Im Rahmen der Fortbildung zum Erwerb des Waldpädagogikzertifikates, absolvierte ich ein Praktikum in der Waldschule „Am Rogge-Busch“. Diese Einrichtung ist entsprechend der FCK – Kriterien zertifiziert und für die Fortbildung fachlich geeignet. Die Praxisphase beinhaltete die Organisation und Vorbereitung, der nach pädagogischen Grundsätzen entwickelten Waldschulprogramme. In diesem Zusammenhang beschäftigte ich mich mit der zielgruppenorientierten und altersentsprechenden Wissensvermittlung zum Wald und konnte mich unter Einbeziehung der programmatisch ausgerichteten Waldschulveranstaltungen mit der psychologischen, sozialen und erlebnisbehafteten Bedeutung und Wirkung der Waldpädagogik inhaltlich auseinandersetzen. Die theoretischen Grundlagen unterstützten die durchgeführten waldpädagogischen Veranstaltungen zu den jeweiligen Themenmodulen. Kernanliegen dieser Lernform ist das ganzheitliche, nachhaltige Lernen und Verstehen von waldbezogenen Prozessen im Kontext zur Umweltbildung. Auf der Grundlage meiner vorhandenen Fachkenntnisse, insbesondere in den Themenbereichen BNE, Umweltbildung und Waldpädagogik beteiligte ich mich aktiv an den Waldschulprojekten und konnte zur fachlichen Bereicherung beitragen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Einführung
3. Tagesberichte für die Kalenderwoche / Beschreibung der Hospitationen
4. Eigenverantwortliche Aktivitäten, Aktionen und/oder Projekte
5. Fazit und Rückblick auf das Praktikum
Zielsetzung & Themen
Der Praktikumsbericht dokumentiert die Erfahrungen und pädagogischen Tätigkeiten während einer Praxisphase im Rahmen der Fortbildung zum zertifizierten Waldpädagogen, wobei der Fokus auf der kindgerechten Wissensvermittlung und der Förderung sozialer Kompetenzen im Wald liegt.
- Waldpädagogische Bildungs- und Erziehungsarbeit
- Methodik der zielgruppenorientierten Wissensvermittlung
- Förderung von Sozialverhalten und Kreativität durch Naturerlebnisse
- Erfahrungsbasierte Umweltbildung und BNE
Auszug aus dem Buch
3. Tagesberichte für die Kalenderwoche vom 12 - 16.11.2012
Im Rahmen eines Waldschultages an der Waldschule xxx habe ich eine Grundschulklasse der 2. Jahrgangsstufe zum Thema Tiere im Winter betreut. Die Gruppe von 12 Kindern nahm ich am Bahnhof xxx in Empfang. Gemeinsam gingen wir von dort zur Waldschule. Auf dem Weg dorthin bemerkte ich, dass einige Schüler bereits ein großes Interesse am Wald bekundeten. Ich wurde diesbezüglich schon im Vorfeld der Veranstaltung in vertiefte Gespräche mit den Schülern eingebunden und ging insbesondere auf die vielen Fragen die mir gestellt wurden ein. Vor der Waldschule stellte ich mich und meine Teamkollegen (2 FöJler) den Schülern vor. Erster Anhaltspunkt im Waldschulgebäude war die Zeittafel an der Wand im Hauptgebäude.
Die Zeittafel unterstützte meine Kommunikation mit den Schülern zu entsprechenden Einstiegsfragen in die Thematik. Dabei ging es um das Verstehen und Kennenlernen der Bedeutung von Lichtquellen (hier: Sonne, Licht- und Wärmestrahlung), den Jahreszeiten und die Sinneswahrnehmung für die Tiere und uns Menschen. Anschließend fand der erste Teil des Waldschultages im Grünen Klassenzimmer der Waldschule statt. Die Einführungsveranstaltung zum Thema „Tiere im Winter“ führte ich selbstständig durch. Zu Beginn des Waldschulunterrichtes gab ich einen kurzen Einstieg zur Thematik. Zur Unterstützung meiner Unterrichtsdidaktik nutzte ich die vorhandenen Anschaupräparate (Beispiel: Igel). Dabei bemerkte ich, dass sich das Interesse bei den meisten Schülern steigerte. Die visuelle Darstellung von Lerninhalten ist eine günstige Form, die Aufmerksamkeit zu verbessern und einen nachhaltigen Behaltungseffekt zu erzielen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt die Motivation und den Rahmen des Praktikums zur Erlangung des Waldpädagogikzertifikats sowie die fachliche Zielsetzung.
2. Einführung: Stellt die Waldschule als waldpädagogische Einrichtung, deren Leitbild, das pädagogische Profil und die lokalen Kooperationspartner vor.
3. Tagesberichte für die Kalenderwoche / Beschreibung der Hospitationen: Dokumentiert detailliert die Durchführung verschiedener waldpädagogischer Veranstaltungen für Schul- und Kindergartengruppen.
4. Eigenverantwortliche Aktivitäten, Aktionen und/oder Projekte: Dieser Punkt ist in der Struktur des vorliegenden Berichts in die Tagesberichte integriert und umfasst die praktische pädagogische Leitung der Waldtage.
5. Fazit und Rückblick auf das Praktikum: Zieht eine abschließende Bilanz über den Lernerfolg, die Zusammenarbeit mit dem Team und gibt eine Empfehlung für die Waldschule ab.
Schlüsselwörter
Waldpädagogik, Umweltbildung, BNE, Waldschule, Praxisphase, Sozialverhalten, Wissensvermittlung, Grundschulklasse, Naturphänomene, Waldspiel, Pädagogik, Nachhaltigkeit, Zertifikat, Waldlehrplan, Gruppenkommunikation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Praktikumsbericht?
Der Bericht dokumentiert die praktische Ausbildung des Autors zum staatlich zertifizierten Waldpädagogen in einer Waldschule.
Welche Zielgruppen werden in der Arbeit adressiert?
Die Arbeit behandelt die pädagogische Arbeit mit Grundschulkindern der 2. und 6. Klasse sowie einer Kindergartengruppe im Vorschulalter.
Welches ist das primäre Ziel der beschriebenen Waldschulprojekte?
Ziel ist es, den Schülern Wissen über das Ökosystem Wald zu vermitteln und gleichzeitig ihre sozialen Kompetenzen, ihre Kreativität und ihr Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt zu stärken.
Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?
Es wird eine praxisorientierte Didaktik angewandt, die auf Naturerfahrungen, pantomimischen Darstellungen, aktiven Suchspielen und dem dialogorientierten Lernen basiert.
Was sind die inhaltlichen Schwerpunkte des Hauptteils?
Der Hauptteil gliedert sich in konkrete Tagesberichte über pädagogische Einsätze, in denen Themen wie "Tiere im Winter", Schutzfunktionen des Waldes und Naturwahrnehmung behandelt werden.
Welche Keywords kennzeichnen diese Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Waldpädagogik, Umweltbildung, Gruppenkommunikation und praxisnahe Waldschulkonzepte beschreiben.
Warum spielt die Gruppendynamik bei den Waldspielen eine so große Rolle?
Die Spiele dienen dazu, die Kooperation unter den Kindern zu verbessern, soziale Defizite abzubauen und die Kinder für den Lernort Wald zu sensibilisieren.
Wie unterscheidet sich die Betreuung der verschiedenen Altersgruppen?
Während bei der Grundschule stärker auf Wissensvermittlung (z.B. Tiere im Winter) geachtet wurde, stand beim Kindergartenkind die spielerische Entdeckung der Naturschönheiten im Vordergrund.
- Arbeit zitieren
- Bachelor of Science Forstwissenschaften David Plato (Autor:in), 2012, Bericht zum Waldschul-Praktikum, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274297