Der Stellenwert von Attraktivität und Schönheit in der Gesellschaft


Essay, 2012

10 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Einleitung

Bei meiner Argumentation im Folgenden beziehe ich mich besonders auf das Buch „Körper machen Leute – Der Kult um die Schönheit“ von Waltraud Posch.

Zunächst möchte ich darauf eingehen, inwieweit verschiedene Geschlechtscharaktere sozial konstruiert sind. Weiterhin erläutere ich Poschs Ausführungen über den Stellenwert von Attraktivität und Schönheit in der Gesellschaft und äußere mich kritisch zu ihrer Sichtweise. Außerdem stellt sie die Rolle der Frau sehr pauschal und schwach dar, was ich am Ende meines Textes widerlegen und hinterfragen möchte.

Hauptteil

Unterschiede zwischen den Geschlechtern

Bei der Geburt eines Kindes kann und wird zunächst einmal nur auf das biologische Geschlecht Wert gelegt. Die Eltern haben ein Kinderzimmer entweder für ein Mädchen oder für einen Jungen hergerichtet; eine Mischung gibt es nicht. Man wird wohl kaum einen Fußball oder ein Lego-LKW im Zimmer eines neugeborenen Mädchens auffinden. Stattdessen leuchtet die Wand klischeehaft in pink und im Gitterbettchen des Babys findet man Barbies und Puppen. Ein Jungenzimmer wäre wohl eher in blau gestrichen worden und man hätte bestimmt keine Barbie dort aufgefunden. Ohne zu wissen, ob das Neugeborene vielleicht nicht doch lieber ein kleines Auto statt einer Puppe gehabt hätte, kauft man frei nach den Kategorien Junge oder Mädchen Spielzeug ein und beeinflusst dabei unbewusst die Geschlechtsrolle des eigenen Kindes, das noch gar nicht auf der Welt ist, so Posch.

Wird das Kind dann geboren und der Arzt ruft „Es ist ein Mädchen!“, werden lediglich anhand des biologischen Geschlechts des Kindes eine ganze Reihe von geschlechtsspezifischen Merkmalen festgelegt, die man ohne weiteres noch gar nicht wissen kann. Man bezieht sich lediglich auf die gängigen Vorstellungen von Männern und Frauen – und nichts dazwischen. Laut der Autorin soll die Biologie soll das Ganze rechtfertigen.

Wächst das Kind dann heran, wird mit dem gekauften Spielzeug unbewusst ein ganzes Interessenspektrum dessen festgelegt, wie die Autorin erläutert. Auch in der Erziehung wird dem Kind vorgelebt, wie es sich als Frau oder als Mann zu verhalten hat. Ein Junge hackt mit seinem Vater Holz und hilft bei verschiedenen körperlichen Arbeiten, ein Mädchen lernt nähen und wird von der Mutter in die Kochkunst eingeführt. Nichts wird dabei dem Zufall überlassen. Die Unterschiede in den Interessen von Männern und Frauen sind also sozial konstruiert, sei es durch Erziehung der Eltern oder weiterführend in Kindergarten und der Schule. Es wird strikt nach dem Zwei-Geschlechter-Prinzip unterschieden – ein Ausbruch aus der Norm wird als falsch angesehen.

Laut Posch gilt innerhalb beider Geschlechterrollen die des Mannes als Norm. An ihr wird die Rolle der Frau gemessen. Es gibt grundsätzlich keine Beschreibung für den Mann als „starkes Geschlecht“. Geläufig ist nur das „schwache Geschlecht“ der Frau, wobei der Grad der Schwäche an der Stärke der Männer gemessen wird. Letztere dürfen keine Schwäche zeigen. Die Frau hat dabei einen größeren Spielraum. Gerade in der Mode zeigt sich heute ein Trend hin zu „Boyfriedjeans“ und weiten Hemden, die aus der Männermode entlehnt sind. Frauen gelten damit als „cool“ und „lässig“, haben jedoch immer noch ihre Rolle als schwaches Geschlecht inne. Bei Männern ist der Grad von modisch hin zu „Der ist doch schwul!“ schmaler. Zwar lässt sich dieses Verhalten nicht pauschalisieren, jedoch zeigen besonders homosexuelle Männer ihre sexuelle Orientierung durch ihre Kleidung an.

Am Beispiel Billy Elliotts möchte ich aufzeigen, wie ein Junge, der aus seiner sozialen Rolle ausbricht, dafür gerade von seiner eigenen Familie gesellschaftlich verurteilt wird. Im Debütfilm „Billy Elliott – I will dance“ von Stephen Daldey legt Billys Vater sehr viel Wert auf eine strikte Trennung der Rollen von Mann und Frau und schickt seinen Sohn zum Box-Unterricht. Dieser hat jedoch eher Augen für den Ballettunterricht von Mrs.Wilkinson und hört dafür mit dem Boxen auf – natürlich heimlich. Außerdem entdeckt Billy nach und nach, dass er mehr auf Jungs steht, als auf Mädchen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Der Stellenwert von Attraktivität und Schönheit in der Gesellschaft
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Note
1,7
Autor
Jahr
2012
Seiten
10
Katalognummer
V274591
ISBN (eBook)
9783656670919
ISBN (Buch)
9783656670896
Dateigröße
370 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
stellenwert, attraktivität, schönheit, gesellschaft
Arbeit zitieren
Maja Büttner (Autor), 2012, Der Stellenwert von Attraktivität und Schönheit in der Gesellschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274591

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