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Die Regional- und Lokalberichterstattung in der Schweiz

Von Entstehung und Zerfall neuer hyperlokaler Onlinemedien

Título: Die Regional- und Lokalberichterstattung in der Schweiz

Ensayo , 2014 , 29 Páginas , Calificación: 6.0

Autor:in: Master of Arts UZH Roman Weber (Autor)

Medios / Comunicación - Economía de los medios, manejo de los medios
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"All politics is local." Bereits das hier angeführte Zitat des US-Demokraten Thomas Phillip O’Neill, in den 70er und 80er Jahren Parteivorsitzender und Sprecher des US-Repräsentantenhauses, deutet ein Prinzip an, das insbesondere auch – und gerade – für die Schweiz zu gelten scheint. Die Schweiz hat ein hochföderalistisches politisches System, das aufgrund der Kleinräumigkeit des Staates in vielen Bereichen offenkundig wird. Gemeinden können ebenso autonom entscheiden wie Kantone und Behörden des Bundes. Hiermit wird den unterschiedlichen Interessen und Bedürfnissen der drei Einheiten Rechnung getragen. Politikerinnen und Politiker, die für National- und Ständerat kandidieren, stellen sich – ganz nach dem Prinzip des Föderalismus – in regionalen Wahlkreisen zur Wahl. Auch die Bundesregierung der Schweizerischen Eidgenossenschaft wird vom regional gewählten Parlament, dem Nationalrat, gewählt. Eine Besonderheit, die zeigt, weshalb die politische Kommunikation und mit ihr die politische Medienberichterstattung in einem regionalen und lokalen Kontext unverzichtbar ist. Für die Bürger, die aufgeklärte Entscheidungen treffen wollen und dementsprechend am Gemeinwohl partizipieren, ist die interpersonale Kommunikation dabei genau so wichtig wie die massenmediale Kommunikation, die über die demokratiefunktional ausgerichteten Medien erfolgt und in die politische Arena getragen wird. Deshalb spielen die traditionellen Massenmedien immer noch eine unerlässliche Rolle für die politische Information und Informiertheit. Die demokratiepolitische Bedeutsamkeit der Medien spiegelt sich dabei vor allem bei eidgenössischen, kantonalen und gemeindlichen Abstimmungen wider. Die Berichterstattung über solche Sachkampagnen ist deswegen in der Schweiz vor allem auf kantonaler und gemeindlicher Ebene von grosser Relevanz. In diesem lokalen Kontext werden Ressourcen investiert, um lokale Themen für ein lokal interessiertes und engagiertes Publikum aufzubereiten. Lokale Themen werden auf die öffentliche Agenda gesetzt, regional und lokal politische Gremien beobachtet und wo nötig kritisiert. Kleine regionale und lokale Medienunternehmen können so eine Plattform bieten, um lokale Öffentlichkeit herzustellen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. «All politics is local»

1.1. Allgemeine Merkmale des Mediensystems Schweiz

1.2. Presselandschaft Schweiz

1.3. Relevanz der Regional- und Lokalberichterstattung

2. Neuer Strukturwandel der Öffentlichkeit

3. Konzentration und Konsolidierung

3.1. Konzentrationsproblematik auf regionaler Ebene

3.2. Neue Formen der Regionalberichterstattung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen von Medienkonzentration und der Medienkrise auf den lokalen Medienmarkt in der Schweiz. Dabei wird analysiert, ob sich traditionelle lokale Leitmedien auflösen und ob sich im Zuge eines Strukturwandels der Öffentlichkeit neue hyperlokale Online-Medien etablieren können.

  • Merkmale und Besonderheiten des schweizerischen Mediensystems
  • Strukturelle Herausforderungen und Konzentrationsprozesse in der Medienlandschaft
  • Relevanz der Lokalberichterstattung für die demokratische Willensbildung
  • Analyse von Fallbeispielen hyperlokaler Online-Medien
  • Erfolgsfaktoren und ökonomische Hürden für neue Lokalmedien

Auszug aus dem Buch

3.1. Konzentrationsproblematik auf regionaler Ebene

Die im obigen Kapitel beschriebene Konzentrations- und Konsolidierungsproblematik verschärft die strukturellen Probleme, denen der Regional- und Lokaljournalismus ausgesetzt ist. Vor allem die Besitzverhältnisse der Regionalmedien lassen darauf schliessen, dass weder die ökonomische noch die publizistische Vielfalt aufrecht erhalten werden kann. Viele lokale Zeitungstitel stammen aus demselben Medienunternehmen, die den Markt für Lokalzeitungen über Kantons- und Sprachgrenzen hinweg kontrollieren. Der Konzentrationsprozess ist denn auch besonders in den Gemeinden spürbar. Auch die Regionalzeitungen sind von der Wirtschaftskrise betroffen. In Printausgaben wird immer weniger Werbung eingekauft und der Anzeigenmarkt schrumpft. Kommt hinzu, dass die Bindung vieler Bürgerinnen und Bürger zu ihrer Gemeinde nicht mehr so stark ist wie früher. Zudem scheinen viele Zuzügerinnen und Zuzüger nicht an einer eigenen lokalen Zeitung interessiert, was den Aborückgang teils erklären könnte. Überdies sind gerade kleine Regional- und Lokalzeitungen von feindlichen Übernahmen gefährdet. Fest steht, dass bei den Lokalzeitungen die Auflagenzahlen und die Reichweite schwinden und sie an Autonomie eingebüsst haben. Fest steht jedoch auch, dass unter solchen Umständen die inhaltliche Vielfalt nicht mehr aufrecht erhalten werden kann und die ökonomische Eigenständigkeit im Unternehmensgeflecht der grossen drei Medienhäuser untergeht. Offenkundig ist auch, dass in den einzelnen Regionen kein Wettbewerb unter den lokal tätigen Blättern und deren Verlagen herrscht. Besonders deutlich wird dieses für den Qualitätsjournalismus giftige Problem in der Innerschweiz. Sie wird nämlich von bloss einer einzigen Zeitung abgedeckt: der ‹Neuen Luzerner Zeitung› mit ihren Regionalausgaben. Ausser den jeweiligen regionalen Ressorts kommen alle übrigen Ressortteile aus Luzern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. «All politics is local»: Dieses Kapitel beleuchtet die Bedeutung des föderalen Systems der Schweiz für die politische Kommunikation und die Notwendigkeit lokaler Medien.

1.1. Allgemeine Merkmale des Mediensystems Schweiz: Es werden die demografischen und politischen Rahmenbedingungen sowie die ökonomischen Auswirkungen der Kleinstaatlichkeit auf die Medienbranche analysiert.

1.2. Presselandschaft Schweiz: Dieses Kapitel differenziert zwischen verschiedenen Medientypen wie Abonnementzeitungen, Qualitätszeitungen, Pendlerzeitungen und lokalen Gratisanzeigern.

1.3. Relevanz der Regional- und Lokalberichterstattung: Hier wird die gesellschaftliche Funktion lokaler Medien als Informations-, Bildungs- und Kontrollinstanz für die Gemeinde thematisiert.

2. Neuer Strukturwandel der Öffentlichkeit: Das Kapitel diskutiert, wie sich durch Globalisierung und Kommerzialisierung die Bedingungen für die öffentliche Willensbildung und die lokale Demokratie verändern.

3. Konzentration und Konsolidierung: Hier werden die negativen Folgen der Medienkonzentration und die Tendenz zur Mantelproduktion für die publizistische Vielfalt dargelegt.

3.1. Konzentrationsproblematik auf regionaler Ebene: Das Kapitel vertieft die Problematik des schwindenden Wettbewerbs und der zunehmenden Abhängigkeiten im Lokaljournalismus.

3.2. Neue Formen der Regionalberichterstattung: Abschließend werden Strategien und Fallbeispiele für neue hyperlokale Online-Medien als Antwort auf die Medienkrise untersucht.

Schlüsselwörter

Schweiz, Mediensystem, Lokaljournalismus, Medienkonzentration, Medienkrise, Regionalberichterstattung, Öffentlichkeit, Strukturwandel, Online-Medien, Hyperlokal, Demokratie, Zeitungsmarkt, Medienhäuser, Journalismus, Föderalismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Zustand und die Entwicklung der Regional- und Lokalberichterstattung in der Schweiz vor dem Hintergrund aktueller Medienkonzentrationen und Krisenerscheinungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die föderale Struktur der Schweiz, ökonomische Zwänge der Medienbranche, die Rolle der Lokalmedien für die Demokratie und neue digitale Ansätze im Lokaljournalismus.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist herauszufinden, ob sich traditionelle lokale Medien auflösen und inwieweit neue (sub)lokale Medien im Onlinebereich tragfähige Alternativen darstellen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine theoretische Analyse der Mediensituation durch und ergänzt diese durch die Betrachtung spezifischer Fallbeispiele lokaler Medienprojekte in verschiedenen Regionen der Schweiz.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse des Mediensystems, die Untersuchung des Strukturwandels der Öffentlichkeit sowie die kritische Betrachtung von Konzentrationsprozessen und neuen Medienformen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Lokaljournalismus, Medienkonzentration, Medienkrise, föderale Medienstrukturen und die digitale Transformation regionaler Medienangebote.

Warum leidet der Lokaljournalismus unter der Medienkonzentration?

Durch die Konzentration sinkt die publizistische Vielfalt, während der ökonomische Druck steigt, was zur Folge hat, dass Ressourcen für fundierte Recherchen fehlen und Abhängigkeiten zu lokalen Eliten wachsen.

Welche Herausforderungen müssen neue Online-Projekte wie das ‹Journal B› überwinden?

Solche Projekte kämpfen oft mit einer Finanzierungslücke, mangelnder Bekanntheit sowie der Schwierigkeit, sich gegen etablierte, multimediale Medienhäuser zu behaupten, ohne in eine prekäre ökonomische Lage zu geraten.

Was bedeutet die ‹Web-First› Strategie für Mikrozeitungen?

Bei der ‹Web-First› Strategie werden Inhalte zuerst digital im Internet publiziert, um eine höhere Aktualität zu gewährleisten, bevor sie gegebenenfalls in einer gedruckten Ausgabe erscheinen.

Inwiefern beeinflusst das föderale System der Schweiz die Medienlandschaft?

Das föderale System führt zu einem ausgeprägten ‹medialen Föderalismus›, der eine Berichterstattung auf verschiedenen geografischen Ebenen (national, regional, lokal) notwendig macht, um die politische Willensbildung zu unterstützen.

Final del extracto de 29 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Regional- und Lokalberichterstattung in der Schweiz
Subtítulo
Von Entstehung und Zerfall neuer hyperlokaler Onlinemedien
Universidad
University of Zurich  (Philosophische Fakultät Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung)
Curso
Kontroversen über den Status der Schweizer Medien
Calificación
6.0
Autor
Master of Arts UZH Roman Weber (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
29
No. de catálogo
V273590
ISBN (Ebook)
9783656658245
ISBN (Libro)
9783656658221
Idioma
Alemán
Etiqueta
Lokalberichterstattung Regionalberichterstattung Medien Medienpolitik Onlinemedien online Schweiz Presse Imhof Meier Strukturwandel Medienkrise Demokratie Willensbildung Meinungsbildung Öffentlichkeit Geschichte Zeitungssterben Medienkonzentration Konzentration Content Inhalt
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Master of Arts UZH Roman Weber (Autor), 2014, Die Regional- und Lokalberichterstattung in der Schweiz, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273590
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