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Inklusion zwischen Konzept und Realität. Kritische Perspektiven auf die inklusive Pädagogik in Kindertagesstätten

Title: Inklusion zwischen Konzept und Realität. Kritische Perspektiven auf die inklusive Pädagogik in Kindertagesstätten

Bachelor Thesis , 2014 , 93 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Aaron Bopp (Author)

Pedagogy - Nursery Pedagogy, Early Childhood Education
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„Mit dem deutschen Sonderschulsystem, das fast alle Schüler mit besonderem Förderbedarf aufnimmt, ist Chancengleichheit nicht gewährleistet“ (Powell & Pfahl 2008, S.1).
Äußerungen wie diese sind in der Debatte um die Abschaffung von Sonderschulen keine Seltenheit. Seit der Verabschiedung der Behindertenrechtskonvention durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen im Jahr 2006 werden die Forderungen nach der Chancengleichheit hinsichtlich der Bildung immer lauter. Daher drängen die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) und das Bündnis 90/Die Grünen (Grüne) auf die Abschaffung von sonderpädagogischen Schulen und sprechen sich somit für die gemeinsame Bildung von behinderten und nicht behinderten Kindern in inklusiven Schulen in Niedersachsen ab dem Schuljahr 2014/15 aus (vgl. Frenzel 2013). Da die Bildung auf Landesebene festgelegt wird, ist von dieser Entscheidung nicht das gesamte Bundesgebiet betroffen. Dennoch werden Diskussionen diesbezüglich bereits bundesweit geführt, wodurch eine Umsetzung dieser Forderung für ganz Deutschland in Zukunft nicht ausgeschlossen ist. Durch das Zusammenführen von sonderpädagogischen und Regeleinrichtungen soll behinderten Kindern eine gleichberechtigte Bildung ermöglicht werden. Ziel ist es, die Kinder aus ihrer ausgesonderten Stellung in speziellen Fördereinrichtungen herauszunehmen und sie als gleichwertiges Mitglied in die Gesellschaft einzugliedern, ohne dabei die Qualität ihrer individuellen Förderung zu beeinträchtigen.
Nach Auffassung des Verfassers ist eine zukünftige Ausweitung der Abschaffungsforderung auf den Kindertagesstättenbereich, in welchem ebenfalls Kinder mit besonderem Förderbedarf speziell in sonderpädagogischen Einrichtungen unterstützt werden, denkbar. Aus diesem Grund werden in der vorliegenden Arbeit mögliche Auswirkungen der Auflösung von sonderpädagogischen Kindertageseinrichtungen diskutiert.
Diese Einrichtungsform würde im Zuge der Zusammenführung behinderter und nichtbehinderte Kinder vor der Auflösung stehen. Ob dieser mögliche Gesetzesentwurf mit der momentan Aufstellung der inklusiven Einrichtungen zum Vorteil von behinderten Kindern geschieht und diesen Kindern dadurch die Chancengleichheit auf Bildung und die uneingeschränkte Teilhabe am sozialen Miteinander ermöglicht werden kann, soll in dieser Arbeit mittels Interviews mit Fachkräften sonderpädagogischer Einrichtungen ermittelt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Theoretischer Teil

1. Begriffsklärung Inklusion

1.1 Rechtliche Entwicklung

1.2 UN-Behindertenrechtskonvention

1.3 Index für Inklusion

2. Behinderung

2.1 Allgemeine Definition

2.2 Sinnesbehinderungen

2.3 Körperbehinderungen

2.4 Geistige Behinderungen

2.5 Seelische Behinderungen

3. Sonderpädagogische Einrichtungen

4. Barrieren auf dem Weg zur Inklusion

4.1 Defizite der Einrichtungen

4.2 Nachteile für die Kinder

III. Empirischer Teil

5. Methode

6. Interviewportraits

6.1 Interviewpartnerin A

6.2 Interviewpartnerin B

6.3 Interviewpartnerin C

7. Interviewinterpretation

7.1 Interviewpartnerin A

7.2 Interviewpartnerin B

7.3 Interviewpartnerin C

8. Diskussion

IV. Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen und Auswirkungen der Inklusion im Kindertagesstättenbereich, indem sie die theoretischen Anforderungen an inklusive Settings mit den praktischen Erfahrungen und Einschätzungen sonderpädagogischer Fachkräfte kontrastiert. Das zentrale Ziel ist es, zu ermitteln, ob eine generelle Auflösung sonderpädagogischer Einrichtungen zum aktuellen Zeitpunkt eine Bereicherung oder eine Gefährdung der pädagogischen Förderqualität für Kinder mit Beeinträchtigungen darstellt.

  • Vergleich von Inklusion und sonderpädagogischer Förderung
  • Analyse der gesetzlichen Rahmenbedingungen und der UN-Behindertenrechtskonvention
  • Herausforderungen für Regelkindergärten bei der Umstellung auf Inklusion
  • Perspektiven sonderpädagogischer Fachkräfte auf Inklusionsprozesse
  • Implikationen für die materielle, personelle und räumliche Ausstattung von Einrichtungen

Auszug aus dem Buch

4. Barrieren auf dem Weg zur Inklusion

Viele Regeleinrichtungen, die im Zuge des Inklusionsgedankens zum ersten Mal behinderte Kinder aufnehmen, machen sich im Voraus kaum Gedanken über die Konsequenzen dieser Umstellung. Dabei bringt der Entschluss, eine Einrichtung auch für Kinder mit Behinderung zu öffnen, viele weitere Entscheidungen und Veränderungen mit sich.

Welche Schwierigkeiten dabei auf die LeiterInnen, das Team sowie den Träger zukommen können und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um dem Label „inklusiv“ gerecht zu werden, wird im Folgenden dargestellt. Außerdem werden Nachteile in Bezug auf die Förderung und die soziale Entwicklung der Kinder in einer inklusiven Kindertageseinrichtung erläutert.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle bildungspolitische Debatte um die Abschaffung von Sonderschulen und leitet daraus die Forschungsfrage für den Bereich der Kindertagesstätten ab.

II. Theoretischer Teil: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Inklusion, erläutert die rechtlichen Grundlagen und beschreibt verschiedene Formen von Behinderungen sowie die spezifischen Anforderungen sonderpädagogischer Einrichtungen.

III. Empirischer Teil: Die Arbeit nutzt leitfadengestützte Interviews mit Fachkräften aus sonderpädagogischen Einrichtungen, um deren subjektive Einschätzungen und Erfahrungen zum Inklusionsprozess zu erheben.

8. Diskussion: Die Diskussion führt die theoretischen Befunde mit den Ergebnissen der Experteninterviews zusammen und arbeitet Übereinstimmungen sowie Widersprüche heraus.

IV. Schlussfolgerung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass Inklusion zwar als Leitbild essenziell ist, der aktuelle Umsetzungsprozess jedoch strukturelle und fachliche Defizite aufweist, die gegen eine überstürzte Abschaffung von Sondereinrichtungen sprechen.

Schlüsselwörter

Inklusion, Integration, Sonderpädagogik, Behindertenrechtskonvention, Frühpädagogik, Behinderung, Kindertagesstätte, qualitative Forschung, Fachkräftemangel, inklusive Bildung, Förderung, Barrieren, interdisziplinäres Team, Förderplanung, Heterogenität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelor-Thesis grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich kritisch mit der Umsetzung des Inklusionsgedankens in Kindertagesstätten und hinterfragt, ob die Forderung nach der Auflösung sonderpädagogischer Einrichtungen unter den derzeitigen Rahmenbedingungen den Bedürfnissen von Kindern mit Behinderungen gerecht wird.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die theoretische Abgrenzung von Inklusion, Integration und Exklusion, die rechtlichen Grundlagen durch die UN-Behindertenrechtskonvention sowie die praktischen Hürden (räumlich, personell, finanziell) für inklusive Kindertagesstätten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Perspektive sonderpädagogischer Fachkräfte auf inklusive Prozesse zu erfassen und zu untersuchen, ob inklusive Settings in der derzeitigen Konzeption tatsächlich eine optimale Förderung für Kinder mit Beeinträchtigungen gewährleisten können.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit basiert auf der qualitativen Sozialforschung. Hierzu wurden leitfadengestützte Interviews mit Fachkräften aus sonderpädagogischen Einrichtungen geführt und mittels der dokumentarischen Methode nach Bohnsack ausgewertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Rahmen zu Behinderungsformen und den Anforderungen sonderpädagogischer Arbeit sowie einen empirischen Teil, der die Einschätzungen der interviewten Experten präsentiert und reflektiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Untersuchung wird durch Begriffe wie Inklusion, Sonderpädagogik, Frühpädagogik, Behindertenrechtskonvention und Förderqualität charakterisiert.

Welche spezifischen Barrieren für die Inklusion in Kitas identifizieren die Interviewpartner?

Die Fachkräfte kritisieren primär den Mangel an sonderpädagogischem Fachwissen in Regeleinrichtungen, unzureichende Personalschlüssel, fehlende räumliche Barrierefreiheit und eine finanzielle Unterausstattung, die eine individuelle Förderung erschwert.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich der sonderpädagogischen Einrichtungen?

Die Arbeit schlussfolgert, dass die generelle Abschaffung sonderpädagogischer Einrichtungen zum jetzigen Zeitpunkt nicht zielführend ist, da sie derzeit die sicherere und individuellere Förderung für Kinder mit hohem Hilfebedarf gewährleisten.

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Details

Title
Inklusion zwischen Konzept und Realität. Kritische Perspektiven auf die inklusive Pädagogik in Kindertagesstätten
College
University of Applied Sciences Freibug
Grade
2,3
Author
Aaron Bopp (Author)
Publication Year
2014
Pages
93
Catalog Number
V273522
ISBN (eBook)
9783656652625
ISBN (Book)
9783656652601
Language
German
Tags
Inklusion Kritik Kita Kindertagesstätte Behinderung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Aaron Bopp (Author), 2014, Inklusion zwischen Konzept und Realität. Kritische Perspektiven auf die inklusive Pädagogik in Kindertagesstätten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273522
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