In Bayern gibt es nicht nur bairische Dialekte, wie Nord-, Mittel- und Südbairisch, sondern auch angrenzende oberdeutsche Dialekte wie Ostfränkisch und Schwäbisch (Alemannisch). Außerdem wird über die Grenzen Bayerns hinaus in Österreich ein Bairisch-Österreichischer Dialekt gesprochen. Ebenso gibt es kleinere Sprachinseln des Bairischen in Südtirol, Ungarn, Tschechien und der Schweiz (vgl. Patocka 2008, S. 105).
Auf lautliche Unterschiede wird hier nicht eingegangen, da es zu viele regionale Differenzen gibt, was den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde. Ein allgemeines Merkmal der Dialekte und der gesprochenen Sprache ist v.a. der parataktische Satzbau.
Inhaltsverzeichnis
- Der bairische Dialekt
- Definition Dialekt
- Verbreitung des Bairischen
- Allgemeine Kennzeichen
- Vergleich der Wortstellung im Bairischen und Standarddeutschen
- Wortstellung im Standarddeutschen
- Ausnahmen in der bairischen Wortstellung
- Zusammenfassung
- Literaturverzeichnis
- Internetquellen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Wortstellung im bairischen Dialekt im Vergleich zum Standarddeutschen. Sie analysiert die Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Satzstruktur, insbesondere im Hinblick auf die Verbposition und die Anordnung von Satzgliedern. Die Arbeit zielt darauf ab, die Besonderheiten der bairischen Syntax aufzuzeigen und die Einflüsse des Standarddeutschen auf den Dialekt zu beleuchten.
- Definition und Charakteristika des bairischen Dialekts
- Verbreitung und Entwicklung des Bairischen
- Wortstellungsmerkmale im Standarddeutschen
- Ausnahmen in der bairischen Wortstellung
- Interferenzerscheinungen und Sprachwandel
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel definiert den Begriff "Dialekt" und beleuchtet die Unterschiede zwischen Dialekten und der Schriftsprache. Es werden die wichtigsten Merkmale des bairischen Dialekts vorgestellt, darunter seine Verbreitung, seine lautlichen Besonderheiten und seine grammatikalischen Eigenheiten.
Das zweite Kapitel analysiert die Wortstellung im Standarddeutschen und im bairischen Dialekt. Es werden die grundlegenden Regeln der deutschen Satzstruktur erläutert und die Unterschiede in der Verbposition und der Anordnung von Satzgliedern im Bairischen aufgezeigt.
Das dritte Kapitel befasst sich mit den Ausnahmen in der bairischen Wortstellung, die im Standarddeutschen ungrammatisch wären. Es werden verschiedene Satztypen und ihre Besonderheiten im Bairischen untersucht, wie z.B. Verbspitzenstellung, Markierung im Mittelfeld und Rechts- oder Linksversetzung von Nebensätzen.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen den bairischen Dialekt, die Wortstellung, die Satzstruktur, den Vergleich mit dem Standarddeutschen, die Sprachwandel, die Interferenzerscheinungen und die grammatischen Besonderheiten des Bairischen.
Häufig gestellte Fragen
Wo wird der bairische Dialekt gesprochen?
Bairisch wird in weiten Teilen Bayerns (Oberbayern, Niederbayern, Oberpfalz), fast ganz Österreich (außer Vorarlberg) sowie in Südtirol und einigen Sprachinseln in Osteuropa gesprochen.
Was sind die Hauptgruppen des Bairischen?
Man unterscheidet primär zwischen Nordbairisch, Mittelbairisch (entlang von Isar und Donau) und Südbairisch (Alpenraum).
Wie unterscheidet sich die Wortstellung im Bairischen vom Standarddeutschen?
Das Bairische weist Besonderheiten auf wie die Verbspitzenstellung in bestimmten Sätzen, die doppelte Verneinung (in einigen Regionen) oder spezifische Verschiebungen von Satzgliedern ans Satzende.
Gibt es im Bairischen eine andere Satzstruktur?
Ja, typisch ist oft ein parataktischer Satzbau (kurze Hauptsätze) und die Verwendung von Relativpronomen wie "wo" (der Mann, wo ich gesehen habe).
Beeinflusst das Standarddeutsche den bairischen Dialekt?
Ja, durch Schule und Medien kommt es zu Interferenzerscheinungen, bei denen dialektale Formen zunehmend durch standarddeutsche Strukturen ersetzt werden oder sich Mischformen bilden.
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- Johanna Eierstock (Author), 2014, Die Wortstellung im Bairischen. Ein Vergleich mit dem Standarddeutschen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273480