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Narrativität des Verbrechens in E.T.A. Hoffmanns „Das Fräulein von Scuderi“

Título: Narrativität des Verbrechens in E.T.A. Hoffmanns „Das Fräulein von Scuderi“

Trabajo Escrito , 2013 , 21 Páginas , Calificación: 2,7

Autor:in: Carina Greiffenberg (Autor)

Literatura - General
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Mit „Das Fräulein von Scuderi“ veröffentlichte E.T.A. Hoffmann 1819 ein Werk, das heute weitläufig als erste deutsche Kriminalnovelle betrachtet wird und das die Genreentwicklung nachhaltig beeinflusst hat.
Im Rahmen der vorliegenden Hausarbeit wird anhand dieses Werkes die Narrativität des Verbrechens und die damit einhergehende Erzählebene, sowie die Erzählperspektive der Novelle betrachtet.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Peter Hühn – Der Detektiv als Leser

2.1. Erzählstruktur und Gestaltung des Leseprozesses

2.2. Verhältnis Detektiv - Leser

3. E.T.A. Hoffmann – Das Fräulein von Scuderi

3.1. Inhalt

3.2. Verhältnis Detektiv – Täter

3.3. Das verhinderte Verbrechen

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Narrativität des Verbrechens in E.T.A. Hoffmanns Erzählung „Das Fräulein von Scuderi“ unter besonderer Berücksichtigung erzähltheoretischer Ansätze von Peter Hühn. Dabei wird analysiert, inwiefern das Werk bereits Merkmale des Detektivromans aufweist und wie die Figurenkonstellation sowie die Erzählstruktur das Spannungsfeld zwischen Täter und Detektiv konstituieren.

  • Analyse der Erzählstruktur und des Leseprozesses bei E.T.A. Hoffmann.
  • Untersuchung der Figurenkonstellation zwischen Detektiv, Täter und dem Fräulein von Scuderi.
  • Reflexion über das Genre der Detektivgeschichte im Kontext der Romantik.
  • Kritische Auseinandersetzung mit den Thesen von Peter Hühn zur Detektivliteratur.
  • Betrachtung der Narrativität des Verbrechens und der Erzählperspektive.

Auszug aus dem Buch

2.1 Erzählstruktur und Gestaltung des Leseprozesses

Hühn stellt eingehend fest, dass der Detektivroman aus zwei wesentlichen Geschichten besteht. Zum Einen der Geschichte des Verbrechens (A), welche in der Vergangenheit stattfindet und im Detektivroman erst später, innerhalb der Geschichte der Ermittlung (B), detailliert rekonstruiert wird. Jene Geschichte der Ermittlung hingegen findet in der Gegenwart statt und erzählt primär die Vorgehensweise des Detektivs. Die Darstellung des Verbrechens zu Beginn des Romans wäre erzähltechnisch nicht empfehlenswert, da es die Arbeit des Detektivs hinfällig werden ließe, wenn der Leser bereits zu Beginn wüsste, wie genau sich das Verbrechen zugetragen hat. Es ist vielmehr die zentrale Aufgabe des Detektivs dies herauszufinden und erst dann erfährt auch der Leser nach und nach die Hintergründe. Geschichte B hat somit die Aufgabe, Geschichte A bis ins kleinste Detail aufzudecken.

Einen weiteren klassischen Erzählschritt sieht Peter Hühn darin, dass der Detektiv meist erst dann seine Ermittlungsarbeit aufnimmt, sobald Polizei und andere Institutionen scheitern und somit „die Geltung der allgemeinen Ordnung in Frage“ gestellt wurde. Der Detektiv übernimmt die Ermittlungen und berichtet seine Erkenntnisse, womit der Leser zeitgleich den bestmöglichen Einblick in das Geschehen erhält. Zugleich versucht der Detektiv Verbindungen zwischen einzelnen Ereignissen und Hinweisen herzustellen, sodass am Ende der Erzählung eine plausible Auflösung des Verbrechens vorliegt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Werkes „Das Fräulein von Scuderi“ als frühe Kriminalnovelle und Definition der zentralen Fragestellungen hinsichtlich der Narrativität und Erzählstruktur.

2. Peter Hühn – Der Detektiv als Leser: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Essay von Peter Hühn über die Erzählstruktur von Detektivromanen.

2.1. Erzählstruktur und Gestaltung des Leseprozesses: Analyse der Zweiteilung in Geschichte des Verbrechens und Geschichte der Ermittlung sowie die Rolle des Detektivs als ordnungsstiftende Instanz.

2.2. Verhältnis Detektiv - Leser: Untersuchung der strukturellen Analogie zwischen dem Verhältnis von Autor/Leser und Täter/Detektiv.

3. E.T.A. Hoffmann – Das Fräulein von Scuderi: Anwendung der theoretischen Erkenntnisse auf das konkrete Werk von Hoffmann unter Berücksichtigung historischer Aspekte.

3.1. Inhalt: Zusammenfassende Darstellung der Handlung rund um die Mordserie, René Cardillac und Olivier Brusson.

3.2. Verhältnis Detektiv – Täter: Analyse der Figurenkonstellation und der Frage, inwiefern das Fräulein von Scuderi als Detektivin fungiert.

3.3. Das verhinderte Verbrechen: Untersuchung des Justizirrtums und der Rettungsbemühungen durch das Fräulein von Scuderi im Kontext der drohenden Hinrichtung.

4. Fazit: Zusammenfassende Einordnung von Hoffmanns Erzählung als bemerkenswerte Zwischenetappe auf dem Weg zum modernen Kriminalroman.

Schlüsselwörter

E.T.A. Hoffmann, Das Fräulein von Scuderi, Kriminalnovelle, Detektivgeschichte, Peter Hühn, Narrativität, Erzählstruktur, René Cardillac, Olivier Brusson, Literaturwissenschaft, Romantik, Genreentwicklung, Kriminalistik, Literaturanalyse, Detektivroman.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die „Narrativität des Verbrechens“ in E.T.A. Hoffmanns Werk „Das Fräulein von Scuderi“ und untersucht, inwiefern dieses Werk bereits wesentliche Elemente des Detektivromans vorwegnimmt.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Publikation behandelt?

Im Zentrum stehen die Erzählstruktur, das Verhältnis zwischen Detektiv und Täter sowie die Rolle des Lesers bei der Rekonstruktion der Kriminalgeschichte.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, wie bei E.T.A. Hoffmann Spannung erzeugt wird und ob „Das Fräulein von Scuderi“ trotz der Entstehungszeit in der Epoche der Romantik als klassische Detektivgeschichte kategorisiert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Autorin nutzt literaturwissenschaftliche Methoden, indem sie Thesen des Literaturwissenschaftlers Peter Hühn zur Erzählstruktur des Detektivromans auf das Werk von Hoffmann anwendet und kritisch reflektiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit thematisiert?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Basis durch Peter Hühn und die praktische Analyse der Erzählung, wobei insbesondere Inhalt, Figurenkonstellationen und die Dynamik der Verbrechensaufklärung beleuchtet werden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen das Doppelgängermotiv, die Detektion, der Justizirrtum, die Erzählebenen sowie die Einordnung der Erzählung zwischen Kriminalgeschichte und romantischer Novellistik.

Welche besondere Bedeutung kommt dem Charakter René Cardillac zu?

Cardillac fungiert als Täter mit Doppelgängermotiv, dessen Zerrissenheit zwischen der Rolle als genialer Künstler und kaltblütigem Raubmörder das tragische Zentrum der Handlung bildet.

Warum wird das Fräulein von Scuderi in der Arbeit nicht als klassische Detektivin gesehen?

Die Arbeit argumentiert, dass ihr der objektive Blick und die nötige Distanz fehlen, da sie persönlich durch familiäre Bindungen in den Fall involviert ist und primär aus moralischen Motiven handelt, nicht aus einer professionellen Ermittlerhaltung heraus.

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Detalles

Título
Narrativität des Verbrechens in E.T.A. Hoffmanns „Das Fräulein von Scuderi“
Universidad
University of Hagen
Calificación
2,7
Autor
Carina Greiffenberg (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
21
No. de catálogo
V274852
ISBN (Ebook)
9783656674511
ISBN (Libro)
9783656674504
Idioma
Alemán
Etiqueta
narrativität verbrechens hoffmanns fräulein scuderi
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Carina Greiffenberg (Autor), 2013, Narrativität des Verbrechens in E.T.A. Hoffmanns „Das Fräulein von Scuderi“, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274852
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