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Familie als Sozialisationsinstanz

Titre: Familie als Sozialisationsinstanz

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2014 , 15 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Bachelor Jeanette Michalak (Auteur)

Sociologie - Relations et Famille
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Die Familie ist die erste Sozialisationsinstanz, der ein Kind in seinem Leben begegnet.
Durch familiale Interaktionen lernen Kinder basale Verhaltensweisen und bilden kognitive und emotionale Grundstrukturen heraus. Es werden auch Normen und Werte vermittelt, die neben den erlernten basalen Verhaltensweisen als besonders stabil gelten. Die Familie nimmt daher eine prägende Rolle in der Persönlichkeitsbildung eines Kindes ein, wobei zwischen Sozialisation und Erziehung differenziert werden muss.

„Sozialisation bezeichnet den Prozess einer Aneignung und Verarbeitung der inneren und äußeren Realität und die Auseinandersetzung mit Körper und Psyche sowie der sozialen und materiellen Umwelt. Verstanden als lebenslanger individueller Lernprozess, in dem sich das Individuum zur selbstständig lebens- und arbeitsfähigen Persönlichkeit entwickelt, ist Sozialisation die Voraussetzung, um Entwicklungsaufgaben kompetent lösen zu können, die es für die steigenden Anforderungen an Selbststeuerung und Identitätssicherung in einer individualisierten Gesellschaft benötigt.“

Innerhalb der Sozialisation übernimmt die Familie nur einen geringen, eigenständigen Part, da sie sich diesen mit außerfamiliären Sozialisationsfeldern (Kita, Schule, Peers etc.) teilt, weshalb an dieser Stelle nicht genauer darauf eingegangen werden soll.
Die wesentlich wichtigere Rolle übernimmt die Familie bei der Erziehung, die auch ihren primären Part darstellt.

„Erziehung wird im Vergleich hierzu [zur Sozialisation] bestimmt als geplante, zielgerichtete und absichtsvolle Sozialisation, also jener Teil der Sozialisationsprozesse, welcher darauf abzielt, Veränderungen von Kindern und Jugendlichen zu bewirken.“

Bei der Erziehung übernimmt die Familie die Rolle dem Kind basale Verhaltensweisen, Normen und Werte zu vermitteln, die es dem Kind ermöglicht, sich in der jeweiligen Kultur und Gesellschaft zurechtzufinden und sich aktiv auch mit dieser auseinanderzusetzen. Das Kind soll sich seiner persönlichen Identität bewusst werden und seinen Platz/Rolle4 in der Gesellschaft finden.
Ziel der vorliegenden Seminararbeit ist es nun, der Frage nachzugehen, inwieweit sich das Bild bzw. die Wahrnehmung, in Bezug auf die Funktionen, von ,Familie', gewandelt hat und ob sie eine Haupt- oder Nebenrolle in der Sozialisation von Kindern und Jugendlichen einnimmt?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition und Merkmale von ,Familie'

3. Funktionen von ,Familien'

4. Historische Entwicklung bzw. Wandel von Familienformen

5. Ergebnisse

6. Bibliografie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den historischen und strukturellen Wandel des Familienbegriffs sowie dessen Bedeutung als primäre Sozialisationsinstanz für Kinder und Jugendliche in der heutigen Gesellschaft.

  • Wandel des Familienverständnisses von der klassischen Kernfamilie hin zu pluralistischen Lebensformen.
  • Analyse der zentralen Funktionen von Familie in einer modernen Dienstleistungsgesellschaft.
  • Untersuchung der veränderten Eltern-Kind-Beziehungen und Erziehungsstile.
  • Rolle der Familie als Kommunikationssystem und soziales Ökosystem.
  • Perspektiven auf das Kind als gleichberechtigter Partner innerhalb der familialen Struktur.

Auszug aus dem Buch

3. Funktionen von ,Familien'

Nachdem im ersten Schritt eine ausführliche Begriffsklärung und Definition erarbeitet wurde, soll nun dargelegt werden, welche Funktionen Familien in der Gesellschaft und vor allem in Bezug auf die Erziehung übernehmen.

Es lassen sich nach Neidhardt insgesamt 5 Funktionen von Familie unterscheiden:

„1. die Reproduktionsfunktion: Der Fortbestand der Familie in der Generationenfolge, aber auch der Bevölkerung per se wird durch die Geburt von Kindern gesichert.

2. Die Existenzsicherungs- und Produktionsfunktion: Durch Haushaltsproduktion, gemeinsames Wirtschaften und den innerfamiliären Ausgleich von Risiko- und Bedarfslagen wird die materielle Basis für das Überleben der Familienmitglieder geschaffen.

3. Die Regenerationsfunktion: Familiäre Beziehungen und Interaktionen, vor allem im Bereich der Freizeitgestaltung, liefern einen Ausgleich zu den Anstrengungen in Schule und Berufswelt, in denen – anders als in der Familie – weniger auf Bedürfnisse und Kompetenzen des Einzelnen eingegangen wird, sondern stärker universelle Erwartungen und Leistungskriterien gelten.

4. Die Erziehungs- und Sozialisationsfunktion: Der Nachwuchs wird durch die Teilhabe an familiären Beziehungen und Interaktionen sowie durch bewusste Einflussnahme der Eltern mit sozialen Regeln und Normen vertraut gemacht und erwirbt in diesem Kontext zentrale Kompetenzen als Mitglied der Gemeinschaft.

5. Die Platzierungsfunktion: Die Familie bemüht sich, z.B. durch entsprechende Bildungsinvestitionen, um die Sicherung einer angemessenen Stellung der Familie und des Nachwuchses im sozioökonomischen Statussystem.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung der Familie als erste Sozialisationsinstanz ein und grenzt Sozialisation von Erziehung ab.

2. Definition und Merkmale von ,Familie': Dieses Kapitel setzt sich kritisch mit dem traditionellen Familienbild auseinander und definiert Familie unter Berücksichtigung pluralistischer Lebensformen als Kommunikationssystem.

3. Funktionen von ,Familien': Hier werden die fünf zentralen Funktionen nach Neidhardt erläutert, welche die gesellschaftliche und individuelle Bedeutung der Familie untermauern.

4. Historische Entwicklung bzw. Wandel von Familienformen: Dieses Kapitel skizziert den Wandel von autoritären Erziehungsstilen hin zu beziehungsorientierten Mustern im Zuge der Modernisierung.

5. Ergebnisse: Das abschließende Kapitel fasst zusammen, dass Familie ein dynamisches Konstrukt bleibt, das trotz gesellschaftlichem Wandel eine zentrale Rolle für Geborgenheit und Rückhalt spielt.

6. Bibliografie: Auflistung der wissenschaftlichen Quellen und Literatur, die für die Arbeit herangezogen wurden.

Schlüsselwörter

Familie, Sozialisation, Erziehung, Pluralisierung der Lebensformen, Generationsdifferenz, Kommunikationssystem, Eltern-Kind-Beziehung, Reproduktionsfunktion, Existenzsicherung, Regenerationsfunktion, Platzierungsfunktion, Modernisierung, Individualisierung, Familienformen, Identitätsbildung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle der Familie als primärer Ort der Sozialisation und wie sich deren Bedeutung und Struktur im Laufe der letzten Jahrzehnte gewandelt hat.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Familie, den Funktionen des Familiensystems, dem historischen Wandel von Familienformen und der veränderten Dynamik zwischen Eltern und Kindern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, nachzuzeichnen, wie sich das Bild von „Familie“ gewandelt hat und welche Rolle sie heute im Prozess der Erziehung und Sozialisation einnimmt.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Auseinandersetzung mit soziologischen sowie erziehungswissenschaftlichen Fachbegriffen.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Herleitung, die Darstellung der fünf zentralen Familienfunktionen nach Neidhardt und eine Analyse des historischen Wandels hin zur heutigen Individualisierung.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich das Werk charakterisieren?

Zu den prägenden Begriffen gehören insbesondere Familienformen, Sozialisation, der Wandel von der Erziehung zur Beziehung sowie die Pluralisierung der Lebensformen.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen Sozialisation und Erziehung?

Die Arbeit stellt dar, dass Sozialisation als lebenslanger Aneignungsprozess der Umwelt verstanden wird, während Erziehung den bewussten und zielgerichteten Teil der Sozialisationsprozesse darstellt, der von den Eltern gesteuert wird.

Warum wird Familie heute als Kommunikationssystem definiert?

Da traditionelle Definitionen aufgrund von Scheidungen, Patchwork-Konstellationen und alleinerziehenden Elternteilen zu starr sind, ermöglicht das Verständnis als Kommunikationssystem eine flexiblere Betrachtung, die Intimität und Interaktion in den Vordergrund stellt.

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Résumé des informations

Titre
Familie als Sozialisationsinstanz
Université
University of Potsdam
Note
2,0
Auteur
Bachelor Jeanette Michalak (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
15
N° de catalogue
V274033
ISBN (ebook)
9783656664444
ISBN (Livre)
9783656665090
Langue
allemand
mots-clé
Familie Sozialisation Erziehung Eltern
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Bachelor Jeanette Michalak (Auteur), 2014, Familie als Sozialisationsinstanz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274033
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Extrait de  15  pages
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