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Jean-Louis Baudry. Analogie zwischen Kino, Höhle und Traum

Titre: Jean-Louis Baudry. Analogie zwischen Kino, Höhle und Traum

Dossier / Travail , 2012 , 12 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Ani Kirakosyan (Auteur)

Médias / Communication - Histoire des médias
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"Die blödsinnigen und irrealen Filmphantasien sind die Tagträume der Gesellschaft, in denen ihre eigentliche Realität zum Vorschein kommt, ihre sonst unterdrückten Wünsche sich gestalten." Was der Filmkritiker Siegfried Kracauer hier meint, ist wohl die Tatsache, dass das Kino Ideen und Argumente gesellschaftlicher Diskurse visuell und narrativ in konkrete exemplarische Situationen und Handlungsabläufe stellt. Dabei entfaltet das Kino emotionale Wirkungen bei seinen Zuschauern. Eine weitere Möglichkeit das Zitat für sich genommen zu deuten, ist es im Sinne des französischen Theoretikers Jean-Louis Baudry zu verstehen. Die Grundthese Baudrys besagt, dass die kinematografische Anordnung des Kinos und die Konstruktion des Sehraumes voraussetzen, dass beim Kinozuschauer bestimmte psychische Effekte eintreten. Baudry geht es nicht um die Technik des Kinos, sondern die Position eines Zuschauersubjekts, das selbst Teil dieser apparativen Anordnung ist. "Der Zuschauer identifiziert sich weniger mit dem Dargestellten, als mit den Bedingungen, die ihm ermöglichen zu sehen, was er sieht" .

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hinführung

2.1 Zum Dispositivbegriff

2.2 Die Höhle als Kino

2.3 Das Kino als Traum

2.4 Das Kino und die menschliche Psyche

3. Kritische Betrachtung

3.1 Christian Metz: Der Betrachter im Kino schläft nicht

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Ansätze von Jean-Louis Baudry zur Analyse des Kinos. Dabei liegt der Fokus auf der Plausibilität der Analogien, die Baudry zwischen dem kinematografischen Dispositiv, Platons Höhlengleichnis und der Freudschen Traumdeutung zieht, um die psychischen Wirkungsweisen auf den Zuschauer zu erklären.

  • Analyse des Dispositivbegriffs nach Jean-Louis Baudry
  • Untersuchung der Analogie zwischen Kino und Platons Höhlengleichnis
  • Vergleich zwischen den psychischen Zuständen im Traum und im Kino
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Freudschen Traumtheorie im Kontext der Filmrezeption
  • Gegenüberstellung der Thesen von Jean-Louis Baudry mit Ansätzen von Christian Metz

Auszug aus dem Buch

2.2 Die Höhle als Kino

Das Kino und die platonische Höhle analog zu denken, wirkt auf den ersten Blick fremd und inkommensurabel. Der gedankliche Aufhänger soll nun das Höhlengleichnis Platons sein und sei an dieser Stelle kurz skizziert: Von Geburt an sind Menschen in einer Höhle gefesselt, mit fixiertem Blick auf eine Steinwand, sich ihrer misslichen Lage nicht bewusst. Ihre Fesseln, die sie nicht als solche erkennen und die Höhle, die ihnen nicht als solche erscheint, ist ihre allumfassende Realität. Das einzige, was sie von der Außenwelt wahrnehmen, sind die Schatten ihrer Wächter, die ein kleines Feuer hinter ihnen auf die Innenwand der Höhle fallen lässt. In ihrer Bewegung eingeschränkt, können sie ihren Blick nicht auf die Wächter richten. Sowohl für Platon als auch für Baudry ist der entscheidende Moment innerhalb dieses Dispositivs, dass die Gefangenen die Schatten der Wächter nicht etwa als Repräsentationen oder als bloße Abbilder der Wirklichkeit, sondern als Realität wahrnehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der filmischen Wahrnehmung ein und erläutert die zentrale Fragestellung zur Plausibilität von Baudrys Analogien.

2. Hinführung: Dieser Teil legt die theoretischen Grundlagen durch die Definition des Dispositivbegriffs und die Erläuterung der Parallelen zwischen Kino, Höhle und Traum dar.

3. Kritische Betrachtung: Hier werden Baudrys Thesen hinterfragt und durch die Perspektive von Christian Metz ergänzt, um Schwachstellen in der Argumentation aufzudecken.

4. Fazit: Das abschließende Kapitel bewertet die Stärken und Schwächen der Baudryschen Theorie und diskutiert den Bedarf an weiterführender Forschung.

Schlüsselwörter

Baudry, Kinematographisches Dispositiv, Platons Höhlengleichnis, Traumdeutung, Freud, Filmtheorie, Psychische Effekte, Realitätseindruck, Wahrnehmung, Christian Metz, More-than-real-Effekt, Subjektkonstellation, Psychoanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die filmtheoretischen Überlegungen von Jean-Louis Baudry, der das Kino als ein Dispositiv begreift, welches durch spezifische Anordnungen psychische Wirkungen beim Zuschauer hervorruft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind das Dispositiv des Kinos, die medienphilosophische Analogie zum Höhlengleichnis Platons sowie die psychoanalytische Verbindung zur Traumtheorie nach Sigmund Freud.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Plausibilität der von Baudry aufgestellten Analogien zwischen dem Kino, der platonischen Höhle und dem Traum kritisch zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine theoretische Analyse und Literaturarbeit durchgeführt, bei der Baudrys Thesen reflektiert, strukturiert und mit kritischen Gegenpositionen wie denen von Christian Metz konfrontiert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Hinführung zu den Analogien (Höhle, Traum, Psyche) sowie eine anschließende kritische Diskussion, die insbesondere den Status des Kinobetrachters beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Baudry, Dispositiv, Höhlengleichnis, Psychoanalyse, Filmtheorie und Wahrnehmungspsychologie sind die wesentlichen Begriffe.

Warum zieht Baudry den Vergleich zwischen Kino und Platons Höhle?

Baudry sieht in der räumlichen Anordnung des Kinos – Dunkelheit, eingeschränkte Bewegung, Projektion auf eine Wand – eine Entsprechung zur platonischen Höhle, in der Gefangene Illusionen fälschlicherweise für die Realität halten.

Wie unterscheidet sich Christian Metz' Ansicht von der Baudrys?

Während Baudry von einer Art Traumzustand und einer "mehr-als-realen" Wirkung ausgeht, betont Metz, dass der Zuschauer im Kino stets weiß, dass er einen Film sieht, auch wenn er kurzzeitig in eine Illusion eintauchen kann.

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Résumé des informations

Titre
Jean-Louis Baudry. Analogie zwischen Kino, Höhle und Traum
Université
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Philosophisches Institut)
Cours
Filmische Räume
Note
2,0
Auteur
Ani Kirakosyan (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
12
N° de catalogue
V274207
ISBN (ebook)
9783656668718
ISBN (Livre)
9783656668640
Langue
allemand
mots-clé
jean-louis baudry analogie kino höhle traum
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Ani Kirakosyan (Auteur), 2012, Jean-Louis Baudry. Analogie zwischen Kino, Höhle und Traum, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274207
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