Dieses gruppenpädagogische Angebot ist an die Kinder beider Geschlechter einer teilstationären Tagesgruppe adressiert. Diese sind im Alter von 6 bis 12 Jahren. Eine Teilnehmerzahl von 10 Kindern sollte nicht überschritten werden.
Jene Tagesgruppe zeigt sich auch für die Umsetzung des Projektes verantwortlich. Angeleitet und betreut wird sie dabei von zwei Sozialarbeiter(innen), wobei eine Person zugleich Leiter/in der Einrichtung ist. Vor Ort werden 2 Aufsichtspersonen des Hochseilgartens unterstützend interagieren.
Ziel des Vorhabens ist es, das Selbstvertrauen der Kinder zu stärken, die Aktivierung der Ressourcen jedes Einzelnen, den Zusammenhalt der Gruppe zu stärken und gegenseitigen Respekt als durchgängige Handlungsmaxime bei den Kindern der Tagesgruppe zu festigen.
Dieses Angebot findet an einem Ferientag, an welchem die Tagesgruppe ihre Türen geöffnet hat, als Tagesausflug auf freiwilliger Basis von 8-16 Uhr statt. Zu den Methoden, welche an diesem Tag zum Einsatz kommen, zählen Rollenspiele, Gesprächsrunden, Entspannungsübungen und natürlich das Sammeln von Selbsterfahrung, welche einzeln oder im Gruppengefüge, während der Kletterpartien gemacht werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Exposé
2. Theoretische Überlegungen
2.1. Theoretische Aufführungen
2.2 Bedarfsanalyse
2.3 Transfer auf die regionale Situation
2.4 Organisationsstruktur
3. Zielgruppenanalyse
3.1 Entwicklungspsychologische Erkenntnisse und individuelle Merkmale
3.2 Soziokulturelle Voraussetzungen nach Baake
4. Zielformulierung
5. Methodische Überlegungen
6. Evaluation
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Konzeption eines erlebnispädagogischen Tagesausflugs in einen Hochseilgarten für Kinder einer teilstationären Tagesgruppe. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie durch gezielte erlebnispädagogische Maßnahmen das Selbstvertrauen gestärkt, soziale Ressourcen aktiviert und der Zusammenhalt innerhalb der Gruppe nachhaltig gefestigt werden kann, um den Kindern konstruktive Bewältigungsstrategien für ihren Alltag zu vermitteln.
- Stärkung des Selbstwertgefühls und Vertrauensaufbaus der Kinder
- Förderung von Teamgeist und kooperativem Sozialverhalten
- Einsatz der Erlebnispädagogik als handlungsorientierte Methode
- Implementierung konfliktarmer Gesprächsführung nach Rosenberg
- Integration der Ergebnisse in den pädagogischen Alltag der Tagesgruppe
Auszug aus dem Buch
2.2 Bedarfsanalyse
Heranwachsende, welche regelmäßig in einer Tagesgruppe untergebracht sind, kommen erst dort häufig mit Regeln und Qualitäten in Verbindung, die von ihnen erst dort gelernt werden (Seithe 2001, S. 191). Dazu zählen unter anderem „Regeln im Umgang mit Mensch und Material, Förderung und Zuwendung“ sowie „soziale Kontakte mit Gleichaltrigen“ und „Selbstreflexion“ (Seithe 2001, S. 192f). Desweiteren ist es eine Aufgabe der teilstationären Hilfe zur Erziehung, die „emotionale[…] Entwicklung und Stabilisierung [der Kinder]“ zu fördern (Jordan und Sengling 1992, S. 168).
Ihr Auftrag, die Entwicklung der Kinder zu fördern, ist unmittelbar verbunden, den Kindern so „ihren Verbleib in ihrer Familie zu sichern“ (Späth in: Trede 2001, S. 573). Die Gesellschaft dieses Landes, sowie der hiesige Arbeitsmarkt verlangt stets nach gefestigten, selbstbewussten und teamfähigen Menschen. Und auch im Alltag werden diese Kompetenzen tagein, tagaus von jedem Menschen verlangt. Den Kindern kann und muss die Tagesgruppe helfen, jene Fähigkeiten zu erwerben, da ihnen diese bisher nicht vermittelt wurden und auch möglicherweise von ihrem gewöhnlichen, sozialen Umfeld nicht vermittelt werden können (keine Erwachsenen in einer Vorbildfunktion, falsch vorgelebte Ideale unter den Peers etc.).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Exposé: Dieses Kapitel stellt das gruppenpädagogische Angebot für die Kinder der Tagesgruppe vor und definiert die grundlegenden Rahmenbedingungen sowie die Zielsetzung des Projekts.
2. Theoretische Überlegungen: Hier werden die theoretischen Hintergründe, die soziale Ausgangslage der Zielgruppe, die Bedarfsanalyse sowie die Organisationsstruktur des geplanten Projekts erläutert.
3. Zielgruppenanalyse: Dieses Kapitel analysiert die entwicklungspsychologischen Voraussetzungen der Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren sowie die spezifischen soziokulturellen Rahmenbedingungen nach Baake.
4. Zielformulierung: Hier werden die Richt-, Erziehungs-, Handlungs- und Lernziele für das Projekt detailliert definiert und durch einen didaktischen Kommentar begründet.
5. Methodische Überlegungen: Dieses Kapitel beschreibt die eingesetzten Konzepte wie Erlebnispädagogik und Gesprächsführung nach Rosenberg sowie die konkrete Ablaufstruktur des Tages.
6. Evaluation: Abschließend werden die Kriterien für die Struktur-, Prozess- und Wirkungsqualität festgelegt, um den Erfolg der Maßnahme beurteilen zu können.
Schlüsselwörter
Erlebnispädagogik, Tagesgruppe, Selbstvertrauen, Zusammengehörigkeitsgefühl, Sozialarbeit, Kinder, Hochseilgarten, Gruppenprozess, Gesprächsführung, Selbstreflexion, Soziale Kompetenz, Respekt, Teilstationäre Erziehungshilfe, Konfliktlösung, Identitätsentwicklung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Konzeption eines erlebnispädagogischen Tagesangebots, das speziell auf die Bedürfnisse von Kindern in einer teilstationären Tagesgruppe zugeschnitten ist.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Felder sind die Stärkung des Selbstvertrauens, die Förderung der Gruppendynamik, der Erwerb sozialer Kompetenzen und die pädagogische Begleitung in herausfordernden Situationen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, durch praktische Erfahrungen in einem Hochseilgarten die Selbstwirksamkeit und den Teamgeist der Kinder zu fördern, um ihnen neue Perspektiven für ihren sozialen Alltag zu eröffnen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?
Die Autorin stützt sich auf entwicklungspsychologische Erkenntnisse (z. B. Latenzphase), erlebnispädagogische Handlungskonzepte und die gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg.
Was umfasst der Hauptteil der Ausarbeitung?
Der Hauptteil behandelt die theoretische Fundierung, die detaillierte Zielgruppenanalyse, die pädagogischen Lernziele sowie die methodische Umsetzung des Tagesausflugs.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Erlebnispädagogik, Selbstwertgefühl, Teamgeist, soziale Integration und Gruppenpädagogik beschreiben.
Wie spielt die „Latenzphase“ eine Rolle für das Konzept?
Die Latenzphase wird genutzt, um die Stabilität der kindlichen Identität zu betonen und das wachsende Bedürfnis nach Gruppenleben und außerfamiliärer Identifikation gezielt pädagogisch aufzugreifen.
Warum ist die Gesprächsführung nach Rosenberg für diese Zielgruppe wichtig?
Da viele der Kinder aus schwierigen sozialen Verhältnissen mit unkonstruktiven Kommunikationsmustern stammen, bietet dieser Ansatz ein wertfreies Modell, um Bedürfnisse und Gefühle sachlich auszudrücken.
- Quote paper
- Lisa Schröter (Author), 2013, Selbstvertrauen und Zusammengehörigkeit. Erlebnispädagogisches Konzept für Kinder einer Tagesgruppe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274580