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Naturwissenschaftliche Bildung in der frühen Kindheit

Ein grundlegender Vergleich der schwedischen Entwicklungspädagogik mit dem Konzept der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“

Titel: Naturwissenschaftliche Bildung in der frühen Kindheit

Bachelorarbeit , 2013 , 37 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Nicole Persson (Autor:in)

Pädagogik - Kindergarten, Vorschule, frühkindl. Erziehung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit versucht zwei pädagogische Ansätze in Bezug auf ihre Ideen und Konzepte naturwissenschaftlicher Bildung zu vergleichen.
Dabei wird der Ansatz der Schwedischen Entwicklungspädagogik mit dem pädagogischen Ansatz der deutschen Stiftung "Haus der kleinen Forscher" verglichen.

Das einleitende Kapitel beschreibt den gesellschaftlichen Wandel der letzten 10 Jahre und die Rahmenbedingungen, in denen Kinder heute aufwachsen. Ferner setzt es sich mit dem Begriff der Scientific Literacy auseinander.
In Kapitel 2 wird vorerst die Phänomenologie und ihre praktische Weiterentwicklung zur Entwicklungspädagogik beschrieben.

Kapitel 3 behandelt den pädagogischen Ansatz des Hauses der kleinen Forscher.

In den jeweiligen Unterkapiteln setzt sich diese Arbeit mit den konkreten Vergleichskriterien der beiden Ansätze auseinander. So beschäftigen sich die Kapitel 2.1 und 3.1 mit dem Bild des Kindes als Grundlage aller pädagogischen Aktivitäten. Auch die Perspektive des Kindes spielt in Bildungsprozessen eine wichtige Rolle und wird demnach in den Kapiteln 2.2 und 3.2 behandelt. Die Kapitel 2.3 und 3.3 setzen sich mit der Rolle der pädagogischen Fachkraft im jeweiligen Ansatz auseinander und die Kapitel 2.4 und 3.4 beleuchten die Methoden und Materialien, wie sie in der jeweiligen pädagogischen Praxis Anwendung finden.

Kapitel 4 ist der Auswertung der durch die Vergleichskriterien herausgearbeiteten Gemeinsamkeiten und Differenzen gewidmet.

Abschließend wird in Kapitel 5 versucht zu diskutieren, inwiefern ein Vergleich der beiden pädagogischen Ansätze angemessen erscheint.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Phänomenografie und Entwicklungspädagogik – Der Ansatz der (naturwissenschaftlichen) Bildung in Schweden

2.1 Das Bild vom Kind

2.2 Die Perspektive des Kindes

2.3 Die Rolle der pädagogischen Fachkraft

2.4 Die Themenarbeit

2.4.1 Methoden

2.4.2 Die Rolle der pädagogischen Dokumentation

2.4.3 Materialien und Instrumente

3 Der Ansatz der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“

3.1 Das Bild vom Kind

3.2 Die Perspektive des Kindes

3.3 Die Rolle der pädagogischen Fachkraft

3.4 Projekte und projektorientierte Aktivitäten

3.4.1 Die Methode Forschungskreis

3.4.2 Die Rolle der pädagogischen Dokumentation

3.4.3 Materialien und Instrumente

4 Auswertung

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht und vergleicht die Ansätze der schwedischen Entwicklungspädagogik und der deutschen Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ im Kontext der naturwissenschaftlichen Bildung im frühkindlichen Bereich, um Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede in der pädagogischen Praxis aufzuzeigen.

  • Vergleich des Bildes vom Kind in beiden pädagogischen Ansätzen.
  • Analyse der Rolle der pädagogischen Fachkraft bei der Begleitung von Bildungsprozessen.
  • Untersuchung der Bedeutung von Dokumentationsmethoden für das Lernen der Kinder.
  • Bewertung der eingesetzten Materialien und deren Einfluss auf die naturwissenschaftliche Erkundung.
  • Diskussion über die Herausforderungen der praktischen Umsetzung naturwissenschaftlicher Bildung.

Auszug aus dem Buch

Die Rolle der pädagogischen Fachkraft

Von übergeordneter Wichtigkeit in der Schwedischen Entwicklungspädagogik ist die Anforderung an die pädagogische Fachkraft, die Perspektive der Kinder einnehmen zu können. Die Perspektive der Kinder zeigt sich in den Fragen, den Bemerkungen und im Verhalten der Kinder. Die pädagogische Fachkraft ermutigt die Kinder, ihre Fragen offen zu stellen, ihrer Verwunderung Ausdruck zu verleihen und Erklärungen für Phänomene zu finden (vgl. Pramling Samuelsson & Pramling 2009, S. 206). Sie nimmt die Fragen und Ideen ernst, hört zu, beobachtet, analysiert, stellt unterschiedliche Perspektiven und Denkansätze der Kinder heraus, schafft jedem einzelnen von ihnen eine Plattform und plant darauf aufbauend die weitere Vorgehensweise (vgl. Thulin 2010, S. 39). „Sie stellt viele Fragen, wie die Kinder etwas meinen, warum sie dies oder das tun, wie sie auf etwas gekommen sind usw.“ (Pramling Samuelsson & Asplund Carlsson 2007, S. 140).

Die Beschreibung und Herausstellung der unterschiedlichen Denkweisen der Kinder ist ein Hauptaspekt der Phänomenografie und ihrer Entwicklungspädagogik. Es ist die Aufgabe der pädagogischen Fachkraft, die unterschiedlichen Denkansätze sichtbar zu machen „und für das Kind Voraussetzungen zu schaffen, diese Variation der Gedankengänge zu erkennen“ (ebd., S. 43). Sie macht die Kinder auf die Unterschiede und die Gemeinsamkeiten in deren individueller Lösungsfindung, beim Zeichnen oder anderen Ausdrucksarten aufmerksam und betont damit besonders die Vielfalt der Ausdrucks- oder Verstehensmöglichkeiten (vgl. ebd., S. 140).

Die pädagogische Fachkraft prägt jede Aktivität durch Kommunikation und Interaktion mit den Kindern (vgl. Pramling Samuelsson & Asplund Carlsson 2008, S. 638), jedoch ohne dabei das Wissen direkt zu vermitteln. Sie sollte lediglich die Aufmerksamkeit und das Interesse der Kinder auf relevante Aspekte des Lerngegenstandes lenken.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung naturwissenschaftlicher Bildung in der heutigen Gesellschaft und stellt die Zielsetzung der Arbeit sowie die Vergleichskriterien zwischen den beiden Ansätzen dar.

2 Phänomenografie und Entwicklungspädagogik – Der Ansatz der (naturwissenschaftlichen) Bildung in Schweden: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der schwedischen Entwicklungspädagogik, das kindzentrierte Menschenbild, die Rolle der Fachkraft sowie die zentrale Bedeutung von Dialogen und Dokumentation.

3 Der Ansatz der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“: Das Kapitel beschreibt die deutsche Bildungsinitiative, ihre Zielsetzung, das Verständnis vom Kind als aktiven Gestalter und die standardisierte Methode des „Forschungskreises“.

4 Auswertung: In diesem Kapitel werden die beiden Ansätze gegenübergestellt und hinsichtlich ihrer Gemeinsamkeiten und Differenzen bei der Umsetzung naturwissenschaftlicher Bildung kritisch analysiert.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die Herausforderungen, eine Brücke zwischen den unterschiedlichen qualitativen und quantitativen Ansätzen der beiden Bildungskonzepte zu schlagen.

Schlüsselwörter

Naturwissenschaftliche Bildung, Frühe Kindheit, Schwedische Entwicklungspädagogik, Haus der kleinen Forscher, Phänomenografie, Kindperspektive, Pädagogische Fachkraft, Themenarbeit, Forschungskreis, Pädagogische Dokumentation, Ko-konstruktive Lernprozesse, Scientific Literacy, Bildungsgerechtigkeit, Naturmaterialien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorarbeit vergleicht zwei unterschiedliche pädagogische Ansätze zur naturwissenschaftlichen Bildung im Elementarbereich: die schwedische Entwicklungspädagogik und das Konzept der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit fokussiert sich auf das Bild vom Kind, die Rolle der pädagogischen Fachkraft, die methodische Gestaltung von Lernprozessen sowie die Bedeutung von Dokumentation und Lernmaterialien in beiden Konzepten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der praktischen Umsetzung sowie der theoretischen Herangehensweise beider Ansätze herauszuarbeiten und kritisch zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine vergleichende Analyse der Literatur und der vorliegenden Konzepte der jeweiligen Ansätze sowie auf fachwissenschaftliche Expertisen zum Thema frühkindliche Bildung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die schwedische Entwicklungspädagogik und im Anschluss der Ansatz der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ detailliert anhand spezifischer Kriterien wie Kinderbild, Rolle der Fachkraft, Methoden und Materialien dargestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Naturwissenschaftliche Bildung, Frühe Kindheit, Phänomenografie, Forschungskreis, Pädagogische Dokumentation und Ko-konstruktion.

Wie unterscheidet sich das Verständnis der Dokumentation zwischen den beiden Ansätzen?

Während die Dokumentation in der schwedischen Entwicklungspädagogik eher offen gehalten ist und das unmittelbare Geschehen in der Einrichtung abbildet, verfolgt das „Haus der kleinen Forscher“ eine spezifischere Dokumentation des Forschungsverlaufs innerhalb der Schritte des Forschungskreises.

Warum wird die Verwendung von Praxismaterialien im Ansatz des „Hauses der kleinen Forscher“ kritisch betrachtet?

Die Arbeit kritisiert, dass viele der vorgegebenen Materialien des „Hauses der kleinen Forscher“ zu akademisiert oder künstlich wirken könnten, was den Bezug zur direkten, natürlichen Lebenswelt der Kinder schwächen kann.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich des Vergleichs?

Das Fazit betont, dass ein „fairer“ Vergleich aufgrund grundlegender Unterschiede in der Zielsetzung und Diskurskultur schwierig ist, und schlägt eine Brücke zwischen den qualitativen Ansätzen beider Konzepte vor.

Ende der Leseprobe aus 37 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Naturwissenschaftliche Bildung in der frühen Kindheit
Untertitel
Ein grundlegender Vergleich der schwedischen Entwicklungspädagogik mit dem Konzept der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Erziehungswissenschaft und Pyschologie)
Veranstaltung
Bildung und Erziehung in der frühen Kindheit
Note
1,3
Autor
Nicole Persson (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
37
Katalognummer
V273275
ISBN (eBook)
9783656663034
ISBN (Buch)
9783656663041
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ansätze bildung frühen kindheit vergleich schwedischen entwicklungspädagogik konzept stiftung haus forscher
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nicole Persson (Autor:in), 2013, Naturwissenschaftliche Bildung in der frühen Kindheit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273275
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Leseprobe aus  37  Seiten
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