Die in Deutschland zur Verfügung stehenden steuerlichen Gewinnermittlungsverfahren werde im Rahmen dieser Arbeit dargestellt. Verglichen wird die Einnahmen-Überschuss-Rechnung nach § 4 Abs. 3 EStG mit dem Betriebsvermögensvergleich nach § 5 EStG. Es wird eine Analyse der vorhandenen Entscheidungsspielräume vorgenommen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Die steuerlichen Gewinnermittlungsverfahren in Deutschland im Überblick und ihre Anwendungsbereiche
2.1 Betriebsvermögensvergleich nach § 4 Abs. 1 EStG
2.2 Einnahmen-Überschuss-Rechnung nach § 4 Abs. 3 EStG
2.3 Betriebsvermögensvergleich nach § 5 EStG
2.4 Gewinnermittlung nach Durchschnittssätzen gem. § 13a Abs. 3-6 EStG
2.5 Gewinnermittlung bei Betrieben mit Handelsschiffen im internationalen Verkehr nach der im Betrieb geführten Tonnage nach § 5a EStG
3 Beurteilungsmaßstäbe für einen Verfahrensvergleich
3.1 Überblick
3.2 Aussagefähigkeit
3.3 Implementierungsfähigkeit einer Kosten- und Leistungsrechnung
3.4 Steuerung eines Unternehmens auf der Basis des Gewinnermittlungsverfahrens
3.5 Kosten
3.5.1 Kosten bei der Implementierung des Gewinnermittlungsverfahrens
3.5.2 Kosten bei der Anwendung des Gewinnermittlungsverfahrens
3.5.3 Kosten für den Wechsel des Gewinnermittlungsverfahrens
4 Vergleich des Betriebsvermögensvergleichs nach § 5 EStG mit der Einnahmen-Überschuss-Rechnung nach § 4 Abs. 3 EStG
4.1 Überblick
4.2 Aussagefähigkeit
4.3 Implementierung einer Kosten- und Leistungsrechnung
4.4 Steuerung eines Unternehmens auf der Basis des Gewinnermittlungsverfahrens
4.5 Kosten
4.5.1 Kosten bei der Implementierung des Gewinnermittlungsverfahrens
4.5.2 Kosten bei der Anwendung des Gewinnermittlungsverfahrens
4.5.3 Kosten für den Wechsel des Gewinnermittlungsverfahrens
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, die in Deutschland geltenden steuerlichen Gewinnermittlungsverfahren systematisch darzustellen, miteinander zu vergleichen und die für das Unternehmensmanagement relevanten Entscheidungsspielräume bei der Verfahrenswahl zu analysieren.
- Rechtliche Grundlagen und Anwendungsvoraussetzungen der Gewinnermittlungsarten (z.B. § 4 Abs. 1, § 4 Abs. 3 und § 5 EStG).
- Entwicklung von betriebswirtschaftlichen Beurteilungsmaßstäben für den Vergleich der Verfahren.
- Untersuchung der Eignung der Gewinnermittlungsverfahren als Basis für eine effektive Unternehmenssteuerung und das Controlling.
- Analyse der kostenrelevanten Aspekte, insbesondere bei Implementierung, laufender Anwendung und Verfahrenswechseln.
Auszug aus dem Buch
2.1 Betriebsvermögensvergleich nach § 4 Abs. 1 EStG
Bei der Anwendung des Betriebsvermögensvergleichs wird der Gewinn als Unterschiedsbetrag zwischen dem Betriebsvermögen am Schluss des Wirtschaftsjahres und dem Betriebsvermögen am Schluss des vorangegangenen Wirtschaftsjahres vermehrt um den Wert der Entnahmen und vermindert um den Wert der Einlagen errechnet (§ 4 Abs. 1 EStG).
Betriebsvermögen zum Stichtag t01
./. Betriebsvermögen zum Stichtag t02
+ Wert der Entnahmen
./. Wert der Einlagen
= Gewinn/Verlust
Es werden zwei Betriebsvermögenswerte miteinander verglichen. Der Zuwachs des Betriebsvermögens von einem Wirtschaftsjahr zu einem nachfolgenden Wirtschaftsjahr stellt somit einen Gewinn dar. Umgekehrt stellt eine Verminderung des Betriebsvermögens einen Verlust dar.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die gesetzlichen Rahmenbedingungen der steuerlichen Gewinnermittlung ein und definiert die Zielsetzung der vergleichenden Analyse.
2 Die steuerlichen Gewinnermittlungsverfahren in Deutschland im Überblick und ihre Anwendungsbereiche: Das Kapitel stellt die verschiedenen steuerlichen Gewinnermittlungsarten dar und erläutert die Kriterien der Buchführungspflicht.
3 Beurteilungsmaßstäbe für einen Verfahrensvergleich: Hier werden Kriterien wie Aussagefähigkeit, Implementierungsfähigkeit einer Kostenrechnung und Kostenaspekte für den späteren Vergleich definiert.
4 Vergleich des Betriebsvermögensvergleichs nach § 5 EStG mit der Einnahmen-Überschuss-Rechnung nach § 4 Abs. 3 EStG: Dieses Kapitel wendet die zuvor erarbeiteten Maßstäbe konkret auf die zwei zentralen Gewinnermittlungsverfahren an.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und spricht Empfehlungen für die Wahl des Gewinnermittlungsverfahrens zur Unternehmenssteuerung aus.
Schlüsselwörter
Gewinnermittlung, EStG, Betriebsvermögensvergleich, Einnahmen-Überschuss-Rechnung, Buchführungspflicht, Jahresabschluss, Steuergestaltung, Unternehmenssteuerung, Kostenrechnung, Steuerberater, Bilanzierung, Steuerbilanz, Handelsbilanz, Verfahrensvergleich, Investitionsentscheidung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die verschiedenen steuerlichen Verfahren zur Gewinnermittlung in Deutschland und bewertet diese hinsichtlich ihrer Eignung für das Unternehmensmanagement.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Zentrale Themen sind die Abgrenzung der Verfahren (z.B. Bilanzierung vs. Einnahmen-Überschuss-Rechnung), die betriebswirtschaftlichen Auswirkungen der Verfahrenswahl und die damit verbundenen Kosten.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es zu untersuchen, unter welchen Voraussetzungen sich Steuerpflichtige für ein bestimmtes Gewinnermittlungsverfahren entscheiden sollten und inwieweit diese die Unternehmenssteuerung unterstützen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer betriebswirtschaftlichen, vergleichenden Gegenüberstellung der steuerrechtlichen Gewinnermittlungsvorschriften.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Darstellung der gesetzlichen Verfahren, die Definition von Beurteilungskriterien und eine vergleichende Analyse insbesondere zwischen § 5 EStG und § 4 Abs. 3 EStG.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Gewinnermittlungsverfahren, Betriebsvermögensvergleich, Unternehmenssteuerung, Steuerbilanz und Kosten- und Leistungsrechnung geprägt.
Warum ist die Einnahmen-Überschuss-Rechnung für das Controlling oft ungeeignet?
Da die Einnahmen-Überschuss-Rechnung primär auf Zu- und Abflüssen basiert, fehlen periodengerechte Abgrenzungen sowie Vermögens- und Schuldenübersichten, die für eine fundierte betriebswirtschaftliche Steuerung notwendig sind.
Welche Rolle spielen die Kosten bei der Wahl des Gewinnermittlungsverfahrens?
Die Kosten umfassen Implementierungs- und laufende Aufwendungen für Buchführung und Beratung, wobei der Betriebsvermögensvergleich aufgrund seiner Komplexität meist höhere Gebühren und Ressourcenbindung verursacht als die Einnahmen-Überschuss-Rechnung.
- Citation du texte
- LL.B. André Klocksin (Auteur), Timo Haase (Auteur), 2014, Die steuerlichen Gewinnermittlungsverfahren in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273170