Aus technischer Sicht ist der Werbespot zum Deodorant "Axe Peace" als stark kontrastiv und plakativ anzusehen: Er arbeitet vor allem mit starken Kontrasten und bemüht sich kaum um eine ästhetische Kohärenz, die über die Sequenz seiner analogen Bild-folgen und inhaltlichen Gags hinausgeht. Die Schnittfolge ist extrem kurzat-mig; es handelt sich durchgehend um Einstellungen von etwa einer Sekunde Länge, die wie gesagt vor allem kontrastiv und sequenziell und nur in weni-gen Fällen assoziativ oder logisch an einander gereiht sind. Die zentrale inhaltliche Idee des Spots ist die technische Repräsentation von Männlichkeitskonzepten, die auf einen kriegerischen Körperpanzer abstellen: Diese Repräsentation beruht nicht nur auf der Ikonologie des Krieges, des Terrors und der Gewaltherrschaft, die im Spot auf unterschiedlichen Schauplätzen sequenziell abgehandelt wird, sondern auch auf einer filmischen Technik, die solche Männlichkeitskonzepte zur Grundlage der filmischen Sprache macht.
Inhaltsverzeichnis
- Filmanalyse Werbespot „Axe Peace"
- Quellenverzeichnis
- Internetquellen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Filmanalyse beschäftigt sich mit der semiotischen Struktur des Werbespots „Axe Peace" und untersucht, wie die darin enthaltenen Bilder und Narrative männliche Geschlechterrollen und Konzepte von Männlichkeit konstruieren. Der Spot wird dabei als Beispiel für die Verwendung von Stereotypen und Klischees in der Werbung analysiert.
- Konstruktion von Männlichkeit im Werbespot
- Semiotische Analyse der Bilder und Narrative
- Verwendung von Stereotypen und Klischees in der Werbung
- Die Rolle von Gewalt und Erotik in der Darstellung von Männlichkeit
- Die psychologische Botschaft des Spots
Zusammenfassung der Kapitel
Die Analyse des Werbespots „Axe Peace" zeigt, wie die filmische Sprache und die darin enthaltenen Bilder verwendet werden, um ein starkes, aber gleichzeitig stereotypisches Bild von Männlichkeit zu konstruieren. Der Spot spielt mit Klischees von Macht, Gewalt und Erotik und setzt diese Elemente in Beziehung zu einem Deo-Produkt, das als Lösung für die „Verklemmung" des Mannes präsentiert wird.
Die Analyse betrachtet die technischen Aspekte des Spots, wie z. B. die Verwendung von Kontrasten, die Sequenzierung der Bilder und die Schnitttechnik. Es wird gezeigt, wie diese technischen Elemente dazu beitragen, die Botschaft des Spots zu verstärken und die gewünschte Wirkung beim Zuschauer zu erzielen.
Die Analyse beleuchtet auch die psychologische Botschaft des Spots und untersucht, wie der Spot die Erwartungen und Bedürfnisse der Zielgruppe anspricht. Es wird gezeigt, wie der Spot eine Welt konstruiert, in der der Mann in seiner sozialen Rolle gefangen ist, die auf Gewalt und Verklemmung beruht, aber durch die Anwendung des Produkts „Axe Peace" eine „Öffnung" zu Weiblichkeit und Erotik erreicht.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die Konstruktion von Männlichkeit, die semiotische Analyse von Werbespots, die Verwendung von Stereotypen und Klischees in der Werbung, die Rolle von Gewalt und Erotik in der Darstellung von Männlichkeit, die psychologische Botschaft von Werbung und die Geschlechterpolarität in der Werbung.
Häufig gestellte Fragen
Wie wird Männlichkeit im Werbespot "Axe Peace" dargestellt?
Der Spot nutzt die Ikonologie von Krieg und Terror, um ein Männlichkeitskonzept zu konstruieren, das zwischen Gewaltbereitschaft und der Sehnsucht nach Erotik schwankt.
Welche filmischen Techniken prägen den Spot?
Der Spot arbeitet mit extrem kurzen Schnitten (ca. 1 Sekunde), starken Kontrasten und einer sequenziellen Aneinanderreihung von Bildern ohne ästhetische Kohärenz.
Was ist die psychologische Botschaft von "Axe Peace"?
Das Produkt wird als Lösung für eine soziale "Verklemmung" des Mannes inszeniert, die ihm den Übergang von einer kriegerischen Rolle zur Weiblichkeit ermöglicht.
Welche Rolle spielen Stereotype in dieser Werbung?
Die Werbung nutzt bewusst Klischees von Macht und Gewalt, um Aufmerksamkeit zu erregen und eine klare Geschlechterpolarität zu erzeugen.
Ist der Werbespot eher narrativ oder assoziativ aufgebaut?
Er ist primär kontrastiv und sequenziell aufgebaut, wobei die logische Verknüpfung hinter der Wirkung der einzelnen Bildfolgen und Gags zurücksteht.
- Quote paper
- Daniel Lorenzer (Author), 2014, Filmanalyse des Werbespots zu „Axe Peace“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274707