Internet der Dinge

Konsequenzen und Potenziale für E-Business-Planning und Controlling


Seminararbeit, 2014
31 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis / Glossar

1 Einleitung
1.1 Abgrenzung und Zusammenhang
1.2 Voraussetzungen
1.3 Technologische Herausforderungen

2 Aktuelle Anwendungsfelder
2.1 RFID/Logistik
2.1.1 Konkrete, existierende Ansätze
2.1.2 Weiterentwicklungen und Forschungsschwerpunkte
2.2 Produktion/Fertigungsplanung
2.2.1 Konkrete, existierende Ansätze
2.3 AAL/Healthcare
2.3.1 Konkrete, existierende Ansätze
2.4 Mobilität
2.4.1 Konkrete, existierende Ansätze

3 Auswirkungen auf die Gesellschaft und die Wirtschaft

4 Potentiale des Internet der Dinge
4.1 Die 4 Säulen des Internet der Dinge
4.1.1 Erweiterung des Integrationsbereichs
4.1.2 Verschmelzung von realer und virtueller Welt
4.1.3 Digitaler Managementregelkreis
4.1.4 Erhöhung der Datengranularität
4.2 Automatisierung der Prozesse
4.3 Smarte Produkte
4.4 Smarte Dienstleistungen
4.5 E-Business
4.6 Neue Geschäftsfelder

5 Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Zusammenhang zwischen dem Internet der Computer und intelligenten Objekten ("Dingen")

Abbildung 2: Grundprinzip der RFID Technologie

Abbildung 3: Verbindung realer und virtueller Welt durch das Internet der Dinge

Abbildung 4: Smarte Produkte stehen in Mitten von Kommunikationsnetzwerken

Abkürzungsverzeichnis / Glossar

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

„Es kommt mir so vor, als sei das rasante Wachstum des WWW

nur der Zündfunke einer viel gewaltigeren Explosion gewesen.

Sie wird losbrechen, sobald die Dinge das Internet nutzen.“[1](Neil Gershenfeld, MIT)

Der Begriff „Internet of Things“ (das Internet der Dinge) lässt sich auf Kevin Ashton zurückführen, welcher diesen Terminus 1999 erstmals erwähnte. Ashton war damals Leiter des Auto-ID Labs am Massachusetts Institute of Technology (MIT).[2][3]

Computer sollten nach Ashtons Vision fähig sein, unabhängig vom Menschen Informationen beschaffen zu können.2 3

Vielmehr werden Computer wie wir sie heute kennen allmählich durch intelligente, eigenständige Objekte ersetzt werden.[4]

Das Internet der Dinge beschreibt also den Zustand, dass immer mehr intelligente Objekte (things) in das Internet eingebunden werden und selbständig in der Lage sind, untereinander Daten auszutauschen und zu kommunizieren.[5]

Diese Objekte sind Gegenstände des Alltags wie beispielsweise Kühlschränke, Autos, diverse Sensoren oder ein einfacher Wecker.5

Friedmann Mattern und Christian Flörkemeier (ETH Zürich) beschreiben das Internet der Dinge wie folgt:

"Das Internet der Dinge steht für eine Vision, in der das Internet in die reale Welt hinein verlängert wird und viele Alltagsgegenstände ein Teil des Internets werden. Dinge können dadurch mit Informationen versehen werden oder als physische Zugangspunkte zu Internetservices dienen, womit sich bis dato ungeahnte Möglichkeiten auftun." (Friedmann Mattern, Christian Flörkemeier, ETH Zürich)[6]

Fleisch und Mattern nennen folgendes Ziel: Das Ziel des Internet der Dinge ist es, die Informationslücke zwischen der realen und virtuellen Welt zu minimieren.[7]

1.1 Abgrenzung und Zusammenhang

Wie zuvor erläutert, beschreibt der Begriff „Internet der Dinge“, die Tatsache, dass immer mehr Gegenstände („Dinge“) – darunter vor allem auch Gegenstände des Alltags – mit dem Internet verbunden sind.

Das „Internet“ vom dem in diesem Artikel immer wieder gesprochen wird, ist ein großes Netzwerk, welches wiederum aus vielen einzelnen Rechnernetzen (oder auch Teilnetzwerken) besteht. Ziel dieses Verbundes ist es, Daten auszutauschen und Kommunikation zu ermöglichen. Zu diesem Zweck wird im Internet eine Reihe von sogenannten Diensten angeboten. Zu den wesentlichsten und bekanntesten Diensten im Internet gehören das WWW und Email. Der Datenaustausch selbst erfolgt nach speziell vorgegebenen Protokollen (bspw. TCP/IP).[8][9]

Bisher ging man immer von der Annahme aus, dass Computer miteinander verbunden waren und über das Internet und bestimmten Diensten miteinander kommunizieren konnten. Der Großteil an Daten wurde bisher in irgendeiner Weise von Menschen erzeugt. Das Internet der Dinge erweitert dieses System nun – Objekte und Alltagsgegenstände verbinden sich mit dem Internet, kommunizieren und stellen Daten zur Verfügung.[10]

Der Begriff „Internet der Dinge“ kann nun aus zwei Blickwinkeln betrachtet werden[11]:

- Logische/globale Sichtweise: Man betrachtet das Internet der Dinge so, wie wir Menschen das Internet verwenden. Daraus ergibt sich die Schlussfolgerung, dass „Dinge“ in der Lage sind, über das Internet miteinander zu kommunizieren. Auch Dinge können somit die angebotenen Dienste verwenden und auch Daten selbst generieren und austauschen.[12]
- Technische/engere Sichtweise: In diesem Fall muss man die technischen Aspekte in den Vordergrund stellen. Somit muss es auch für „Dinge“ gewisse Protokolle geben, die auf dem existierenden IP-Standard (Internet Protocol) aufbauen.12

Hintergrund ist immer die Fähigkeit von Objekten und Alltagsgegenständen, miteinander kommunizieren zu können und mit dem Internet verbunden zu sein.12

Die folgende Grafik zeigt das bekannte „Internet der Computer“ und ein damit zusammenhängendes „Internet der Dinge“.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Zusammenhang zwischen dem Internet der Computer und intelligenten Objekten ("Dingen")[13]

Abbildung 1 gibt eine grobe Übersicht über einen möglichen Aufbau des Internet der Dinge. In diesem Beispiel können Informationen über Gegenstände mittels Smartphone abgerufen werden, bzw. mögliche Aktionen am Gegenstand ausgeführt werden.12

1.2 Voraussetzungen

Um ein Internet der Dinge zu ermöglichen, werden verschiedene bestehende Konzepte und Technologien verwendet. Ein wesentlicher Bestandteil sind die angesprochenen intelligenten physischen Objekte (things; Dinge). Diese Gegenstände müssen in der Lage sein gewisse Informationen über die Umwelt aufzunehmen und ggf. zu verarbeiten.[14] Dazu müssen diese mit Sensoren ausgestattet werden. Die Sensoren können physikalische oder chemische Eigenschaften aufnehmen.[15]

Zusätzlich müssen diese Objekte in der Lage sein zu kommunizieren. Um dies zu ermöglichen, sind diese mit Informations- und Kommunikationstechnik ausgestattet und an das Internet oder ein Netzwerk angebunden. Somit ist es auch möglich, die gesammelten Daten für Menschen zugänglich zu machen und den Zustand von Geräten auch von entfernten Orten aus zu bestimmen.14

Mattern und Floerkemeier nennen einige technologische Entwicklungen, die für das Internet der Dinge entscheidend sind:[16]

-Kommunikation und Kooperation: Objekte können mit Computern oder auch untereinander kommunizieren.
-Adressierbarkeit: Objekte können im Internet gefunden und angesprochen werden. Hierbei wird das neue Intern Protokoll IPv6 eine wesentliche Rolle spielen.
- Identifikation: Objekte sind eindeutig identifizierbar (zB mittels RFID oder NFC)
- Sensorik: Objekte können Eigenschaften ihrer Umwelt aufnehmen, verarbeiten, speichern und weitergeben
- Effektorik: Objekte besitzen die Möglichkeit (zB über Aktuatoren), von außen beeinflusst zu werden.
- Eingebettete Informationsverarbeitung: Objekte haben die Möglichkeit die Daten zu verarbeiten (bspw. mittels integriertem Prozessor)
- Lokalisierung: Objekte können lokalisiert werden (bspw. mittels GPS)
- Benutzungsschnittstelle: Menschen müssen mit den Objekten kommunizieren können

1.3 Technologische Herausforderungen

Wie eingangs erwähnt, impliziert ein Internet der Dinge, dass immer mehr intelligente Objekte in das Internet eingebunden werden. Diese Objekte sollen in der Lage sein, selbstständig zu kommunizieren und Daten bereitzustellen und auszutauschen. Dieses so einfach beschriebene Szenario benötigt technische Grundlagen, welche durchaus große technologische Herausforderungen mit sich bringen. Im Folgenden nun einige dieser neu entstehenden Hürden:[17]

- Skalierbarkeit: Intelligente Objekte verbinden sich mit dem Internet. Es muss somit ein Vielfaches an Geräten und Objekten verwaltet werden können.[18]
- „Arrive and operate“: Objekte müssen in der Lage sein, sich selbst zu konfigurieren und an deren Umgebung anzupassen. Im Gegensatz zu Computern, sollen die Objekte im Internet der Dinge nicht zwangsläufig vom Menschen vor der Benutzung konfiguriert werden müssen.

[...]


[1] Neil Gershenfeld, MIT

[2] Quelle: http://www.internet-der-dinge.de/de/wasistdasinternetderdinge.html

[3] Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Internet_der_Dinge

[4] Vgl. Weiser, 1991, S.94ff.

[5] Vgl. Preuveneers, Berbers, 2008, S.288

[6] Mattern, Floerkemeier, 2010

[7] Vgl. Fleisch, Mattern, 2005

[8] Vgl. Stein, 2004, S.42ff

[9] Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Internet

[10] Vgl. Ashton, 2009

[11] Vgl. Mattern, Floerkemeier, 2010, S.107ff

[12] Vgl. Mattern, Floerkemeier, 2010, S.107ff

[13] Quelle: Mattern, Floerkemeier, 2010, S.107

[14] Vgl. Mattern, Floerkemeier, 2010, S.107ff

[15] Vgl. Schiessle, 1992, S.11ff

[16] Vgl. Mattern, Floerkemeier, 2010, S.109ff

[17] Vgl. Mattern, Floerkemeier, 2010, S.110ff

[18] Vgl. Khanzode, 2012, S. 3

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten

Details

Titel
Internet der Dinge
Untertitel
Konsequenzen und Potenziale für E-Business-Planning und Controlling
Hochschule
Johannes Kepler Universität Linz
Autoren
Jahr
2014
Seiten
31
Katalognummer
V273198
ISBN (eBook)
9783656654728
ISBN (Buch)
9783656654711
Dateigröße
757 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Schlagworte
Internet der Dinge, RFID, E-Business, Logistik, Internet, AAL, Healthcare
Arbeit zitieren
Ing. B.A. Armin Schnürer (Autor)Markus Moser (Autor), 2014, Internet der Dinge, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273198

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