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Kontrakturprophylaxe. Eine Literaturstudie

Título: Kontrakturprophylaxe. Eine Literaturstudie

Texto Academico , 2011 , 31 Páginas

Autor:in: Siegfried Huhn (Autor)

Medicina - Anatomía, fisiología, citología
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Die Suche nach Studien zur Kontrakturprophylaxe gestaltet sich aufgrund der geringen Zahl an Forschungsarbeiten äußerst schwierig. Die meisten Studien kommen aus dem Bereich der Physiotherapie oder der Orthopädie und werden für diese Arbeit als nicht relevant eingeschätzt. Insgesamt werden 12 Original- arbeiten in die Literaturstudie übernommen. Die recherchierten Studien haben überwiegend mittlere Qualität. Aus dem Fachbereich der Pflege finden sich drei Studien zur Prävalenz von Kontrakturen, zu Prädiktoren und zur Risikoerken- nung (Laksmi et al. 2008; Rabiner et al. 1995; Wagner et al. 2008). Zwei pro- spektive Studien zur Entwicklung von Kontrakturen kommen aus der Physiothe- rapie (Mollinger und Steffen 1993) und der Rehabilitation (Sackley et al. 2010). Eine Übersichtsarbeit zu Mobilitätseinschränkungen (Walsh et al. 2008) kommt aus dem Bereich der Medizin. Alle anderen Arbeiten untersuchen die Wirksam- keit von Interventionen zur Kontrakturprophylaxe und Bewegungsförderung in Gelenken. Es finden sich drei Studien, die sich mit Dehnen (Stretching) be- schäftigen (Harvey et al. 2000; Katalinic et al. 2011; Turton und Britten 2005). Eine Studie vergleicht das Training auf dem Kipptisch mit dem Tagen einer Schiene zur Prophylaxe der Kontraktur im Fußgelenk (Robinson et al. 2008). Eine weitere das Tragen einer Orthese in Neutralstellung am Handgelenk (Bür- ge et al 2008). Eine Sonderstellung nimmt die Arbeit von Fox et al. (2000) ein, die ein „Bed Positioning Program“ untersucht.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Ergebnisse der Literaturstudie

2. Definition, Diagnostik und klinische Bedeutung

3. Prävalenz von Kontrakturen

4. Risikoerhebung

5. Interventionen

i. Durchbewegen der Gelenke

ii. Dehnen der Gelenke

iii. Positionierung in physiologischer Mittelstellung

iv. Sonstige Interventionen

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis (inklusive weiterführender Literatur)

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Literaturstudie verfolgt das Ziel, den aktuellen Forschungsstand zur Wirksamkeit von Kontrakturprophylaxen bei mobilitätseingeschränkten Bewohnern in Pflegeheimen kritisch zu bewerten, um die wissenschaftliche Fundierung gängiger pflegerischer Maßnahmen zu überprüfen.

  • Aktueller Stand der Forschung zu Kontrakturursachen und Prävalenzraten.
  • Kritische Analyse und Neubewertung etablierter pflegerischer Interventionen wie Dehnen und Durchbewegen.
  • Untersuchung des Zusammenhangs zwischen pflegerischen Maßnahmen und der Entstehung von Kontrakturen.
  • Identifikation von Wissensdefiziten in der professionellen Pflegepraxis.
  • Ableitung von Konsequenzen für Qualitätsprüfungen und zukünftige Forschungsbedarfe.

Auszug aus dem Buch

3. Prävalenz von Kontrakturen

Kontrakturen gelten als ein häufig auftretendes Problem in der Versorgung von mobilitätseingeschränkten Bewohnern von Pflegeheimen. Bezüglich der Prävalenz liegen jedoch nur wenige Daten vor. Fox und Richardson (2000) geben aufgrund ihrer Recherche für die USA eine Prävalenz von 24% - 75% für Kontrakturen an. Dabei nennen sie Kontrakturen am Knie als eine der am häufigsten auftretenden Kontrakturen. Mollinger und Steffen (1993) untersuchen 112 Bewohner von Pflegeheimen auf das Vorliegen einer Kniegelenkskontraktur. Die Erhebung erfolgt mittels 360-Grad-Goniometer. Dabei stellen die Autoren bei 98 der Bewohner (87,5%) eine Einschränkung im ROM fest. Nur 14 Personen (12,5%) hatten einen vollen Bewegungsumfang.

Rabiner et al. (1995) haben in ihrer Untersuchung die Prävalenz von Kontrakturen bei 161 Bewohnern eines Pflegeheimes erhoben. Alle Bewohner haben einen erhöhten Pflegebedarf. Die Daten werden der Pflegedokumentation entnommen. Bei 43 der Bewohner (26,7%) war eine Kontraktur dokumentiert. Kontrakturen der Hand (Finger) und des Handgelenk werden bei 20 Bewohnern (12,2%) erhoben und sind die am häufigsten auftretenden Kontrakturen, gefolgt von Kontrakturen am Kniegelenk (9,2%) und am Ellbogengelenk (6,7%). Kontrakturen am Sprunggelenk wurden bei 10 Bewohnern (6,2%) festgestellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Ergebnisse der Literaturstudie: Es wird dargelegt, dass die Suche nach Studien zur Kontrakturprophylaxe aufgrund einer geringen Anzahl an Forschungsarbeiten schwierig ist und nur eine begrenzte Auswahl an qualitativ durchwachsenen Studien in die Literaturstudie aufgenommen werden konnte.

2. Definition, Diagnostik und klinische Bedeutung: Das Kapitel verdeutlicht das Fehlen einer einheitlichen Definition für Kontrakturen und diskutiert die Herausforderungen einer differenzierten Diagnostik sowie die gravierenden Auswirkungen auf die Aktivitäten des täglichen Lebens.

3. Prävalenz von Kontrakturen: Hier werden die vorhandenen Daten zur Häufigkeit von Kontrakturen in Pflegeheimen analysiert, wobei signifikante Schwankungen in den Prävalenzraten zwischen verschiedenen Studien festgestellt werden.

4. Risikoerhebung: Dieses Kapitel identifiziert Faktoren wie Immobilität, medizinische Diagnosen und bestimmte pflegerische Maßnahmen als signifikante Risikoparameter für die Entstehung von Kontrakturen.

5. Interventionen: Es erfolgt eine kritische Bewertung gängiger Maßnahmen wie Durchbewegen, Dehnen und Lagerung, wobei deren wissenschaftliche Wirksamkeit in der Praxis stark hinterfragt wird.

6. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Feststellung, dass die etablierten pflegerischen Interventionen kaum wissenschaftlich fundiert sind und dringend eine Anpassung der Qualitätsprüfungsverfahren sowie weitere Forschung erforderlich ist.

7. Literaturverzeichnis (inklusive weiterführender Literatur): Dieses Kapitel enthält eine umfassende Auflistung der für die Studie herangezogenen Quellen und weiterführender Fachliteratur.

Schlüsselwörter

Kontrakturprophylaxe, Pflegeheim, Immobilität, Kontrakturen, Prävalenz, Bewegungsförderung, Gelenkbeweglichkeit, Physiotherapie, Pflegepraxis, Assessment, Evidenz, Studienanalyse, Patientenversorgung, Risikofaktoren, Bewegungsgrad.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht kritisch den wissenschaftlichen Kenntnisstand zur Prophylaxe von Kontrakturen bei immobilen Bewohnern in Pflegeheimen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Definition und Diagnostik von Kontrakturen, deren Prävalenz, die Risikoerhebung sowie die kritische Würdigung pflegerischer und physiotherapeutischer Interventionen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die wissenschaftliche Evidenz für in der Pflegepraxis gängige Kontrakturprophylaxen zu prüfen und deren Sinnhaftigkeit zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer systematischen Literaturstudie, in der vorhandene Studien zum Thema gesichtet, ausgewertet und vergleichend analysiert wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert bestehende Forschungsergebnisse zu Kontrakturrisiken, vergleicht Prävalenzstudien und bewertet kritisch verschiedene Interventionsansätze wie passives Durchbewegen, Dehnen und spezielle Lagerungstechniken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie Kontrakturprophylaxe, Pflegewissenschaft, Evidenzbasierung, Immobilität und Prävalenz charakterisiert.

Wie zuverlässig sind laut Autor die derzeitigen Pflegestandards?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die in der Pflege gelehrten Interventionen zur Kontrakturprophylaxe derzeit kaum eine wissenschaftliche Grundlage besitzen und ihre Wirksamkeit nicht belegt ist.

Welche Bedeutung haben Kontrakturen für den betroffenen Bewohner?

Kontrakturen führen zu erheblichen Einschränkungen bei Aktivitäten des täglichen Lebens, verursachen Schmerzen und erhöhen den Pflegeaufwand sowie das Risiko für weitere Komplikationen wie Dekubitus.

Final del extracto de 31 páginas  - subir

Detalles

Título
Kontrakturprophylaxe. Eine Literaturstudie
Autor
Siegfried Huhn (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
31
No. de catálogo
V274639
ISBN (Ebook)
9783656665441
ISBN (Libro)
9783656716419
Idioma
Alemán
Etiqueta
kontrakturprophylaxe eine literaturstudie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Siegfried Huhn (Autor), 2011, Kontrakturprophylaxe. Eine Literaturstudie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274639
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