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Ganztags- und Gesamtschule als Wege aus der sozialen Ungleichheit

Título: Ganztags- und Gesamtschule als Wege aus der sozialen Ungleichheit

Trabajo Escrito , 2014 , 14 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Marcus Kasten (Autor)

Sociología - Sistemas sociales y Estructuras sociales
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Da es bisher offenbar nicht gelungen ist, die bestehenden Ungleichheiten im deutschen Bildungssystem auszugleichen, sodass der Anspruch von gerechter Bildung für alle erfüllt wird, drängt sich die Frage auf, ob es überhaupt möglich ist, diese Ungleichheiten zu beseitigen.
Diese Arbeit möchte aufzeigen, was Bildungsungleichheiten sind, wie sie entstehen, worauf sie aufbauen und was auf ihnen aufbaut. Von diesen Grundlagen ausgehend werden anschließend die Systeme Gesamt- und Ganztagsschule beschreiben, die sich aktuell immer größerer Beliebtheit erfreuen und es wird untersucht, ob sich die Bildungsungleichheit durch diese Schulformen mildern oder beheben lässt,

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bildungsungleichheit – soziale Ungleichheit

3. Beharrungskräfte gegen jede Änderung

4. Die Ganztagsschule

5. Die Gesamtschule

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit das deutsche Bildungssystem soziale Ungleichheiten produziert und ob die Implementierung von Ganztags- und Gesamtschulen geeignet ist, diese bestehenden Disparitäten nachhaltig abzubauen oder auszugleichen.

  • Analyse der Entstehung und Reproduktion von Bildungsungleichheit
  • Untersuchung gesellschaftlicher Beharrungskräfte gegen Schulstrukturreformen
  • Evaluation des Potenzials von Ganztagsschulen zur individuellen Förderung
  • Diskussion der integrativen Gesamtschule als Lösungsansatz
  • Bedeutung der Schulstruktur für Chancengerechtigkeit

Auszug aus dem Buch

3. Beharrungskräfte gegen jede Änderung

Aber eine Angleichung des Bildungsstandes oder einen Ausgleich für die Benachteiligten ist in meinen Augen erreichbar. Ob dies allerdings ohne Nachteile für die bisher Bessergestellten gelingt, ist fraglich, denn „es geht offenbar nicht anders: Man muss die Spitze entprivilegieren, um die Basis zu reaktivieren“ (Bude 2011: 11).

Ich bin mir da nicht so sicher, auch wenn Heinz Bude vermutlich zu Recht von Beharrungskräften spricht, die gegen Änderungen am bestehenden Schulsystem sind. Diese gehen zumeist von Eltern aus, die nichts zu vererben haben, außer den bestmöglichen Chancen für ihre Kinder. Wo keine Firma an den Nachwuchs weiterzugeben ist, den dieser dann leiten und so für sich und die eigene Familie sorgen kann, sehen sich Eltern gezwungen, dafür zu sorgen, dass die Kinder auf einem Arbeitsmarkt bestehen können, der sich globalisiert und Konkurrenz aus aller Welt herbeiführt. „Man sieht sich genötigt, den optimalen Weg durch die Systeme der primären, sekundären und tertiären Bildung zu finden, um seinem Kind die angemessenen Startchancen bieten zu können, die es in einer Welt gesteigerter Konkurrenzfähigkeit zum Überleben benötigen wird“ (Bude 2011: 15f.). Wenn diese Eltern hören, dass das Bildungssystem zugunsten der Bildungsverlierer umgemodelt werden muss, wählen sie entweder den Weg der stillen Migration aus dem öffentlichen Bildungssystem und schicken ihre Kinder auf einer der vielen neu gegründeten Privatschulen, die auf diese Nachfrage antworten, oder lassen die Einführung eines zweigliedrigen Schulsystems wie in Hamburg 2010 mit einem Volksentscheid durchfallen (vgl. Bude 2011: 16ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Anspruch auf Bildungsgerechtigkeit in Deutschland und stellt die Forschungsfrage, ob das bestehende System überhaupt zur Beseitigung sozialer Ungleichheiten fähig ist.

2. Bildungsungleichheit – soziale Ungleichheit: Dieses Kapitel erläutert die Mechanismen, durch die soziale Herkunft und ökonomische Faktoren den Bildungserfolg determinieren und soziale Ungleichheit verfestigen.

3. Beharrungskräfte gegen jede Änderung: Hier wird analysiert, warum Teile der Gesellschaft aus Statusangst und Sorge um die Zukunft ihrer Kinder gegen Strukturreformen im Schulwesen opponieren.

4. Die Ganztagsschule: Der Abschnitt definiert die Ganztagsschule als Organisationsform und zeigt ihr Potenzial für individuelle Förderung und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auf.

5. Die Gesamtschule: Dieses Kapitel stellt die Gesamtschule als integratives Modell vor, das durch längeres gemeinsames Lernen Selektionseffekte abmildert und Chancengleichheit fördert.

6. Fazit: Das Fazit bejaht die Eignung von Ganztags- und Gesamtschulen als kombinierten Lösungsansatz und fordert mutige politische Reformen sowie eine Stärkung des Bundes in Bildungsfragen.

Schlüsselwörter

Bildungssystem, Soziale Ungleichheit, Ganztagsschule, Gesamtschule, Bildungsgerechtigkeit, Meritokratie, Schulstrukturreform, Chancengleichheit, Bildungsbiografie, Selektion, Integration, Individuelle Förderung, Bildungsstand, Privatschulen, Schulpolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die strukturellen Ursachen von Bildungsungleichheit im deutschen Schulwesen und diskutiert, wie moderne Schulformen dazu beitragen können, soziale Benachteiligungen abzubauen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg, die Widerstände gegen Schulreformen sowie das Potenzial von Ganztags- und Gesamtschulen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass eine flächendeckende Einführung der Ganztagsschule und der Gesamtschule ein notwendiger Schritt zur Herstellung von mehr Bildungsgerechtigkeit in Deutschland ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit Fachliteratur, bildungssoziologischen Studien (wie PISA oder LAU) und bildungspolitischen Analysen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Definition von Ungleichheit, den Beharrungskräften der Mittelschichten sowie der detaillierten Beschreibung der Ganztags- und Gesamtschule als komplementäre Bildungsansätze.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Bildungsungleichheit, soziale Herkunft, Reformfähigkeit, Chancengleichheit und das integrierte Schulmodell.

Warum leistet das aktuelle dreigliedrige System laut Autor keinen Beitrag zur Chancengerechtigkeit?

Der Autor argumentiert, dass die frühe Selektion im dreigliedrigen System soziale Ungleichheiten nicht beseitigt, sondern diese durch die Zuweisung zu verschiedenen Schulformen sogar produziert und verfestigt.

Welche Rolle spielt die Politik bei den geforderten Reformen?

Die Politik wird als zentraler Akteur gesehen, dem es bisher an Mut fehlt, das Bildungssystem strukturell zu reformieren, da Bildungsthemen oft wahlentscheidend sind und Widerstände gegen Änderungen gewaltig sind.

Wie bewertet der Autor die „Beharrungskräfte“?

Er beschreibt diese als verständliche, wenn auch pädagogisch kontraproduktive Reaktion von Eltern aus der Mitte der Gesellschaft, die um die Bildungschancen ihrer eigenen Kinder im globalen Wettbewerb fürchten.

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Detalles

Título
Ganztags- und Gesamtschule als Wege aus der sozialen Ungleichheit
Universidad
University of Kassel  (Fachbereich 05)
Calificación
2,0
Autor
Marcus Kasten (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
14
No. de catálogo
V274582
ISBN (Ebook)
9783656674337
ISBN (Libro)
9783656674306
Idioma
Alemán
Etiqueta
Bildung Schule Ungleichheit Ungerechtigkeit ungerecht Ganztagsschule Gesamtschule
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Marcus Kasten (Autor), 2014, Ganztags- und Gesamtschule als Wege aus der sozialen Ungleichheit, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274582
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