Die Fremdwortschreibung im Fremdsprachenunterricht

Eine Untersuchung


Forschungsarbeit, 2014

14 Seiten, Note: Keine


Leseprobe

Inhalt

Zur Fremdwortschreibung

Analyse von schriftlichen Arbeiten
Ziel der Untersuchung
Korpusbeschreibung
Zur Analyse von den Diktaten

Didaktische Schlussfolgerungen

Literatur

Zur Fremdwortschreibung

Konrad Duden plädierte laut Schneider, Michael[1] in seinem Werk über Orthographie „ Die deutsche Rechtschreibung. Abhandlung, Regeln und Wörterverzeichniß mit etymologischen Angaben. Für die oberen Klassen höherer Lehranstalten und zur Selbstbelehrung für Gebildete “ im 1872 für die Eindeutschung von Fremdwörtern. Im Januar1876 fand die „Konferenz zur Herstellung größerer Einigung auf dem Gebiet der deutschen Orthographie“ in Berlin (I. Orthographische Konferenz) statt. Man plädierte ferner für mehr Eindeutschung von Fremdwörtern. Es geht besonders um die Ersetzung von„c“ durch „k“ und „z“. Im 1901 fand die zweite Orthographische Konferenz statt. Fremdwörter mit „ph, rh, th“ wurden nicht durch „f, r, t.“ ersetzt.

In Anlehnung an Stedje, Asrid[2] (2007, 226) wurde im Juni 1996 eine Neuregelung zur Fremdwortschreibung gemacht. Diese trat am 1. August 1998 in Kraft.

Für die Fremdwortschreibung sind laut Homberger, Dietrich[3] (2013, 332) zwei Schreibweisen möglich wie z.B. Exposé- Exposee. Spaghetti-Spagetti

In diesem Sinne äußert sich Ossner, Jakob[4] (2010, 263) ferner Folgendes:

„Im Gegensatz zu anderen Sprachen werden im Deutschen Fremdwörter herkunftssprachennah geschrieben.“[5]

Die Integration eines Fremdwortes verläuft folgender drei Phasen:

- Beginnende Integration
- Integration
- Vollintegration

Ein Fremdwort sollte nicht unbedingt diese drei Stufen durchmachen. Es gibt Hybridformen. Das sind Fremdwörter, die in einer Anfangsphase der Integration bleiben.

Der Integrationsprozess eines Fremdwortes hat mit der Häufigkeit und Gebrauch dieser Wörter zu tun. Der Gebrauch ist in der Alltagssprache und in der Fachsprache nicht identisch.

Die Regeln der Groß- und Kleinschreibung, Getrennt- und Zusammenschreibung sind auf die Fremdwörter anzuwenden.

Bülow, Frank; Schmidt, Michael (2000, 370) führen Folgendes aus:

„Die Schreibung von Fremdwörtern ist insgesamt relativ wenig systematisiert und hängt weitgehend davon ab, wie „fremd“ sie jeweils (noch) empfunden werden. In der Alltagssprache besonders gängige Fremdwörter sind z.T. eingedeutscht (z.B. Büro, Elefant, Telfon), während es für andere oft zwei Formen gibt, von denen eine in der Regel als Hauptform gilt.“[6]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Bülow, Frank; Schmidt, Michael (2000, 370) Deutsch Grammatik. Köln, Buch und Zeit Verlagsgesellschaft

Altmann und Ziegenhain[7] (2010, 155) verweisen auf die neuen Regelungen bezüglich der Fremdschreibung im März 1996. Es gab folgende Regelungen:

f, r, t “ für „ ph, rh, th “. Hier gelten Wörter der Alltagsprache. Es gibt Ausnahmen wie das Wort „Diphthong“.

- „ ee “ für „ é, ée “ wie z.B. „Portmonee“
- „ ys “ für „ ies “ wie z.B. „Babys“
- „ ziell, -zial “ für „ tiell, -tial “ wie z.B. „substanziell“

Hoffmann, M.[8] (2010, 19) schlägt bei Schwierigkeiten mit Fremdwörtern Folgendes vor: Man sollte in einem Fremdwörterbuch nachschlagen. Dabei sollte auf die Bedeutung und Schreibweise solcher Wörter beachtet werden.

Becker, Tabea[9] (2013, 310) verweist darauf, dass das Diktat ein geeignetes Mittel sei, um die orthographische Fähigkeit bei den Lernenden zu überprüfen.

Im Folgenden werden die Rechtschreibregeln von Duden[10] zu Fremdwortschreibung dargestellt. Es geht vielmehr um die Regel 38, 39, 40, 41 und 42:

[...]


[1] Schneider, Michael. Materialien zur (neuen) deutschen Orthographie. Geschichte der deutschen Orthographie. Universität Marburg. In: http://decemsys.de/sonstig/gesch-rs.pdf

[2] Stedje, Asrid (2007): Deutsche Sprache gestern und heute. Einführung in Sprachgeschichte und Sprachkunde. Wilhelm Fink. Paderborn. 6. Auflage

[3] Homberger, Dietrich (2013): Rechtschreibreform. In: Fachlexikon Deutschunterricht. Schneider Verlag Hohengehren

[4] Ossner, Jakob (2010): Orthographie. Paderborn, Schöningh

[5] Ebd.

[6] Bülow, Frank; Schmidt, Michael (2000): Deutsch Grammatik. Köln, Buch und Zeit Verlagsgesellschaft

[7] Altmann, Hans, Ziegenhain, Ute (2010): Prüfungswissen Phonetik, Phonologie und Graphemik. Göttingen. Vandenhoeck und Ruprecht/ UTB

[8] Hoffmann, Monika (2010): Deutsch für Studium. Grammatik und Rechtschreibung. (2. Auflage) Paderborn. Schöningh.

[9] Becker, Tabea (2013): Rechtschreiben und Rechtschreibunterricht. In: Rothstein, Björg/ Müller, Claudia (Hrgs): Kernbegriffe der Sprachdidaktik Deutsch. Band1 Schneider Verlag, Hohengehren. 308-311

[10] http://www.duden.de/sprachwissen/rechtschreibregeln. Zugriff: 02.05.2014

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Die Fremdwortschreibung im Fremdsprachenunterricht
Untertitel
Eine Untersuchung
Hochschule
University of Oran
Note
Keine
Autor
Jahr
2014
Seiten
14
Katalognummer
V274276
ISBN (eBook)
9783656671329
ISBN (Buch)
9783656671220
Dateigröße
515 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
fremdwortschreibung, fremdsprachenunterricht, eine, untersuchung
Arbeit zitieren
Mag. Mohamed Chaabani (Autor), 2014, Die Fremdwortschreibung im Fremdsprachenunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274276

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