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Handlungsorientierte Medienpädagogik im digitalen Zeitalter. Ein Plädoyer

Título: Handlungsorientierte Medienpädagogik im digitalen Zeitalter. Ein Plädoyer

Trabajo de Seminario , 2014 , 20 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Franziska Letzel (Autor)

Pedagogía - Pedagogía de los medios
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Unsere heutige Gesellschaft ist zentral durch die Allgegenwertigkeit der Medien bestimmt. Ganz selbstverständlich sind wir von ihnen umgeben, ihren Einfluss auf uns nehmen wir zunehmend weniger bewusst wahr. Ganz besonders trifft dies auf Kinder und Jugendliche zu. Auch für sie ist eine Vielzahl an Medien fast überall und jederzeit nahezu uneingeschränkt verfüg- und nutzbar. Bereits von frühester Kindheit an werden sie in verschiedener Art und Weise und an unterschiedlichen Orten mit Medien konfrontiert, sind ihrerseits wichtige Zielgruppe für den Medien- und Werbemarkt und nahezu ständig von Medien umgeben (vgl. Six; Gimmler 2010, S. 26). Mit zunehmendem Alter erweitert sich auch das Medienrepertoire der Heranwachsenden und sie wenden sich den unterschiedlichen Angeboten je nach ihren individuellen Interessen und Bedürfnissen zu. Dies geschieht jedoch praktisch nebenbei. Die Allgegenwertigkeit von Medien ist für Kinder und Jugendliche ganz selbstverständlich, und ebenso selbstverständlich lernen sie mit ihnen umzugehen und sich diese zunutze zu machen – sei es um sich zu unterhalten, zu informieren oder zu orientieren.
Angesichts dieser Entwicklungen stellt sich jedoch die Frage, welche angemessene Bedeutung in dieser Situation die Medienpädagogik noch inne hat? Wenn Kinder und Jugendliche bereits ganz selbstverständlich mit Medien aufwachsen und zumeist erfahrener als viele Erwachsenen im Umgang mit ihnen sind, ist es überhaupt notwendig und sinnvoll, medienpädagogisch auf die Heranwachsenden einzuwirken? Bedeutet das Aufwachsen der Kinder im digitalen Zeitalter also gewissermaßen ein Abdanken der Medienpädagogik in den Ruhestand?
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Rolle medienpädagogischen Handelns im digitalen Zeitalter zu konkretisieren und zu untersuchen, in welcher Form Medienpädagogik sinnvoll durchgeführt werden kann, wenn die Kinder und Jugendlichen als Zielgruppe oft die eigentlichen Experten sind. Als besonders gewinnbringend wird in diesem Zusammenhang die handlungsorientierte Medienpädagogik angesehen, welche aus diesem Grund einen zentralen Schwerpunkt dieser Arbeit darstellt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffliche Abgrenzungen und Einordnung in den Forschungskontext

3. Medienpädagogik im digitalen Zeitalter

3.1. Ausgangsbedingungen: sich wandelnde Lebenswelten

3.2. Schlussfolgerungen für den pädagogischen Kontext

4. Handlungsorientierte Medienpädagogik

4.1. Das Paradox schulischer Medienpädagogik

4.2. Prinzipien handlungsorientierter Medienpädagogik

4.3. Voraussetzungen für die Umsetzung

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle medienpädagogischen Handelns im digitalen Zeitalter unter besonderer Berücksichtigung schulischer Kontexte. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie eine zeitgemäße Medienpädagogik gestaltet sein muss, um Kinder und Jugendliche, die bereits als Experten im Umgang mit digitalen Medien gelten, effektiv bei der Entwicklung einer umfassenden Medienkompetenz zu unterstützen.

  • Allgegenwärtigkeit von Medien und deren Einfluss auf die Lebenswelten Heranwachsender
  • Herausforderungen der digitalen Transformation für die pädagogische Praxis
  • Das Konzept der handlungsorientierten Medienpädagogik als Lösungsansatz
  • Bedeutung der Medienkompetenz als lebenslange Aufgabe
  • Strukturelle und personale Voraussetzungen für die Umsetzung in der Schule

Auszug aus dem Buch

3.1. Ausgangsbedingungen: sich wandelnde Lebenswelten

Um die Rolle der Medienpädagogik in der Gegenwart verstehen und klar definieren zu können, ist es zunächst notwendig, die Eigenschaften der Lebenswelten zu untersuchen, in denen Kinder und Jugendliche heutzutage aufwachsen. Mit dem Übergang zur Moderne haben sich diese in unserer Gesellschaft entscheidend verändert. Die Beschleunigung der Lebensrhythmen, der Anspruch an Flexibilität und Freiheit, Zeitnot und Hektik und letztendlich die Notwendigkeit, überall und zu jeder Zeit erreichbar zu sein, bestimmen den Alltag in unserer Gesellschaft. Diese Entwicklungen betreffen nicht nur die Lebenswelt der Erwachsenen und Berufstätigen, sondern auch die Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen hat sich im Vergleich zur Vormoderne entscheidend gewandelt. Schon frühzeitig erfahren sie was es heißt, in kalendermäßig erfassten Zeitbudgets zu leben, stets kommunikativ erreichbar zu sein und das Leben so besonders und ereignisreich wie irgend möglich zu gestalten (vgl. Baacke 1999b, S. 89). Diese Entwicklungen gehen einher mit einer zunehmenden Kommunikationsdichte, wofür Baacke den Begriff der „Datenautobahn“ anführt.

Vor allem die neuen Medien haben in diesem Prozess eine ganz entscheidende Rolle inne. Durch die Digitalisierung von Daten und die Entwicklung des Internets zur allumfassenden Medienstruktur erlebt unsere Gesellschaft gegenwärtig einen Mediatisierungsschub, der dadurch gekennzeichnet ist, dass sämtliche Lebensbereiche mehr und mehr von Medien durchdrungen sind (vgl. Rösch [u.a.] 2012, S. 12). Kommunikation erfolgt zu einem großen Teil auf medialem Weg und für immer mehr Menschen sind diese gar das Mittel, über welches sie am häufigsten mit anderen kommunizieren. In besonderem Maße trifft dies auch auf Kinder und Jugendliche zu, da sie im Gegensatz zu den vorangehenden Generationen bereits direkt in eine Welt hineinwachsen, in der sie schon frühzeitig von einer Vielzahl von Medien umgeben sind und die sie ganz selbstverständlich und fast schon nebenbei nutzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Allgegenwärtigkeit von Medien dar und formuliert die Forschungsfrage, welche Bedeutung der Medienpädagogik noch zukommt, wenn Kinder und Jugendliche bereits mediale Experten sind.

2. Begriffliche Abgrenzungen und Einordnung in den Forschungskontext: Das Kapitel klärt die Definition der Medienpädagogik und grenzt sie von der Mediendidaktik ab, wobei Medienkompetenz als zentrales Ziel definiert wird.

3. Medienpädagogik im digitalen Zeitalter: Es werden die sich wandelnden Lebenswelten durch Mediatisierung analysiert und daraus neue pädagogische Herausforderungen sowie die Notwendigkeit einer reflexiven Medienbildung abgeleitet.

4. Handlungsorientierte Medienpädagogik: Dieses Kapitel erläutert das Paradox schulischer Medienpädagogik und präsentiert das handlungsorientierte Konzept sowie dessen Prinzipien und Umsetzungsvoraussetzungen.

5. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass handlungsorientierte Konzepte zur Überwindung des „Generation Gap“ beitragen und moderne Medienpädagogik trotz digitaler Eigenständigkeit der Jugend unerlässlich bleibt.

Schlüsselwörter

Medienpädagogik, Medienkompetenz, Digitales Zeitalter, Handlungsorientierte Medienpädagogik, Mediatisierung, Lebensweltorientierung, Mediensozialisation, Schule, Mediennutzung, Digitale Medien, Projektmethode, Medienkunde, Medienkritik, Mediengestaltung, Generation Gap.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, welche Rolle und Bedeutung der Medienpädagogik im digitalen Zeitalter zukommt, da Kinder und Jugendliche heute bereits in eine mediatisierte Welt hineinwachsen und oft als digitale Experten agieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der Beschreibung der veränderten Lebenswelten junger Menschen, dem Konzept der Medienkompetenz, den Herausforderungen des digitalen Wandels für das Bildungssystem sowie Ansätzen für eine handlungsorientierte Medienpädagogik.

Welches ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Rolle medienpädagogischen Handelns zu konkretisieren und zu untersuchen, in welcher Form Medienpädagogik sinnvoll in der Schule durchgeführt werden kann, ohne dabei in veraltete Kontrollmuster zu verfallen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf der Analyse bestehender medienpädagogischer Fachliteratur, Theorien und Forschungsergebnisse basiert, um ein fundiertes Konzept für die schulische Praxis abzuleiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einordnung, die Analyse der digitalen Lebenswelt, die Betrachtung des Paradoxons der schulischen Medienpädagogik sowie die Vorstellung handlungsorientierter Prinzipien und deren praktische Umsetzungsvoraussetzungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind Medienkompetenz, Handlungsorientierung, Mediatisierung, Lebensweltorientierung und die Rolle der Schule als Instanz der Medienbildung.

Was versteht die Arbeit unter dem „Paradox der Medienpädagogik“?

Das Paradox beschreibt das Problem, dass Lehrkräfte oft weniger Vorerfahrungen mit neuen Medien haben als ihre Schüler und der pädagogische Unterrichtsalltag zudem in einem starken Kontrast zur spaßorientierten, selbstverständlichen Mediennutzung der Jugendlichen steht.

Welche Bedeutung misst die Arbeit der Projektmethode bei?

Die Projektmethode wird als zielführendste Methode bewertet, da sie es ermöglicht, medienpädagogische Themen fächerverbindend zu bearbeiten und eine hohe Eigenaktivität sowie Verantwortung bei den Schülern zu fördern.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Lehrkräfte?

Lehrkräfte stehen vor großen Herausforderungen. Neben der technischen Ausstattung wird die Notwendigkeit einer nachhaltigen Verbesserung der universitären Lehrerausbildung und intensiver Fortbildungsangebote hervorgehoben, um den „Generation Gap“ zu überbrücken.

Warum ist eine Zusammenarbeit mit Eltern laut Autor wichtig?

Da schulische Medienpädagogik nur nachhaltig wirken kann, wenn die erworbenen Kompetenzen auch im außerschulischen Alltag gelebt werden, wird eine enge Kooperation und ein intensiver Austausch zwischen Schule und Elternhaus gefordert.

Final del extracto de 20 páginas  - subir

Detalles

Título
Handlungsorientierte Medienpädagogik im digitalen Zeitalter. Ein Plädoyer
Universidad
Dresden Technical University  (Erziehungswissenschaft)
Curso
Seminar Medienpädagogik
Calificación
1,0
Autor
Franziska Letzel (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
20
No. de catálogo
V274795
ISBN (Ebook)
9783656678458
ISBN (Libro)
9783656678441
Idioma
Alemán
Etiqueta
handlungsorientierte medienpädagogik zeitalter plädoyer
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Franziska Letzel (Autor), 2014, Handlungsorientierte Medienpädagogik im digitalen Zeitalter. Ein Plädoyer, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274795
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