Assessment center play an important role in todays business life. It can
be a successful method to select and evaluate potential candidates for
vacancies. Unfortunately group decisions made by the observance
committee are not necessarily more successful than a decision made by a single person. Therefore this paper deals with the question how an
assessment center should be organised to maximize the qualitative
decisions made by the committee. Literature research is the base of this
thesis work progress and leads to the final results of this assignment. The main focus lies on the phenomenon“groupthink” and the “common
knowledge” effect.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffserklärung Assessment Center und Beobachtungskonferenz
3. Zentrale Erkenntnisse über die Güte von Gruppenentscheidungen
3.1 Effekte des gemeinsamen Wissens
3.2 Gruppendenken
4. Fehlurteile durch die Beobachtungskonferenz im Assessment Center
4.1 Kontextbezogenes Beispiel des Effekts des gemeinsamen Wissens
4.2 Kontextbezogenes Beispiel des Phänomens des Gruppendenkens
5. Handlungsempfehlungen für die Durchführung der Beobachtungskonferenz
5.1 Empfehlung zur Verhinderung des Effekts des gemeinsamen Wissens
5.2 Empfehlung zur Verhinderung von Gruppendenken
6. Persönliche Stellungnahme
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die kritischen Faktoren, die die Qualität von Gruppenentscheidungen innerhalb von Beobachtungskonferenzen in Assessment Centern beeinflussen, und leitet daraus Strategien zur Qualitätsoptimierung ab.
- Phänomen des Gruppendenkens (Groupthink)
- Effekt des gemeinsamen Wissens (Common knowledge effect)
- Optimierung von Entscheidungsprozessen in Gremien
- Analyse psychologischer Risikofaktoren in Auswahlverfahren
- Methodische Handlungsempfehlungen für Beobachter
Auszug aus dem Buch
3.1 Effekte des gemeinsamen Wissens
Der Effekt des gemeinsamen Wissens (englisch: Common knowledge effect) differenziert zwischen potenzieller und tatsächlicher Gruppenleistung. Die potenzielle Gruppenleistung beschreibt hierbei die Leistung, die erbracht werden kann, wenn alle von den einzelnen Mitgliedern zur Verfügung stehenden Ressourcen eingesetzt werden (Meynhardt & Brunner 2005). Die tatsächliche Gruppenleistung ist hingegen die Summe der wirklich eingesetzten Potenziale aller Mitglieder. Beim Effekt des gemeinsamen Wissens konzentrieren sich die Mitglieder einer Gruppe lediglich auf Wissen, welches alle gemeinsam haben und vernachlässigen das individuelle Fachwissen, welches ausschließlich dem Individuum zugänglich ist (Wilke & Wit 2003).
Gründe für das Auftreten dieses Effektes können normativer Druck sein, der durch den Anstieg der Gruppenkohäsion steigt. Aber auch informativer Druck, bei dem der Fokus zu sehr auf einer richtigen Lösung liegt, kann dazu führen, dass dem Gruppenkonsens nicht widersprochen wird (Meynhardt & Brunner 2005). Des Weiteren gibt es auch stochastische Erklärungen, sowie Zeitmanagementgründe für das Auftreten des Effekts des gemeinsamen Wissens. Strasser und Titus (1985; 1987) entwickelten das CIS-Modell (Collective Information Sampling Modell) welches besagt, dass die Wahrscheinlichkeit der Nennung einer Information innerhalb einer Gruppe mit der Anzahl der Mitglieder steigt (Schauenburg, 2004). Der Effekt des gemeinsamen Wissens kann dem entsprechend den Erfolg einer Gruppenentscheidung erheblich schmälern.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik subjektiver Personalentscheidungen ein und begründet die Relevanz der Assessment-Center-Methode sowie die Untersuchung ihrer Qualität.
2. Begriffserklärung Assessment Center und Beobachtungskonferenz: Hier werden die methodischen Grundlagen und die Struktur eines Assessment Centers sowie die Zusammensetzung des beobachtenden Gremiums definiert.
3. Zentrale Erkenntnisse über die Güte von Gruppenentscheidungen: Das Kapitel erläutert die psychologischen Mechanismen wie den "Common knowledge effect" und das "Groupthink", die die Qualität kollektiver Urteile beeinträchtigen können.
4. Fehlurteile durch die Beobachtungskonferenz im Assessment Center: Anhand praxisnaher Fallbeispiele wird aufgezeigt, wie sich die zuvor genannten Phänomene negativ auf die Auswahlentscheidungen auswirken.
5. Handlungsempfehlungen für die Durchführung der Beobachtungskonferenz: Dieses Kapitel bietet konkrete methodische Maßnahmen und Strategien an, um Fehlentscheidungen durch Gruppeneffekte gezielt zu minimieren.
6. Persönliche Stellungnahme: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion über die Umsetzbarkeit der Empfehlungen und die Bedeutung professioneller Strukturen in der Personalauswahl.
Schlüsselwörter
Assessment Center, Beobachtungskonferenz, Gruppenentscheidung, Gruppendenken, Common Knowledge Effect, Personalauswahl, Gruppenkohäsion, Personalkompetenz, Entscheidungsprozess, Personalmanagement, Eignungsdiagnostik, Psychologie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Qualität von Gruppenentscheidungen innerhalb von Beobachtungskonferenzen in Assessment Centern und analysiert, warum diese nicht immer bessere Ergebnisse liefern als Einzelentscheidungen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind der "Effekt des gemeinsamen Wissens" sowie das Phänomen des "Gruppendenkens" und deren Auswirkungen auf die Personalauswahl.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es zu untersuchen, wie Assessment Center strukturiert werden müssen, um die Qualität der durch das Gremium getroffenen Entscheidungen zu maximieren.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse von psychologischen Modellen sowie deren Anwendung auf praxisnahe Fallbeispiele.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Hintergründe von Gruppenfehlern und illustriert diese anhand von Beispielen aus der Unternehmenspraxis, gefolgt von konkreten Handlungsempfehlungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen zählen Assessment Center, Gruppendenken, Beobachtungskonferenz, Common Knowledge Effect und Personalauswahl.
Wie wirkt sich der Zeitdruck konkret auf die Entscheidungsfindung aus?
Zeitdruck führt dazu, dass Gruppen eher dazu neigen, nur das bereits geteilte Wissen zu kommunizieren, anstatt wertvolle, individuelle Informationen zu teilen, was die Qualität der Entscheidung mindert.
Warum ist ein heterogenes Team für die Beobachtungskonferenz so wichtig?
Ein heterogenes Team verhindert eine zu hohe Gruppenkohäsion und fördert eine kritische Auseinandersetzung, was dem Phänomen des Gruppendenkens entgegenwirkt.
Welche Rolle spielt der sogenannte "Advocatus Diaboli" in diesem Kontext?
Ein "Advocatus Diaboli" nimmt gezielt eine Gegenposition ein, um kontroverse Argumente hervorzurufen, den normativen Druck zu senken und das Gesamtwissen der Gruppe besser nutzbar zu machen.
Wie kann eine unparteiische Führung die Entscheidungsqualität verbessern?
Eine unparteiische Führung kann strukturelle Mängel und Gruppendynamiken wie Kohäsion frühzeitig erkennen und durch das Vorgeben von Normen, wie etwa "kritisches Denken", eine neutrale Urteilsbildung fördern.
- Quote paper
- Johannes Barth (Author), 2014, Gruppenentscheidungen innerhalb der Beobachtungskonferenz im Rahmen von Assessment Centern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274593