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Das Schulische Bildungssystem in der BRD

Title: Das Schulische Bildungssystem in der BRD

Seminar Paper , 2001 , 19 Pages , Grade: 2

Autor:in: Erkan Erdemir (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Unter dem Begriff „Bildungswesen“ versteht man „alle Einrichtungen und Institutionen, die Bildung vermitteln und die Ausbildung von Lernenden (Schüler, Studenten u. a.) übernehmen.“ Die Geschichte der Bildung bzw. der Erziehung geht bis zu Antike zurück. Jedoch wurde sie damals nicht in den Schulen verwirklicht, sondern es gab Privatunterrichten. Die Schule im heutigen Sinn ist ein modernes Phänomen. Bis hin zum Mittelalter konnten die meisten Menschen weder lesen noch schreiben. Das Privileg dazu hatten nur die Adeligen bzw. Reichen unter der Gesellschaft. Erst gegen Beginn des 14. Jahrhunderts entwickelte sich ein sogenanntes Hofmeistermodel: Die Adeligen haben Lehrer angestellt, die ihre Söhne unterrichtet haben (Mädchen haben erst seit dem letzten Jahrhundert ein Recht auf Bildung in Europa). Dieses Hofmeistersystem war der Beginn einer Bildungsaktivität in Europa, das zwar viele Defizite aufwies, dennoch ein enormen Schritt zur zivilisierten Welt beitrug.
Die ersten staatlichen Schulgesetze entstanden im 18. Jahrhundert (Allgemeine Schulordnung für Preußen von 1763, österreichische Schulordnung von 1774). In der Bundesrepublik Deutschland sind heute fast alle Schulen (die allgemeinbildenden, die beruflichen und auch die Hochschulen) staatliche Einrichtungen. Die Bundesländer haben jeweils eigene Gesetzgebungen. Deren "Kulturhoheit" ist im Grundgesetz (Art. 30 und 70) festgeschrieben. Durch das Hochschulrahmengesetz wurden dem Bund jedoch bildungspolitische Kompetenzen im Hochschulbereich zuerkannt. Um zu große Unterschiede zwischen den Bundesländern zu vermeiden, sorgt die Ständige Konferenz der Kultusminister (KMK) der Länder mit ihren Beschlüssen für eine gewisse Vereinheitlichung des Schulwesens.
Hauptträger der staatlichen Bildungsarbeit in der Bundesrepublik Deutschland sind: Grund-, Haupt- und Realschulen, Gymnasien (Oberschulen), Hochschulen, Berufs- und Berufsfachschulen. Daneben bestehen Sonderschulen. In den Gesamtschulen bilden Hauptschule, Realschule und Gymnasium ein durchlässiges System. Besondere Institute und Abendschulen ermöglichen die Weiterbildung Erwachsener und können bis zur Hochschulreife führen (sog. Zweiter Bildungsweg). Einen Teil der Erwachsenenbildung übernehmen Volkshochschulen, Gewerkschaften, Parteien, Kirchen, Betriebe u. a. in Vorträgen und Fortbildungskursen.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einführung

1. Der Elementarbereich

2. Der Primärbereich

3. Der Übergang von Primärbereich in den Sekundärbereich

4. Der Sekundärbereich I

4.1. Die Förderstufe (Orientierungsstufe)

4.2. Die Hauptschule

4.3. Die Realschule

4.4. Das Gymnasium

5. Der Sekundärbereich II

5.1. Die gymnasiale Oberstufe

5.2. Die Berufschule

5.3. Die Berufsfachschule

5.4. Die Fachoberschule

5.5. Die Fachschule

6. Der Tertiärbereich

6.1. Die Universität

6.2. Die Fachhochschule

7. Die Weiterbildung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit bietet einen systematischen Überblick über die Struktur und die Funktionsweise des schulischen Bildungssystems in der Bundesrepublik Deutschland, von der vorschulischen Erziehung bis zum tertiären Sektor.

  • Historische Entwicklung und staatliche Rahmenbedingungen des Bildungswesens
  • Struktur des Schulsystems: Elementar-, Primär- und Sekundarbereich
  • Das duale Ausbildungssystem und berufliche Qualifizierungswege
  • Differenzierung der Bildungsabschlüsse und Übergänge zwischen den Schularten
  • Aufbau und Funktion des tertiären Bildungsbereichs (Hochschulen)

Auszug aus dem Buch

6.1. Die Universität

Die Universität ist „eine Hochschule mit der Aufgabe, die Gesamtheit der Wissenschaften in Lehre und Forschung zu pflegen. Die ersten Universitäten entstanden im Mittelalter aus den Latein- und Domschulen. Zu den festen Formen eines Studium generale brachte es zuerst die im 12. Jahrhundert mit päpstlichem Privileg ausgestattete Hochschule zu Paris. Von hier nahm auch die Abstufung der akademischen Grade (Lizenziat, Magister, Doktor) ihren Ausgang.

Die ältesten deutschen Universitäten waren Prag (1348), Wien (1365), Heidelberg (1386), Köln (1389), Erfurt (1392) und Leipzig (1409). An den Universitäten entwickelten sich neben den theologischen Fakultäten die juristische und die medizinische, während die Artistenfakultät die 7 freien Künste (artes liberales) lehrte und so das Studium an den übrigen Fakultäten vorbereitete. Im 18. Jahrhundert errang die Artistenfakultät als selbständige philosophische Fakultät volle Gleichberechtigung. Die gesellschaftlichen Wandlungen im 19. und 20. Jahrhundert führten zum Ausbau der naturwissenschaftlichen und zur Einrichtung wirtschafts- und sozialwissenschaftlicher Fakultäten. Auch technische Hochschulen führen heute die Bezeichnung Universität“.

Neben den traditionellen Universitäten gibt es auch die Technischen Hochschulen und Technischen Universitäten, deren Schwerpunkt in den Natur- und Ingenieurwissenschaften liegt. Den Universitäten gleichgestellt sind auch Hochschulen, die nur einzelne Studiengänge anbieten, u.a. Theologische Hochschulen und Pädagogische Hochschulen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung: Vermittelt einen Überblick über die historische Genese des Bildungswesens und die staatliche Zuständigkeitsverteilung zwischen Bund und Ländern in Deutschland.

1. Der Elementarbereich: Beschreibt die vorschulische Erziehung in Kindergärten und Einrichtungen für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren.

2. Der Primärbereich: Erläutert die Aufgaben und Strukturen der vierjährigen Grundschule sowie die Grundlagen der schulischen Leistungsbewertung.

3. Der Übergang von Primärbereich in den Sekundärbereich: Behandelt die Kriterien und Verfahren für den Übertritt in weiterführende Schularten nach der vierten Klasse.

4. Der Sekundärbereich I: Beschreibt die gegliederte Schullandschaft mit Förderstufe, Hauptschule, Realschule und Gymnasium sowie deren jeweilige Bildungsziele.

5. Der Sekundärbereich II: Analysiert die gymnasiale Oberstufe und die berufsbildenden Schulformen, einschließlich des dualen Systems.

6. Der Tertiärbereich: Detailliert die Struktur und Funktion von Universitäten und Fachhochschulen als wissenschaftliche und praxisorientierte Ausbildungsinstitutionen.

7. Die Weiterbildung: Beschreibt die Ziele und Träger der beruflichen sowie allgemeinen Weiterbildung und Erwachsenenbildung.

Schlüsselwörter

Bildungswesen, Schulsystem, Bundesrepublik Deutschland, Schulpflicht, Primarbereich, Sekundarbereich I, Sekundarbereich II, Tertiärbereich, Duales System, Universität, Fachhochschule, Gymnasium, Weiterbildung, Bildungsabschluss, KMK

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Struktur und dem Aufbau des deutschen Bildungssystems, von der vorschulischen Betreuung bis zum Hochschulabschluss.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die rechtlichen Rahmenbedingungen der Bildung, die Differenzierung der Schularten sowie die verschiedenen Wege zur beruflichen und akademischen Qualifikation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, einen informativen Überblick über die Organisation des gegliederten Schulwesens in der Bundesrepublik Deutschland zu geben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine deskriptive Zusammenstellung auf Basis offizieller bildungspolitischer Dokumente und Quellen der Kultusministerkonferenz.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert das System in seine Stufen (Elementar-, Primär-, Sekundar- und Tertiärbereich) und erläutert die Besonderheiten der jeweiligen Schultypen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Bildungswesen, Duales System, Schulpflicht und die verschiedenen Schulformen von der Grundschule bis zur Universität sind für das Verständnis essenziell.

Wie unterscheidet sich das duale System von anderen Bildungsformen?

Das duale System verbindet die praktische Ausbildung im Betrieb mit der theoretischen Ausbildung an der Berufsschule, um eine enge Verzahnung von Praxis und Theorie zu gewährleisten.

Welche Bedeutung hat die Kultusministerkonferenz für das Schulwesen?

Die KMK sorgt für eine notwendige Vereinheitlichung der Bildungspolitik, um trotz der Kulturhoheit der Länder zu große Unterschiede im Schulwesen zu vermeiden.

Welche Rolle spielen Fachhochschulen im Vergleich zu Universitäten?

Während Universitäten die Gesamtheit der Wissenschaften in Forschung und Lehre pflegen, zeichnen sich Fachhochschulen durch einen stärkeren Praxisbezug und integrierte Praxissemester aus.

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Details

Title
Das Schulische Bildungssystem in der BRD
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Pädagogisches Institut)
Course
Sozialwissenschaftliche Grundlagen der Pädagogik
Grade
2
Author
Erkan Erdemir (Author)
Publication Year
2001
Pages
19
Catalog Number
V274841
ISBN (eBook)
9783656677048
ISBN (Book)
9783656677031
Language
German
Tags
schulische bildungssystem
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Erkan Erdemir (Author), 2001, Das Schulische Bildungssystem in der BRD, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274841
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