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Insolvenzrecht unter dem Gesichtspunkt einer nachhaltigen Unternehmensführung

Title: Insolvenzrecht unter dem Gesichtspunkt einer nachhaltigen Unternehmensführung

Term Paper (Advanced seminar) , 2014 , 26 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Jean Maurice Port (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Insolvenzen sind ein natürlicher und nützlicher Bestandteil des wirtschaftlichen Zusammenlebens. Sie verhindern, dass zahlungsunfähige Unternehmen Schäden bei gesunden Wirtschaftsteilnehmern anrichten und sich Liquiditätsprobleme einzelner Unternehmen wie ein Virus auf ganze Zweige ausbreiten. Obwohl die Insolvenz also durchaus eine marktbereinigende Funktion erfüllt, führte sie in der Vergangenheit auch regelmäßig dazu, dass an für sich lebensfähige Unternehmen im Regelinsolvenzverfahren zerschlagen wurden, deren Fortbestehen der allgemeinen Wohlfahrt im Zweifelsfall zuträglicher gewesen wäre. Hat das alte Konkursrecht noch zwecks mangelnder Alternativen zur Gläubigerbe-friedigung in erster Linie auf die Liquidation von zahlungsunfähigen Unternehmen abgezielt, steht heute zunehmend die Frage nach der Sanierungsfähigkeit zur Debatte, während die endgültige Zerschlagung des Betriebs sowohl für Gläubiger als auch Eigentümer und Angestellte als die am wenigsten nachhaltige Lösung betrachtet und entsprechend versucht wird, diese zu vermeiden. Durch das 2012 in Kraft getretene Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG) haben sich die Chancen auf ein Fortbestehen am Markt für sanierungswillige Schuldner durch eine Vielzahl zusätzlicher Handlungsmöglichkeiten verbessert, wobei Unternehmen mit festgestellter operativer Sanierungsfähigkeit in der Regel nach wie vor mit außergerichtlichen Sanierungen in Eigenverwaltung die besten Erfolgsaussichten haben. Fest steht jedenfalls, dass eine Trendwende zu verzeichnen ist und gerade in Krisenzeiten der Erhalt von Unternehmen und den damit verbundenen Arbeitsplätzen oberste Priorität genießt. In Zweifelsfall nachhaltiger als zahlungsunfähige Unternehmungen zu sanieren ist natürlich, durch juristische und präventiv wirkende betriebswirtschaftliche Maßnahmen wie etwa der Integration von kennzahlenbasierten Frühwarnsystemen im Vorhinein zu vermeiden, dass eine Krise sich zu einer Bedrohung für die Zukunft des Betriebes entwickelt. Ebenso können mithilfe diverser Techniken wie etwa der Szenarioplanung mögliche Schwachstellen eines Unternehmens frühzeitig identifiziert werden. Ist eine Insolvenz jedoch unausweichlich, offenbaren sich im Zuge einer Ursachenanalyse oftmals Liquiditäts- und Rentabilitätspotenziale, deren Ausschöpfung zu einer positiven Fortsetzungsprognose für das betroffene Unternehmen führen und es letzten Endes damit vor der (im gegenteiligen Fall aus marktwirtschaftlicher Sicht bet

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung & Vorgehensweise

2. Grundlagen Insolvenzrecht

2.2 Die Entwicklung der Insolvenzfälle in Deutschland

2.3 Zentrale Gründe für Insolvenzeröffnung

2.3.1 Aktuelle Zahlungsunfähigkeit

2.3.2 Drohende Zahlungsunfähigkeit

2.3.3 Überschuldung

2.4 Gläubigerarten

2.4.1 Insolvenzgläubiger

2.4.2 Nachrangige Gläubiger

2.4.3 Massegläubiger

2.4.4 Aussonderungs- und absonderungsberechtigte Gläubiger

2.5 Alternative Verfahrensarten: Insolvenzplanverfahren und Eigenverwaltung

3. Endogene und exogene Krisenursachen

3.1 Präventionsmaßnahmen zum frühzeitigen Erkennen von Krisen

3.2 Die Krise als Managementfehler

3.3 Die Krise als Folge multikausaler Einflussfaktoren

4. Instrumente zur Unternehmenssanierung

4.1 Autonome Finanzierungsmöglichkeiten

4.2 Arbeitsrechtliche Maßnahmen

4.3 Heteronome Finanzierungsmöglichkeiten

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das deutsche Insolvenzrecht unter dem Gesichtspunkt einer nachhaltigen Unternehmensführung, um Wege aufzuzeigen, wie die Zerschlagung lebensfähiger Unternehmen durch präventive Maßnahmen und moderne Sanierungsinstrumente vermieden werden kann.

  • Grundlagen und rechtliche Rahmenbedingungen des Insolvenzrechts
  • Analyse endogener und exogener Krisenursachen
  • Präventionsstrategien und Früherkennung von Unternehmenskrisen
  • Methoden der außergerichtlichen Sanierung und Unternehmensführung
  • Finanzierungsmöglichkeiten zur Überbrückung von Krisensituationen

Auszug aus dem Buch

2.4.4 Aussonderungs- und absonderungsberechtigte Gläubiger

Nach §47 InsO zur Aussonderung berechtigte Gläubiger können beanspruchen, dass ein Vermögensgegenstand aus der Insolvenzmasse des Schuldnervermögens entfernt und an sie übergeben wird und gelten nicht als Insolvenzgläubiger. Absonderungsberechtigte Gläubiger hingegen können nicht verlangen, einen Vermögensgegenstand aus der Masse auszusondern. Sie können jedoch die separate Verwertung von Vermögensgegenständen wie z.B. eines Grundstücks (sofern der absonderungsberechtigte ein Grundpfandrecht daran besitzt) verlangen, während der hieraus entstehende Erlös vorrangig zu ihrer Befriedigung eingesetzt wird (Bork, S. 41).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung & Vorgehensweise: Die Einleitung beleuchtet die Rolle der Insolvenz als marktbereinigendes Instrument und die Bedeutung einer nachhaltigen Sanierung zur Erhaltung von Unternehmen und Arbeitsplätzen.

2. Grundlagen Insolvenzrecht: Dieses Kapitel definiert den Insolvenzbegriff, erläutert die Eröffnungsgründe wie Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung sowie die verschiedenen Gläubigergruppen und Verfahrensalternativen.

3. Endogene und exogene Krisenursachen: Der Abschnitt analysiert die Ursachen von Unternehmenskrisen, differenziert zwischen internen und externen Faktoren und diskutiert Methoden zur frühzeitigen Krisenprävention.

4. Instrumente zur Unternehmenssanierung: Hier werden autonome sowie heteronome Finanzierungsmöglichkeiten und arbeitsrechtliche Maßnahmen vorgestellt, um die Sanierung eines Unternehmens ohne gerichtliche Zerschlagung zu ermöglichen.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung von Frühwarnsystemen und schnellem Handeln zusammen und plädiert für einen Wandel in der öffentlichen Wahrnehmung hin zu einer Aufbruchsstimmung für erfolgreiche Restrukturierungen.

Schlüsselwörter

Insolvenzrecht, Unternehmensführung, Nachhaltigkeit, Sanierung, Insolvenzplanverfahren, Eigenverwaltung, Zahlungsunfähigkeit, Überschuldung, Krisenmanagement, Frühwarnsysteme, Liquidität, Restrukturierung, Gläubiger, ESUG, Finanzierungsinstrumente

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem deutschen Insolvenzrecht und der Frage, wie Unternehmen in Krisenzeiten durch nachhaltige Managementansätze und rechtliche Instrumente saniert werden können, anstatt liquidiert zu werden.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind Insolvenzgrundlagen, die Identifikation von Krisenursachen, Methoden zur Krisenprävention und verschiedene Instrumente zur Unternehmenssanierung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine bewusste Strategie der Sanierung Arbeitsplätze erhalten und die Liquidation von an sich überlebensfähigen Unternehmen verhindert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse auf Basis der aktuellen Fachliteratur und des geltenden deutschen Insolvenzrechts unter Einbeziehung ökonomischer Sanierungsansätze.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden rechtliche Grundlagen, Krisenursachen (endogen/exogen), Frühwarnsysteme und konkrete Finanzierungs- bzw. Sanierungsinstrumente wie der Debt-Equity-Swap oder arbeitsrechtliche Maßnahmen untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Insolvenzrecht, Sanierung, Krisenmanagement, Nachhaltigkeit und ESUG geprägt.

Welche Vorteile bietet das Insolvenzplanverfahren gegenüber der Liquidation?

Das Insolvenzplanverfahren ermöglicht einvernehmliche Regelungen zwischen Gläubigern und Schuldnern, wodurch eine höhere Erfolgsquote für den Erhalt des Unternehmens und der Arbeitsplätze erzielt wird.

Warum ist die Eigenverwaltung laut Autor eine kritische, aber wertvolle Option?

Sie erlaubt es, das Fachwissen des Managements zu bewahren und die Vertrauensbeziehung zu Kunden aufrechtzuerhalten, birgt jedoch das Risiko mangelnder gerichtlicher Kontrolle.

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Details

Title
Insolvenzrecht unter dem Gesichtspunkt einer nachhaltigen Unternehmensführung
College
University of Applied Sciences Trier; Environment - Campus
Course
Nachhaltige Unternehmensführung
Grade
1,7
Author
Jean Maurice Port (Author)
Publication Year
2014
Pages
26
Catalog Number
V273693
ISBN (eBook)
9783656660187
ISBN (Book)
9783656660170
Language
German
Tags
Insolvenzrecht Entwicklung der Insolvenzfälle Insolvenzeröffnung Zahlungsunfähigkeit Überschuldung Drohende Zahlungsunfähigkeit Gläubigerarten Insolvenzplanverfahren Eigenverwaltung Krisenursachen Unternehmenssanierung Autonome Finanzierungsmöglichkeiten heteronome Finanzierungsmöglichkeiten Schutzschirmverfahren ESUG Private Equity Balanced Scorecards Szenarioplanung
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Jean Maurice Port (Author), 2014, Insolvenzrecht unter dem Gesichtspunkt einer nachhaltigen Unternehmensführung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273693
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