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Theologie der Abschiedsreden. Die Ich-bin-Worte in Joh. 14,6 und Joh. 15,1-8

Titre: Theologie der Abschiedsreden. Die Ich-bin-Worte in Joh. 14,6 und Joh. 15,1-8

Dossier / Travail de Séminaire , 2014 , 32 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Stefan Prill (Auteur)

Théologie - Théologie biblique
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Résumé Extrait Résumé des informations

„Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, wenn nicht durch mich.“ (Joh. 14,6)
„Ich bin der Weinstock, ihr die Reben. Der, der in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht, denn ohne mich könnt ihr nichts tun.“ (Joh. 15,5)

Im Christentum sind diese beiden Worte Jesu – dadurch, dass sie im gemeindlichen Kontext und im Gottesdienst besonders häufig rezipiert werden, aber auch dadurch, dass sie Verheißungscharakter haben und zudem der Verkündigung Jesu zugeordnet werden – weitläufig bekannt und haben eine große Bedeutung. Sie stammen aus dem Johannesevangelium und stehen dort innerhalb der Abschiedsreden Jesu.
In diesem Abschnitt der Abschiedsreden (Joh. 13,31 – 16,33), welcher diese beiden Ich-bin-Worte beinhaltet, verdichtet sich die Theologie des Johannesevangeliums in besonderer Weise. Von hier aus lasse sich sogar „das ganze Johannesevangelium […] interpretieren“ – betont ein Teil der neutestamentlichen Theologien. Neben den sogenannten Parakletverheißungen kommt den Ich-bin-Worten in Joh. 14,6 und Joh. 15,1-8 eine wichtige Funktion für die Theologie der Abschiedsreden zu. Diese Funktion herauszuarbeiten und zu analysieren ist Ziel dieser Arbeit.

Nach einer Darstellung der Konzeption der Ich-bin-Worte, von denen noch weitere im Johannesevangelium zu finden sind (2.1.), sowie nach einem kurzen Überblick über die johanneischen Abschiedsreden (2.2.), sollen zunächst in einem dritten Kapitel Joh. 14,6 und Joh. 15,1-8 mit ausgewählten Methoden der historisch-kritischen Exegese analysiert werden. Auch hierbei schon soll im Mittelpunkt der exegetischen Arbeit die Herausarbeitung von Erkenntnissen stehen, die der Klärung der theologischen Funktion dieser Ich-bin-Worte dienen. Im vierten Kapitel werden diese Schlüsse dann gebündelt, zusammengestellt und die Funktion von Joh. 14,6 und Joh. 15,1-8 für die Theologie der Abschiedsreden herausgearbeitet.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Ich-bin-Worte und die johanneische Abschiedsrede

2.1. Die Ich-bin-Worte innerhalb des Johannesevangeliums

2.2. Die Abschiedsreden als Kontext

3. Exegetische Betrachtungen

3.1. Joh. 14,6 (innerhalb des Kontextes von Joh. 14,1-7)

3.1.1. Eigene Übersetzung

3.1.2. Analyse des engeren Kontextes: Joh. 14,1-7

3.1.3. Syntaktische Analyse zu Joh. 14,6f.

3.1.4. Semantische Analyse zu Joh. 14,6f. und die Leitmotive „Weg“, „Wahrheit“, „Leben“

3.1.5. Zur Intertextualität zwischen Joh. 14,6 und Psalm 119

3.1.6. Der Exklusivitätsanspruch in Joh. 14,6

3.2. Joh. 15,1-8

3.2.1. Eigene Übersetzung

3.2.2. Syntaktische und semantische Analyse zu Joh. 15,1-8

3.2.3. Analyse des bildspendenden Bereichs und der Bildfeldtraditionen

3.2.4. Formgeschichtliche und überlieferungskritische Erwägungen

4. Die Funktion der Ich-bin Worte in Joh. 14,6 und Joh. 15,1-8 für die Theologie der Abschiedsreden

4.1. Trost und Verheißung im Angesicht des Abschieds (Joh. 14,6)

4.2. Stärkung der Gemeinschaft (Joh. 15,1-8)

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Funktion der Ich-bin-Worte in Joh. 14,6 („Weg, Wahrheit, Leben“) und Joh. 15,1-8 („Weinstock“) innerhalb der johanneischen Abschiedsreden, um aufzuzeigen, wie diese christologischen Selbstoffenbarungen Trost spenden, Hoffnung wecken und die Gemeinschaft der Glaubenden in einer schwierigen historischen Situation stärken.

  • Analyse der Ich-bin-Worte als zentrale christologische und soteriologische Offenbarungen.
  • Untersuchung der Abschiedsreden (Joh. 13–17) als Kontext für das Bleiben in der Liebe Christi.
  • Historisch-kritische Exegese von Joh. 14,6 und Joh. 15,1-8.
  • Theologische Bedeutung des Verhältnisses zwischen Vater, Sohn und den Glaubenden.
  • Wechselwirkung zwischen vorösterlicher Abschiedssituation und nachösterlichem Gemeindeleben.

Auszug aus dem Buch

3.1.2. Analyse des engeren Kontextes: Joh. 14,1-7

Das Ich-bin-Wort in Joh. 14,6: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, wenn nicht durch mich“, antwortet direkt und unmittelbar auf die Frage des Thomas in Vers 5. Nachdem Johannes bereits in 13,33 das Thema des „Weggangs“ erstmals thematisiert – dadurch, dass Jesus seine Jünger mit seinem baldigen Abschied konfrontiert – und dann in 13,36-38 durch die Diskussion zwischen Petrus und Jesus aufgreift, wendet sich Jesus in 14,1-4 nun wieder an alle seine Zuhörer. Ähnlich wie in 13,33 durch den Vokativ „tekni,a”, ist in 14,1 die direkte Hinwendung Jesu zu seinen Zuhörern durch die Imperative „Mh. tarasse ,sqw“ und das doppelte „pisteu,ete“, deutlich markiert. Während Jesus in seiner ersten Ansprache in 13,33 seinen Weggang als etwas Negatives beschreibt, als einen Modus, in dem die Jünger und selbst Petrus (noch) nicht nachfolgen können, wird der „Weggang“ ab Vers 14,1 in positiver Weise entfaltet. Besonders in 14,2f. wird dies deutlich. Jesus verheißt hier, nachdem er einen Ort vorbereitet hat, wiederzukommen und die Seinen mitzunehmen. Folgen scheint jetzt möglich zu sein, sogar der Weg zu dem Ort, zu dem Jesus vorangeht, scheint ab V. 4 bekannt zu sein. Lag die Perspektive in 13,33 noch vorösterlich auf dem Kreuz, lässt 14,3f. eine nachösterliche Perspektive erkennen, in der die Auferstehung im Fokus liegt. Dass die Jünger – im Gegensatz zur johanneischen Gemeinde – noch aus vorösterlicher Perspektive auf das Kreuz blicken, wird durch die Frage des Thomas in V. 5 deutlich. Die Jünger kennen den Weg, den Jesus geht, noch nicht. Dass sich in Jesus beide Perspektiven zu einer einzigen verschmelzen, macht das „Ich-bin-Wort“ in V. 6 deutlich.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die beiden zentralen Ich-bin-Worte vor und definiert das Ziel der Arbeit, deren Bedeutung für die Theologie der Abschiedsreden zu analysieren.

2. Die Ich-bin-Worte und die johanneische Abschiedsrede: Dieses Kapitel erläutert die christologische Bedeutung der Ich-bin-Worte im Gesamtwerk des Johannesevangeliums und verortet die Abschiedsreden innerhalb des johanneischen Kontextes.

3. Exegetische Betrachtungen: Das Hauptkapitel bietet eine detaillierte historisch-kritische Exegese von Joh. 14,6 und Joh. 15,1-8, inklusive sprachlicher, semantischer und formgeschichtlicher Analysen.

4. Die Funktion der Ich-bin Worte in Joh. 14,6 und Joh. 15,1-8 für die Theologie der Abschiedsreden: Hier werden die exegetischen Ergebnisse gebündelt, um die seelsorgerliche und gemeinschaftsstärkende Funktion der Worte für die johanneische Gemeinde herauszuarbeiten.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Rolle der Ich-bin-Worte als Lebens- und Liebesworte zusammen, die in schwierigen Zeiten Trost und Orientierung bieten.

Schlüsselwörter

Johannesevangelium, Abschiedsreden, Ich-bin-Worte, Christologie, Soteriologie, Ekklesiologie, Weg, Wahrheit, Leben, Weinstock, Gemeinde, Glaube, Paraklet, Immanenz, Verheißung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht zwei spezifische Ich-bin-Worte aus dem Johannesevangelium (Joh. 14,6 und 15,1-8) innerhalb der Abschiedsreden Jesu.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Christologie, die Verbindung zwischen Vater und Sohn, das Bleiben in der göttlichen Liebe sowie die Stärkung der johanneischen Gemeinde.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Das Ziel ist es, die theologische Funktion dieser Worte für die Jünger sowie für die nachösterliche Gemeinde herauszuarbeiten und zu analysieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Der Autor nutzt ausgewählte Methoden der historisch-kritischen Exegese, einschließlich syntaktischer und semantischer Analysen, sowie formgeschichtliche Erwägungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der exegetischen Analyse der Verse Joh. 14,1-7 und Joh. 15,1-8 unter Einbeziehung von Kontext, Wortbedeutungen und intertextuellen Bezügen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Ich-bin-Worte, Abschiedsreden, christologische Offenbarung, Gemeinschaft, Trost und das Bleiben in Christus.

Wie interpretiert der Autor den „Exklusivitätsanspruch“ in Joh. 14,6?

Der Autor diskutiert den Satz kritisch und schlägt vor, ihn eher als befreiende Verheißung und Zusage Gottes zu verstehen, denn als reine Abgrenzung gegenüber dem Judentum.

Welche Bedeutung hat die Weinstockmetapher für die Gemeinde?

Die Metapher dient der Vergewisserung der religiösen Identität in schwierigen Zeiten und betont die Notwendigkeit der Einheit und des Festhaltens an Christus für ein fruchtbares Leben.

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Résumé des informations

Titre
Theologie der Abschiedsreden. Die Ich-bin-Worte in Joh. 14,6 und Joh. 15,1-8
Université
University of Münster  (Fachbereich 1 - Evangelische Theologie)
Cours
Hauptseminar Neues Testament
Note
1,3
Auteur
Stefan Prill (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
32
N° de catalogue
V274906
ISBN (ebook)
9783656677246
ISBN (Livre)
9783656677239
Langue
allemand
mots-clé
Ich-bin-Worte Abschiedsreden Johannes Theologie Weg Wahrheit Leben Weinstock Reben Frucht Trost Verheißung Gemeinschaft Evangelium Joh. 14 Joh. 15
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Stefan Prill (Auteur), 2014, Theologie der Abschiedsreden. Die Ich-bin-Worte in Joh. 14,6 und Joh. 15,1-8, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274906
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Extrait de  32  pages
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