Heutzutage wird es für Jugendliche immer schwieriger eine Berufswahl zu treffen. Im Laufe der Schulzeit werden Jugendliche zwar mit Berufsorientierungswochen, Schulpraktika und Bewerbungstrainings konfrontiert, doch das eigentliche Befassen mit der Entscheidung welcher Beruf der geeignete ist, wird meistens erst in Angriff genommen, wenn die Zeit knapp wird. Dann kommen viele Fragen auf: Berufsausbildung oder Studium? Was passt zu mir? Was sind meine Interessen? Wie ist der Beruf angesehen? Wie schnell möchte ich erwerbstätig werden?
Diese Arbeit untersucht den Einfluss von ehrenamtlichem Engagement als Jugendleiter in der katholischen Kirche auf die Entscheidung, „soziale Arbeit“ zu studieren. Zur Erforschung dieser Frage wird die qualitative Forschung genutzt.
In einem ersten theoretischen Teil werden in dieser Arbeit die übergeordnete Theorie zu diesem Thema, der Stand der Forschung, und die Findung der Forschungsfrage und der Hypothesen erläutert.
In dem darauf folgenden empirischen Teil wird zunächst die Erhebungsmethode erklärt. Anschließend wird die praktische Durchführung aufgezeigt sowie deren praktische Umsetzung. Im weiteren Verlauf werden die Ergebnisse und deren Interpretation präsentiert.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Theoretische Grundlagen
- Theorierahmen dieser Arbeit
- Stand der Forschung
- Forschungsfragen
- Hypothesen
- Empirischer Teil
- Darstellung der Erhebungsmethode
- Feldzugang
- Darstellung der Auswertungsmethode und Präsentation der eigenen Auswertung
- Interpretation der Ergebnisse
- Fazit
- Literaturverzeichnis
- Anhang
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit der Motivation zum Studium der Sozialen Arbeit. Im Fokus steht die Frage, inwieweit ehrenamtliches Engagement als Jugendleiter in der katholischen Kirche die Studienwahl beeinflusst. Die Arbeit basiert auf einer qualitativen Forschungsmethodik und nutzt ein narratives Interview, um die biographischen Erfahrungen eines einzelnen Individuums im Hinblick auf seine Berufswahl zu untersuchen.
- Der Einfluss von ehrenamtlichem Engagement auf die Berufswahl
- Die Rolle der Habitus-Theorie nach Bourdieu
- Die Bedeutung von persönlichen Erfahrungen und Lebensereignissen
- Die Entwicklung von Kompetenzen im freiwilligen Engagement
- Die Bedeutung von Glauben und sozialer Einstellung
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema ein und stellt die Forschungsfrage sowie die Hypothesen vor. Der theoretische Teil beleuchtet den Habitus-Theorierahmen nach Bourdieu und analysiert den Stand der Forschung zum Thema Soziales Engagement und Berufswahl. Dabei wird die Relevanz von Erfahrungen und Lebensereignissen für die Berufswahl herausgestellt. Der empirische Teil beschreibt die gewählte Erhebungsmethode, das narrative Interview, und erläutert den Feldzugang zur Datenerhebung. Die Auswertung des Interviews erfolgt nach der Methode von Fritz Schütze und zeigt die verschiedenen Prozessstrukturen im Lebenslauf der Interviewten auf. In der Interpretation der Ergebnisse werden die Hypothesen anhand der gewonnenen Daten überprüft und gegebenenfalls modifiziert.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die Berufswahl, soziales Engagement, Jugendleiter, katholische Kirche, Soziale Arbeit, Habitus-Theorie, narratives Interview, biographische Erfahrungen, Kompetenzentwicklung, Glaube und soziale Einstellung.
Häufig gestellte Fragen
Wie beeinflusst ehrenamtliches Engagement die Berufswahl?
Die Arbeit untersucht, wie Erfahrungen als Jugendleiter in der katholischen Kirche die Entscheidung für ein Studium der Sozialen Arbeit motivieren können.
Welche Forschungsmethode wird in der Studie angewandt?
Es wird eine qualitative Forschungsmethode genutzt, konkret ein narratives Interview, das nach der Methode von Fritz Schütze ausgewertet wird.
Welche Rolle spielt Bourdieus Habitus-Theorie?
Die Habitus-Theorie dient als theoretischer Rahmen, um zu erklären, wie soziale Prägungen und Erfahrungen die beruflichen Interessen formen.
Warum ist die Berufswahl für Jugendliche heute so schwierig?
Jugendliche stehen vor einer Vielzahl von Optionen und Fragen wie „Studium oder Ausbildung?“ sowie dem Druck, persönliche Interessen mit gesellschaftlichem Ansehen zu vereinbaren.
Was sind zentrale Kompetenzen, die im Ehrenamt entwickelt werden?
Dazu gehören soziale Kompetenzen, Verantwortungsbewusstsein und die Fähigkeit zur Leitung von Gruppen, was oft als „Berufung“ für soziale Berufe empfunden wird.
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- Katharina Floer (Author), 2012, Ehrenamt trifft Berufung. Eine mögliche Motivation zum Studium der sozialen Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274656