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Elizabeth im Computerspiel "BioShock Infinite". Eine weitere "Damsel in Distress"?

Titel: Elizabeth im Computerspiel "BioShock Infinite". Eine weitere "Damsel in Distress"?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2014 , 20 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Tanja Rot (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das aus den Pionierzeiten der Videospiele bekannte ‚Damsel in Distress‘- bzw. ‚Jungfrau in Nöten‘-Motiv hat bis heute noch nicht an Aktualität verloren. Zusammen mit der generellen Tendenz, weibliche Spielfigurenkonzeptionen nach Stereotypen auszurichten, wird jener Stereotyp der ‚Damsel in Distress‘ in dieser Arbeit am Beispiel von Elizabeth aus "BIOSHOCK INFINITE" analysiert. In der Internetgemeinde fanden zahlreiche Diskussionen über den Gehalt der stereotypischen Darstellung in Elizabeths Figurenkonzeption statt. Das Ziel dieser Arbeit ist es, jenen Gehalt mithilfe unterschiedlicher Aspekte und einer auf den Kontext der Spielgeschichte und –mechanik bezogenen Analyse zu ermitteln. Hierbei wird ebenso bewertet werden, inwieweit der Spieleentwickler Irrational Games trotz des Ziels von Innovation und antisexistischer Darstellungen dennoch auf stereotypische Darstellungsweisen zurückgreift.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Ball im Spiel – Der Stereotyp ‚Damsel in Distress‘

3 Forschung zu Figurenkonzeption und Gender in Game Studies

4 Heuristik zur weiteren Analyse von BIOSHOCK INFINITE

5 Analyse: Elizabeth in BIOSHOCK INFINITE

5.1 Figürliche Darstellung Elizabeths

5.2 Narrativer Kontext Elizabeths

5.2.1 Einleitende Handlungsskizze zu BIOSHOCK INFINITE

5.2.2 Das Frauenbild im Religionsstaat Columbia

5.2.3 Das Verhältnis Columbias zu Elizabeth – Lamb of Comstock

5.2.4 Weiterführende Handlungsskizze zu BIOSHOCK INFINITE

5.3 Ludische Funktionen Elizabeths

5.4 Relation zwischen Booker DeWitt und Elizabeth

6 Erwartungen und Kriterien der Entwickler bei der Erschaffung Elizabeths

7 Elizabeth – eine Damsel in Progress

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Charakterkonzeption von Elizabeth aus dem Videospiel BioShock Infinite vor dem Hintergrund des feministischen Stereotyps der „Damsel in Distress“. Dabei wird analysiert, ob und inwiefern das Spiel trotz innovativer Ansätze in die klassischen Muster der „Jungfrau in Nöten“ zurückfällt oder ob Elizabeth als „Damsel in Progress“ eine neue, selbstbestimmtere Rollenkonzeption verkörpert.

  • Analyse geschlechtsspezifischer Stereotype in digitalen Spielen
  • Untersuchung der figürlichen Darstellung und Kleidung von Elizabeth
  • Analyse der narrativen und ludischen Funktionen des Charakters
  • Vergleich der Entwickler-Intentionen mit der tatsächlichen Spielumsetzung
  • Evaluation des Begriffs der „Damsel in Progress“

Auszug aus dem Buch

Figürliche Darstellung Elizabeths

Elizabeths‘ Charaktertyp ist menschlich mit einigen übernatürlichen Kräften. Sie ist weiß und amerikanischen Typs mit braunen Haaren und blauen Augen. Sie besitzt eine schlanke bis dünne Figur mit schmaler Taille. Es ist keine groß ausgeprägte Muskulatur sichtbar. Der Brustbereich ist in normaler Größenordnung und nicht überzeichnet, dasselbe gilt für das Gesäß. Ihr Aussehen in Bezug auf Kleidung und Frisur ändert sich einmal während des Spielverlaufs, sodass es zwei Garderoben zu vergleichen gilt. In Abbildung 1 ist rechts die zuerst auftretende Gestalt Elizabeths zu sehen, links ihr verändertes Aussehen im darauf folgenden Spielverlauf. Beide Varianten sind jedoch dem Kleidungsstil des Zeitalters des Spiels entlehnt – die Wende vom 19. ins 20. Jahrhundert, bzw. das Jahr 1912 als den Zeitabschnitt, der tatsächlich gespielt wird.

Zunächst trägt sie ihr langes Haar zu einem Pferdeschwanz gebunden, der mit einem blauen Band zusammen gehalten wird. Sie ist mit einer weißen Bluse mit Biesen bekleidet, welche zudem mit einem blauen Kragen mit goldenem Rand und einem blauen Tuch ausgestattet ist. Die Bluse ist in einen knapp mittellangen blauen Taillenrock gesteckt, zudem trägt sie schwarze Schnürstiefel mit einem kleineren Absatz.

Der Stil der Kleidung ist als normal und sogar als etwas bieder zu bezeichnen. Die Ärmellänge wechselt zwischen langärmlig und auf Halbarm aufgeschlagen. Der Ausschnitt endet unterhalb des Nackens und der Rock endet unterhalb der Knie.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einführung thematisiert die Relevanz des „Damsel in Distress“-Motivs in Videospielen und stellt die Zielsetzung der Analyse von Elizabeth aus BioShock Infinite vor.

2 Der Ball im Spiel – Der Stereotyp ‚Damsel in Distress‘: Dieses Kapitel definiert den Stereotyp als gedankliches Kürzel und beschreibt die damit verbundene Degradierung weiblicher Charaktere zu passiven Objekten oder „Spielbällen“ der Handlung.

3 Forschung zu Figurenkonzeption und Gender in Game Studies: Hier werden wissenschaftliche Modelle zur Analyse weiblicher Spielfiguren, inklusive Kategorien für Kleidung und narrative Rollen, vorgestellt.

4 Heuristik zur weiteren Analyse von BIOSHOCK INFINITE: Dieser Abschnitt legt das methodische Vorgehen fest, basierend auf den Modellen von Schröter und Grimes, um die narrative und ludische Ebene der Figur Elizabeth zu untersuchen.

5 Analyse: Elizabeth in BIOSHOCK INFINITE: Das Kernkapitel untersucht detailliert Elizabeths äußeres Erscheinungsbild, ihre narrative Rolle, ludische Interaktionen sowie ihre Beziehung zu Booker DeWitt.

6 Erwartungen und Kriterien der Entwickler bei der Erschaffung Elizabeths: Kapitel 6 reflektiert die Aussagen der Entwickler von Irrational Games bezüglich ihrer Motivation, eine menschliche und interaktive Begleiterin zu schaffen.

7 Elizabeth – eine Damsel in Progress: Das Fazit fasst zusammen, dass sich Elizabeth von einer eingesperrten „Damsel“ zu einer starken, selbstbestimmten jungen Frau entwickelt, auch wenn vereinzelte stereotypische Elemente bestehen bleiben.

Schlüsselwörter

BioShock Infinite, Elizabeth, Damsel in Distress, Damsel in Progress, Game Studies, Gender, Figurenkonzeption, Videospiele, Feministische Medienkritik, Ludische Funktion, Narrative Struktur, Stereotype, Irrational Games, Rollenbild, Charakterentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob der Charakter Elizabeth aus BioShock Infinite trotz ihrer Rolle als Begleiterin den stereotypischen „Damsel in Distress“-Tropus bedient oder ob sie diesen durch eine eigene Charakterentwicklung durchbricht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Gender-Stereotype in Videospielen, die Analyse von Figurenkonzeptionen, die Untersuchung narrativer und spielmechanischer Strukturen sowie die Intentionen von Spieleentwicklern.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den „Damsel in Distress“-Gehalt in Elizabeths Figurenkonzeption mithilfe verschiedener Analyseaspekte zu ermitteln und zu bewerten, inwieweit die Entwickler trotz des Anspruchs auf Innovation auf stereotype Darstellungen zurückgreifen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt die Inhaltsanalyse, orientiert an etablierten Game-Studies-Modellen (u.a. Schröter, Grimes, Jansz & Martis), um sowohl die narrative Ebene als auch die ludische Simulation und das äußere Erscheinungsbild zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine figürliche Analyse, die Untersuchung des narrativen Kontextes der Stadt Columbia, die Bewertung von Elizabeths ludischen Funktionen (z.B. Hilfe im Kampf) und die Analyse ihrer Beziehung zu Booker DeWitt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind BioShock Infinite, Damsel in Distress, Damsel in Progress, Gender, Figurenkonzeption und narrative Spielstrukturen.

Wie unterscheidet sich Elizabeth von den weiblichen NPCs im Spiel?

Elizabeth zeichnet sich durch ein starkes Wesen, Intelligenz und Handlungsfähigkeit aus, während die weiblichen NPCs in Columbia meist in traditionelle, schutzbedürftige Rollenbilder gedrängt werden.

Warum wird der Begriff „Damsel in Progress“ gewählt?

Dieser Begriff beschreibt passend den Entwicklungsprozess von Elizabeth: Sie startet als klassische „Damsel in Distress“ (Befreiung aus dem Turm), wächst jedoch durch ihre Macht und ihren Willen zur Selbstbestimmung über dieses Klischee hinaus.

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Details

Titel
Elizabeth im Computerspiel "BioShock Infinite". Eine weitere "Damsel in Distress"?
Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen  (Philosophische Fakultät)
Veranstaltung
Analyse: Game Studies
Note
1,7
Autor
Tanja Rot (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
20
Katalognummer
V274429
ISBN (eBook)
9783656674061
ISBN (Buch)
9783656674092
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Games Game Game Studies BioShock BioShock Infinite Frauenrolle Gender Frau damsel in distress
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tanja Rot (Autor:in), 2014, Elizabeth im Computerspiel "BioShock Infinite". Eine weitere "Damsel in Distress"?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274429
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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