Die das/dass-Schreibung im Fremdsprachenunterricht.


Forschungsarbeit, 2014

11 Seiten


Leseprobe

Inhalt

Zur das/dass-Schreibung.

Analyse von schriftlichen Arbeiten

Ziel der Untersuchung

Korpusbeschreibung

Zur Analyse der ersten Aufgabe

Zur Analyse der zweiten Aufgabe

Zur Analyse der dritten Aufgabe

Didaktische Schlussfolgerungen

Literatur

Zur das/dass-Schreibung

Im Folgenden wird auf die das/ dass-Schreibung eingegangen. Laut Schneider, Michael[1] hat Georg Philipp Harsdörffer mit seinem Werk „Poetischer Trichter“ im Jahre 1647 zur Unterscheidungsschreibung zwischen das/dass plädiert. Die Schreibreform von 1996 hat Regelung für die das/ dass-Schreibung erwähnt. In diesem Zusammenhang verweisen Altmann und Ziegenhain[2] (2010, 154) darauf, dass die das/dass-Schreibung im Aussprache-Duden mit einem Kurzvokal gekennzeichnet sei.

Bei Küttel, Harmut[3] (2006, 388) finden sich die Überlegungen, dass die das/dass-Schreibung als ein Satzzeichen verstanden werden könnte. Ferner fungiert sie als eine Lesehilfe, um die Struktur und Sinn des Textes zu verstehen. Die Unterscheidung zwischen den beiden Schreibweisen schafft ein Bewusstsein hinsichtlich der Regeln der Orthographie bei den Lernenden.

In diesem Sinne hat Feilke[4] (1998, 2001) eine ausführliche Untersuchung zur Entwicklung der Rechtschreibung bezüglich der das/dass-Schreibung durchgeführt. Dabei stellt sich heraus, dass die Schreibung von „das“ die dominante Schreibweise war. In diesem Zusammenhang hat Menzel, W.[5] (1985, 66) eine Liste zu den häufigsten orthographischen Fehlern, die bei den Schülern vorkommen. Dabei stand an erster Stelle die das/dass-Schreibung.

Im Folgenden wird auf die Ausführungen von Bülow, Frank; Schmidt, Michael[6] (2000, 369) bezüglich der das/dass-Schreibung eingegangen.

„Dementsprechend wird die Konjunktion „dass“ nach der neuen Regel mit „ss“ geschrieben (alte Schreibung daß). Damit bleibt auch die Unterscheidung zum Artikel bzw. Relativpronomen „das“ gewahrt “[7]

Tabelle 1: das/dass –Schreibung nach Lübke, Diethard[8]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Lübke, Diethard (2011, 127): Schulgrammatik Deutsch. Vom Beispiel zur Regel. Berlin. Cornelsen

In diesem Zusammenhang unterteilt Hoffmann, M.[9] (2010, 58) ferner die das/dass-Schreibung in drei Wortarten:

1. das als Artikel
2. das als Pronomen
3. dass als Konjunktion

Um richtig mit der Schreibung von „das“ oder „dass“ schriftlich umzugehen, sollte man die Funktion einzelner Wortart kennen.

„das“ als Artikel dient dazu, ein Substantiv zu begleiten, um sein Geschlecht zu zeigen.

„das“ als Pronomen kann als Relativpronomen oder Demonstrativpronomen vorkommen. Relativpronomen orientiert sich an dem vorausgehenden Substantiv und führt ein Nebensatz ein. Dieser Nebensatz beschreibt das Substantiv. Das Demonstrativpronomen fungiert als Stellvertreter des Substantivs.

Für dass als Konjunktion führt Hoffmann, M.[10] (2010, 60) Folgendes aus:

„Die Konjunktion dass leitet einen Nebensatz ein. Sie kann durch kein anderes Wort ersetzt werden.“

Analyse von schriftlichen Arbeiten

Um die Rechtschreibkompetenz bei den Studierenden am Beispiel von das/dass-Schreibung im Fremdsprachenunterricht zu fördern, wird eine ausführliche Betrachtung von Schreibaufgaben, die von ausgewählten Probanden gemacht werden, durchgeführt.

Ziel der Untersuchung

Die vorliegende Untersuchung hat zum Ziel, Defizite und Kompetenzen der Studenten in Bezug auf die das/dass-Schreibung genauer zu untersuchen. Ziel der Analyse ist es auch, Fördermöglichkeiten für die Rechtsschreibkompetenz bei den Lernenden herauszuarbeiten.

Korpusbeschreibung

Um Defizite und Kompetenzen der Studenten in Bezug auf die das/dass-Schreibung zu untersuchen, werden einige Arbeiten der Germanistikstudenten des dritten Studienjahres im Jahre 2013 einer näheren Analyse unterzogen. Die erste Schreibaufgabe bezieht sich auf Diktate. Dabei wird der Fokus auf die das/dass-Schreibung gelegt. In der zweiten Aufgabe bekommen die Probanden zwei Lückentexte in zwei verschiedenen Zeitpunkten, wo die Wörter „das und dass“ fehlen. Bei der dritten bekommen die Probanden zwei Texte in zwei verschiedenen Zeitpunkten. Dabei sollten sie sich zwischen „dass“ als Konjunktion, „das“ als Artikel oder als Demonstrativpronomen oder als Relativpronomen unterscheiden. Es wurden 6 Probanden ausgewählt, die diese Schreibaufgaben in zwei unterschiedlichen Messzeitpunkten erledigen sollten.

[...]


[1] Schneider, Michael. Materialien zur (neuen) deutschen Orthographie. Geschichte der deutschen Orthographie. Universität Marburg. In: http://decemsys.de/sonstig/gesch-rs.pdf

[2] Altmann, Hans, Ziegenhain, Ute (2010): Prüfungswissen Phonetik, Phonologie und Graphemik. Göttingen. Vandenhoeck und Ruprecht/ UTB

[3] Küttel, Harmut (2006): Entwicklung der grammatischen Rechtschreibkenntnisse. In: Didaktik der deutschen Sprache. Ein Handbuch 1. Teilband. Bredel, U. u.a. (Hrg.) . Ferdinand Schöningh. Paderborn, München, Wien und Zürich. 380-391

[4] Feilke, Helmuth (1998): Wie gut das/dass alles wächst! – Zur Konstruktion sprachlicher Struktur im Schriftsprachenerwerb. Siegener Papiere zur Aneignung sprachlicher Strukturformen. H. 1, 1-34

[5] Menzel, Wolfgang (1985): Rechtschreibunterricht. Praxis und Theorie. Seelze

[6] Bülow, Frank; Schmidt, Michael (2000): Deutsch Grammatik. Köln, Buch und Zeit Verlagsgesellschaft

[7] Ebd.

[8] Lübke, Diethard (2011): Schulgrammatik Deutsch. Vom Beispiel zur Regel. Berlin. Cornelsen

[9] Hoffmann, Monika (2010): Deutsch für Studium. Grammatik und Rechtschreibung. (2. Auflage) Paderborn. Schöningh.

[10] Hoffmann, Monika (2010): Deutsch für Studium. Grammatik und Rechtschreibung. (2. Auflage) Paderborn. Schöningh.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Die das/dass-Schreibung im Fremdsprachenunterricht.
Hochschule
University of Oran
Autor
Jahr
2014
Seiten
11
Katalognummer
V273952
ISBN (eBook)
9783656658412
ISBN (Buch)
9783656658382
Dateigröße
497 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
fremdsprachenunterricht
Arbeit zitieren
Mag. Mohamed Chaabani (Autor), 2014, Die das/dass-Schreibung im Fremdsprachenunterricht., München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273952

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