Was genau meinen wir, wenn wir behaupten, etwas wäre moralisch nicht vertretbar? Was ist Moral? Und wie hängt unsere Vorstellung von Vernunft und triebgesteuertem Handeln damit zusammen? Diese Fragen versuchte schon Friedrich Nietzsche zu beantworten und anschaulich zu erklären. Seine Schriften sind gespickt mit Sprachbildern und von einer beeindruckenden Ausführlichkeit. Dieser Essay soll eine grobe Zusammenfassung Nietzsches Philosophie bezüglich menschlicher Moral geben.
Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- Die Herkunft des Begriffes der Moral
- Der Ursprung bei der Herrenmoral
- Die Umwertung zur Sklavenmoral
- Nietzsches Moralkritik
- Verschiedenste Moralsysteme
- Der Widerspruch
- Die Herangehensweise an die Moral
- Eine widernatürliche Moral
- Nietzsches Moralvorstellung
- Der Umgang mit der Frage: Eine neutrale Betrachtung
- Die Philosophie der Macht: Verständnisgrundlagen
- Der Wille zur Macht
- Die Sublimierung
- Definition der Moralgrundlage: Selbstüberwindung
- Bewertung von Moralität
- Die Verdrehung von Ursache und Folge
- Moralisch, unmoralisch und amoralisch
- Fazit: Eine angeborene Moral
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Essay befasst sich mit der Reflexion der Moral nach der Philosophie von Friedrich Nietzsche. Der Autor analysiert die Entstehung und Entwicklung des Moralbegriffs, beleuchtet Nietzsches Kritik an herkömmlichen Moralsystemen und untersucht seine eigene Moralvorstellung. Dabei werden zentrale Themen wie die Herrenmoral, die Sklavenmoral, der Wille zur Macht und die Selbstüberwindung behandelt.
- Die Entstehung und Entwicklung des Moralbegriffs
- Nietzsches Kritik an herkömmlichen Moralsystemen
- Nietzsches eigene Moralvorstellung
- Der Wille zur Macht als grundlegender Trieb
- Die Bedeutung der Selbstüberwindung für die Moral
Zusammenfassung der Kapitel
Das Vorwort führt in das Thema des Essays ein und erläutert den persönlichen Zugang des Autors zu Nietzsches Philosophie. Im zweiten Kapitel werden die Ursprünge des Moralbegriffs untersucht, wobei die Herrenmoral als ursprüngliche Form der Moral und die Sklavenmoral als deren Umwertung dargestellt werden. Das dritte Kapitel widmet sich Nietzsches Kritik an herkömmlichen Moralsystemen. Es werden verschiedene Moralsysteme und deren Widersprüchlichkeiten analysiert. Nietzsche kritisiert die unhinterfragte Annahme von Moral als „gegeben" und zeigt auf, dass Moral eine widernatürliche Konstruktion ist, die den „Instinkt des Lebens" unterdrückt. Das vierte Kapitel stellt Nietzsches eigene Moralvorstellung dar. Der „Wille zur Macht" wird als grundlegender Trieb des Menschen beschrieben, der sich in verschiedenen Erscheinungsformen, wie Leidenschaft und Vernunft, manifestiert. Die Sublimierung von Trieben und die Selbstüberwindung als Grundlage der Moral werden ebenfalls erläutert. Im fünften Kapitel werden die Bewertung von Moralität und die Unterscheidung zwischen moralischem, unmoralischem und amoralischem Handeln behandelt. Der Autor zeigt auf, dass wir bei der Beurteilung von Handlungen häufig Ursache und Folge vertauschen. Das sechste Kapitel stellt das Fazit des Essays dar.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die Moral, die Herrenmoral, die Sklavenmoral, Nietzsches Moralkritik, den Willen zur Macht, die Selbstüberwindung, die Bewertung von Moralität und die angeborene Moral. Der Autor beschäftigt sich mit der Philosophie von Friedrich Nietzsche und analysiert seine Kritik an traditionellen Moralsystemen sowie seine eigene Moralvorstellung. Der Essay beleuchtet die Entstehung und Entwicklung des Moralbegriffs und stellt die Bedeutung des Willens zur Macht und der Selbstüberwindung für die Moral heraus.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht Nietzsche unter „Herrenmoral“ und „Sklavenmoral“?
Herrenmoral ist die Moral der Starken, die sich selbst bejahen. Sklavenmoral ist die Reaktion der Schwachen, die die Werte der Herren umwerten und Mitleid sowie Demut predigen.
Was bedeutet „Umwertung aller Werte“?
Nietzsche fordert eine kritische Prüfung der christlich-abendländischen Moral, die er als lebensfeindlich ansieht, und eine Rückkehr zu Werten, die das Leben bejahen.
Was ist der „Wille zur Macht“?
Es ist der grundlegende Trieb alles Lebendigen nach Entfaltung, Steigerung und Selbstüberwindung, nicht notwendigerweise im Sinne politischer Macht.
Warum kritisiert Nietzsche die herkömmliche Moral?
Er sieht in ihr eine widernatürliche Konstruktion, die Instinkte unterdrückt und den Menschen schwächt, statt seine Potenziale zu fördern.
Was bedeutet „Selbstüberwindung“ bei Nietzsche?
Selbstüberwindung ist der Prozess, über sich selbst hinauszuwachsen, eigene Schwächen zu besiegen und neue, eigene Werte zu schaffen.
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- Tammy Terstegge (Author), 2013, Reflexion der Moral nach der Philosophie von Friedrich Nietzsche, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274445