Meetings und Besprechungen prägen heutzutage den beruflichen Alltag. Häufig werden
diese von den Teilnehmenden als zeitraubend und langweilig empfunden. Unsachlichkeit
und Missverständnisse verhindern das entstehen verwertbarer Ergebnisse und führen zu
Stress und Frustration. Durch die Anwendung von Moderationstechniken gelingt es, diesen
Erfahrungen entgegenzuwirken und Besprechungen erfolgreicher und für die Teilnehmer
zufriedenstellender zu gestalten. Mit Hilfe der Moderationstechnik können Besprechungen
nicht nur interessanter sondern auch effektiver gestaltet werden. Die moderierte
Besprechung hat sich daher sowohl im beruflichen als auch im privaten Umfeld zu einer
anerkannten Arbeitsform entwickelt.
Die vorliegende Arbeit stellt die Moderationsmethode anhand eines Führungskräfte-
Workshops vor. Zu Beginn werden die Moderation als Gestaltungsinstrument der
Gruppenarbeit und die Rolle des Moderators erläutert. Anschließend folgt eine
Fallbeschreibung, in der neben der Problemstellung auch die Zielgruppe und die Zielsetzung
des Workshops kurz beschrieben werden. Danach folgen eine Darstellung der
organisatorischen Vorbereitungen und die Beschreibung des geplanten Ablaufs der
Moderation unter Berücksichtigung des Einsatzes verschiedener Moderationstechniken in
den einzelnen Phasen des Moderationszyklus. Eingegangen wird in diesem Teil auch auf
den Umgang mit möglichen Störungen. Abschließend wird in einer Schlussbemerkung die
Moderationsmethode gewürdigt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffsbestimmungen
2.1 Moderation als Gestaltungsinstrument der Gruppenarbeit
2.2 Aufgaben und Rolle des Moderators
3. Fallbeschreibung
4. Organisatorische Vorbereitung
5. Vorbereitung der Moderation
5.1 Einstieg
5.2 Themensammlung
5.3 Themenauswahl
5.4 Themenbearbeitung
5.5 Maßnahmenplanung
5.6 Abschluss
6. Schlussbemerkung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Moderationsmethode als effektives Gestaltungsinstrument für Gruppenprozesse anhand eines praktischen Beispiels – eines Führungskräfte-Workshops zum Thema Mitarbeitermotivation – zu erläutern und deren Anwendungspotenzial in der betrieblichen Praxis aufzuzeigen.
- Strukturierung von Gruppenarbeit durch Moderationstechniken
- Rollenverständnis und Aufgaben des Moderators
- Anwendung des Moderationszyklus nach Seifert in der Praxis
- Methoden zur Problemanalyse und Ideenfindung
- Systematische Maßnahmenplanung in Teams
Auszug aus dem Buch
5. Vorbereitung der Moderation
Nach Klärung der organisatorischen Rahmenbedingungen bereitet der Moderator einen der Themenstellung entsprechenden Moderationsablauf vor. Der Aufbau einer Moderation erfolgt gemäß dem hier abgebildeten Moderationszyklus von Josef W. Seifert in fünf Phasen: Einsteigen, Themen sammeln, Thema auswählen, Thema bearbeiten, Maßnahmen planen und Abschließen.
Im Folgenden werden die für diesen Workshop vorgesehenen Moderationstechniken innerhalb der einzelnen Phasen erläutert.
5.1 Einstieg
Zu Beginn des Workshops um 08:00 Uhr begrüßt der Moderator die Teilnehmer und stellt sich der Gruppe vor. Das unten abgebildete Begrüßungsplakat visualisiert das Thema, welches der Moderator noch einmal genau erläutert und dabei auf den von der Geschäftsführung der Firma Gebr. Kirchner GmbH vorgegebenen Zweck und das Ziel des Workshops eingeht. Funktion dieser Einstiegsphase ist „die Schaffung eines positiven Arbeitsklimas, das Erreichen von Problembewusstsein, eine Fokussierung auf das gemeinsame Ziel und die Sichtbarmachung der themenbezogenen Bedürfnisse und Interessen der Teilnehmer“. Die Qualität der Einstiegsphase ist maßgeblich für weiteren Erfolg der Moderation und wird daher besonders gründlich und sorgfältig durchdacht.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt die Bedeutung von Moderation für effiziente Besprechungen und gibt einen Überblick über den Aufbau der Arbeit am Fallbeispiel.
2. Begriffsbestimmungen: Definiert Moderation als teilnehmerorientiertes Instrument zur Gestaltung von Gruppenarbeit und beleuchtet die Rolle des Moderators als methodischen Helfer.
3. Fallbeschreibung: Analysiert die Ausgangslage der Firma Gebr. Kirchner GmbH, bei der sinkende Mitarbeitermotivation einen zielgerichteten Workshop erforderlich macht.
4. Organisatorische Vorbereitung: Erläutert die administrativen Schritte, von der Auswahl eines externen Moderators bis zur Wahl der räumlichen Umgebung und technischen Ausstattung.
5. Vorbereitung der Moderation: Detailliert den geplanten Prozessablauf des Workshops basierend auf dem Moderationszyklus, unterteilt in die fünf Phasen von der Begrüßung bis zum Abschluss.
6. Schlussbemerkung: Würdigt die Bedeutung einer fundierten Moderationsvorbereitung und betont die Rolle des Moderators für den Erfolg von Gruppenergebnissen.
Schlüsselwörter
Moderation, Moderationsmethode, Gruppenarbeit, Mitarbeitermotivation, Moderationszyklus, Führungskräfte-Workshop, Moderationstechnik, Prozessgestaltung, Problemlösung, Ergebnissicherung, Workshop-Planung, partizipative Führung, Gruppenprozesse, Maßnahmenplanung, Teamarbeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie die Moderationsmethode als Instrument genutzt werden kann, um Gruppenarbeit effektiver zu gestalten und zielorientierte Ergebnisse in einem betrieblichen Kontext zu erreichen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der praktischen Anwendung von Moderationstechniken, der Rolle des Moderators sowie der Planung und Durchführung eines Workshops zur Verbesserung der Mitarbeitermotivation.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, anhand eines konkreten Führungskräfte-Workshops aufzuzeigen, wie komplexe Themenstellungen durch den strukturierten Einsatz moderationsmethodischer Phasen erfolgreich bearbeitet werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Fallstudie, in der der Moderationszyklus nach Josef W. Seifert auf ein spezifisches Szenario bei der Firma Gebr. Kirchner GmbH angewendet wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Moderationsmethode, die detaillierte Fallbeschreibung, die organisatorischen Vorbereitungen sowie die schrittweise Darstellung des Workshops nach dem Moderationszyklus.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Moderationszyklus, Mitarbeitermotivation, Gruppenarbeit, Moderationsmethoden und prozessorientierte Zusammenarbeit.
Wie geht die Arbeit mit potenziellen Störungen während des Workshops um?
Die Arbeit schlägt vor, vorab gemeinsame Umgangsregeln („Dos and Don'ts“) festzulegen, um Sicherheit in der Interaktion zu schaffen und den Umgang mit Störungen zu erleichtern.
Warum wird im Beispiel ein externer Moderator eingesetzt?
Der Einsatz einer externen Person soll sicherstellen, dass die Moderation als neutral wahrgenommen wird und der Moderator sich voll auf die Strukturierung und Steuerung des Prozesses konzentrieren kann.
Was passiert in der Abschlussphase des Workshops?
Der Workshop endet mit einer Feedback-Matrix zur Bewertung der Ergebnisse und Zusammenarbeit sowie einem „Blitzlicht“, um einen positiven Abschluss für alle Beteiligten zu gewährleisten.
- Arbeit zitieren
- Katja Rambacher (Autor:in), 2013, Die Moderation als Gestaltungsinstrument der Gruppenarbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274702