Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist der Doppelpunkt im Fremdsprachenunterricht. Das Anliegen der Untersuchung ist es, Defizite und Stärken der Studenten bezüglich der Interpunktion am Beispiel vom Doppelpunkt zu ermitteln. Ferner richtet sich das Augenmerk der vorliegenden Arbeit auf eine ausführliche Betrachtung von Schreibaufgaben hinsichtlich des Doppelpunkts, die von ausgewählten Probanden geschrieben sind. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, die vorhandenen Defizite bei den Studierenden im Bereich der Interpunktion zu verringern.
Inhaltsverzeichnis
1. Historischer Überblick über Doppelpunkt
2. Regeln zum Doppelpunkt
3. Analyse von schriftlichen Arbeiten
3.1 Ziel der Untersuchung
3.2 Korpusbeschreibung
3.3 Zur Analyse der ersten Aufgabe
3.4 Zur Analyse der zweiten Aufgabe
4. Didaktische Schlussfolgerungen
5. Literatur
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Anwendung des Doppelpunkts im Fremdsprachenunterricht, um Defizite und Kompetenzen bei Studierenden zu identifizieren und förderliche Ansätze für die Schreibkompetenz abzuleiten.
- Historische Entwicklung der Interpunktion und des Doppelpunkts
- Regelwerk und Funktionen des Doppelpunkts in der deutschen Sprache
- Empirische Analyse von Schreibaufgaben (Diktate) bei Germanistikstudierenden
- Identifikation häufiger Fehlertypen bei der Zeichensetzung
- Didaktische Empfehlungen zur Verbesserung der Interpunktionskompetenz
Auszug aus dem Buch
Historischer Überblick über den Doppelpunkt
Vor dem 9. Jahrhundert benutzte man laut Seelbach, Karl Ulrich¹ nur Punkt und Doppelpunkt. In dieser Zeit fungieren ferner die Zeichen der Interpunktion als Hilfe für den Sprecher, wenn er einen Text vortragen will. Man kann schlussfolgern, dass es im Althochdeutschen Interpunktionszeichen gab, allerdings wurden sie nicht einheitlich eingesetzt und gebraucht. In Anlehnung an Schneider, Michael² entwickelte sich im Hochmittelalter allmählich der Punkt als Interpunktionszeichen, um Sätze und Versenden zu markieren. Im 15 Jahrhundert gab es erste Anweisungen zu einer korrekten Interpunktion. Diese Anweisungen kamen von Niklas von Wyle, Heinrich Stein- Höwel Hans Nythart und Friedrich Riederer. Diese Anweisungen wurden von den Druckern abgelehnt, denn sie waren kompliziert.
Im Mittelhochdeutschen gab es keinen einheitlichen Einsatz von Zeichen der Interpunktion. Ebenfalls fungiert die Zeichensetzung als Hilfe für den Sprecher, um seinen Text zu gliedern. Bemerkenswert markierte man mit dem Punkt zu Beginn des 16. Jahrhunderts fast alle Sätze. Man findet überdies andere Interpunktionszeichen wie Fragezeichen, Semikolon und Doppelpunkt. Laut Schneider, Michael hat sich im 16 Jahrhundert der Punkt als Satzschlusszeichen etabliert. Feststellbar in dieser Zeit ist ferner eine differenzierte Interpunktion. Es geht um Punkt, Komma, Virgel, Doppelvirgel, Doppelpunkt, Fragezeichen, Ausrufezeichen, Semikolon. Im Grunde wurden diese Satzzeichen nach Betonung gesetzt.
Zusammenfassung der Kapitel
Historischer Überblick über Doppelpunkt: Dieses Kapitel zeichnet die Entwicklung der Zeichensetzung von der althochdeutschen Zeit bis ins 18. Jahrhundert nach und beleuchtet den Wandel der Funktion des Doppelpunkts.
Regeln zum Doppelpunkt: Hier werden aktuelle orthographische Regeln und Funktionen des Doppelpunkts, wie die Ankündigungsfunktion bei direkter Rede oder Aufzählungen, basierend auf Fachliteratur erläutert.
Analyse von schriftlichen Arbeiten: Dieser Abschnitt beschreibt die empirische Untersuchung, in der Diktate von Studierenden analysiert werden, um spezifische Fehlerquellen bei der Setzung des Doppelpunkts aufzudecken.
Didaktische Schlussfolgerungen: Basierend auf den Analyseergebnissen werden Empfehlungen für den Unterricht formuliert, um die Schreibkompetenz der Lernenden gezielt zu fördern.
Literatur: Ein Verzeichnis der in der Arbeit verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Werke zur deutschen Orthographie.
Schlüsselwörter
Doppelpunkt, Interpunktion, Fremdsprachenunterricht, Germanistik, Orthographie, Zeichensetzung, Schreibkompetenz, Fehleranalyse, Direkte Rede, Aufzählungen, Sprachdidaktik, Schriftspracherwerb, Normverstöße, Didaktik, Linguistik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung des Doppelpunkts im Kontext des Fremdsprachenunterrichts und analysiert die diesbezüglichen Kenntnisse von Germanistikstudierenden.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Arbeit behandelt die historische Entwicklung von Satzzeichen, die geltenden Regeln für den Gebrauch des Doppelpunkts und deren praktische Anwendung in studentischen Schreibaufgaben.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, Defizite und Kompetenzen bei der Verwendung des Doppelpunkts zu ermitteln und konkrete Ansätze für eine bessere Vermittlung dieser Regeln im Unterricht zu finden.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine korpusbasierte Analyse von Diktaten durchgeführt, bei der orthographische Fehler systematisch erfasst und anhand von linguistischen Kriterien ausgewertet wurden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Vorstellung des Regelwerks, der Beschreibung der gewählten Probanden sowie der detaillierten Auswertung der Fehlerhäufigkeit bei verschiedenen Aufgabenstellungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Interpunktion, Doppelpunkt, Orthographie, Schreibkompetenz, didaktische Schlussfolgerungen und Fehleranalyse.
Welche spezifische Schwierigkeit beim Doppelpunkt wurde am häufigsten festgestellt?
Die Analyse zeigt, dass die Verwendung des Doppelpunkts vor der direkten Rede die höchste Fehleranfälligkeit aufweist.
Wie unterscheidet sich die Fehlerleistung der Probanden in den zwei Messzeitpunkten?
Die Fehlerzahlen variieren zwischen den Probanden; bei einigen stiegen die Fehlerzahlen leicht an, während sie bei anderen Probanden im zweiten Messzeitpunkt sanken, was keine einheitliche Entwicklungstendenz nahelegt.
- Arbeit zitieren
- Mag. Mohamed Chaabani (Autor:in), 2014, Der Doppelpunkt im Fremdsprachenunterricht., München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273953