Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Sociología - Trabajo, Educación, Organización

Bildungsungleichheit in Deutschland. Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg

Título: Bildungsungleichheit in Deutschland. Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg

Tesis (Bachelor) , 2013 , 47 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Alessandro Ligas (Autor)

Sociología - Trabajo, Educación, Organización
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Das deutsche Bildungssystem und die deutsche Bildungspolitik stehen seit gut fünf Jahrzehnten in der Kritik. Die deutsche Öffentlichkeit und Politik wurde durch die internationalen Schulleistungsstudien, insbesondere die PISA-(Programme for International Student Assessment) Studien, wieder daran erinnert, dass das deutsche Bildungssystem sehr stark nach sozialer Herkunft selektiert. Zwar ist dies ein Phänomen, das in den meisten Ländern der OECD (Organisation for Economic Cooperation and Development) auftritt, doch nirgends ist der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg so eng miteinander verknüpft wie in Deutschland. Die Schülerleistung scheint nicht mehr (nur) das ausschlaggebende Kriterium zu sein, um den maximalen Bildungserfolg zu garantieren. Vielmehr scheint die berufliche Stellung der Eltern und deren Schichtzugehörigkeit einen viel zu bedeutenden Einfluss auf die Bildungskarriere eines Kindes zu nehmen. Die Eltern und ihre Kinder, besonders die der unteren Sozialschicht, klagen immer vehementer, dass sie durch das Bildungssystem im Vergleich zu den Kindern der oberen Sozialschicht ungleich behandelt werden. Die Folgen, die durch die Bildungsungleichheit entstehen, sind schwerwiegend, sowohl für die Gesellschaft als auch für den einzelnen Menschen. Denn Erfolge oder Misserfolge in der Bildung können die (berufliche) Zukunft eines Menschen bedeutsam beeinflussen. Ganz besonders im Hinblick auf die zukünftige Sozialstruktur einer Gesellschaft kann die Bildungsungleichheit einen folgenschweren Beitrag dazu leisten, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinanderdriftet.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Bildungsungleichheit in Deutschland - Stand und Entwicklung

II.1 Begriffsbestimmungen

II.1.1 Bildungsungleichheit

II.1.2 Soziale Herkunft

II.2 Aufbau des deutschen Bildungssystems

II.3 Aktueller Forschungsstand

II.3.1 Die Geschichte der Bildungsungleichheit in Deutschland

II.3.2 Die PISA-Studie und ihre Ergebnisse in Bezug auf Bildungsungleichheit

III. Theorien zur Bildungsungleichheit

III.1 Ansätze der Rational-Choice-Theorie

III.1.1 Das Modell von Raymond Boudon

III.1.1.1 Der primäre Herkunftseffekt

III.1.1.2 Der sekundäre Herkunftseffekt

III.1.1.3 Das statistische Modell von Raymond Boudon

III.1.2 Die Wert-Erwartungstheorie nach Hartmut Esser

III.1.3 Die Humankapitaltheorie

III.2 Der Ansatz Pierre Bourdieus

III.2.1 Die Theorie der sozialen Praxis

III.2.1.1 Der Habitus und der soziale Raum

III.2.1.2 Die Kapitalarten

III.2.2 „Die Illusion der Chancengleichheit“

III.2.2.1 Bildungsprivileg und Bildungschancen

III.2.2.2 Die Aufrechterhaltung der Ordnung

IV. Fazit und Kritik

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit erörtert die Situation der Bildungsungleichheit in Deutschland und begründet diese anhand zentraler soziokultureller Theorien und Modelle. Die Forschungsfrage fokussiert dabei darauf, warum in einer modernen Gesellschaft wie der deutschen im 21. Jahrhundert weiterhin Chancenungleichheit in Bezug auf Bildung entsteht und welche Rolle die soziale Herkunft dabei spielt.

  • Analyse des aktuellen Forschungsstandes zur Bildungsungleichheit in Deutschland.
  • Untersuchung der Rational-Choice-Theorie mit Fokus auf Raymond Boudon und Hartmut Esser.
  • Darstellung der Humankapitaltheorie nach Gary Stanley Becker.
  • Explikation des Ansatzes von Pierre Bourdieu zur Reproduktion der Klassengesellschaft.
  • Kritische Reflexion der PISA-Studie und möglicher Lösungsansätze für das Bildungssystem.

Auszug aus dem Buch

III.1.1.1 Der primäre Herkunftseffekt

Unter dem primären Herkunftseffekt werden individuelle bzw. familiäre Ressourcen gezählt, die es Kindern aus höheren Sozialschichten ermöglichen, Fertigkeiten zu erlangen, welche für die Schule von Vorteil sind. Die soziale Herkunft bewirkt als kultureller Effekt in den Sozialschichten, dass die Kinder aufgrund ihrer sozialen Herkunft ungleich auf die Schullaufbahnen und somit im Bildungssystem verteilt werden. Dieser kulturelle Effekt besteht nach dem aktuellen Stand der Sozialisations- und Bildungsforschung darin, dass die Sozialschichten in der Vermittlung von Sprachkultur, in der Lern- und Bildungsaspiration hin zum selbstregulierten Handeln und Lernen sowie in den habitualisierten Lerngewohnheiten unterscheiden, sodass sich zwangsläufig aufgrund sozialer Unterschiede in der außerschulischen Vorbildung herkunftsbedingte Ungleichheiten bei den Voraussetzungen für die Schulbildung und den daran geknüpften Startchancen beim Beginn des Bildungsverlaufs von Kindern ergeben. Damit stellen die kulturellen Effekte Lernbedingungen und Lernchancen dar, die vom familiären Hintergrund mitgegeben werden. Kinder aus höheren Sozialschichten erhalten infolge der Erziehung, Ausstattung und gezielten Förderung im Elternhaus eher Fähigkeiten, Motivationen und Aspirationen, die in der Schullaufbahn vorteilhaft sind.

Somit stellt der primäre Herkunftseffekt nichts anderes als die Korrelation des sozialen Status des Elternhauses mit dem kulturellen Niveau und der sozialen Distanz zur höheren Bildung dar und infolgedessen ist der Bildungserfolg der Familien mit niedrigerem Sozialstatus weitaus limitierter, da deren kulturelle Ausstattung meist weitaus begrenzter ausfällt.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Problematik der Bildungsungleichheit in Deutschland, verweist auf die Relevanz der sozialen Herkunft für den Bildungserfolg und skizziert den Aufbau der Untersuchung.

II. Bildungsungleichheit in Deutschland - Stand und Entwicklung: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe, erklärt die Grundstruktur des deutschen Bildungssystems und fasst den historischen Kontext sowie die Ergebnisse der PISA-Studien zusammen.

III. Theorien zur Bildungsungleichheit: Hier werden theoretische Erklärungsmodelle – insbesondere die Rational-Choice-Theorie, die Humankapitaltheorie und der Ansatz von Pierre Bourdieu – detailliert analysiert und kritisch hinterfragt.

IV. Fazit und Kritik: Das abschließende Kapitel fasst die theoretischen Erkenntnisse zusammen, bewertet die aktuelle bildungspolitische Situation in Deutschland und präsentiert Ansätze zur Verbesserung der Bildungschancen.

Schlüsselwörter

Bildungsungleichheit, soziale Herkunft, PISA-Studie, Rational-Choice, primärer Herkunftseffekt, sekundärer Herkunftseffekt, Humankapital, Pierre Bourdieu, Habitus, soziales Kapital, kulturelles Kapital, Bildungsexpansion, Chancengleichheit, Bildungssoziologie, Bildungschancen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Ursachen und der Reproduktion von Bildungsungleichheit in Deutschland unter Einbeziehung soziologischer Theorien.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg, die Analyse von Bildungsentscheidungen und die kritische Auseinandersetzung mit dem deutschen Schulsystem.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Entstehung von Chancenungleichheit im Bildungswesen theoretisch zu begründen und zu hinterfragen, warum Bildungserfolge so stark an die soziale Herkunft gekoppelt bleiben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin bzw. der Autor nutzt eine theoretische Analyse, bei der existierende Modelle der Bildungssoziologie (z.B. Boudon, Esser, Bourdieu) vorgestellt und auf ihre Erklärungskraft hin kritisch untersucht werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme des deutschen Bildungssystems samt PISA-Daten sowie eine umfassende Darstellung soziologischer Theorien zur Bildungsgerechtigkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Bildungsungleichheit, soziale Herkunft, Rational-Choice, Humankapital, Pierre Bourdieu, Bildungssoziologie und Chancengleichheit.

Was unterscheidet den primären vom sekundären Herkunftseffekt?

Der primäre Herkunftseffekt bezieht sich auf die bereits vor der Schulzeit durch die Familie erworbenen kognitiven und kulturellen Ressourcen, während der sekundäre Effekt elterliche Bildungsentscheidungen aufgrund von Kosten-Nutzen-Abwägungen beschreibt.

Wie erklärt Bourdieu die Rolle der Schule in der Klassengesellschaft?

Bourdieu sieht die Schule nicht als neutralen Ort, sondern als Institution, die kulturelle Privilegien legitimiert und durch pädagogische Kommunikation die bestehende Sozialordnung reproduziert.

Warum ist das Betreuungsgeld laut der Arbeit kritisch zu bewerten?

Der Text argumentiert, dass das Betreuungsgeld Kinder von frühkindlichen Bildungseinrichtungen fernhält und damit bildungsbenachteiligten Kindern den Start in eine erfolgreiche Bildungskarriere erschwert.

Final del extracto de 47 páginas  - subir

Detalles

Título
Bildungsungleichheit in Deutschland. Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg
Universidad
University of Applied Sciences for Public Administration of North Rhine-Westphalia; Köln
Calificación
1,7
Autor
Alessandro Ligas (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
47
No. de catálogo
V274308
ISBN (Ebook)
9783656728214
ISBN (Libro)
9783656728207
Idioma
Alemán
Etiqueta
bildungsungleichheit deutschland zusammenhang herkunft bildungserfolg
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Alessandro Ligas (Autor), 2013, Bildungsungleichheit in Deutschland. Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274308
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  47  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint