Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Untersuchung der Fremdwortschreibung im Fremdsprachenunterricht. Anliegen dieser Arbeit ist es, die Rechtsschreibkompetenz der Studenten beim Schreiben von Fremdwörtern zu erfassen. Für diesen Zweck wurden Diktate, die von Probanden geschrieben sind, einer näheren Analyse unterzogen. Die Ergebnisse dieser Analyse wurden dargestellt.
Inhaltsverzeichnis
1. Zur Fremdwortschreibung
2. Analyse von schriftlichen Arbeiten
2.1 Ziel der Untersuchung
2.2 Korpusbeschreibung
2.3 Zur Analyse von den Diktaten
3. Didaktische Schlussfolgerungen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rechtschreibkompetenz von Germanistikstudenten im Umgang mit Fremdwörtern. Ziel ist es, durch die Analyse von Diktaten spezifische Defizite bei der Anwendung aktueller Rechtschreibregeln zu identifizieren und didaktische Empfehlungen zur Verbesserung der Schreibkompetenz abzuleiten.
- Historische Entwicklung der Fremdwortschreibung im Deutschen
- Anwendung der Duden-Regeln 38 bis 42 auf Fremdwörter
- Empirische Fehleranalyse bei Germanistikstudenten
- Integrationsprozesse fremdsprachlicher Begriffe
- Didaktische Strategien zur Vermittlung orthographischer Kompetenz
Auszug aus dem Buch
Zur Fremdwortschreibung
Konrad Duden plädierte laut Schneider, Michael in seinem Werk über Orthographie „Die deutsche Rechtschreibung. Abhandlung, Regeln und Wörterverzeichniß mit etymologischen Angaben. Für die oberen Klassen höherer Lehranstalten und zur Selbstbelehrung für Gebildete“ im 1872 für die Eindeutschung von Fremdwörtern. Im Januar1876 fand die „Konferenz zur Herstellung größerer Einigung auf dem Gebiet der deutschen Orthographie“ in Berlin (I. Orthographische Konferenz) statt. Man plädierte ferner für mehr Eindeutschung von Fremdwörtern. Es geht besonders um die Ersetzung von „c“ durch „k“ und „z“. Im 1901 fand die zweite Orthographische Konferenz statt. Fremdwörter mit „ph, rh, th“ wurden nicht durch „f, r, t.“ ersetzt.
In Anlehnung an Stedje, Asrid (2007, 226) wurde im Juni 1996 eine Neuregelung zur Fremdwortschreibung gemacht. Diese trat am 1. August 1998 in Kraft.
Für die Fremdwortschreibung sind laut Homberger, Dietrich (2013, 332) zwei Schreibweisen möglich wie z.B. Exposé- Exposee. Spaghetti-Spagetti. In diesem Sinne äußert sich Ossner, Jakob (2010, 263) ferner Folgendes: „Im Gegensatz zu anderen Sprachen werden im Deutschen Fremdwörter herkunftssprachennah geschrieben.“
Zusammenfassung der Kapitel
Zur Fremdwortschreibung: Dieses Kapitel behandelt die historische Entwicklung und die aktuellen Regelungen zur Integration von Fremdwörtern in die deutsche Sprache gemäß Duden.
Analyse von schriftlichen Arbeiten: Hier werden die Zielsetzung, das methodische Vorgehen und die korpusgestützte Auswertung von Diktaten zur Ermittlung orthographischer Fehler dargelegt.
Didaktische Schlussfolgerungen: Dieses Kapitel leitet aus den empirischen Ergebnissen Empfehlungen für den Unterricht und die Curricula ab, um die Fremdwortschreibkompetenz gezielt zu fördern.
Schlüsselwörter
Fremdwortschreibung, Rechtschreibung, Orthographie, Diktat, Fehleranalyse, Sprachdidaktik, Germanistik, Integration, Rechtschreibreform, Schreibkompetenz, Fremdsprachenunterricht, Duden, Normverstöße, Schreibweisen, Sprachwissenschaft
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Herausforderungen der Fremdwortschreibung im Deutschen und analysiert, wie sicher Studierende die entsprechenden Regeln anwenden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die historische Einordnung der Fremdwortintegration, die Anwendung spezifischer Duden-Regeln und die empirische Untersuchung von Schreibfehlern.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist die Identifikation von Defiziten und Kompetenzen bei Germanistikstudenten bezüglich der Fremdwortschreibung, um daraus didaktische Fördermaßnahmen abzuleiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine empirische Fehleranalyse durchgeführt, bei der Diktate von sechs Probanden zu zwei verschiedenen Messzeitpunkten ausgewertet wurden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Fremdwortschreibung und die anschließende empirische Analyse der gesammelten Diktatdaten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Fremdwortschreibung, Orthographie, Fehleranalyse, Schreibkompetenz und Sprachdidaktik.
Welche Kategorie der Fremdwortschreibung erwies sich als am fehleranfälligsten?
Am häufigsten traten Fehler bei Fremdwörtern auf, die noch nicht vollständig an die deutsche Schreibung angeglichen sind (Regel 38).
Hat sich die Leistung der Probanden im Untersuchungszeitraum verbessert?
Die Mehrheit der Probanden zeigte eine Reduktion der Fehlerzahlen zwischen dem ersten und zweiten Messzeitpunkt, wenngleich bei einzelnen Probanden auch Verschlechterungen auftraten.
Welche didaktische Empfehlung gibt der Autor?
Es wird empfohlen, intensive Übungen zur Fremdwortschreibung fest in den Unterricht und die Curricula zu integrieren.
- Citation du texte
- Mag. Mohamed Chaabani (Auteur), 2014, Die Fremdwortschreibung im Fremdsprachenunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274276