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Berufsgrundsätze des Abschlussprüfers und deren Ausnahmen: Unabhängigkeit

Titel: Berufsgrundsätze des Abschlussprüfers und deren Ausnahmen: Unabhängigkeit

Seminararbeit , 2013 , 36 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Adis Causevic (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Historisch zurückverfolgen lässt sich die Entwicklung des Wirtschaftsprüfers bis in das 14. Jahrhundert. Allerdings wird das Jahr 1931 als das Geburtsjahr des Wirtschaftsprüfers im heutigen Sinne bezeichnet. Erstmals verwendet wurde die Berufsbezeichnung „öffentlich bestellter Wirtschaftsprüfer“ in der „Ländervereinbarung über die Grundsätze für das Prüfungs- und Bestellungsverfahren der öffentlich bestellten Wirtschaftsprüfer“ aus dem Dezember 1931.
Die Entstehung des Berufs des Wirtschaftsprüfers wurde im Zuge der Weltwirtschaftskrise der Jahre 1929 bis 1931 durch Unternehmenszusammenbrüche, Marktinstabilität und Wirtschaftskriminalität motiviert. Dies führte zu einem erheblichen
Verlust der Glaubwürdigkeit in die Rechnungslegung von Unternehmen. Diese „Bilanzskandale und Betrügereien“ sollten von nun an der Vergangenheit angehören. Zu diesem Anlass wurde der Beruf des Wirtschaftsprüfers durch Art. 48 der Weimarer
Reichsverfassung (Notverordnung) ins Leben gerufen. Dessen Berufspflichten dienen dem Zweck das einst verlorene Vertrauen in Abschlussprüfung und den Abschlussprüfer wiederzugewinnen und zu stärken. Dem Unabhängigkeitsgrundsatz kommt, um eine vertrauensvolle und glaubwürdige Abschlussprüfung zu gewährleisten, dabei eine besondere Bedeutung zu.
Das Ziel der Arbeit besteht darin, dem Leser die Notwendigkeit, Bedeutung und Umfang des Unabhängigkeitsgrundsatzes zu vermitteln.
Im Rahmen der Seminararbeit wird zunächst auf die allgemeinen Berufsgrundsätze des Wirtschaftsprüfers eingegangen. Im weiteren Verlauf erfolgt eine Definition der Unabhängigkeit und eine Abgrenzung zur Unparteilichkeit. Außerdem wird das Ziel
des Normensystems und des Unabhängigkeitsgrundsatzes erläutert. Anschließend werden Risiken aufgeführt und erläutert, die eine Gefährdung der Unabhängigkeit darstellen können. Im weiteren Verlauf werden Schutzmaßnahmen aufgeführt. Abschließend erfolgt eine Betrachtung der Prüfungsmaßnahmen und Dokumentationserfordernisse. Zum Schluss folgt ein Fazit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen

2.1 Berufsgrundsätze des Wirtschaftsprüfers

2.2 Definition der Unabhängigkeit

2.3 Abgrenzung zur Unparteilichkeit

2.4 Ziel und Zweck des Normensystems und der Unabhängigkeit

3. Gefährdung der Unabhängigkeit

3.1 Befangenheit, Unbefangenheit und Besorgnis der Befangenheit

3.2 Risiken, die eine Besorgnis der Befangenheit begründen

3.2.1 Eigeninteresse

3.2.2 Selbstprüfung

3.2.3 Interessenvertretung

3.2.4 Persönliche Vertrautheit

3.3 Ausweitung der Ausschlusstatbestände auf das Netzwerk des Abschlussprüfers

4. Schutzmaßnahmen

5. Prüfung und Dokumentation der Unabhängigkeit

5.1 Prüfung und Überwachung der Unabhängigkeitsregelungen

5.2 Dokumentation der Unabhängigkeit

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit vermittelt dem Leser die Notwendigkeit, Bedeutung und den Umfang des Unabhängigkeitsgrundsatzes für den Wirtschaftsprüfer, um eine vertrauensvolle und glaubwürdige Abschlussprüfung zu gewährleisten und das Vertrauen in den Berufsstand zu stärken.

  • Historische Entwicklung des Berufs des Wirtschaftsprüfers
  • Definition und Abgrenzung der Unabhängigkeit und Unparteilichkeit
  • Analyse von Gefährdungsrisiken (Eigeninteresse, Selbstprüfung, Interessenvertretung, Vertrautheit)
  • Schutzmaßnahmen zur Wahrung der Unabhängigkeit
  • Prüfung, Überwachung und Dokumentationspflichten

Auszug aus dem Buch

3.1 Befangenheit, Unbefangenheit und Besorgnis der Befangenheit

§ 21 Abs. 2 Satz 1 BS WP/vBP erläutert, wann ein WP als unbefangen und im Umkehrschluss als befangen anzusehen ist. Unbefangen ist gem. § 21 Abs. 2 BS WP/vBP, wer in der Lage ist, sich sein Urteil frei von unsachgemäßen Erwägungen (tatsächliche Befangenheit) zu bilden. Besonders die im öffentlichen Interesse wahrgenommene Funktion als Abschlussprüfer, verlangt vom dem WP bei seinen Beurteilungen, Entscheidungen und Feststellungen frei von Einflüssen, Rücksichten und Bindungen zu sein. Dieser ist dazu verpflichtet, alles was bei objektiver Betrachtung Misstrauen in seine neutrale und unabhängige Stellung begründet, zu vermeiden. Es darf nicht einmal der Anschein fehlender Unabhängigkeit geschaffen werden. Dieser Anschein wird als Besorgnis der Befangenheit bezeichnet und ist gegeben, falls Umstände vorliegen, die aus Sicht eines verständigen Dritten den Verdacht rechtfertigen, dass sachfremde Motive das Prüfungsergebnis beeinflussen können (relative Befangenheit).

Der Befangenheitsbegriff stimmt inhaltlich zwischen Berufs- und Bilanzrecht überein. Allerdings ist dieser in § 319 Abs. 2 HGB enger gefasst als in den Vorschriften des Berufsrechts. § 49 WPO u. § 21 BS WP/vBP erfassen die gesamte berufliche Tätigkeit des WP, während § 319 Abs. 2 HGB ausschließlich für den Fall der gesetzlichen Abschlussprüfung anzuwenden ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Erläutert die historische Entstehung des Berufsstandes des Wirtschaftsprüfers und das Ziel der Arbeit, die Bedeutung des Unabhängigkeitsgrundsatzes zu verdeutlichen.

2. Grundlagen: Definiert die zentralen Begriffe, Berufsgrundsätze und die rechtliche Einbettung der Unabhängigkeit sowie deren Zweck im Normensystem.

3. Gefährdung der Unabhängigkeit: Identifiziert spezifische Risikofaktoren wie Eigeninteresse, Selbstprüfung, Interessenvertretung und persönliche Vertrautheit, die eine Befangenheit des Prüfers begründen können.

4. Schutzmaßnahmen: Beschreibt Verfahren und Maßnahmen, die eine Gefährdung der Unabhängigkeit abschwächen sollen, um eine unvoreingenommene Prüfung zu gewährleisten.

5. Prüfung und Dokumentation der Unabhängigkeit: Behandelt die Anforderungen an Qualitätssicherungssysteme sowie die Pflicht zur lückenlosen Dokumentation der Unabhängigkeit und ergriffener Schutzmaßnahmen.

6. Fazit: Fasst zusammen, dass das Normensystem ein effektives Mittel zur Vertrauensstärkung darstellt und die Wahrung der Unabhängigkeit für den Abschlussprüfer essenziell bleibt.

Schlüsselwörter

Wirtschaftsprüfer, Unabhängigkeit, Abschlussprüfung, Berufspflichten, Befangenheit, Eigeninteresse, Selbstprüfung, Interessenvertretung, persönliche Vertrautheit, Schutzmaßnahmen, Qualitätssicherung, Wirtschaftsprüferordnung, HGB, Dokumentation, Normensystem.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Berufsgrundsätze des Abschlussprüfers mit einem klaren Fokus auf den Grundsatz der Unabhängigkeit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Themen umfassen rechtliche Grundlagen, Gefährdungsursachen für die Unabhängigkeit, Schutzmaßnahmen sowie Anforderungen an die Qualitätssicherung und Dokumentation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, dem Leser die Notwendigkeit, Bedeutung und den Umfang des Unabhängigkeitsgrundsatzes für die Glaubwürdigkeit der Abschlussprüfung zu vermitteln.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer fundierten Auswertung von Gesetzen, Verordnungen, berufsständischen Satzungen und relevanter Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert, welche Faktoren zu einer Besorgnis der Befangenheit führen können, wie diese durch Gesetze (insb. HGB und WPO) geregelt sind und welche Maßnahmen zur Qualitätssicherung ergriffen werden müssen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Unabhängigkeit, Befangenheit, Abschlussprüfer, WPO, HGB, Qualitätssicherung und Berufspflichten.

Wie wirkt sich die „Escape-Klausel“ auf die Unabhängigkeit aus?

Die Escape-Klausel gemäß § 319b Abs. 1 HGB erlaubt Ausnahmen für Netzwerkmitglieder, sofern nachgewiesen wird, dass die ausgeübte Tätigkeit keinen Einfluss auf das Prüfungsergebnis nimmt.

Was beinhaltet die „Cooling-off-Periode“?

Sie untersagt dem vormaligen AP oder verantwortlichen Prüfungspartner für eine Dauer von zwei Jahren die Ausübung wichtiger Führungstätigkeiten bei einem Mandanten, zu dem er gewechselt ist.

Warum ist die Dokumentation der Unabhängigkeit so wichtig?

Die Dokumentation muss so ausführlich sein, dass es einem sachverständigen Dritten möglich ist, die Einhaltung der Unabhängigkeitsregelungen lückenlos nachzuvollziehen.

Ende der Leseprobe aus 36 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Berufsgrundsätze des Abschlussprüfers und deren Ausnahmen: Unabhängigkeit
Hochschule
Fachhochschule Bielefeld  (Unternehmensprüfung / betriebliche Steuerlehre)
Veranstaltung
Praxisseminar Unternehmensprüfung
Note
1,3
Autor
Adis Causevic (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
36
Katalognummer
V273617
ISBN (eBook)
9783656659228
ISBN (Buch)
9783656659211
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Berufsgrundsatze Berufsgrundsätze des Abschlussprüfers Berufsgrundsätze des Wirtschaftsprüfers Berufsgrundsätze des Abschlussprüfers und deren Ausnahmen: Unabhängigkeit Unabhängigkeit Unabhängigkeit des Abschlussprüfers Unabhängigkeit des Wirtschaftsprüfers Eigenverantwortlichkeit Gewissenhaftigkeit Berufswürdiges Verhalten Verschwiegenheit Grundsatz Abschlussprüfung Grundsatz Wirtschaftprüfung Wirtschaftsprüfung Adis Causevic
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Adis Causevic (Autor:in), 2013, Berufsgrundsätze des Abschlussprüfers und deren Ausnahmen: Unabhängigkeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273617
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Leseprobe aus  36  Seiten
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