Die pronatalistische Bevölkerungspolitik des Nicolae Ceausescu im bevölkerungswissenschaftlichen und -politischen Kontext


Hausarbeit, 2011

30 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Bedeutung von Bevölkerung in Wissenschaft und Politik
2.1 Bevölkerungswissenschaft und -politik
2.2 Eugenik

3. Bevölkerungspolitik im kommunistischen Rumänien
3.1 Rumäniens Bevölkerungspolitik bis zur Herrschaft Ceausescus (1891-1965)
3.2 Rumäniens Bevölkerungspolitik unter Nicolae Ceausescu (1966-1989)
3.2.1 Bevölkerungspolitische Maßnahmen
3.2.2 Eugenische Maßnahmen

4. Kontextualisierung des rumänischen Pronatalismus
4.1 Ceausescus Bevölkerungspolitik im bevölkerungswissenschaftlichen Kontext
4.2 Ceausescus Bevölkerungspolitik im Kontext der Bevölkerungspolitik und der Eugenik

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Seit dem Zusammenbruch der kommunistischen Staaten Europas im Jahre 1989 besteht ein großes wissenschaftliches Interesse an der Erfassung und Aufarbeitung der diversen Ausformungen und Auswirkungen der kommunistischen Politik. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Folgen des Kommunismus für die jeweilige Bevölkerung, unter anderem im Hinblick auf bevölkerungspolitische Maßnahmen. Die besonders restriktive pronatalistische Bevölkerungspolitik Rumäniens unter Nicolae Ceausescu, der das Land von 1965 bis zu seinem Sturz im Jahre 1989 regierte, ist in diesem Kontext ein besonders aufschlussreiches Beispiel.

Die Bevölkerungsthematik ist auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts ein sehr aktuelles und viel diskutiertes Problemfeld. Begriffe wie Bevölkerungsexplosion und Überbevölkerung auf der einen und Überalterung und Aussterben von Gesellschaften auf der anderen Seite prägen die politischen und öffentlichen Debatten in vielen Ländern dieser Welt.1 Vor dem Hintergrund dieser aktuellen Bevölkerungsdiskurse haben sich zahlreiche Forschungszweige mit Ceausescus Familienpolitik und deren Auswirkungen beschäftigt. In den meisten Fällen liegt der Fokus hierbei auf der Bedeutung des Abtreibungsverbotes für die rumänischen Frauen und die so genannten Dekretkinder, die aus Ceausescus pronatalistischer, das heißt die Fortpflanzung befürwortenden, Politik hervorgingen. Die amerikanischen Kulturwissenschaftlerinnen Gail Kligman und Susan Gal befassen sich aus einer eher anthropologischen Perspektive mit den Folgen von Ceausescus Familienpolitik für rumänische Frauen. Sie untersuchen vor allem auch die Langzeitfolgen dieser Politik nach dem Ende der kommunistischen Herrschaft in Rumänien. In ihren Studien ergründen Kligman und Gail, wie Fortpflanzung und Geschlechterrollen durch die Regierung unter Ceausescu politisiert und so zu Gender Politics und Politics of Reproduction wurden.2 Kligman versucht zudem, aus den Ereignissen in Rumänien Lehren für die heutige Familienpolitik, besonders die Abtreibung betreffend, in den USA zu ziehen.3 Katherine Verdery beschäftigt sich mit dem Zusammenhang zwischen nationalistischem Denken und der rumänischen Bevölkerungspolitik4, während Thomas Keil und Viviana Andreescu die Folgen des Dekrets 770 aus einer demographischen Perspektive betrachten.5 In der bisherigen wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Ceausescus Bevölkerungspolitik lag der Fokus also hauptsächlich auf der Untersuchung der Folgen des Abtreibungsverbotes für die rumänische Bevölkerung. Eine wissenschaftliche und qualitative Einordnung von Ceausescus Familienpolitik hat bisher kaum stattgefunden. Der Frage, auf welchen wissenschaftlichen Ideen Ceausescus Maßnahmen beruhen und wie sie sich in einen größeren bevölkerungswissenschaftlichen Kontext einordnen lassen, haben sich die Publikationen bisher nur am Rande gewidmet.

Aufgrund dessen ist es von besonderem Interesse, nach den Formen und Funktionen der rumänischen Bevölkerungspolitik der Jahre 1965 bis 1989 zu fragen und deren Vergleichbarkeit mit bevölkerungswissenschaftlichen- und politischen Aspekten des 19. und 20. Jahrhunderts zu prüfen. Speziell auf dem Gebiet der Eugenik ist eine Kontextualisierung des rumänischen Pronatalismus innerhalb der Entwicklung der Rassenhygiene sinnvoll. Ceausescus restriktive Bevölkerungspolitik, die oft im Kontext des so genannten rumänischen Sonderwegs6 betrachtet wird, ist in den bereits genannten Veröffentlichungen meist mit dem ausgeprägten Nationalismus und dem Größenwahn des rumänischen Herrschers begründet worden.7 Um mögliche neue und weiterführende Begründungen für Ceausescus Vorgehen zu finden, soll im Folgenden geprüft werden, ob und inwiefern sich Aspekte der rumänischen Bevölkerungspolitik von 1965 bis 1989 aus gängigen Bevölkerungstheorien ableiten oder auf zuvor etablierte eugenische und bevölkerungspolitische Konzepte zurückführen lassen. Ceausescus Pronatalismus und dessen Folgen sollen im Verlauf dieser Arbeit im Zusammenhang mit bevölkerungspolitischen und eugenischen Maßnahmen im Europa des beginnenden 20. Jahrhunderts betrachtet werden.

Um Ceausescus Politik in einen größeren Kontext einordnen und sie im Zusammenhang eines allgemeinen Bevölkerungsdiskurses betrachten zu können, soll im Folgenden zunächst die Entwicklung von Bevölkerungswissenschaft und -politik erläutert werden. Auch die Entstehung der Eugenik soll thematisiert werden, um die für das weitere Vorgehen notwendigen begrifflichen Bestimmungen und Eingrenzungen zu erläutern. Anschließend soll die rumänische Bevölkerungspolitik vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis zur Machtübernahme durch Ceausescu beschrieben werden, um den historischen Hintergrund für den darauffolgenden Überblick über Ceausescus Dekret 770 von 1966 und dessen Auswirkungen zu beleuchten. Hierbei wird ein Fokus auf bevölkerungspolitische und eugenische Maßnahmen Ceausescus gelegt, wobei es auch um das Vorgehen bezüglich der in Rumänien ansässigen Minderheitengruppen gehen soll. Anschließend soll auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen dem rumänischen Pronatalismus und den in Kapitel 2 beschriebenen Entwicklungslinien der Bevölkerungswissenschaft und Eugenik hingewiesen werden, um Ceausescus Politik auch international anhand ausgewählter Beispiele vergleichen zu können. Auf diese Weise soll das viel beachtete und diskutierte Dekret 770 einmal weniger aus einer anthropologischen Perspektive, sondern eher im Sinne einer qualitativen Bevölkerungspolitik unter Gesichtspunkten des allgemeinen Bevölkerungsdiskurses und der Eugenik betrachtet werden.

2. Die Bedeutung von Bevölkerung in Wissenschaft und Politik

2.1 Bevölkerungswissenschaft und -politik

Um einen kontextuellen Rahmen für die Auseinandersetzung mit dem rumänischen Pronatalismus herzustellen, bedarf es zunächst eines knappen Überblicks über die allgemeine Entwicklung der Bevölkerungswissenschaft und -politik sowie der Eugenik. Diese Begriffe lassen sich nicht immer eindeutig voneinander abgrenzen, sondern beeinflussen einander vielmehr und entwickeln sich gemeinsam. Dennoch versucht Markus Ottersbach, bevölkerungspolitische Maßnahmen zu definieren, indem er als ihr Ziel „die Beeinflussung der generativen Struktur der Bevölkerung“ nennt. Diese schließe die drei Niveaus der Fruchtbarkeit, der Sterblichkeit und der Migration ein.8 Die Eugenik ist von dieser Politik abzugrenzen, da sie eine „Disziplin zur Steuerung und Kontrolle der menschlichen Erbgesundheit“9 ist und somit auf die qualitative Zusammensetzung der Bevölkerung abzielt. Da die Betrachtung der rumänischen Politik in dieser Arbeit kurz nach dem Zweiten Weltkrieg einsetzt, soll es hier um die Bedeutung des Bevölkerungsbegriffs in Politik und Wissenschaft bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs gehen.

Obwohl man sich bereits in der Antike für die Größe und Struktur von Bevölkerungen interessierte und im Mittelalter Bevölkerungsfragen aus religiöser Perspektive diskutiert wurden10, hat eine Verwissenschaftlichung der Bevölkerung erst im 18. Jahrhundert mit der Herausbildung der Demographie als einer wissenschaftlichen Disziplin stattgefunden. Wie Diana Hummel betont, kann der Begriff der Bevölkerung vielfältig interpretiert werden, da es im Laufe der Zeit immer wieder Bedeutungsverschiebungen gegeben hat.11 Es lässt sich feststellen, dass während des Merkantilismus und mit der Herausbildung der Nationalstaaten die Bevölkerungsentwicklung zunehmende Bedeutung erhielt. Im 17. Jahrhundert gewann vor allem die Vorstellung, dass eine steigende Geburtenrate Ausdruck der Stärke und Handlungsfähigkeit einer Nation sei, an Einfluss. Mit der Entstehung der Nationalstaaten entwickelte sich „ein neuer Diskurs über Mensch, Natur und Gesellschaft.“12 Zunächst ging es darum, Gebiete mit möglichst vielen Menschen zu füllen, sodass Fortpflanzung im 18. Jahrhundert als Untertanenpflicht betrachtet wurde.13 Im Laufe der Zeit entstanden unterschiedliche Bevölkerungstheorien, die auf Grundlage gesammelter Daten Regelmäßigkeiten der Bevölkerungsentwicklung erkannten. In diesem Zusammenhang lässt sich sagen, dass derartige Theorien vor allem an pragmatischen Fragestellungen wie zum Beispiel der Reduzierung der Sterblichkeit interessiert waren.14 Auf diese Weise gewann die Demographie Einfluss in politischen Angelegenheiten. Es entwickelten sich bevölkerungspolitische Maßnahmen, die auf Bevölkerungstheorien basierten und somit eine Vermischung und gegenseitige Beeinflussung von Bevölkerungspolitik und - wissenschaft mit sich brachten. In diesem Zusammenhang betont Diana Hummel: „In dieser Tradition taucht die Bevölkerung nach und nach in der Doppelgestalt einer politischen und einer wissenschaftlichen Kategorie auf. Zunächst ist sie unauflösbar eingebunden in spezifische politische Diskurse, soziale Praktiken und Denkweisen.“15 Theorien über Bevölkerung entstanden aus ganz unterschiedlichen ideologischen Richtungen heraus. Johann Peter Süßmilch stellte in der Mitte des 18. Jahrhunderts zum Beispiel die These auf, dass die Weltbevölkerung sich erheblich vermehren und durch Gottes Gnade gut versorgt auf der Erde leben könne.16 Andererseits wurden auch schon früh die Probleme einer möglichen Überbevölkerung erkannt. Physiokratische Wissenschaftler betonten zum Beispiel, dass Bevölkerungen nur mit ihren Subsistenzmitteln, das heißt den verfügbaren natürlichen Ressourcen, wachsen können, deshalb sprachen sie sich für eine Förderung der Landwirtschaft aus.17 Der Ökonom Adam Smith war der Auffassung, dass die Bevölkerungsvermehrung vom Bedarf an Arbeitskräften abhänge. Armut könne die Reproduktion von Menschen nicht verhindern, jedoch entwickle sich die Bevölkerung immer im Zusammenhang mit den vorhandenen Subsistenzmitteln.18 Im Verlauf des 19. Jahrhunderts ist ein vermehrter Einfluss derartiger Bevölkerungstheorien auf politisches Handeln zu erkennen. Mit dem Beginn der kapitalistischen, neuzeitlichen Gesellschaften gewannen die Souveräne in Europa die Macht, produktiv auf das menschliche Leben einzuwirken, das heißt, es zu kontrollieren.19 In diesem Kontext hat Foucault den Begriff der Bio-Politik oder Bio- Macht geprägt. Die Bio-Politik bezieht sich auf die Bevölkerung als Massenphänomen, das heißt sie zielt nicht auf Individuen ab, sondern widmet sich „einer biologisch eigenständigen Entität als Spezies“20. Diese Art von Politik versucht das Bevölkerungskollektiv zu beeinflussen, zum Beispiel durch Einflussnahme auf Fruchtbarkeitsraten. Die Bio-Politik wurde im 19. Jahrhundert entscheidend durch das so genannte Malthusianische Naturgesetz geprägt, das der britische Ökonom Thomas R. Malthus erstmals 1798 publizierte. Seine wichtigste These lautete, dass die Bevölkerung naturgemäß im Laufe der Zeit über den Nahrungsspielraum hinauswachsen werde. Malthus berief sich auf existierendes demographisches Material und argumentierte, dass Bevölkerungen eine exponentielle Wachstumstendenz aufweisen, während die Subsistenzmittel eine arithmetische Tendenz zeigen. Daraus leitete er ab, dass die Bevölkerung ständig reduziert werden müsse, und zwar durch repressive Faktoren wie Kriege und Seuchen oder präventive Faktoren wie sexuelle Abstinenz.21 Eine staatliche Einmischung in das Fortpflanzungsverhalten der Menschen hielt er jedoch für falsch.22 Diese malthusianischen Thesen wurden im Laufe des 19. Jahrhunderts immer wieder in unterschiedlichen Zusammenhängen aufgegriffen und demographische Wissenschaftler verstanden sich oft entweder als Anhänger oder als Gegner von Malthus.

Der Bevölkerungsdiskurs war im 19. Jahrhundert und besonders während der Zeit der Industrialisierung mal von der Angst vor einer Überbevölkerung und Massenarmut geprägt, mal von der Befürchtung, es stünde eine Degeneration der Bevölkerung bevor. Entlang dieser unterschiedlichen Annahmen entwickelte sich auch der Malthusianismus weiter. Als die Darwinsche Evolutionstheorie an Einfluss gewann, wurden die Theorien des Malthus zum so genannten Neomalthusianismus weiterentwickelt. Durch die von Darwin erläuterten Prinzipien der Konkurrenz, Variation, Selektion und Heredität23 wurde unter Demographen nun das Interesse an der Qualität, an der Beschaffenheit der Bevölkerung, geweckt, während es zuvor meist nur um die Quantität gegangen war. Die wachsende Bevölkerung bereitete vielen Wissenschaftlern Sorgen und die Neomalthusianer sprachen sich im Gegensatz zu Malthus für Geburtenkontrolle aus, da sie auf Grund der Überbevölkerung eine „Verschlechterung der Rasse“24 befürchteten. Ebenso wie die sich neu bildende Disziplin der Eugenik sahen sie die Lösung des Problems in weniger, dafür aber „besseren“, Kindern.25 Theorien zur Erschaffung besserer Menschen spielten nun eine große Rolle, zum Beispiel in der Rassenhygiene beziehungsweise der Eugenik, die im Folgenden näher erläutert wird.

Der hier präsentierte Überblick über die Entstehung der Bevölkerungswissenschaften und deren enger Verflechtung mit Bevölkerungspolitik bietet lediglich einen groben Einblick in eine komplexe Thematik. Zu erwähnen ist, dass der Bevölkerungsbegriff, wie bei Hummel dargestellt26, seit dem 19. Jahrhundert in vielen wissenschaftlichen Disziplinen eine Rolle spielt und stets auf unterschiedliche Art und Weise in der Politik aufgegriffen wurde beziehungsweise wird. Wenn im Folgenden von Bevölkerungspolitik die Rede ist, so sind die Maßnahmen gemeint, die eine Regierung in Bezug auf die Entwicklung und Struktur der ihr unterstehenden Bevölkerung trifft.

2.2 Eugenik

Wie bereits erwähnt, hatten ab dem Ende des 19. Jahrhunderts in Bevölkerungsfragen eugenische Überlegungen oft eine große Bedeutung. Die historische Entwicklung der Eugenik muss laut Turda und Weindling vergleichend und multidisziplinär als Verbindung biologischer, kultureller und religiöser Konzepte betrachtet werden, die wiederum von sozialen, kulturellen, politischen und nationalen Faktoren abhängen.27 Auffällig ist, dass viele wissenschaftliche Arbeiten sich lediglich mit eugenischen Konzepten bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges beschäftigen, nicht aber darüber hinaus.28 Eugenische Maßnahmen spielten jedoch auch in den Jahren nach dem Ende des deutschen NS-Regimes eine große Rolle und sind auch heute noch regelmäßig Teil öffentlicher Diskussionen. Diese sehr umstrittene Wissenschaft entwickelte sich aus den oben beschriebenen Bevölkerungstheorien heraus und wurde ab dem Ende des 19. Jahrhunderts zu einem wichtigen Teil der Bevölkerungspolitik in den europäischen Nationalstaaten. Auf der Basis sozialdarwinistischer Thesen ging man davon aus, dass Bevölkerungen ohne ein gezieltes Eingreifen degenerieren würden. Aufgrund der schlechten Lebensbedingungen der Menschen befürchtete man vor allem in Deutschland einen Niedergang der Kultur und eine Degeneration der Nation. „Teilprozesse der Modernisierung wie Landflucht, Urbanisierung, Industrialisierung und deren Folgen stellten für die Rassenhygieniker diejenigen Problemlagen dar, auf die sie Antworten zu geben und Lösungen zu liefern versprachen.“29 Als Basis der neu entstehenden Eugenik nennt Weipert den selektionstheoretischen Sozialdarwinismus und die Vererbungsforschung.30 Die Eugenik zielt also auf „das qualitative Einwirken auf die Zusammensetzung des Bevölkerung“31 ab, das heißt auf die Verbesserung des menschlichen Erbguts.

Der Engländer Francis Galton vertrat zunächst eine so genannte positive Eugenik, bei der es um die Vervollkommnung des Erbguts für kommende Generationen ging. Diese Verbesserung sollte durch Maßnahmen wie Mutterschaftsversicherungen, neue Steuerrechte und Aufklärungsaktionen erreicht werden.32 Vor allem in Deutschland wurden eugenische Theorien weiterentwickelt, sodass zu Beginn des 20. Jahrhunderts die deutsche Eugenik großen Einfluss gewann und Eugeniker aus verschiedensten Ländern dort ausgebildet wurden.33

[...]


1 Bezüglich des Bevölkerungsdiskurses im 20. Jahrhundert siehe z.B. Etzemüller, Thomas: Ein ewigwährender Untergang. Der apokalyptische Bevölkerungsdiskurs im 20. Jahrhundert, Bielefeld 2007. Die Bevölkerungsentwicklung in Deutschland und der Welt erläutern: Kernig, Claus D.: Und mehret euch? Deutschland und die Weltbevölkerung im 21. Jahrhundert, Bonn 2006; Deupmann, Ulrich: Die Macht der Kinder, Frankfurt a. M. 2005.

2 Vgl. Kligman, Gail: The Politics of Reproduction in Ceausescu's Romania: A Case Study in Political Culture, in: East European Politics and Societies 6 (3), 1992, S. 364-418; Dies.: The Politics of Duplicity. Controlling Reproduction in Ceausescu's Romania, Berkeley / Los Angeles / London 1998; Gal, Susan / Kligman, Gail: The Politics of Gender after Socialism. A Comparative-Historical Essay, Princeton 2000.

3 Vgl. Kligman, Gail: A Cautionary Tail: Revisiting Ceausescu’s Anti-Abortion Politics. A Public Lecture, in: UCLA International Institute, 14.06.2007, http://www.international.ucla.edu/ podcasts/article.asp?parentid=71925, Zugriff: 23.11.2011.

4 Vgl. Verdery, Katherine: National Ideology under Socialism. Identity and Cultural Politics in Ceausescu’s Romania (Societies and Culture in East-Central Europe 7), Berkeley / Los Angeles / Oxford 1991.

5 Vgl. Keil, Thomas J. / Andreescu, Viviana: Fertility Policy in Ceausescu’s Romania, in: Journal of Family History 24, 1999, S. 478-492.

6 Vgl. Tism neanu, Vladimir: Understanding National Stalinism: Reflections on Ceau escu’s Socialism, in: Communist and Post- Communist Studies 32, 1999, S. 163.

7 Vgl. Kligman, The Politics of Duplicity, S. 7. , Viviana: Fertility Policy in Ceausescu’s Romania, in: Journal of Family History 24, 1999, S. 478-492.

7 Vgl. Tism neanu, Vladimir: Understanding National Stalinism: Reflections on Ceau escu’s Socialism, in: Communist and Post- Communist Studies 32, 1999, S. 163.

7 Vgl. Kligman, The Politics of Duplicity, S. 7.

8 Ottersbach, Gesellschaftliche Konstruktion, S. 196-197.

9 Ebd., S. 140.

10 Ebd., S. 149-150.

11 Ebd., S. 146.

12 Ebd., S. 157.

13 Vgl. Fuhrmann, Martin: Volksvermehrung als Staataufgabe? Bevölkerungs- und Ehepolitik in der deutschen politischen und ökonomischen Theorie des 18. und 19. Jahrhunderts (Rechts- und Staatwissenschaftliche Veröffentlichungen der Görres-Gesellschaft 101), Paderborn u.a. 2002, S. 85.

14 Vgl. Hummel, Der Bevölkerungsdiskurs, S. 165.

15 Ebd., S. 145.

16 Ebd., S. 166.

17 Fuhrmann, Volksvermehrung, S. 121.

18 Ebd., S. 157.

19 Vgl. Hummel, Der Bevölkerungsdiskurs, S. 170.

20 Ebd., S. 177.

21 Vgl. Ebd., S. 181-182.

22 Vgl. Fuhrmann, Volksvermehrung, S. 294-298.

23 Hummel, Der Bevölkerungsdiskurs, S. 188.

24 Usborne, Cornelie: Frauenkörper - Volkskörper. Geburtenkontrolle und Bevölkerungspolitik in der Weimarer Republik (Theorie und Geschichte der bürgerlichen Gesellschaft 7), Münster 1994, S. 26.

25 Hummel, Der Bevölkerungsdiskurs, S. 191-192.

26 Ebd., S. 193-212.

27 Turda, Marius / Weindling. Paul (Hg.): “Blood and Homeland” Eugenics and Racial Nationalism in Central and Southeast Europe, 1900-1940, Budapest / New York 2007, S. 1.

28 Dies trifft auch auf Turdas Werk Modernism and Eugenics zu, das sich mit dem Zeitraum von 1870 bis 1940 beschäftigt. Vgl. Turda, Marius: Modernism and Eugenics, Basingstoke 2010, S. 2.

29 Weipert, Matthias: “Mehrung der Volkskraft”: Die Debatte über Bevölkerung, Modernisierung und Nation 1890-1933, Paderborn u.a. 2006, S. 161.

30 Ebd., S. 165.

31 Ottersbach, Gesellschaftliche Konstruktion, S. 142.

32 Weipert, “Mehrung der Volkskraft”, S. 168.

33 Vgl. Turda / Weindling, Blood and Homeland, S. 9.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten

Details

Titel
Die pronatalistische Bevölkerungspolitik des Nicolae Ceausescu im bevölkerungswissenschaftlichen und -politischen Kontext
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Note
1,0
Autor
Jahr
2011
Seiten
30
Katalognummer
V274672
ISBN (eBook)
9783656675839
ISBN (Buch)
9783656675815
Dateigröße
549 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bevölkerungspolitik, nicolae, ceausescu, kontext
Arbeit zitieren
Anna Poppen (Autor), 2011, Die pronatalistische Bevölkerungspolitik des Nicolae Ceausescu im bevölkerungswissenschaftlichen und -politischen Kontext, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274672

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