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Umran. Ein zentraler Begriff bei Ibn Khaldūn

Título: Umran. Ein zentraler Begriff bei Ibn Khaldūn

Trabajo de Seminario , 2012 , 15 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: Erkan Erdemir (Autor)

Orientalismo / Sinología - Estudios islámicos
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Im Qur‘an gibt es den Vers, der alle Menschen betrifft und die Lebensaufgabe der Menschheit vorgibt: „[…] Er hat euch aus der Erde entstehen lassen und sie euch zur Besiedelung (zum Aufbauen) (’imar) gegeben […]“ (Quran, 11: 61).
So nahmen viele islamische Gelehrte diesen bedeutsamen Vers als Anlass für ihre philosophischen Gedanken. Nach Farabî hat jedes Individium die Pflicht, etwas aufzubauen, ein „Erbauer“ zu sein. Davor muss aber zunächst das Herz des Menschen in Ordnung gebracht werden damit auch ein Ort, eine Stadt auf einem festen Fundament aufgebaut werden kann. Genau diesen Aspekt greift Ibn Khaldūn auf und wünscht sich eine Zivilisation gemäß eines Umran, bei der die Menschheit gleichsam mit der Natur aufgebaut wird. Denn nach seiner Ansicht sind die Menschen auf die Welt gekommen mit der Verantwortung, dieses Umran zu erfüllen. Der Mensch soll die Erde gestalten und sie nicht vernichten.
Wenn man Ibn Khaldūn richtig begreifen will, muss man seine Definition dieser Begriffe verstehen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Begriff Umran

3. Beweggründe für die Etablierung der Wissenschaft „‘ilm al-ʿumrān“

4. Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den zentralen Begriff "Umran" im Denken des islamischen Philosophen Ibn Khaldūn und analysiert dessen wissenschaftstheoretische Bedeutung für das Verständnis von Zivilisation und Geschichte.

  • Biografie und intellektueller Werdegang von Ibn Khaldūn
  • Semantische Analyse und Definition des Begriffs "Umran"
  • Die Etablierung der Wissenschaft des "‘Ilm al-ʿumrān"
  • Zusammenhang zwischen Zivilisation, Ökonomie und sozialer Entwicklung
  • Kritik an der Geschichtsschreibung und methodologische Grundlagen

Auszug aus dem Buch

3. Beweggründe für die Etablierung der Wissenschaft „‘ilm al-ʿumrān“

Die Gründe, weshalb Ibn Khaldūn die Wissenschaft der „‘ilm al-ʿumrān“ (Lehre von der Zivilisation und der Kultur) etablierte sind mannigfaltig. Zum einen wollte er die wahren geschichtlichen sozialen Gegebenheiten von vielen unwahren Erzählungen trennen, damit die wahre Geschichte von diesen Erdichtungen befreit wird. Sein Ziel war es, dass die Geschichtswissenschaftler bei geschichtlichen Untersuchungen als Maßstab die „‘ilm al-ʿumrān“ anwenden, damit wahre soziale Gegebenheiten von unwahren gefiltert werden können. Sie sollten mit ihren Untersuchungen durch Voranziehen von geschichtlichen Urkunden auch feststellen können, dass eine soziale Gegebenheit, die heute nicht stattfinden kann, damals auch nicht stattgefunden haben konnte, und somit diese geschichtliche Erzählung deshalb als Unwahr gelten und abgelehnt werden muss.

Ibn Khaldūn fand in den Geschichtsbüchern, die vor ihm geschrieben worden sind, viel Aberglauben, unwahre und erfundene Erzählungen, mysthische und phantasievolle Geschichten. Er war der Überzeugung, dass diese Art von Erzählungen für das richtige Verständnis von Geschichte und Menschheit ein Hindernis darstellten. Die Hintergründe für diese Dichtungen sollten daher genaustens untersucht werden. Erst wenn man die Gründe dafür kennt, ist es möglich sich vor solchen Lügengeschichten zu schützen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Lebensaufgabe der Menschheit zur Besiedelung der Erde ein und porträtiert Ibn Khaldūn als einen der bedeutendsten Denker der islamischen Geistesgeschichte.

2. Der Begriff Umran: Dieses Kapitel definiert den Begriff "Umran" als fundamentale Kategorie für Zivilisation und Stadtleben sowie dessen Abgrenzung zu verwandten Begriffen wie "Hadara".

3. Beweggründe für die Etablierung der Wissenschaft „‘ilm al-ʿumrān“: Der Autor erläutert hier Ibn Khaldūns Bestreben, durch eine neue Wissenschaft die Geschichtsschreibung von unwahren Mythen und Aberglauben zu bereinigen.

4. Schlussbemerkungen: Dieses Kapitel resümiert die Bedeutung Ibn Khaldūns für die moderne Sozialwissenschaft und reflektiert die Wirkungsgeschichte seiner Theorien im Abendland.

Schlüsselwörter

Ibn Khaldūn, Umran, Zivilisation, Muqaddima, Asabiyya, Kulturwissenschaft, Islamische Philosophie, Sozialwissenschaft, Geschichte, Hadara, Wissenschaftstheorie, Geschichtsphilosophie, soziale Gesetzmäßigkeiten, Geistesgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem zentralen Begriff "Umran" aus dem Hauptwerk von Ibn Khaldūn und untersucht dessen Relevanz für seine Zivilisationstheorie.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den Schwerpunkten zählen die Begriffsbestimmung von Umran, die methodischen Ansätze zur Geschichtskritik und die Verbindung zwischen sozialer Organisation und wissenschaftlichem Fortschritt.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die von Ibn Khaldūn entwickelte Wissenschaft des "‘Ilm al-ʿumrān" verständlich zu machen und ihre Rolle als Instrument zur objektiven Geschichtsbetrachtung darzulegen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit stützt sich auf eine hermeneutische Analyse des Werkes "Muqaddima" sowie den Vergleich mit zeitgenössischen und späteren westlichen wissenschaftstheoretischen Ansätzen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Definition des Umran-Begriffs und die kritische Auseinandersetzung mit den Gründen für die Gründung dieser neuen Wissenschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Ibn Khaldūn, Umran, Zivilisation, Asabiyya, Geschichtsphilosophie und Sozialwissenschaft.

Warum hält Ibn Khaldūn die Gründung der Wissenschaft des Umran für notwendig?

Er sah die Notwendigkeit, da die Geschichtsschreibung seiner Zeit mit Mythen, Aberglauben und erfundenen Erzählungen durchsetzt war, die ein korrektes Verständnis menschlicher Entwicklungen verhinderten.

Wie unterscheidet sich Ibn Khaldūns Zivilisationsverständnis von anderen Philosophen?

Im Gegensatz zu vielen zeitgenössischen Philosophen, die über Ideale ("die sein müssten") philosophierten, konzentrierte sich Ibn Khaldūn auf Tatsachen ("die sind") und soziale Kausalzusammenhänge.

Welchen Bezug stellt der Text zu modernen Wissenschaftlern wie Arnold Toynbee her?

Der Text hebt hervor, dass Arnold Toynbee Ibn Khaldūn als brillantesten Geist der Menschheit bezeichnete und Parallelen zwischen dessen Zivilisationstheorie und westlichen Geschichtsbetrachtungen zieht.

Final del extracto de 15 páginas  - subir

Detalles

Título
Umran. Ein zentraler Begriff bei Ibn Khaldūn
Universidad
University of Vienna  (Institut für Bildungswissenschaft)
Curso
Religionssoziologie und Religionspsychologie – Islam als soziales Phänomen
Calificación
1
Autor
Erkan Erdemir (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
15
No. de catálogo
V274827
ISBN (Ebook)
9783656678373
ISBN (Libro)
9783656700432
Idioma
Alemán
Etiqueta
Umran Ibn Khaldun Soziologie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Erkan Erdemir (Autor), 2012, Umran. Ein zentraler Begriff bei Ibn Khaldūn, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274827
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