorie, Fortführungsnutzen, Anreizkompatibilität, Informationsrente, Screening, Shutdown-Verträge, Zeitstetigkeit, Risikoaversion, Ergebnismaximierung, Agent.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die theoretischen Auswirkungen imperfekter Informationen (insbesondere Moral Hazard, Adverse Selektion und Hidden Information) in dynamischen Principal-Agent-Modellen über mehrere Zeitperioden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Vertragstheorie, die Gestaltung optimaler Anreize bei Informationsasymmetrie und die Überführung statischer Einperioden-Modelle in eine dynamische Betrachtungsweise.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, wie sich optimale Verträge verändern, wenn Moral Hazard und Adverse Selektion gleichzeitig betrachtet werden und welche spezifischen Implikationen die dynamische Zeitperspektive für die Vertragsgestaltung hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse und den systematischen Vergleich von sechs ausgewählten, zeitstetigen bzw. zeitdiskreten mathematischen Modellen der Principal-Agent-Theorie.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden nach einer theoretischen Einleitung sechs Modelle detailliert vorgestellt, hinsichtlich ihrer Annahmen und Ergebnisse bewertet und anschließend in einer vergleichenden Synopse gegenübergestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Principal-Agent-Theorie, Moral Hazard, Adverse Selektion, Dynamische Modelle, Informationsrente und Anreizkompatibilität.

Was unterscheidet Shutdown- von Screening-Verträgen in den Modellen?

Bei Shutdown-Verträgen wird ein Agententyp (meist der schlechtere) aus dem Vertrag ausgeschlossen, während bei Screening-Verträgen dem Agenten ein Menü von Optionen angeboten wird, um ihn zur Selbstselektion seines Typs zu bewegen.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Hidden Characteristics und Hidden Information relevant?

Die Unterscheidung ist für die Modellierung entscheidend, da es bei Hidden Characteristics um verborgene, ex-ante gegebene Eigenschaften geht, während Hidden Information auf nach Vertragsabschluss entstandene Informationsvorteile des Agenten abzielt.

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Details

Titel
Adverse Selektion und Moral Hazard in dynamischen Principal-Agent-Modellen
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Note
1,7
Autor
Steffen Schwope (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
71
Katalognummer
V273137
ISBN (eBook)
9783656648635
ISBN (Buch)
9783656648628
Sprache
Deutsch
Schlagworte
adverse selektion moral hazard principal-agent-modellen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Steffen Schwope (Autor:in), 2014, Adverse Selektion und Moral Hazard in dynamischen Principal-Agent-Modellen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273137
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Leseprobe aus  71  Seiten
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