Diese Forschungsarbeit befasst sich mit ausländerfeindlicher Einstellung sowie möglichen Hintergrundvariablen solcher Einstellungsmuster. Ausländerfeindlichkeit ist ein Thema, das immer wieder aus verschiedenen Gründen diskutiert wird. Oftmals tragen politische oder gesellschaftliche Ereignisse zu einer Thematisierung dieses Gesichtspunktes bei. Beispielsweise werden (neue) Gesetzgebungen, die Migranten betreffen, unter dem Aspekt der Ausländerfeindlichkeit diskutiert. Solch vielleicht kurzzeitig aufflammenden öffentlichen Thematisierungen von Ausländerfeindlichkeit sollten dennoch nicht davon wegtäuschen, dass es sich bei Ausländerfeindlichkeit um eine bei einzelnen Individuen über die Zeit hinweg stabile Einstellung handeln kann. Interessant ist es also zu untersuchen, inwiefern solche stabilen Einstellungsmuster auf bestimmte Merkmale zurückzuführen sind. Das Ziel dieses Forschungsberichtes ist es daher zu überprüfen, ob es entscheidende Bedingungen für ausländerfeindliche Haltungen gibt und ggf. sollen deren Effekte analysiert werden. Hierzu ist die Arbeit wie folgt aufgebaut: Zu Beginn wird der theoretische Rahmen abgesteckt, d. h. wichtige Variablen werden erläutert bzw. definiert und deren Zusammenhänge erörtert. Anschließend werden daraus die zu beantwortenden Hypothesen abgeleitet. Die aufgestellten Hypothesen werden dann im empirisch-statistischen Teil getestet und die Ergebnisse interpretiert, um so im Endeffekt auch die Forschungsfrage nach möglichen Bedingungen für Ausländerfeindlichkeit zu beantworten.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Theoretische Aspekte
- Erklärungsansätze für Ausländerfeindlichkeit
- Unterscheidung der politischen Dyade „Rechts" und „Links".
- Ausländerfeindlichkeit als theoretisches Modell
- Datenanalyse
- Darstellung der Analysevariablen
- Erläuterungen der statistischen Methode und des statistischen Modells
- Empirische Ergebnisse der Regressions- und Residuenanalyse
- Fazit
- Anhang
- Quellenverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Forschungsarbeit analysiert ausländerfeindliche Einstellungen und untersucht mögliche Hintergründe dieser Einstellungsmuster. Ziel ist es, zu überprüfen, ob es entscheidende Bedingungen für ausländerfeindliche Haltungen gibt und deren Effekte zu analysieren. Der Fokus liegt auf der Beziehung zwischen sozialstrukturellen Merkmalen wie Bildung, Lebensalter und Geschlecht und der politischen Orientierung im Sinne einer Links-Rechts-Einstufung als mögliche Determinanten für ausländerfeindliche Einstellungen.
- Erklärungsansätze für Ausländerfeindlichkeit (z. B. Xenophobie, psychosoziale Faktoren, sozialstrukturelle Bedingungen)
- Zusammenhang zwischen Bildung und Ausländerfeindlichkeit
- Einfluss der politischen Orientierung (Rechts/Links) auf Ausländerfeindlichkeit
- Rolle von Geschlecht und Lebensalter als Kontrollvariablen
- Empirische Überprüfung der Hypothesen mit Hilfe einer linearen OLS-Regression
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Forschungsfrage und die Zielsetzung der Arbeit dar. Im Kapitel „Theoretische Aspekte" werden wichtige Variablen definiert und deren Zusammenhänge erläutert. Hierbei werden die Erklärungsansätze für Ausländerfeindlichkeit, die Unterscheidung der politischen Dyade „Rechts" und „Links" sowie die Einordnung der Ausländerfeindlichkeit in ein theoretisches Modell beleuchtet.
Das Kapitel „Datenanalyse" widmet sich der empirischen Überprüfung der aufgestellten Hypothesen. Es werden die Operationalisierung der theoretischen Konstrukte, die Stichprobe, die deskriptiven Kennzahlen der Analysevariablen und die statistische Methode vorgestellt. Anschließend werden die empirischen Ergebnisse der Regressions- und Residuenanalyse diskutiert.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen Ausländerfeindlichkeit, Bildung, politische Orientierung, Rechts-Links-Einstufung, Lebensalter, Geschlecht, OLS-Regression, empirische Sozialforschung, Deutschland.
Häufig gestellte Fragen
Welchen Einfluss hat Bildung auf ausländerfeindliche Einstellungen?
Die Forschung untersucht die Hypothese, dass ein höheres Bildungsniveau oft mit einer geringeren Ausprägung ausländerfeindlicher Einstellungen korreliert.
Wie hängen politische Orientierung und Ausländerfeindlichkeit zusammen?
Die Arbeit analysiert, inwieweit eine Selbsteinstufung im Rechts-Links-Spektrum ein entscheidender Faktor für die Neigung zu fremdenfeindlichen Haltungen ist.
Welche Rolle spielen Lebensalter und Geschlecht?
Diese Merkmale werden als Kontrollvariablen genutzt, um zu prüfen, ob bestimmte Altersgruppen oder Geschlechter signifikant unterschiedliche Einstellungsmuster zeigen.
Welche statistische Methode wird in der Arbeit angewandt?
Die Hypothesen werden mithilfe einer empirisch-statistischen Datenanalyse, konkret einer linearen OLS-Regression, getestet.
Sind ausländerfeindliche Einstellungen stabil?
Ja, die Arbeit geht davon aus, dass es sich bei Ausländerfeindlichkeit oft um ein bei Individuen über die Zeit hinweg stabiles Einstellungsmuster handelt.
- Citar trabajo
- Michael Gauch (Autor), 2013, Hintergrundvariablen ausländerfeindlicher Einstellung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274230