Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Politique - Sujet: Union européenne

Das Abstimmungsverhalten der rechtspopulistischen Fraktion „Europa der Freiheit und Demokratie“ im Europäischen Parlament

Eine Fallstudienanalyse auf Basis des Prinzipal-Agent-Ansatzes

Titre: Das Abstimmungsverhalten der rechtspopulistischen Fraktion „Europa der Freiheit und Demokratie“ im Europäischen Parlament

Mémoire de Maîtrise , 2012 , 124 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Anna Kramer (Auteur)

Politique - Sujet: Union européenne
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Die Europäische Integration wurde in den letzten Jahrzehnten durch mehrere Reformverträge vorangetrieben und die Kompetenzen einzelner Institutionen innerhalb der EU erweitert. Seitdem steht die Analyse der Fraktionen des Europäischen Parlamentes (EP) häufig im Mittelpunkt und es wurden relativ hohe Geschlossenheitswerte im Abstimmungsverhalten ermittelt, wodurch die fortschreitende Europäische Integration deutlich wird.
Analysen des Abstimmungsverhaltens der großen Fraktionen im EP bestimmen seit den 1990er-Jahren die Forschung im Bereich der Europäischen Studien. Im Mittelpunkt stehen Arbeiten über die präferierte Einbringung von Interessen bei Entscheidungen, das heißt ob nach nationalen Parteilinien oder nach transnationalen Linien gestimmt wurde. Dadurch können Aussagen über die Effektivität der Fraktionen innerhalb der Politikgestaltung der Europäischen Union (EU) getroffen werden.
Ein bedeutsames Ergebnis ist, dass die Entscheidungen in den Fraktionen im EP größtenteils entlang transnationaler Linien getroffen werden. Außerdem wurden wie eingangs erwähnt relativ hohe Geschlossenheitswerte im Abstimmungsverhalten ermittelt, wodurch das EP an Effektivität und Legitimität gewinnt. Denn wenn Entscheidungen im EP ausschließlich entlang nationaler Linien getroffen würden, wären niedrige Geschlossenheitswerte und zweifelhafte Entscheidungen die Folge. Damit könnte das EP wiederum kaum wirkungsvolle Entscheidungen treffen. So überrascht es, dass die niedrigen Geschlossenheitswerte der rechten Fraktionen im EP bislang in der wissenschaftlichen Diskussion weitestgehend unbeachtet blieben.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

1.1. Problemstellung und Ziel der Arbeit

1.2 Gliederung der Arbeit und methodisches Vorgehen

2. Theoretische Hintergründe und Methodenreflexion

2.1 Der Prinzipal-Agent-Ansatz im wissenschaftlichen Diskurs

2.2 Das Europäische Parlament und der Prinzipal-Agent-Ansatz

2.2.1 Delegationsbeziehungen im Europäischen Parlament

2.2.2 Anreize und Ziele der MEP

2.2.3 Delegationsprobleme im Europäischen Parlament

2.2.4 Zentrale Erkenntnisse und Erklärungslücken des Prinzipal-Agent-Ansatzes in Bezug auf das Europäische Parlament

2.3 Der Two-Principal-Ansatz zur Analyse des Europäischen Parlamentes: Konzeptionelle Grundlagen und wissenschaftlicher Diskurs

3. Fraktionen und der Rechtspopulismus im Europäischen Parlament

3.1 Die Rolle der Fraktionen im EP: Funktion und Aufbau

3.2 Fraktion, Ausschuss und Plenum: Abläufe der Entscheidungsfindung

3.2.1 Arbeitsweise in den Ausschüssen

3.2.2 Arbeitsweise in den Fraktionen

3.2.3 Arbeitsweise im Plenum

3.3 Rechtspopulismus in Europa und im Europäischen Parlament

3.3.1 Rechtspopulismus in Europa

3.3.2 Rechtspopulistische Parteien und Fraktionen in Europa

3.4 Zusammensetzung, Struktur und Inhalte der Fraktion ‚Europa der Freiheit und Demokratie’

4. Methodische Hintergründe der Fallstudienanalysen zum Abstimmungsverhalten im Europäischen Parlament

4.1 Forschungsdesign und methodisches Vorgehen

4.1.1 Datenbasis und ihre Aussagekraft

4.1.2 Analytisches Konzept und Datenauswertung

4.2 Begründung der Fallauswahl und Vorstellung der Untersuchungsgegenstände

4.2.1 Die Lega Nord

4.2.2 Die United Kingdom Independence Party

4.2.3 Inhaltliche Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Parteien

5. Empirische Analyse der Abstimmungsergebnisse der Lega Nord und der UKIP im Europäischen Parlament

5.1 Analyse der Abstimmungsergebnisse in Hinblick auf die Delegationsbeziehungen im Europäischen Parlament

5.2 Analyse der Abstimmungsergebnisse in Hinblick auf thematische Schwerpunkte

5.3 Exemplarische Analyse einer ausgewählten Abstimmung im Europäischen Parlament

5.3.1 Fall I: Lega Nord – Einzelanalyse einer Abstimmung

5.3.2 Fall II: UKIP – Einzelanalyse einer Abstimmung

5.4 Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse

6. Schlussfolgerung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, Erklärungsansätze für die vergleichsweise niedrigen Geschlossenheitswerte der rechtspopulistischen Fraktion "Europa der Freiheit und Demokratie" (EFD) im Europäischen Parlament zu finden. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, welche Erklärungen mit Hilfe des Two-Principal-Ansatzes (TPA) für das interessengeleitete Abstimmungsverhalten der Fraktionsmitglieder identifiziert werden können.

  • Analyse von Delegationsbeziehungen innerhalb der Fraktion EFD
  • Untersuchung des aufständischen Abstimmungsverhaltens bei ausgewählten Politikfeldern
  • Anwendung des Prinzipal-Agent-Ansatzes sowie des Two-Principal-Ansatzes auf das Abstimmungsverhalten
  • Fallstudien zu den Mitgliedsparteien Lega Nord (LN) und United Kingdom Independence Party (UKIP)
  • Methodische Auswertung namentlicher Abstimmungen (Roll-Call-Votes)

Auszug aus dem Buch

2.1 Der Prinzipal-Agent-Ansatz im wissenschaftlichen Diskurs

Im Jahr 1976 veröffentlichten Michael Jensen und William Meckling einen Aufsatz, auf dessen Grundlage der Prinzipal-Agent-Ansatz entwickelt wurde. Die Wissenschaftler stellten im Allgemeinen eine Beziehungskonstellation zwischen zwei Akteuren dar, die untereinander Ressourcen austauschen. Ein Prinzipal, der Ressourcen hat, nicht aber die Geeigneten für die Umsetzung seiner Interessen, delegiert diese Aufgabe an einen Agenten, der an den Ressourcen des Prinzipals interessiert ist. Von dem Agenten nimmt der Prinzipal an, dass er die geeigneten Fähigkeiten hat, um die Interessen umzusetzen. Prinzipal und Agent sind dabei nicht zwingend natürliche Personen, sondern können auch juristische Personen umfassen. Zudem ist es durchaus denkbar, dass in einer Situation ein Akteur die Rolle des Prinzipals einnimmt und in einer anderen Situation die des Agenten.

Wie bei allen Theorien rationaler Wahl und kollektiver Handlung liegt die Annahme des am Eigeninteresse orientierten Handelns zugrunde. Es wird vermutet, dass sich die Handlungsresultate durch die Zusammenarbeit beider Akteure grundlegend von denen eines einzelnen Akteurs unterscheiden. Diese auftretende Differenz wird als agency loss bezeichnet, wodurch eine Beziehung gegenseitiger Abhängigkeit entsteht. In der wissenschaftlichen Literatur werden einstimmig zwei Delegationsprobleme (agency problems) diskutiert, die durch agency loss entstehen. Das erste Problem wird durch die unterschiedliche Interessenlage von Prinzipal und Agent ausgelöst. Der Agent berücksichtigt dabei die Interessen des Prinzipals unzureichend und führt unbeobachtet Aktionen gegen die Interessen des Prinzipals durch, auch bezeichnet als sog. moral hazard. Dieser Zustand wird durch fehlende Beobachtung (-smöglichkeiten) des Prinzipals verstärkt (hidden action).

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der Fraktionsgeschlossenheit im Europäischen Parlament ein und definiert die Zielsetzung sowie die Forschungsfrage der Arbeit.

2. Theoretische Hintergründe und Methodenreflexion: Hier erfolgt eine theoretische Fundierung durch den Prinzipal-Agent-Ansatz und dessen Erweiterung zum Two-Principal-Ansatz, um Delegationsbeziehungen im EP zu analysieren.

3. Fraktionen und der Rechtspopulismus im Europäischen Parlament: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweise von Fraktionen und ordnet den Rechtspopulismus sowie die Fraktion EFD in diesen Kontext ein.

4. Methodische Hintergründe der Fallstudienanalysen zum Abstimmungsverhalten im Europäischen Parlament: Hier werden das Forschungsdesign, die Datengrundlage (Roll-Call-Votes) und die Fallauswahl (Lega Nord, UKIP) begründet.

5. Empirische Analyse der Abstimmungsergebnisse der Lega Nord und der UKIP im Europäischen Parlament: Dieses Hauptkapitel präsentiert die Auswertung der Abstimmungsdaten, analysiert thematische Schwerpunkte und führt qualitative Einzelanalysen der Abstimmungen durch.

6. Schlussfolgerung und Ausblick: Das Kapitel fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet diese im Hinblick auf die theoretischen Annahmen des Two-Principal-Ansatzes.

Schlüsselwörter

Europäisches Parlament, EFD, Lega Nord, UKIP, Prinzipal-Agent-Ansatz, Two-Principal-Ansatz, Abstimmungsverhalten, Rechtspopulismus, Delegationsbeziehungen, Roll-Call-Votes, Interessenkonflikte, agency loss, Fraktionsgeschlossenheit, politische Integration, politische Rationalität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Magisterarbeit untersucht die Gründe für das häufige "aufständische" Abstimmungsverhalten der rechtspopulistischen Fraktion "Europa der Freiheit und Demokratie" (EFD) im Europäischen Parlament.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themenfelder umfassen das Abstimmungsverhalten der Abgeordneten, die Funktionsweise von Fraktionen im EP, den theoretischen Prinzipal-Agent-Ansatz sowie das Phänomen des Rechtspopulismus in Europa.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, Erklärungsansätze für die niedrigen Geschlossenheitswerte der Fraktion EFD zu finden und zu prüfen, ob der Two-Principal-Ansatz hierfür ein geeignetes Erklärungsmodell bietet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theorietestende Analyse auf Basis namentlicher Abstimmungen (Roll-Call-Votes) im Zeitraum vom 01.01.2011 bis 01.01.2012 sowie qualitative Fallstudien der Parteien Lega Nord und UKIP.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Hintergründe und der Aufbau der Fraktionen erläutert, gefolgt von einer detaillierten empirischen Analyse der Abstimmungsergebnisse der zwei gewählten Fallstudien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Europäisches Parlament, EFD, Prinzipal-Agent-Ansatz, Abstimmungsverhalten und Rechtspopulismus charakterisiert.

Warum spielt der Two-Principal-Ansatz für die EFD eine besondere Rolle?

Da die EFD-Abgeordneten sowohl nationalen Parteien als auch einer europäischen Fraktion gegenüber verantwortlich sind, hilft der Ansatz zu verstehen, warum ihre Interessen oft divergieren und zu "aufständischem" Stimmen führen.

Wie unterscheidet sich das Abstimmungsverhalten von Lega Nord und UKIP?

Die Analyse zeigt, dass die UKIP-Abgeordneten im untersuchten Zeitraum deutlich häufiger aufständisch stimmten als die der Lega Nord, wobei beide Parteien unterschiedliche thematische Schwerpunkte für ihre Abweichungen von der Fraktionslinie setzen.

Fin de l'extrait de 124 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Das Abstimmungsverhalten der rechtspopulistischen Fraktion „Europa der Freiheit und Demokratie“ im Europäischen Parlament
Sous-titre
Eine Fallstudienanalyse auf Basis des Prinzipal-Agent-Ansatzes
Université
http://www.uni-jena.de/
Note
1,0
Auteur
Anna Kramer (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
124
N° de catalogue
V274441
ISBN (ebook)
9783656662280
ISBN (Livre)
9783656662242
Langue
allemand
mots-clé
abstimmungsverhalten fraktion europa freiheit demokratie europäischen parlament eine fallstudienanalyse basis prinzipal-agent-ansatzes Topic_Rechtspopulismus
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anna Kramer (Auteur), 2012, Das Abstimmungsverhalten der rechtspopulistischen Fraktion „Europa der Freiheit und Demokratie“ im Europäischen Parlament, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274441
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  124  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint