Die Seminararbeit besteht aus zwei Teilen.
Im ersten Teil sollen wir ein religiöses Bildungsprozess nach dem Innsbrucker Planungsmodell planen und reflektieren. Dabei werde ich eine Einzelplanung im Bereich Schule vornehmen. Vorbereiten werde für die Hauptschule 5. Jahrgangsstufe für den islamischen Religionsunterricht (IRU) das Thema "Prophetengeschichten". Folgende Themenüberschriften sind dabei angedacht: „Noah und die Sintflut, Moses und das Volk Israel und Jesus, Sohn von Maria.“ Konkret werde ich aber nur eine Unterrichtsstunde durchplanen. Die im Lehrplan angegebenen Anliegen und Ziele in Bezug auf das Thema „Prophetengeschichten“ sind wie folgt:
„Der Glaube (Iman) an die Propheten
Jede Muslimin und jeder Muslim verinnerlicht den Iman an alle Propheten – ohne Unterschied: „Wir machen keinen Unterschied bei keinem Seiner Gesandten.“ (Baqara 2/285, vgl. auch an-Nisa 4/164; al-An’am 6/83-90; Hud 11/120 etc. sowie die Ahadith bei Bukhari, Muslim, Ahmad u.a.)
Die Schülerinnen und Schüler sollen sich mit der Frage beschäftigen, warum überhaupt Propheten gesandt wurden, was ihre Eigenschaften waren, ihre Aufgaben, ihre Namen etc. Die Unterschiede zwischen Rasul (Gesandter) und Nabiy (Prophet) sollen in diesem Kontext ebenso thematisiert werden wie die Entscheidungskraft der sogenannten Ulul-Azm und andere wesentliche Themen der Prophetenschaft, wie etwa die Frage, ob zu jeder Ummah ein Gesandter geschickt wurde. (vgl. al-Fatir 35/24)
- Was ist ein Prophet?
- Der Unterschied zwischen einem Gesandtem und einem Propheten
- Eigenschaften, Aufgaben, Zahl und Namen der Propheten
- Ulul-Azm von den Gesandten und Propheten
- Für jede Gemeinschaft gibt es einen Gesandten“
Im zweiten Teil der Seminararbeit wird die Planung für die im Team gestaltete Seminareinheit beschrieben und reflektiert.
Inhaltsverzeichnis
A) Planung eines religiösen Bildungsprozess nach dem Innsbrucker Planungsmodell
1. Theologisch-Didaktische Orientierung
1.1. Analyse der einzelnen Perspektiven
1.1.1. Subjektiv-Biographische Perspektive (ICH)
1.1.1.1. Mein Bezug zur gewählten Thematik
1.1.1.2. Welchen Bezug haben die TeilnehmerInnen zu meiner Thematik?
1.1.2. Intersubjektiv-Kommunikative Perspektive (WIR)
1.1.2.1. Bin ich / wann bin ich (eher) Leiter vor / für / mit den SchülerInnen, TeilnehmerInnen?
1.1.2.2. Welche Sozialstrukturen (Peergroups, Paare, Experten, Außenseiter,…) gibt es in der Gruppe? Was bedeutet das im Zusammenhang mit der Sache?
1.1.2.3. Wie / wodurch wird die „Sache“ in der Interaktion zwischen den Teilnehmenden repräsentiert?
1.1.2.4. Wie / wodurch wird die „Sache“ in der Interaktion zwischen Leiter und Teilnehmenden repräsentiert?
1.1.3. Sachlich-Inhaltlich-Symbolische Perspektive (ES)
1.1.3.1. Woher weiß ich von der Sache (Studium, Bücher,…) und was gibt es davon zu wissen?
1.1.3.2. Was bedeutet die Sache in der Vergangenheit, gegenwärtig und zukünftig?
1.1.3.3. Was an der Sache ist besonders sperrig, unzugänglich, verwirrend?
1.1.3.4. Was ist der Kern der Sache? Was ist elementar, essentiell/existentiell und was ist Hilfswissen?
1.1.3.5. Welche menschlichen, religiösen Grunderfahrungen kommen in der Thematik/im Text zum Ausdruck?
1.1.3.6. An welchen Beispielen, Symbolen,… wird die Sache zugänglich?
1.1.4. Kontextperspektive (Globe)
1.2. Anliegen / Anforderungssituationen / Kompetenzen
1.2.1. Anliegen (Ziele formulieren)
1.2.2. Anforderungssituationen
1.2.3. Kompetenzen
2. Prozessplanung
B) Beschreibung der Planung und Reflexion der im Team gestalteten Seminareinheit
1. Theologisch-Didaktische Orientierung
1.1. Analyse der einzelnen Perspektiven
1.1.1. Subjektiv-Biographische Perspektive
1.1.2. Intersubjektiv-Kommunikative Perspektive
1.1.2.1. Bin ich / wann bin ich (eher) Leiter vor / für / mit den SchülerInnen, TeilnehmerInnen?
1.1.2.2. Welche Sozialstrukturen (Peergroups, Paare, Experten, Außenseiter,…) gibt es in der Gruppe? Was bedeutet das im Zusammenhang mit der Sache?
1.1.2.3. Wie / wodurch wird die „Sache“ in der Interaktion zwischen den Teilnehmenden repräsentiert?
1.1.2.4. Wie / wodurch wird die „Sache“ in der Interaktion zwischen Leiter und Teilnehmenden repräsentiert?
1.1.3. Sachlich-Inhaltlich-Symbolische Perspektive
1.1.3.1. Woher weiß ich von der Sache (Studium, Bücher,…) und was gibt es davon zu wissen?
1.1.3.2. Was bedeutet die Sache in der Vergangenheit, gegenwärtig und zukünftig?
1.1.3.3. Was an der Sache ist besonders sperrig, unzugänglich, verwirrend?
1.1.3.4. Was ist der Kern der Sache? Was ist elementar, essentiell/existentiell und was ist Hilfswissen?
1.1.3.5. Welche menschlichen, religiösen Grunderfahrungen kommen in der Thematik/im Text zum Ausdruck?
1.1.3.6. An welchen Beispielen, Symbolen,… wird die Sache zugänglich?
1.1.4. Kontextperspektive (Globe)
1.2. Anliegen / Anforderungssituationen / Kompetenzen
1.2.1. Anliegen (Ziele formulieren)
1.2.2. Anforderungssituationen
1.2.3. Kompetenzen
2. Prozessplanung
3. Reflexion
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die strukturierte Planung und methodische Reflexion von religiösen Bildungsprozessen unter Anwendung des Innsbrucker Planungsmodells. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie islamische Prophetengeschichten sowie Methoden zur Arbeit mit islamischen Quellentexten didaktisch aufbereitet werden können, um bei unterschiedlichen Zielgruppen (Schülerinnen/Schüler bzw. Studierende) ein tieferes Verständnis und eine authentische Auseinandersetzung mit den Inhalten zu fördern.
- Anwendung des Innsbrucker Planungsmodells auf den islamischen Religionsunterricht.
- Didaktische Aufbereitung von Prophetengeschichten für die 5. Jahrgangsstufe.
- Methodenentwicklung für die Arbeit mit islamischen Quellen-Texten im interreligiösen Kontext.
- Analyse von Subjektiv-Biographischen, Intersubjektiv-Kommunikativen, Sachlich-Inhaltlichen und Kontext-Perspektiven.
- Reflexion über Gruppenprozesse und methodische Vermittlung (u.a. Fishbowl-Methode).
Auszug aus dem Buch
1.1.1.1. Mein Bezug zur gewählten Thematik
Einer der sechs Glaubensgrundsätze des Islams ist der Glaube an die Gesandten Gottes. Der Glaube an die Gesandten hängt aber automatisch vom Wissen über die Gesandten ab. Daher muss jeder Muslim der an die Gesandten glaubt sich Informationen über ihr Leben einholen.
In der Islamischen Theologie existiert ein großer Studienbereich, welches „Islamische Geschichte“ bezeichnet wird. Viele Gelehrten und Wissenschaftler beginnen diese Islamische Geschichte mit dem ersten Propheten Adam und beenden sie mit dem letzten Propheten Muhammad. In diesem Studienbereich werden alle Propheten gründlich durchgenommen. Da ich Lehramt für Islamische Religion in Erlangen/Nürnberg studierte, habe ich auch mich in diesem Studienbereich weiterentwickelt. Da ich auch ein sehr gläubiger Mensch bin, liebe ich die Propheten sehr, deshalb studiere ich ihre Lebensgeschichten.
Zusammenfassung der Kapitel
A) Planung eines religiösen Bildungsprozess nach dem Innsbrucker Planungsmodell: Dieses Kapitel detailliert die theoretisch-didaktische Analyse und Unterrichtsplanung für das Thema "Prophetengeschichten" in einer 5. Jahrgangsstufe.
1. Theologisch-Didaktische Orientierung: Hier werden die vier Perspektiven (Subjektiv-Biographisch, Intersubjektiv-Kommunikativ, Sachlich-Inhaltlich-Symbolisch, Kontext) auf die gewählte Thematik angewendet, um eine fundierte Basis für den Unterricht zu schaffen.
2. Prozessplanung: Dieser Abschnitt beschreibt den konkreten zeitlichen Ablauf, die eingesetzten Methoden sowie die Lernziele der Unterrichtseinheit für die 1c Klasse.
B) Beschreibung der Planung und Reflexion der im Team gestalteten Seminareinheit: Fokus liegt hier auf der universitären Seminareinheit zum Thema Methodenarbeit mit islamischen Quellentexten.
1. Theologisch-Didaktische Orientierung: Anwendung des Planungsmodells auf eine studentische Lerngruppe, inklusive Reflexion der Herausforderungen im Dialog zwischen verschiedenen religiösen Hintergründen.
2. Prozessplanung: Detaillierte Darstellung des Ablaufs der Seminareinheit an der Universität, einschließlich der Fishbowl-Methode.
3. Reflexion: Kritische Nachbetrachtung der Team-Präsentation, der Zeitplanung und der studentischen Interaktion während der Seminareinheit.
Schlüsselwörter
Innsbrucker Planungsmodell, Islamischer Religionsunterricht, Prophetengeschichten, Religionsdidaktik, Subjektiv-Biographische Perspektive, Intersubjektiv-Kommunikative Perspektive, Koran, Hadithe, Methodenarbeit, Fishbowl-Methode, Quellen-Texte, Glaubensgrundsätze, Lernziele, Reflexion, Pädagogik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der didaktischen Planung von religiösen Bildungsprozessen nach dem Innsbrucker Planungsmodell, angewandt sowohl auf den schulischen Religionsunterricht als auch auf eine universitäre Seminareinheit.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Vermittlung von Prophetengeschichten im Islam sowie Methoden zur Arbeit mit islamischen Quellentexten wie dem Koran und Hadithen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, durch eine strukturierte Analyse der theologisch-didaktischen Perspektiven eine fundierte und authentische Unterrichtsplanung zu entwickeln, die sowohl kognitive als auch emotionale Ebenen berücksichtigt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt das Innsbrucker Planungsmodell, welches didaktische Inhalte über vier spezifische Perspektiven (ICH, WIR, ES, GLOBE) systematisch erschließt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Unterrichtsplanung für die Schule sowie in die Planung, Durchführung und Reflexion einer studentischen Seminareinheit an der Universität Innsbruck.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Innsbrucker Planungsmodell, Prophetengeschichten, Didaktik, Quellen-Texte, Koran, Fishbowl-Methode und Reflexion.
Warum ist das Thema "Jesus" für muslimische Schüler besonders komplex?
Da muslimische Schüler in Österreich in einem christlich geprägten Umfeld aufwachsen, haben sie bereits vielfältige Vorstellungen von Jesus. Die Herausforderung besteht darin, Gemeinsamkeiten zu würdigen, ohne die islamische Perspektive zu verwässern.
Welche Herausforderung ergab sich bei der Team-Präsentation?
Die größte Herausforderung war die zeitliche Begrenzung in Kombination mit der angestrebten methodischen Tiefe, was zu einem Überzug der geplanten Zeit führte.
- Quote paper
- Erkan Erdemir (Author), 2013, Planung eines religiösen Bildungsprozesses nach dem Innsbrucker Planungsmodell, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274830