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Überlegungen zum Artikel "Gegenwartskunst im öffentlichen Raum - Augenweide oder Ärgernis?" von Wolfgang Welsch

Titel: Überlegungen zum Artikel "Gegenwartskunst im öffentlichen Raum - Augenweide oder Ärgernis?" von Wolfgang Welsch

Essay , 2013 , 10 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Bachelor of Science // Bachelor of Arts Julian Bochberg (Autor:in)

Kulturwissenschaften - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im folgenden Essay möchte ich den Aufsatz „Gegenwartskunst im öffentlichen Raum: Augenweide oder Ärgernis?“ von Wolfgang Welsch näher beleuchten. Der Aufsatz beschäftigt sich mit dem Prozess der Hyperästhetisierung des öffentlichen Raumes. Welsch vertritt die These, dass es der Kunst nicht mehr möglich ist in einer ‚verhübschten’ Welt, in der alles schön ist, Platz zu finden. Dadurch kann sie ihrer eigentlichen Aufgabe nicht mehr nachkommen und verliert in einer hyperästhetischen Umwelt an Bedeutung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Verschiebung des Terminus Kunst im öffentlichen Raum

3. Eine graue Welt wird bunt

4. Die neue Form von ‚Kunst am Bau’

5. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht den Prozess der Hyperästhetisierung des öffentlichen Raumes auf Basis der Thesen von Wolfgang Welsch und analysiert, inwiefern Graffiti und Streetart als künstlerische Interventionen diesem Trend entgegenwirken oder ihn als neue Form der ‚Kunst am Bau‘ komplementieren. Die Forschungsfrage widmet sich der Spannung zwischen der Provokation durch Kunst und dem Bedürfnis der Gesellschaft nach einer ästhetisch kontrollierten Umgebung.

  • Hyperästhetisierung des urbanen Raumes
  • Graffiti und Streetart als Formen der Provokation
  • Die Rolle des öffentlichen Raumes als demokratischer Ort
  • Kommerzialisierung und ‚Kunst am Bau‘
  • Die Dialektik von Vandalismus, Kunst und öffentlicher Wahrnehmung

Auszug aus dem Buch

3. Eine graue Welt wird bunt

Die Streetart- und Graffiti-Szene agiert im öffentlichen Raum so, als hätte sie sich die Hauptkritikpunkte von Welsch zu Herzen genommen und würde versuchen danach zu handeln. Die Künstler provozieren, stehen zwischen Legalität und Illegalität und wiedersetzen sich allen Regeln – denn sie haben ihre Eigenen. Eine Jugendszene, die den öffentlichen Raum nutzt und die genug graue sowie freie Flächen für ihre Kunst in unseren Städten sieht, ist entstanden. Die Künstler bringen ihre Kunst auf der Straße an Hauswänden, Haltestellen, Hausmauern und vielen weiteren Orten an. Dabei kritisieren die Graffiti- und Streetart-Werke oftmals die Politik, das Konsumverhalten und besonders das städtische Aussehen. Diese Sicht der Artisten zeigt, dass scheinbar noch viel Spielfläche in unseren öffentlichen Räumen, an unseren Gebäuden und in unseren Städten vorhanden ist. Dabei sehen viele Menschen diese Art von Kunst nicht als schön an. Gelegentlich werden sie als Schmierereien betitelt, welche ein Stadtbild nicht verschönern, sondern verunstalten. In diesem Rahmen distanziert sich auch dieses Essay von einfachen Schriftzügen, sogenannten Tags oder schnöden einfarbigen Graffitis, die ungewollt an Privathäusern angebracht werden.

Trotz dessen oder insbesondere durch die Diskussion über Graffiti und Streetart, durch den Spagat zwischen Legalität und Illegalität, hat Graffiti das Potential einen hyperästhetischen Ort aufzubrechen und Platz für Kunst zu schaffen. Knallige, bunte Farben und ausgefallene Motive auf großen Wänden lassen immer wieder den Blick zu den Graffitikunstwerken wandern. Diese sind zu auffällig, als dass sie nicht auf sich aufmerksam machen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Hyperästhetisierung und Vorstellung der These, dass Kunst im öffentlichen Raum provozieren muss, um in einer ästhetisierten Umwelt wahrgenommen zu werden.

2. Verschiebung des Terminus Kunst im öffentlichen Raum: Untersuchung des Wandels öffentlicher Räume durch ökonomische Interessen und Architektur, die zu einer ‚Verhübschung‘ und Entdemokratisierung führt.

3. Eine graue Welt wird bunt: Analyse der Graffiti- und Streetart-Szene als bewusste Provokation, die den urbanen Raum durch Individualität aufbricht und den Hyperästhetisierungsprozess herausfordert.

4. Die neue Form von ‚Kunst am Bau’: Diskussion darüber, wie staatliche und private Akteure Graffiti und Streetart zunehmend als strategische Aufwertung von Architektur und zur Kundengewinnung nutzen.

5. Fazit: Zusammenführung der Erkenntnisse, dass Kunst als Störung im öffentlichen Raum unerlässlich ist und Graffiti dabei eine neuartige, wenngleich ambivalente Rolle zwischen Vandalismus und öffentlicher Anerkennung einnimmt.

Schlüsselwörter

Gegenwartskunst, Öffentlicher Raum, Hyperästhetisierung, Graffiti, Streetart, Banksy, Wolfgang Welsch, Kunst am Bau, Urbanität, Provokation, Kommerzialisierung, Stadtbild, Vandalismus, Ästhetik, Urbaner Raum

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle zeitgenössischer Kunst im öffentlichen Raum und der theoretischen Auseinandersetzung von Wolfgang Welsch über die sogenannte Hyperästhetisierung unserer Umwelt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Wechselwirkungen zwischen Architektur, öffentlichem Raum, Graffiti-Kultur, kommerzieller Gestaltung und dem Bedürfnis nach künstlerischer Provokation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob Kunst in einer durch Konsum und Design geprägten, ‚verhübschten‘ Welt überhaupt noch Bedeutung entfalten kann und wie Graffiti dabei als Gegenmodell fungiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine essayistische Analyse und theoretische Einordnung, die sich auf fachliterarische Thesen stützt und diese mit Beispielen aus der Streetart-Praxis vergleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Begriffs des öffentlichen Raumes, die Analyse der Graffiti-Szene als ästhetische Intervention und die Betrachtung von ‚Kunst am Bau‘ als Kommerzialisierungsstrategie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Hyperästhetisierung, öffentlicher Raum, Graffiti, Streetart, Provokation und das Spannungsfeld zwischen Legalität und Illegalität.

Inwiefern beeinflusst der Faktor Kommerz die Graffiti-Kunst?

Private Unternehmen nutzen Graffiti zunehmend als gestalterisches Element, um ihre Firmenidentität zu stärken und Aufmerksamkeit im urbanen Umfeld zu generieren, was eine neue Form der ‚Kunst am Bau‘ darstellt.

Warum wird der Begriff ‚Verhübschung‘ kritisch betrachtet?

Der Begriff beschreibt eine Tendenz, in der Architektur und öffentlicher Raum primär nach ästhetischen und ökonomischen Kriterien gestaltet werden, wodurch die Funktion als freier, demokratischer Raum verloren geht.

Welche Rolle spielt Banksy in der Argumentation?

Banksy dient als prominentes Beispiel für einen Künstler, der durch gezielte Störungen im öffentlichen Raum aufzeigt, dass Kunst erst dann wieder wahrgenommen wird, wenn sie aus der alltäglichen ästhetischen Gewöhnlichkeit ausbricht.

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Details

Titel
Überlegungen zum Artikel "Gegenwartskunst im öffentlichen Raum - Augenweide oder Ärgernis?" von Wolfgang Welsch
Hochschule
Universität Koblenz-Landau
Note
1,3
Autor
Bachelor of Science // Bachelor of Arts Julian Bochberg (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
10
Katalognummer
V273213
ISBN (eBook)
9783656651772
ISBN (Buch)
9783656651741
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Graffiti Streetart Banksy Welsch Gegenwartskunst öffentlicher Raum
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bachelor of Science // Bachelor of Arts Julian Bochberg (Autor:in), 2013, Überlegungen zum Artikel "Gegenwartskunst im öffentlichen Raum - Augenweide oder Ärgernis?" von Wolfgang Welsch, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273213
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Leseprobe aus  10  Seiten
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