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Das Erdbeben von Lissabon 1755 im Spiegel seiner Zeit

Título: Das Erdbeben von Lissabon 1755 im Spiegel seiner Zeit

Trabajo Escrito , 2012 , 17 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Tobias Molsberger (Autor)

Historia de Europa - Edad Media, Edad Moderna
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Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Erdbeben in Lissabon im Jahre 1755 und den Reaktionen auf diese Naturkatastrophe, die das frühzeitliche Europa im 18. Jahrhundert erschütterte. Ziel dieser Arbeit wird es sein, mit Hilfe von zeitgenössischen Quellen ein Gesamtbild der zeitgenössischen Reaktionen auf das Erdbeben und seinen Folgen zu erstellen.
Begonnen wird dabei mit einer kurzen Aufzählung von ausgewählten Naturkatastrophen und ihren Folgen, welche die Welt in der Zeitspanne der frühen Neuzeit in Europa heimsuchten. Das Hauptaugenmerk liegt dabei allerdings auf Europa, wo die ausgewählten kurz vorgestellten Naturkatastrophen durch entsprechende Quellen am besten historisch gesichert sind. Thematisch lässt sich diese Arbeit dabei der Umweltgeschichte zuordnen.
Als Schwerpunkt der Arbeit wird im Hauptteil das Erdbeben von Lissabon 1755 unter die Lupe genommen, begonnen bei möglichen Ursachen des Erdbebens, über eine Rekonstruktion des Verlaufs des Bebens, bis hin zu einer Skizzierung der unmittelbaren Folgen, Konsequenzen und Auswirkungen des Bebens.
Im nächsten Schritt wird die Naturkatastrophe nun in den historischen Kontext der Aufklärung gesetzt und Reaktionen von damaligen Denkern der Wissenschaft beschrieben.
Dazu werden in einer Quellenanalyse kurze Auszüge von Schriften analysiert und ein Gesamtbild der Reaktionen einiger, ausgewählter Intellektueller, die sich zum Erdbeben äußerten, gezeichnet, was in einer prägnanten Zusammenfassung am Ende der Arbeit geschehen soll.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Auswahl von Naturkatastrophen in der Frühen Neuzeit

3. Das Erdbeben von Lissabon 1755

3.1 Mögliche Ursachen

3.2 Verlauf

3.3 Auswirkungen

3.4 Einordnung in historischen Kontext und Quellenanalyse

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Erdbeben von Lissabon im Jahr 1755 und die vielfältigen zeitgenössischen Reaktionen auf diese Katastrophe, um ein umfassendes Bild der Wahrnehmung und Bewältigung im Kontext der Frühen Neuzeit zu zeichnen.

  • Umweltgeschichtliche Einordnung von Naturkatastrophen in der Frühen Neuzeit
  • Detaillierte Rekonstruktion von Ursachen, Verlauf und Folgen des Bebens
  • Analyse des Krisenmanagements durch Sebastián José de Carvalho e Melo
  • Untersuchung der Auswirkungen auf das aufklärerische Denken und die Theodizee-Debatte
  • Quellenkritische Einordnung der Reaktionen bedeutender Intellektueller wie Voltaire, Goethe, Rousseau und Kant

Auszug aus dem Buch

3.2 Verlauf des Erbebens

Wie bereits genannt begann das Erdbeben an diesem 01. November 1755, also dem Allerheiligentag gegen 9.30 Uhr Ortszeit und überraschte die Bewohner Lissabons. Der Erdstoß, der heute mit der Stärke 8,5, beziehungsweise 8,7 bis 9,0 auf der Richterskala beziffert wird, dauerte heutigen Schätzungen zufolge sieben bis zehn Minuten. Es folgten noch zwei weitere Erdstöße auf das Hauptbeben. Auf die drei Erdstöße folgten vierzig Minuten später hohe Flutwellen, Tsunamis von zehn bis dreißig Meter Höhe. Im Tejo-Trichter, in den sich viele Bewohner geflüchtet hatten, erreichten die Flutwellen Höhen von bis zu fünfzehn Metern. Diese Tsunamis zerstörten darüber hinaus zahlreiche Küstengebiete und drückten gleichzeitig das Wasser in die Tejomündung, was für die Zerstörung und Überflutung weiterer, tieferliegender Vororte Lissabons bedeutete.

Viele der katholischen Bewohner befanden sich zur Zeit des Erdbebens wegen des Feiertags in den städtischen Kirchen und feierten Gottesdienste. Aus diesem Grunde wurden hunderte, gar tausende Einwohner von den Trümmern von über dreißig in sich zusammenstürzenden Kirchen der Stadt begraben. Auf die großen Zerstörungen durch das Beben und die Flutwellen folgten dann noch Feuerbrünste, die in der Stadt wüteten. Diese wurden durch Küchenöfen und Kerzenfeuer entfacht und wüteten in der Stadt noch mehrere Tage, da sie erst spät unter Kontrolle und schließlich gelöscht werden konnten. Das Feuer wurde damals von einem auffrischenden Wind immer wieder angefacht, und in den schmalen Gassen der Stadt hatten viele Bewohner keine Chance dem Feuer zu entfliehen. Die hölzerne Bauweise vieler Häuser begünstigte das Ausbreiten des Feuers merklich.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung motiviert das Thema durch die historische Bedeutung des Erdbebens und erläutert die methodische Herangehensweise anhand von Quellenanalysen.

2. Auswahl von Naturkatastrophen in der Frühen Neuzeit: Das Kapitel bietet einen Überblick über verschiedene Katastrophenereignisse zwischen 1556 und 1815, um den historischen Kontext zu verdeutlichen.

3. Das Erdbeben von Lissabon 1755: Dieser Hauptteil analysiert die physikalischen Ursachen, den katastrophalen Verlauf und die weitreichenden gesellschaftlichen sowie intellektuellen Folgen.

3.1 Mögliche Ursachen: Untersuchung der geologischen Hintergründe und der plötzlichen Wahrnehmung der Katastrophe durch die damaligen Einwohner.

3.2 Verlauf: Detaillierte Schilderung der Erdbebenereignisse, der nachfolgenden Tsunamis und der verheerenden Feuerbrünste in der Stadt.

3.3 Auswirkungen: Darstellung der Zerstörungen und des administrativen Krisenmanagements unter Sebastián José de Carvalho e Melo.

3.4 Einordnung in historischen Kontext und Quellenanalyse: Analyse, wie das Beben das aufklärerische Denken und die zeitgenössische Theodizee-Debatte maßgeblich beeinflusste.

4. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der unterschiedlichen philosophischen und religiösen Erklärungsversuche der Katastrophe durch europäische Denker.

Schlüsselwörter

Erdbeben von Lissabon, 1755, Frühe Neuzeit, Naturkatastrophe, Aufklärung, Theodizee, Voltaire, Immanuel Kant, Krisenmanagement, Sebastián José de Carvalho e Melo, Seismologie, Katastrophenmanagement, Umweltgeschichte, Philosophie, Katastrophenverarbeitung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit behandelt das verheerende Erdbeben von Lissabon im Jahr 1755 und die daraus resultierenden vielfältigen Reaktionen innerhalb der europäischen Gesellschaft der Frühen Neuzeit.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Untersuchung?

Neben der historischen Rekonstruktion des Ereignisses liegt ein Schwerpunkt auf der umweltgeschichtlichen Einordnung, dem Krisenmanagement der damaligen Zeit sowie der ideengeschichtlichen Debatte über göttliches Handeln und menschliches Leid.

Was ist die zentrale Forschungsfrage der Hausarbeit?

Die Arbeit verfolgt das Ziel, mithilfe zeitgenössischer Quellen ein Gesamtbild der Reaktionen auf das Erdbeben und dessen unmittelbare sowie langfristige Folgen zu erstellen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Der Autor nutzt eine quellenbasierte Analyse, indem er Schriften und Berichte von Intellektuellen der damaligen Zeit auswertet, um deren Einordnung der Katastrophe in den Kontext der Aufklärung darzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die Ursachen, den Ablauf, die unmittelbaren physischen Auswirkungen und das politische Handeln in Lissabon sowie die philosophische Auseinandersetzung bedeutender Denker mit der Katastrophe.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Publikation am besten?

Zentrale Begriffe sind Erdbeben von Lissabon, Aufklärung, Theodizee-Debatte, Katastrophenmanagement und Umweltgeschichte der Frühen Neuzeit.

Wie bewertet der Autor das Krisenmanagement von Sebastián José de Carvalho e Melo?

Die Arbeit hinterfragt kritisch, ob das unbürokratische Handeln des Staatsministers tatsächlich als Geburtsstunde des modernen Katastrophenmanagements zu bezeichnen ist oder ob dies ein späterer Mythos ist.

Wie veränderte das Beben die philosophische Debatte über die "beste aller Welten"?

Das Erdbeben erschütterte den aufklärerischen Optimismus und die Leibnizsche Theodizee nachhaltig, da viele Denker wie Voltaire das Konzept eines gütigen, schützenden Gottes angesichts des massiven Leids infrage stellten.

Final del extracto de 17 páginas  - subir

Detalles

Título
Das Erdbeben von Lissabon 1755 im Spiegel seiner Zeit
Universidad
Justus-Liebig-University Giessen  (Professur für die Geschichte der Frühen Neuzeit)
Curso
Brände, Erdbeben und Flutwellen: Der Umgang mit Umweltkatastrophen in der Frühen Neuzeit
Calificación
1,0
Autor
Tobias Molsberger (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
17
No. de catálogo
V273711
ISBN (Ebook)
9783656660293
ISBN (Libro)
9783656660286
Idioma
Alemán
Etiqueta
Erdbeben Lissabon 1755 Theodizee Kant Goethe Naturkatastrophe Aufklärung Frühe Neuzeit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Tobias Molsberger (Autor), 2012, Das Erdbeben von Lissabon 1755 im Spiegel seiner Zeit, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273711
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