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Price-Cap-Regulierung des Telekommunikationssektors unter Berücksichtigung der Theorie zweiseitiger Märkte

Título: Price-Cap-Regulierung des Telekommunikationssektors unter Berücksichtigung der Theorie zweiseitiger Märkte

Tesis de Máster , 2013 , 53 Páginas , Calificación: 1,9

Autor:in: Patrick Mutert (Autor)

Economía - Otros
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Zwischen 2004 und 2011 stieg die Zahl der Teilnehmer in deutschen Mobilfunknetzen von 76,1 Mio. auf 114,13 Mio. Im gleichen Zeitraum verbuchte Facebook einen Nutzerzuwachs von 90000%. Diese Zahlen sind beeindruckend, aber einfach zu erklären. Sowohl die Mobilfunknetze als auch Facebook sind so genannte Intermediäre, die Plattformen für die Kommunikation zwischen Menschen bereitstellen.

Die junge Disziplin der zweiseitigen Märkte erklärt und beschreibt seit einer Dekade die Theorie von der optimalen Preissetzung der Intermediäre über die Notwendigkeit von Regulierung bis hin zu Effizienzuntersuchungen. Um das Konzept der zweiseitigen Märkte zu erklären, haben Evans und Schmalensee ein einfaches Beispiel gewählt, welches ich hier aufgreifen werde. Eine Diskothek bietet heterosexuellen Frauen und Männern eine Plattform an, um sich kennen zu lernen. Da Frauen einerseits von der Anwesenheit von Männern und Männer von der Anwesenheit von Frauen profitieren, muss die Diskothek also sowohl Frauen als auch Männer auf die Tanzfläche locken. Die Preissetzung der Diskothek ist eine Möglichkeit zur Kontrolle der Anzahl teilnehmender Personen. Stellt der Diskothekenbetreiber eine nicht ausreichende Anzahl von Frauen im Club fest, so werden aus der wartenden Menge die Damen herausgepickt und bevorzugt in die Diskothek gelassen. Aber auch Freigetränke oder niedrigere Preise für die potentielle weibliche Kundschaft sind beliebte Anreize. Anhand dieses Beispiels lassen sich alle relevanten Themenbereiche von zweiseitigen Märkten zusammenfassen.

In dieser Arbeit wird auf den Telekommunikationssektor und im speziellen auf die Notwendigkeit und Auswirkung von Regulierung auf die Wohlfahrt eingegangen. Der Spezialfall Telekommunikationsmarkt unterscheidet sich leicht von anderen zweiseitigen Märkten.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit

2 Theorie der zweiseitigen Märkte

2.1 Grundlagen der Theorie zweiseitiger Märkte

2.1.1 Neztwerkexternalitäten in zweiseitigen Märkten

2.1.2 Plattformen in zweiseitigen Märkten

2.2 Ökonomische Besonderheiten der Theorie zweiseitiger Märkte

2.2.1 Monopolpreissetzung in zweiseitigen Märkten

2.2.2 Singlehoming vs. Multihoming

3 Telekommunikationssektor am Beispiel der BRD

3.1 Struktur des Telekommunikationssektors

3.2 Preissetzung der Terminierungsentgelte ohne Regulierung

3.2.1 Annahmen und Notationen der Preissetzung unregulierter Terminierungsentgelte

3.2.2 Preissetzung unregulierter F2M-Terminierungsentgelte

3.2.3 Preissetzung unregulierter M2M-Terminierungsentgelte

4 Regulierung von Telekommunikationsmärkten

4.1 Notwendigkeit von Regulierung bei kompetitiven Engpässen in der Terminierung von F2M-Gesprächen

4.2 Price-Cap-Regulierung der F2M-Terminierungsentgelte am Beispiel der BRD

4.3 Der Wasserbetteffekt – Modelle zur Evaluation der Regulierung von F2M-Terminierungsentgelten

4.3.1 Modell von Schiff

4.3.2 Modell von Genakos und Valetti

4.4 Implikationen des Wasserbetteffektes auf die Regulierung von F2M-Terminierungsentgelten

5 Alternativen zur Regulierung von F2M-Terminierungsentgelten

5.1 Receiving-Party-Pays-Verfahren

5.2 Mobilterminierungswettbewerb

6 Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen einer Regulierung von Terminierungsentgelten im Telekommunikationssektor auf die Verbraucherpreise und die Gesamtwohlfahrt, unter besonderer Berücksichtigung der Theorie zweiseitiger Märkte und des sogenannten Wasserbetteffektes.

  • Theorie zweiseitiger Märkte und deren ökonomische Besonderheiten
  • Struktur und Preissetzungsmechanismen im deutschen Telekommunikationssektor
  • Notwendigkeit und Instrumente der Regulierung (Price-Cap)
  • Analyse des Wasserbetteffektes und empirische Evidenz
  • Diskussion von Alternativen wie Receiving-Party-Pays und Mobilterminierungswettbewerb

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Neztwerkexternalitäten in zweiseitigen Märkten

Direkte Netzwerkeffekte stehen in engem Zusammenhang mit der Anzahl Nutzer des jeweiligen Marktes. Um eines der genannten Beispiele aufzugreifen, steigt der Nutzen der Teilnehmer eines Telefonnetzes mit der Gesamtanzahl der Teilnehmer. Hat ein Markt, wie in der Anfangszeit der mobilen Telefonie, nur sehr wenige Teilnehmer, ist der Nutzen durch den Besitz eines Mobiltelefons nicht sehr hoch. Der Besitzer erreicht nur eine sehr geringe Anzahl an anderen Teilnehmern. Eine Vergrößerung der Teilnehmerzahl führt, bis zu dem Zeitpunkt der Netzüberlastung, zu einer signifikanten Erhöhung des Nutzens aller Teilnehmer. Sollte die Anzahl der Nutzer hingegen so rasant ansteigen, dass dies eine Überlastung des Mobilnetzes zur Folge hat, sinkt der Nutzen jedes bestehenden Nutzers durch jeden Neuteilnehmer. Direkte Netzwerkexternalitäten können also sowohl positiv als auch negativ sein.

Indirekte Netzwerkeffekte treten häufig im Zusammenhang mit komplementären Gütern auf. Als Beispiel ist vor allem der Videospielmarkt zu nennen. Auf diesem Markt befinden sich neben den Spielern auch die Entwickler von Videospielen. Der Besitz einer Spielkonsole führt ohne eine ausreichende Anzahl an kompatiblen Videospielen nicht zu einem erhöhten Nutzen der Spieler. Dieses gilt vice versa auch für die Entwickler von Videospielen. Die Entwicklung von Videospielen für wenig genutzte Konsolen führt ebenfalls nicht zu einem Nutzenzuwachs bei den Entwicklern. Beide Marktseiten profitieren also wechselseitig, im Gegensatz zum Telekommunikationssektor jedoch indirekt, von der Anzahl der Nutzer auf der jeweils anderen Seite des Marktes.

Sobald zwei Nutzergruppen wechselseitig von der Existenz der jeweils anderen Nutzergruppe profitieren, die direkte Verbindung aufgrund zu hoher Transaktionskosten jedoch scheitert, treten Intermediäre oder Plattformen auf. Über die durch die Intermediäre bereitgestellte Technologie können die Nutzergruppen zu reduzierten Transaktionkosten miteinander agieren bzw. kommunizieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung zweiseitiger Märkte dar und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Auswirkungen einer Regulierung von Terminierungsentgelten.

2 Theorie der zweiseitigen Märkte: Das Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen, insbesondere Netzwerkexternalitäten und die Rolle von Plattformen bei der Preissetzung.

3 Telekommunikationssektor am Beispiel der BRD: Hier wird die Marktstruktur des deutschen Sektors beschrieben und die Preissetzung ohne Regulierung analysiert.

4 Regulierung von Telekommunikationsmärkten: Das Kapitel untersucht die Notwendigkeit staatlicher Eingriffe, das Price-Cap-Instrument sowie das Phänomen des Wasserbetteffektes.

5 Alternativen zur Regulierung von F2M-Terminierungsentgelten: Es werden alternative Ansätze wie das Receiving-Party-Pays-Verfahren und Wettbewerbsmodelle in der Terminierung diskutiert.

6 Schlussfolgerung: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Würdigung der Regulierungsmaßnahmen und fasst die ökonomischen Implikationen zusammen.

Schlüsselwörter

Telekommunikationssektor, Zweiseitige Märkte, Price-Cap-Regulierung, Terminierungsentgelte, Wasserbetteffekt, Netzwerkexternalitäten, Marktversagen, F2M-Terminierung, Wohlfahrtsverlust, Regulierung, Wettbewerb, Intermediäre, Mobilfunk, Preissetzung, Quersubventionierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Regulierung von Terminierungsentgelten im Telekommunikationssektor unter Berücksichtigung der ökonomischen Theorie zweiseitiger Märkte.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Preisstruktur monopolistischer Plattformen, die Auswirkungen der Regulierung auf Verbraucherpreise und das Phänomen der Quersubventionierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Auswirkungen einer exogenen Preisregulierung (Price-Cap) auf die Gesamtwohlfahrt und die Verbraucherpreise darzustellen sowie Regulierungsalternativen zu evaluieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt theoretisch-formale ökonomische Modelle (insb. von Armstrong & Wright sowie Schiff) sowie die Auswertung bestehender empirischer Studien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den theoretischen Modellen zweiseitiger Märkte, der Struktur des deutschen Mobilfunkmarktes, der Funktionsweise der Price-Cap-Regulierung und der Analyse des Wasserbetteffektes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Terminierungsentgelte, zweiseitige Märkte, Regulierung, Wasserbetteffekt und Wohlfahrtsökonomie.

Was besagt der Wasserbetteffekt in dieser Arbeit?

Der Wasserbetteffekt beschreibt, dass eine Regulierung der Terminierungsentgelte (Senkung) zu einem Anstieg der Verbraucherpreise im Mobilfunk führen kann, da Unternehmen versuchen, ihre Gewinneinbußen anderweitig auszugleichen.

Welche Alternativen zur Price-Cap-Regulierung werden diskutiert?

Es werden das in den USA verbreitete Receiving-Party-Pays-Verfahren (RPP) sowie Konzepte eines aktiven Mobilterminierungswettbewerbs kritisch beleuchtet.

Final del extracto de 53 páginas  - subir

Detalles

Título
Price-Cap-Regulierung des Telekommunikationssektors unter Berücksichtigung der Theorie zweiseitiger Märkte
Universidad
Ruhr-University of Bochum
Calificación
1,9
Autor
Patrick Mutert (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
53
No. de catálogo
V274065
ISBN (Ebook)
9783668705944
ISBN (Libro)
9783668705951
Idioma
Alemán
Etiqueta
price-cap-regulierung telekommunikationssektors berücksichtigung theorie märkte
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Patrick Mutert (Autor), 2013, Price-Cap-Regulierung des Telekommunikationssektors unter Berücksichtigung der Theorie zweiseitiger Märkte, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274065
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