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Neue Managementkonzepte - neue Chancen oder Barrieren für Frauen?

Title: Neue Managementkonzepte - neue Chancen oder Barrieren für Frauen?

Diploma Thesis , 1998 , 78 Pages , Grade: gut

Autor:in: Cezary Trzcinski (Author)

Sociology - Work, Education, Organisation
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Die Wirtschaft der westlichen Industrieländer befindet sich ohne Zweifel an einem Wendepunkt. Um wettbewerbsfähig zu bleiben und die Führungsposition zu verteidigen, werden seit einigen Jahren neuartige Management- und Produktionskonzepte getestet und eingeführt, die in vielen Fällen auf die japanische Erfahrungen zurückgreifen.

Die neuen Technologien und damit verbundene neue Produktionsmethoden werden von sozialstrukturellen Veränderungen begleitet. Die bisher benachteiligten Gesellschaftsgruppen - vor allem Frauen - kämpfen selbstbewußt und mit zunehmendem Erfolg um soziale und berufliche Gleichstellung. Die Abkehr von den alten fordistisch-tayloristischen Verwaltungs- und Produktionsmodellen muss aus dieser Hinsicht als eine neue Herausforderung gesehen werden.

Es ist meiner Ansicht nach als Ausgangspunkt der Überlegungen notwendig, sich zuerst mit dem gesamtgesellschaftlichen Kontext der Frauenbenachteiligung zu beschäftigen - speziell aber arbeitsmarktbezogen. Die neuen Managementkonzepte entstehen nicht im Vakuum, sie sind eben in dem existierenden sozialen Umfeld verankert und durch dieses determiniert.

Alle neuen Managementkonzepte zu berücksichtigen ist im Rahmen dieser Arbeit nicht möglich. Aus diesem Grund habe ich mich auf die Konzepte, die meiner Meinung nach (1) repräsentativ und (2) relativ etabliert sind konzentriert, um mit deren Hilfe Eckpunkte und Entwicklungen aufzuzeigen, die charakteristisch für den gegenwärtigen Diskussionstand sind; einen besonderen Augenmerk habe ich dabei auf die Entwicklungen in Deutschland gerichtet. Anschließend halte ich für sinnvoll auch einige alternativen Konzepte darzustellen, die auf computergestützter Kommunikation aufbauen und höchstwahrscheinlich wegweisend für die Zukunft sind.

Am Rande dieser Arbeit möchte ich erwähnen, dass sich schwerpunktmäßig Unterschiede zwischen zwei folgenden Betrachtungsebenen ergeben: einer technikorientierten (Einsatz neuer Technologien, computergestützte Produktions- und Distributionsverfahren usw.) sowie einer, die auf Entwicklungen im Bereich von Managementtheorien zurückgreift. In meiner Arbeit dient die zweite Betrachtungsebene als Orientierungspunkt, und zwar wegen der stärker ausgeprägten sozialpolitischen Komponenten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschlechterverhältnis auf dem Arbeitsmarkt

2.1 Geschlechtsspezifische Arbeitsmarktsegregation

2.1.1 Rahmenbedingungen

2.1.2 Erklärungsansätze

2.2 Geschlechtsspezifische Lohndifferenzen

2.2.1 Rahmenbedingungen

2.2.2 Erklärungsansätze

3. Management

3.1 Begriffliche Klärung

3.2 Organisationstheoretische Perspektive

3.2.1 Allgemeine Grundsätze

3.2.2 Wissenschaftliches Management

3.2.3 Organisation und Sexualität

4. Managementkonzepte - ein Rückblick

4.1 Traditionelle Handwerksproduktion

4.2 Fordismus/Taylorismus und moderne Massenproduktion

4.3 Toyotismus

5. Neue Managementkonzepte

5.1 Lean Management

5.2 Business Reengineering

5.3 Human Resource Management

5.4 Partizipative Managementansätze

5.4.1 Allgemeine Grundsätze

5.4.2 Vom Qualitätszirkel zur Gruppenarbeit

6. Alternative Arbeits- und Managementkonzepte

6.1 Frauennetzwerke

6.2 Telearbeit

7. Praktische Auswirkungen neuer Managementkonzepte am Beispiel des Dienstleistungssektors

7.1 Einzelhandel

7.2 Kreditgewerbe

8. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern neue Management- und Produktionskonzepte im Zuge der wirtschaftlichen Transformation neue Chancen oder zusätzliche Barrieren für Frauen auf dem Arbeitsmarkt schaffen. Im Fokus steht dabei die Analyse der geschlechtsspezifischen Arbeitsmarktsegregation unter dem Einfluss veränderter Unternehmenskulturen.

  • Analyse der geschlechtsspezifischen Segregation und Lohndifferenzierung
  • Organisationstheoretische Einordnung klassischer und moderner Managementansätze
  • Untersuchung von Lean Management, Business Reengineering und Human Resource Management
  • Evaluation partizipativer Ansätze und deren Auswirkungen auf Frauen
  • Betrachtung alternativer Konzepte wie Frauennetzwerke und Telearbeit

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Wissenschaftliches Management

Organisationsprinzipien haben die Aufgabe, die in der Praxis vorhandene Komplexität der Gestaltungsprobleme zu reduzieren; sie alleine reichen aber nicht aus, um die gewünschte Effizienz zu erreichen - dazu ist eine Methode notwendig (Kieser 1993). Frederick W. Taylor war derjenige, der als Erste im späten neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhundert das in den Naturwissenschaften erprobte wissenschaftliche Experiment in der Managementlehre angewandt hat (vgl. March/Simon 1976). Mit Hilfe des Experiments als Methode hat Taylor versucht, die einzelnen Tätigkeiten des Arbeiters wissenschaftlich zu analysieren, um das Input-Output-Verhältnis möglichst effizient zu gestalten (vgl. Scott 1986). Was dabei rauskam, war ein System strategischer Gestaltungsziele mit folgenden „Geboten“ (Kieser 1993):

• Trennung von Hand- und Kopfarbeit (der Arbeiter darf nicht seine Arbeitsabläufe planen, weil die Menschen von Natur aus faul seien und jede Möglichkeit der Drückebergerei nutzen);

• Pensum und Bonus (Motivationsprämien für vorgesehene Leistung);

• Auslese und Anpassung der Arbeiter (Selektionsmechanismus - die Arbeiter sollen nur die Tätigkeiten ausführen, zu denen sie am besten geeignet sind);

• Die Versöhnung zwischen Arbeitern und Management durch Herrschaft von Experten (Aufhebung der Konflikte zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern durch „rationale Wirtschaft“, Gewerkschaften überflüssig).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wendepunkt der westlichen Wirtschaft und den Bedarf an neuen Produktionskonzepten, wobei der Fokus auf die Auswirkungen für Frauen gelegt wird.

2. Geschlechterverhältnis auf dem Arbeitsmarkt: Dieses Kapitel analysiert die theoretischen Hintergründe der geschlechtsspezifischen Segregation und die Ursachen für Lohnunterschiede auf dem Arbeitsmarkt.

3. Management: Es erfolgt eine begriffliche Klärung des Managements sowie eine organisationstheoretische Einordnung, inklusive einer kritischen Sicht auf die Rolle der Sexualität in Organisationen.

4. Managementkonzepte - ein Rückblick: Ein Rückblick auf die Entwicklung von der Handwerksproduktion über den Fordismus/Taylorismus bis hin zum Toyotismus bildet das historische Fundament der Untersuchung.

5. Neue Managementkonzepte: Dieses zentrale Kapitel behandelt moderne Ansätze wie Lean Management, Business Reengineering, HRM und partizipative Managementmodelle.

6. Alternative Arbeits- und Managementkonzepte: Hier werden Frauennetzwerke und Telearbeit als moderne Alternativen und deren Rolle für die Position von Frauen diskutiert.

7. Praktische Auswirkungen neuer Managementkonzepte am Beispiel des Dienstleistungssektors: Die Arbeit prüft die Anwendung der Konzepte am Beispiel des Einzelhandels und des Kreditgewerbes und bewertet deren Folgen für weibliche Beschäftigte.

8. Zusammenfassung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Chancen und Barrieren, die sich durch den Wandel für Frauen ergeben.

Schlüsselwörter

Managementkonzepte, Produktionskonzepte, Frauen, Arbeitsmarktsegregation, Geschlechterverhältnis, Lohndifferenz, Lean Management, Business Reengineering, Human Resource Management, Partizipation, Gruppenarbeit, Telearbeit, Dienstleistungssektor, Arbeitsbedingungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit untersucht die Auswirkungen neuer Management- und Produktionskonzepte auf die berufliche Situation von Frauen und analysiert, ob diese Ansätze zu einer Gleichstellung beitragen oder bestehende Barrieren verschärfen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit verknüpft organisationssoziologische Theorien mit arbeitsmarktpolitischen Fragen, insbesondere in Bezug auf geschlechtsspezifische Arbeitsteilung, Hierarchien und moderne Rationalisierungsstrategien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen modernen, oft als geschlechtsneutral dargestellten Managementkonzepten und der faktischen Benachteiligung von Frauen aufzuzeigen und kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse basiert und sozialwissenschaftliche sowie organisationstheoretische Ansätze in einen praktischen Kontext setzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Aufarbeitung der Managementlehre (Taylorismus, Fordismus, Toyotismus), die Analyse neuer Konzepte (Lean Management, BPR, HRM) und deren praktische Überprüfung im Dienstleistungssektor.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Management, Arbeitsteilung, Arbeitsmarktsegregation, Lean Management, Geschlechterverhältnis, Empowerment, Telearbeit und Organisationsstruktur.

Warum wird speziell der Dienstleistungssektor betrachtet?

Der Sektor wurde gewählt, weil er im Gegensatz zur traditionellen Industrie einen hohen Frauenanteil aufweist und somit die Auswirkungen neuer Konzepte auf die weibliche Erwerbstätigkeit besonders deutlich sichtbar macht.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor in Bezug auf Telearbeit?

Der Autor warnt davor, Telearbeit als universelle Lösung für Frauen anzusehen, da die Gefahr einer Abwertung dieser Arbeitsplätze und einer Doppelbelastung besteht, wenn diese nicht sozialpolitisch abgesichert sind.

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Details

Title
Neue Managementkonzepte - neue Chancen oder Barrieren für Frauen?
College
Ruhr-University of Bochum  (Fakultät für Sozialwissenschaft)
Grade
gut
Author
Cezary Trzcinski (Author)
Publication Year
1998
Pages
78
Catalog Number
V27373
ISBN (eBook)
9783638294362
ISBN (Book)
9783638729918
Language
German
Tags
Neue Managementkonzepte Chancen Barrieren Frauen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Cezary Trzcinski (Author), 1998, Neue Managementkonzepte - neue Chancen oder Barrieren für Frauen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27373
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