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Streetart. Kunst oder Ware?

Kultur- und Konsumkritik nach Adorno und Horkheimer

Title: Streetart. Kunst oder Ware?

Essay , 2013 , 9 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Bachelor of Science // Bachelor of Arts Julian Bochberg (Author)

Cultural Studies - Miscellaneous
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Vergleicht man die an manchen Streetart-Künstlern geäußerte Konsumkritik mit der Kulturkritik von Adorno und Horkheimer entdeckt man einige Parallelen. Oftmals werden kritische Bemerkungen über die Fülle an Streetart-Werken geäußert und zugleich der eigentliche Streetart-Gedanke angezweifelt. Es gibt viel Kritik aus den eigenen Reihen der Streetart-Szene und ebenso aus der breiten Öffentlichkeit. Steht noch die Kunst im Vordergrund oder ist es bekannten Künstlern wie Banksy oder Shepard Fairey bisweilen nicht mehr möglich ohne Kommerzialisierung auf dem Markt zu bestehen?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Kulturindustrie nach Adorno und Horkheimer

3. Streetart als Phänomen

4. Der Fall Banksy: Kunst zwischen Kommerz und Kapitalismuskritik

5. Streetart im Wandel: Vom Graffiti zur Ware

6. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Streetart und der von Adorno und Horkheimer beschriebenen Kulturindustrie. Im Zentrum steht die Frage, ob Streetart, die sich primär als antikommerzielle Kunstform versteht, durch ihre Kommerzialisierung und den Erfolg bekannter Akteure wie Banksy selbst zu einem Massenprodukt der Kulturindustrie verkommt oder ihren autonomen künstlerischen Kern bewahren kann.

  • Vergleichende Analyse der Kulturkritik nach Adorno/Horkheimer mit modernen Streetart-Phänomenen.
  • Untersuchung des "Phänomens Banksy" und der Widersprüche zwischen antikommerzieller Haltung und Markterfolg.
  • Analyse der Rolle von Reproduktion, Statussymbolik und der "Inszenierung" von Kunstwerken.
  • Bewertung des Einflusses von Internet und Medien auf die Vermarktung von Streetart.
  • Reflexion über die Autonomie von Kunst unter den Bedingungen des Kapitalismus.

Auszug aus dem Buch

Der Fall Banksy: Kunst zwischen Kommerz und Kapitalismuskritik

Ein berühmter britischer Streetart-Künstler kritisiert mit seinen Motiven allgegenwärtigen Konsumgedanken, die Kommerzialisierung der Politik und unserer Gesellschaft und möchte auf Verschwendungen, Massenproduktionen und Menschenrechtsverstöße in seinen Werken auf Wänden in der ganzen Welt aufmerksam machen. Trotz seiner enormen Bekanntheit ist über den Künstler nicht viel bekannt. Er fungiert unter dem Pseudonym Banksy und wirkt in seiner Kunst und seinem Auftreten so widersprüchlich wie die Meinungen, die über seine Person und seinen Werken existieren. Sowohl er selbst als auch seine Kunst werden kontrovers diskutiert. Der Vorwurf der Kommerzialisierung seiner Arbeiten tritt immer wieder auf. Banksy behauptet in Interviews, dass er gegen Kommerzialisierung sei, jedoch werden häufig Werke auf Ausstellungen gezeigt oder in Auktionen für hohe Summen versteigert, wofür er von Vertretern seiner Zunft oftmals kritisiert wird.

Blanché wirft jedoch ein: „Dabei wird meist übersehen, dass es sich bei den versteigerten Werken oft um Wiederverkäufe des sekundären Markts handelt“. Somit schützt er Banksy, indem er erläutert, dass dieser nicht auf dem primären Weg handelt und so für ihn kein monetärer Vorteil entsteht. Allerdings besteht der Ursprunggedanke von Graffiti und Streetart darin, aus einer grauen Welt eine buntere, schöner Umgebung zu machen. Dabei ist das Erlangen von Respekt und Berühmtheit allein durch Talent und Können das Hauptziel, der finanzielle Erfolg aber nicht ausschlaggebend. Die Verbreitung von Banksys antikommerziellen Werken in verschiedenen Städten führt zu einem steigenden Ansehen unter den Künstlern sowie zu erhöhter Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, inwieweit Streetart-Künstler als Konsumkritiker agieren und dabei selbst in den Sog der Kulturindustrie geraten.

2. Die Kulturindustrie nach Adorno und Horkheimer: Das Kapitel erläutert die Grundgedanken der Dialektik der Aufklärung und zeigt auf, wie Kultur zur Ware wird und Identität innerhalb einer industrialisierten Gesellschaft verloren geht.

3. Streetart als Phänomen: Hier werden die Ursprünge der Streetart-Szene, ihre Abgrenzung zum Graffiti und ihre soziologischen Merkmale als egalitäre Organisation beschrieben.

4. Der Fall Banksy: Kunst zwischen Kommerz und Kapitalismuskritik: Dieser Abschnitt analysiert das Spannungsfeld zwischen Banksys antikapitalistischer Botschaft und seinem kommerziellen Markterfolg sowie die Problematik der "Inszenierung" von Kunst.

5. Streetart im Wandel: Vom Graffiti zur Ware: Dieses Kapitel betrachtet die Evolution von Streetart durch technische Reproduktion und die Rolle von Internet, Medien und Auktionshäusern bei der Kommerzialisierung.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Abhängigkeit von kapitalistischen Strukturen trotz künstlerischer Ambitionen bestehen bleibt und der Konsument eine entscheidende Rolle bei der Kommerzialisierung spielt.

Schlüsselwörter

Streetart, Kulturindustrie, Adorno, Horkheimer, Banksy, Kommerzialisierung, Konsumkritik, Massenproduktion, Kunstmarkt, Authentizität, Kapitalismus, Statussymbol, Graffiti, Identitätsverlust, Inszenierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Spannungsverhältnis zwischen Streetart als Ausdrucksform und den Mechanismen der modernen Kulturindustrie, insbesondere am Beispiel des Künstlers Banksy.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Dialektik der Aufklärung nach Adorno/Horkheimer, die Kommerzialisierung von Kunst, der soziologische Begriff der "Szene" und die Transformation von Streetart zum Massenprodukt.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Forschungsfrage lautet, ob Streetart trotz ihrer antikommerziellen Wurzeln heute zur bloßen Ware der Kulturindustrie geworden ist oder ob sie ihren autonomen Charakter bewahren konnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse kulturwissenschaftlicher Konzepte, insbesondere die Kulturkritik von Adorno und Horkheimer, angewandt auf Fallbeispiele der zeitgenössischen Streetart.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen der Kulturindustrie, die Definition von Streetart als Szene-Bewegung und der spezifische Fall Banksy hinsichtlich seiner ambivalenten Position zwischen Widerstand und Markterfolg detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Streetart, Kulturindustrie, Kommerzialisierung, Konsumkritik, Banksy, Authentizität und Kapitalismus.

Welche Rolle spielt der "goldene Rahmen" in der Argumentation?

Der goldene Rahmen dient als Symbol für die künstliche psychologische Aufwertung von Kunstwerken, welche die Kulturindustrie nutzt, um den monetären Wert zu steigern, unabhängig vom inhaltlichen Gehalt des Werkes selbst.

Warum ist Banksy ein zentrales Fallbeispiel?

Banksy ist aufgrund seiner expliziten systemkritischen Inhalte und seines gleichzeitig enormen ökonomischen Erfolgs das ideale Beispiel für die Widersprüche, die entstehen, wenn antikommerzielle Kunst auf einen kapitalistischen Markt trifft.

Was ist die Schlussfolgerung bezüglich des Internets?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass das Internet einerseits die Verbreitung von Streetart ermöglicht, andererseits aber maßgeblich zur Kommerzialisierung und zur vorzeitigen Inszenierung der Werke beiträgt.

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Details

Title
Streetart. Kunst oder Ware?
Subtitle
Kultur- und Konsumkritik nach Adorno und Horkheimer
College
University of Koblenz-Landau
Grade
1,7
Author
Bachelor of Science // Bachelor of Arts Julian Bochberg (Author)
Publication Year
2013
Pages
9
Catalog Number
V273214
ISBN (eBook)
9783656651765
ISBN (Book)
9783656651758
Language
German
Tags
Adorno und Horkheimer Kulturkritik Massenkultur Konsum Graffiti Streetart Banksy
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor of Science // Bachelor of Arts Julian Bochberg (Author), 2013, Streetart. Kunst oder Ware?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273214
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